DE2149654B2 - Isoliergasgefdllte, gekapselte elektrische Hochspannungsleitung - Google Patents
Isoliergasgefdllte, gekapselte elektrische HochspannungsleitungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine isoliergasgefüllte, gekapselte Hochspannungsleitung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Hochspannungsleitung ist bereits in der DE-OS 21 48 738 vorgeschlagen worden.
Auch ist z. B. aus der US-PS 24 28 05t eine gekapselte
Hochspannungsleitung bekannt, bei welcher sich der zentriert gehalterte Innenleiter mittels dreier je um 120°
gegeneinander versetzter Stützisolatoren über federnde Elemente an der Innenwand der Kapselung abstützt.
Beim Einbau des Systems Leiter/Abstützvorrichtung in die aus längeren Teilabschnitten (Schüssen) zusammengesetzte
Kapselung entstehen aber infolge der federnden Elemente zwischen diesen und der Kapselungsinnenwand
verhältnismäßig starke Reibungskräfte, wodurch Metallspäne oder -partikel entstehen, die nach
dem Einbau kaum entfernbar sind und unter Umständen die elektrische Festigkeit der Hochspannungsleitung
beträchtlich vermindern können· Zur Verbesserung dieser Situation hat man z. B. nach US-PS 33 61 870
bzw. DE-GM 70 36 895 auf Rollen laufende Einfahrvors
richtungen vorgesehen, die aber nach dem Einbau in der Kapselung verbleiben und keine Fixierung der Abstützvorrichtung
bewirken.
In dem eingangs genannten älteren DE-OS 21 48 738 ist vorgeschlagen, daß nach dem Einschieben des
ίο Systems Leiter/Abstützvorrichtung ein zunächst in
radialer Richtung kürzeres federndes Isolierbein durch einen Schraubkonusantrieb nach außen gespreizt wird,
wobei die Betätigung des Schraubkonustriebs mittels eines durch den hohlen Leiter eingeführten Schlüssels
vorgenommen wird. Dadurch wird in der gewünschten endgültigen Einbaulage durch Klemmfixierung eine
Festlage des Systems Leiter/Abstützvorrichtung innerhalb der Kapselung erreicht. Schließlich wurde in der
DE-OS 21 47 787 vorgeschlagen, daß beim Einschieben
μ des Systems Leiter/Abstützvorrichtung ein Isolierbein
in radialer Richtung durch einen Montagewagen verkürzt fixiert wird und daß nach Erreichen der
endgültigen Einbaustellung der Montagewagen entfernt wird, wodurch das Isolierbein unter Federwirkung an
der Innenwand der Kapselung eine Festlagerung des Systems Leiter/Abstützvorrichtung durch elastische
Klemmfixierung bewirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Hochspannungsleitung der eingangs genannten Art
ebenfalls ohne Montagewagen auszukommen und die Fixierung des Systems Leiter/Abstützvorrichtung in der
Einbaulage ohne zusätzlichen Montageaufwand zu erreichen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch
die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs I angegebenen Maßnahmen gelöst. Der Vorteil, der mit
der Erfindung erreicht wird, liegt neben dem Wegfall eines Montagewagens in der einfachen selbsttätigen
Funktionsweise, wodurch ein zusätzlicher Montageaufwand entfällt.
Die Ansprüche 2 bis 4 geben zweckmäßige Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes an.
Aus der FR-PS 20 14 052 ist es zwar an sich bekannt,
am äußeren Ende eines Isolators, das der Innenseite einer Kapselung zugewandt ist, Kugelrollen vorzusehen.
Bei dieser Ausführung ist aber keine Klemmfixierung des Systems Leiter/Abstützvorrichtung beabsichtigt
bzw. möglich. Aus der US-PS 24 36 284 ist es für eine Hochfrequenzleitung an sich bekannt, durch entsprechende
Materialwahl, z. B. nachgiebiger Kunststoff, eine
so allerdings minimale Isolierbeinverkürzung zu erreichen.
