DE2149089B2 - Vorrichtung zum kontinuierlichen, extraktiven Trennen von Verbindungen mittels elektrolytischer Reduktion - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen, extraktiven Trennen von Verbindungen mittels elektrolytischer Reduktion

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Description

3. Vorrichtung nach Anspruch t, gekennzeichnet durch eine Gegenstrom-Extraktionskolonne (21), bestehend aus einem inneren Rohr (22) mit darin angebrachten Kolonnenboden (23) als Einzelstufen, aus einem zum inneren Rohr (22) koaxial angeord- as neten. äußeren Rohr (24), wobei die beiden Rohre unter Einhaltung eines Ringspaltes (25) gegeneinander fixiert sind, sowie aus mindestens an einem der beiden Rohre jeweils in Höhe der Böden (23) angebrachten Ar.->denzellen (26).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die EinKelstuft j (2) Vertiefungen (6) aufweisen und daß dieee Vertiefungen mit Isoliermaterial (7) ausgekleidet sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodenzellen (8) in den Absetzräumen (4), und zwar in den Vertiefungen (6) der Elektrolysezelle-Gehäuse (5) angeordnet sind und mit ihrem unteren Rand (9) jeweils bis unter das Bodenniveau (10) der Absetzräume hineinreichen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Absetzräume (4) zur Verbesserung der Strömungsverhältnisse und der Geometrie der Kathoden Einbauten (16) eingesetzt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch b, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauten (16) zur Horizontalen geneigte Bleche sind
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauten (16) aus mehreren Bo- «t> denrippcn parallel zur Längsachse des Elektrolyse Gehäuses bestehen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Rohr (22) und das äußere Rohr (24) im Bereich der Kolonnenboden (23) durch Wanddurchbrüche (27) im inneren Rohr in räumlicher Verbindung stehen und daß diese Durchbrüche (27) jeweils in Höhe des Bodenniveaus (23) oder darunter angebracht und mit einer elektrischen Isolierung (28) versehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodenzellen (26) bis unter die Wanddurchbrüche (27) reichen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Rohr (22) und das außere Rohr (24) am unteren Kolonnenende im Bereich der Ausnußöffnung (30) der wäßrigen Phase über weitere Wanddurchbrüche (29) im inneren
Rohr (22) miteinander jn räumlicher Verbindung
stehen,
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 und 9 bis U, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolonnenboden (23) jeweils mindestens einen rohrfömigen Einsatz (3t) aufweisen und daß die Oberkanten (32) dieser Einsitze Ober die Wanddurchbrüche (27) hinausragen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen, extraktiven Trennen von in einer der beiden zur Extraktion erforderlichen Phasen befindlichen Verbindungen mittels elektrolytischer Reduktion mindestens einer der Verbindungen und Überführung des oder der abzutrennenden Stoffe in die andere Phase.
Zum Trennen von Uran- und Plutonium-Verbindungen durch FIüssig-Flüssig-Extraktion ist eine mehrstufige Misch-Absetzer-Apparatur bekannt, die zur elektrolytischen Reduktion des Plutoniums Elektroden im Bereich einer Durchinischung beider Phasen aufweist. Hierbei sind die Kathoden in den Mischkammern angeordnet, die Anoden, umgeben von einseitig geschlossenen Diaphragmen, in der Absetzkammer. Die Diaphragmen diene« zum Fernhalten des sich an der An ode bildenden atomaren Sauerstoffs von der organischen Phase. Die vertikal angeordneten Mischkammern besitzen etwa die siebenfache Länge einer Seite ihres quadratischen Querschnitts, die Absetzkammern sind gegenüber den Mischkammern um 45° geneigt und weisen ungefähr denselben Querschnitt auf wie die Mischkammern. Jede Mischkammer ist mit drei Absetzkamrnern durch entsprechende öffnungen am Boden der Kammern, in deren unterem Drittel und etwa in ihrer Mitte räumlich verbunden und umgekehrt jede Absetzkammer mit drei Mischknmimern.
Bei größerer Dimensionierung einer solchen Vorrichtung treten jedoch erhebliche Schwierigkeiten auf. In Abhängigkeit des Beladungszuistandes der Phasen und des Durchsatzes der Flüssigkeitsmengen verschiebt sich die Phasengrenze der einzelnen Stufen, d. h. in einer Stufe am einen Ende des Extraktionsapparates herrscht ein anderes Mengenverhältnis der beiden Phasen vor als in einer Stufe am anderen Ende der Vorrichtung. Außerdem schwenkt die Höhe der Phasengrenze einer Stufe während des Betriebes der Vorrichtung unttr Umständen verhältnismäßig stark. Hierdurch ist ein Verstopfen eines Teils der Diaphragmas durch organische Phasen in einem Bereich, der normalerweise mit der wäßrigen Phase in Berührung steht, nicht zu vermeiden. Dies wirkt sich aber in negativer Weise auf die Qualität der Trennung und der Extraktion aus, die Optimalisierung der Prozeßbedingungen geht verloren, eventuell kommt die elektrolytische Reduktion in einer solchen Stufe praktisch zum Erliegen.
Wird die Anodenzelle in der Mischkammer angeordnet, so ergeben sich folgende Schwierigkeiten:
Durch die Turbulenz in der Mischkammer kann nicht ausgeschlossen werden, daß eine Teilmenge der mit Sauerstoff gesättigten wäßrigen Phase in den Kathodenraum gelangt und teilweise die reduzierten Verbindungen reoxidiert Außerdem wäre durch die Turbulenz das Eindringen von organischer Phase, eventuell mit unerwünschten Oxidationsprodukten, in den Anodenraum nicht vollständig auszuschließen, was eine Reduzierung der effektiven Anodenoberfläche, bzw.
eine sogenannte Vergiftung der Anode bewirken würde. Weiterhin ist durch Schwankungen des Durchsatzes der beiden Phasen bzw. durch unterschiedliche Höhen der Phanengrensre die Gefahr einer Phasenumkehr gegeben, & Hn die in der Miscbphase als kontinuierliche Phase erforderliche wäßrige Phase, die die dispergierte organische Phase umhüllt, wird verhältnismäßig schnell zur diskontinuierlichen Phase und somit von der organischen Phase umhüllt Dies bedeutet aber eine Unter-
elektrischen Isolierung versehen. Die AncKlenatetlenreichen bis unter die Wanddurchbrflche, Außerdem stehen das innere Rohr und das Äußere Rohr am unteren Kolonnenende im Bereich der Ausflußöffnung der wfßn-δ gen Phase über weitere Wanddurchbrüche im inneren Rohr miteinander in räumlicher Verbindung. In einer vorteilhaften Ausbildung weisen die Kolonnenböden jeweils mindestens einen rohrförmigen Einsatz auf und
— ν..·«.- ragen die Oberkanten dieser Einsetze über die Wandbrechung des Stromdurchganges in der betreffenden « durchbrüche hinaus. Stufe und deren Ausfall für die elektrolytische Reduk- Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darm. tion sowie eine Verschlechterung des Wirkungsgrades daß die Vorrichtung für jeden Prozeß, in welchem der Vorrichtung. Die Möglichkeit zur automatischen durch Flüssig- Flüssig-Extraktion Verbindungen ge-Oberwachung und Steuerung der Trennvorrichtung trennt werden, wobei mindestens eine Verbindung werden durch den stark schwankenden Stromverlauf 15 elektrolytisch reduziert wird, angewendet werden kann bei der Reduktion m der Mischkammer erschwert und den optimalen Prozeßbedtngungen durch geringfü-Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher. gige Änderungen in bezug auf die Ausbildung der Voreine Vorrichtung zum kontinuierlichen, extraktiven richtung angepaßt werden kann.
Trennen von Verbindungen mittels elektrolyüscher Re- Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichduktion zu schaffen, die die Nachteile der bekannten ao nungen, die Ausführungsbeispiele der Vorrichtung dar-Vorrichtungen nicht aufweist und welche eine einwand- stellen, erläutert Die Erfindung ist jedoch nicht auf diefreie Durchführung der Prozesse in bezug auf elektro- se Darstellungen beschränkt.
lytische Reduktion, Extraktion und Trennung gewähr- F i g. 1 zeigt in Draufsicht drei der Einzelstufen eines leistet. Weiterhin soll die Möglichkeit einer ainomati- Mischabsetzers, die jeweils «as einer Mischkammer sehen Überwachung und Steuerung der Vorrichtung 35 und aus einer Absetzkammer bestehen. Die Mischkamdurch die konstant sichere Funktion und durch die ein- mer einer Stufe steht jeweils mit den Ahsetzkammern fache und kompakte Ausführung der Vorrichtung gegeben sein. Unter Verbindungen sollen Metallverbindungen, beispielsweise Verbindungen von Aktiniden, aber . . o D. D
auch organische Verbindungen, beispielsweise organi- 30 I-1 in der F i g. 1 einer Mischabsetzerstufe;
sehe Säuren, verstanden werden. F i g. 3 verdeutlicht einen Querschnitt durch cine Ab-
Die Lösung der Aufgabe wird nun erfindungsgemäß setzkammer entlang der Linie 11-51 in Fig. 2;
erreicht durch einen mehrstufigen Extraktionsapparat
mit als Kathode ausgebildeten Einzelstufen und mit mit
einer elektrischen Isolierung versehenen, jedoch mit 35
den Kathodenräumen in direkter, diaphragmenloser
Verbindung stehenden Anodenzellen.
Eine vorteilhafte Ausbildung der Vorrichtung ist ein
mehrstufiger Mischabsetzer mit als Kathoden ausgebil-
deten, aus Isoliermaterial bestehende Anodenzellen 40 2 ist umgeben von dem aus elektrisch leitendem Mateenthaltcnden Elektrolysen-Gehäusen. Eine weitere rial bestehenden Elektrolysezellen-Gehäuse 5, das als Ausbildung der Vorrichtung ist eine Gegenstrom-Ex- Kathode ausgebildet ist und somit den Kathodenraum traktionskolonne, bestehend aus einem inneren Rohr bildet. Die Einzelstufen 2 weisen in den Elektrolysezelmit darin angebrachten Kolonnenboden als Einzelstu- len-Gehäusen 5, und zwar jeweils im Bereich der Abfen. aus einem zum inneren Rohr koaxial angeordneten, 45 setzkammern 4 Vertiefungen 6 auf, die mit Isolierma-
der beiden benachbarten Stufen in räumlicher Verbindung;
F i g. 2 zeigt einen Längsschnitt entlang der Linien
F i g. 4 stellt einen Längsschnitt durch eine Gegenstrom-Extraktionskolonne dar;
F i g. 4a und 4b jeweils einen Ausschnitt »Λ« mit unterschiedlichen Ausbildungen der Anodenräume.
Ein Mischabsetzer 1 ist aus einer Reihe Einzelstufen
2 zusammengesetzt, die jeweils aus einer Mischkammer
3 und einer Absetzkammer 4 bestehen. Jede Einzelstufe
äußeren Rohr, wobei die beiden Rohre unter Einhaltung eines Ringspaltes gegeneinander fixiert sind, sowie aus mindestens an einem der beiden Rohre jeweils in Höhe der Böden angebrachten Anodenzellen. Vor-
teiral 7 ausgekleidet sind und die die aus Isoliermaterial bestehenden Anodenzellen 8 enthalten. Der untere Rand 9 der Anodenzellen 8 reicht bis unter das Bodenniveau 10 der Absetzräume 4 in die Vertiefungen 6 hin-
teilhafterweise weisen die Einzelstufen des Mischabset- 50 ein und bildet so zusammen mit dem Isoliermaterial 7
zers Vertiefungen auf und sind diese Vertiefungen mit Isoliermaterial ausgekleidet. Die Anodenzellen sind in den Absptzräumen, und zwar in den Vertiefungen der Elektrolysen-Gehäuse angeordnet und reichen mit ihrem unteren Rand jeweils bis unter das Bodenniveau der Absetzräume hinein. Weiterhin sind in den Absetzräumen zur Verbesserung der Strömungsverhältnisse und der Geometrie der Kathoden Einbauten eingesetzt, die beispielsweise zur Horizontalen geneigte Bleche d d di
Schlitze 11, durch die die Anodenräume 12 mit den als Kathodenräume zu betrachtenden Absetzräumen 4 verbunden sind. Die Mischkammern 3 stehen mit den Absetzkammern 4 durch Schlitze 13 in der Trennwand 14 in räumlicher Verbindung, wobei die Turbulenz der Mischphase während ihres Durchtrittes durch die Schlitze 13 in die Absetzkammerr» 4 durch Beruhigungshilfen 15 abgebremst wird. In den Absetzkammern 4 sin^ zur Verbesserung der Ströniungsverhält-
sind oder die beispielsweise aus mehreren Bodenrippen 60 nisse und der Geometrie der Kathoden Einbauten 16
parallel zur Längsachse des Elektrolysegehäuse bestehen.
In einer weiteren Ausbildung der Gegenstrom-Extraktionskolonne stehen das innere Rohr und das äußeeingesetzt. Die wäßrige Phase tritt jeweils durch eine öffnung 17 am Boden einer Mischkammer 3 in diese ein, wird darin mit der organischen Phase vermischt, tritt als Mischphase durch einen Schlitz 13 in die Abk d läß di
re Rohr im Bereich der Kolonnenböden durch Wand- 65 setzkammer 4 derselben Stufe 2 und verläßt diese
durchbrüche im inneren Rohr in räumlicher Verbin: dung und sind diese Durchbrüche jeweils in Höhe des Bodenniveau oder darunter angebracht und mit einer
durch eine öffnung 18 am Boden der Absetzkammer 4. Im Gegenstrom tritt die organische Phase durch eine Öffnung 19 in die Mischkammer 3 und verläßt die Stufe
2 durch eine öffnung 20 in der Absetzkammer 4.
Die in Fig.4 dargestellte Gegenstrom-Exttaktionskolonne 21 besteht aus einem inneren Rohr 22 mit darin angebrachten Kolonnenböden 23 als Einzelstufcn und aus einem äußeren Rohr 24. Die beiden Rohre sind unter Einhaltung eines Ringspaltes 25 gegeneinander fixiert. An mindestens einem der beiden Rohre sind in Höhe der Kolonnenböden 23 Anodenzellen 26 angebracht. Die Zahl der Anodenzellen 26 pro Kolonnenboden 13 ist für die Erfindung unwesentlich, sie kann 1 betragen und beispielsweise ringförmig ausgebildet sein, sie kann aber ebensogut größer als 1 sein. Das innere Rohr 22 steht mit dem äußeren Rohr 24 durch Wanddurchbrüche 27 in raumlicher Verbindung. Die Durchbrüche 27 sind mit einer elektrischen Isolierung 28 versehen. Außerdem stehen die beiden Rohre über weitere Wanddurchbrüche 29 im inneren Rohr 22 am unteren Kolonnenende im Bereich der Ausflußöffnung 30 der wäßrigen Phase miteinander in räumlicher Verbindung. Die Kolonnenboden 23 weisen jeweils mindestens einen rohrförmigen Einsatz 31 auf, dessen Oberkante 32 über die Wanddurchbrüche 27 hinausragen. Die Kolonnenboden 23 sind als Kathode ausgebil det. Die Anoden 33 können Ringform besitzen. Die Iso lierung 28 kann so geformt sein, daß sie die Anodenzel· Ie 26 darstellt. Das Kathodenmaterial besieht vorteilhafterweisc aus Titan oder aus einer Titanlegierung bzw. aus einen mit einer Titanschicht überzogenen Werkstoff, wenn ir der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit beispielsweise Salpetersäure gearbeitet wird. Als Anodenmateria kann Platin verwendet werden.
»5 Mit gutem Wirkungsgrad wird die Vorrichtung zu Trennung von Plutonium und Uran in einem Prozel zur Wiederaufbereitung bestrahlter Kernbrennstoff! angewendet.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

'2 Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen, extraktiven Trennen von in einer der beiden zur Extraktion er- δ forderlichen Phasen befindlichen Verbindungen mittels elektrolytischer Reduktion mindestens einer der Verbindung und Überführung des oder der abzutrennenden Stoffe in die andere Phase, gekennzeichnet durch einen mehrstufigen Extraktionsapparat mit als Kathoden ausgebildeten Einzelstufen mit mit einer elektrischen Isolierung versehenen, jedoch mit den Kathodenräumen in direkter, diaphragmenloser Verbindung stehenden Anodenzellen. -3
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen mehrstufigen Mischabsetzer (1) mit als Kathoden ausgebildeten, aus Isoliermaterial bestehende Anodenzellen (8) enthaltenden Elektrolyse-
DE2149089A 1971-10-01 1971-10-01 Vorrichtung zum kontinuierlichen, extraktiven Trennen von Verbindungen mittels elektrolytischer Reduktion Expired DE2149089C3 (de)

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