Da aber beim Einschieben sämtliche Beine an der Kapselungsinnenseite schleifen, ist ein Abrieb trotz
Nachgiebigkeit der Isolatoren nicht zu vermeiden. Schließlich zeigen die DE-ASen 12 08 557 und 12 12 357
für die lösbare Verbindung zweier teleskopartig ineinandergreifender hohler Stangen zur Längsverstellung,
wobei zwischen den Stangen eine Sperre herstellbar ist, einen Kolben mit Konusteil, welcher mit
rollenden Sperrteilen zur Erzeugung einer radial nach außen gerichteten Kraft zusammenwirkt. Diese Ausführung
gibt aber keine Anregung für eine Klemmfixierung eines Systems Leiter/Abstützvorrichtung in einer
gekapselten elektrischen Hochspannungsleitung.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der
F i g. I ein Querschnitt der Hochspannungsleitung und in
F i g. 2 ein Längsschnitt der Leitung im unverspann-
F i g. 2 ein Längsschnitt der Leitung im unverspann-
ten und in
Fig.3 im verspannten Zustand einer isolierenden
Abstützvorrichtung dargestellt
In den Figuren sind entsprechende Teile mit gleichen Bezugshinweisen versehen. Innerhalb der rohrförmigen
Kapselung 1, welche zweckmäßig aus Aluminium besteht, ist der Leiter, welcher seinerseits aus den
rohrförmigen Teilen 2,3 besteht, zentrisch angeordnet
Hierzu sind in das Zwischenteil 3 die Isolierbeine 4, 5 eingesetzt, die zweckmäßig in einer Ebene je um 120°
gegeneinander versetzt sind. Die beiden Isolierbeine 4 sind fest nut dem Teil 3 verbunden, z. B. durch eine
Klebverbindung. Sie besitzen an den Enden, mit denen sie die Innenwand der Kapselung 1 berühren, eingesetzte
Rollkörper 4a, welche z. B. als Kugeln aus Metall oder
Kunststoff ausgebildet sein können. Beim Einbau von Leiter und isolierender Abstützvorrichtung in die
Kapselung stützen sich die Teile mittels Rollkörper 4a der beiden Isolierbeine 4 am Kapselungsrohr 1 ab,
wodurch ein leichtes Einfahren gewährleistet ist. Zwischen dem dritten Bein 5 und der Kapselung 1 ist
dabei ein Spiel Sb vorhanden (F i g. 2). Das Bein 5 ragt
mit seinem zapfenartig verlängerten Teil 5a in ein becherartiges Teil 8, welches seinerseits in einer
Bohrung des Leiterteils 3 gleitbar geführt ist. Der Leiterteil 3 bildet einen Zylinder, in welchem der
ringförmige Kolben 6 dicht gleitend gelagert ist. Der Kolben 6 besitzt eine konische Außenfläche, auf welcher
das Teil 8 nach Art eines Keiltriebes gleiten kann. Der
Leiterteil 3 besitzt einen von der Zwischenwand 3a gehaltenen rchrförmigen Einsatz 3b, welcher vom
Kolben 6 dicht gleitend umfaßt wird. Am freien Ende des Einsatzes 3b befindet sich der Sprengring 11, der die
Bewegung des Kolbens 6 nach links begrenzt. Die Feder
7 stützt sich einerseits am Kolben 6 und andererseits an der Wand 3a ab. Der Raum rechts vom Kolben
kommuniziert über die Öffnung to mit dem Inneren der
Kapselung 1. Zwischen den Teilen 5a und 8 sind Federglieder in Form von Tellerscheiben 9 angeordnet.
Nach dem Einschieben des Systems Leiter/Abstützvorrichtung in die Kapselung 1 (Fig.2) erfolgt die Füllung
der Hochspannungsleitung mit Isolierdruckgas, z. B. SFb
von 4 ata Hierbei wird so vorgegangen, daß sich zunächst im Inneren des Leiters 2,3 der Druck schneller
aufbaut als im wesentlich größeren übrigen Volumen. Als Folge davon schiebt sich der Kolben 6 aus der
Stellung der Fig. 2 in diejenige der Fig.3. Dabei wird
durch Keilwirkung zwischen der konischen Fläche des Kolbens 6 und dem Teil 8 das Isolierbein S radial nach
außen gespreizt und damit die Abstützvorrichtung in der Kapselung 1 verklemmt. Diese Stellung zeigt F i g. 3.
Die konische Fläche des Kolbens 6 ist so ausgebildet, daß in der verklemmten Lage Selbsthemmung zwischen
dem Konuskörper des Kolbens δ und dem Teil 8 vorhanden ist Die Tellerscheiben 9 haben einerseits die
Aufgabe, daß bei der pneumatischen Verspannung der Abstützvorrichtung keine zu höh'::. Spreizkräfte von
den Beinen 4, 5 auf die Kapselung i aisgeübt werden,
die eine eventuelle Verformung an den Auflagestellen hervorrufen könnten. Andererseits ermöglichen die
Tellerfedern 9 den Ausgleich von allfälligen z. B. tempe-aturbedingten Dehnungsunterschieden der Kapselung
und der Abstützvorrichtung im eingebauten, verspannten Zustand. Der Ausbau des Leiters und der
Abstützvorrichtung, z. B. bei einer Revision, wird so vorgenommen, daß das Isolierdruckgas zunächst aus
dem Leiter 2, 3 schneller abgelassen wird als aus der Kapselung 1. Der dann über die öffnung 10 auf die
rechte Seite des Kolbens 6 wirkende Drucküberschuß schiebt den Kolben in Stellung der F i g. 2 zurück,
wodurch die Verklemmung der Abstützvorrichtung aufgehoben ist.
Claims (4)
1. Isoliergasgefüllte, gekapselte elektrische Hochspannungsleitung
mit einem Leiter, welcher innerhalb einer geerdeten rohrförmigen Kapselung mittels mindestens einer aus drei sternförmig in
einer Ebene angeordneten Isolierbeinen bestehenden, mit dem Leiter verbundenen Abstützvorrichtung
zentriert gehaltert ist, bei der zwei Isolierbeine starr ausgebildet sind und an ihren der innenwand
der Kapselung zugekehrten Enden eingesetzte kugelförmige Rollkörper besitzen, während ein
Isolierbein in radialer Richtung beim Einschieben des Systems Leiter/Abstützvorrichtung in die
Kapselung verkürzt ist und erst in der endgültigen Einbaulage durch Spreizung nach außen an der
Räche eines innerhalb des hohlen Leiters axialverschiebbaren Konustriebs eine gefederte Klemmfixierung
des Systems Leiter/Abstützvorrichtung innerhalb der Kapselung bewirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Konustrieb als eine innerhalb des Leiters (2, 3) untergebrachte, beim
Füllvorgang der Hochspannungsleitung selbsttätig pneumatisch betätigte Vorrichtung (6) ausgebildet
ist.
2. Hochspannungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß c<e pneumatisch betätigte
Vorrichtung einen im Leiter (3) dicht gleitbaren Kolben (6) enthält, der auf seiner druckbeaufschlagbaren
Seite in vom Kolben wegweisender Richtung einen im Durchmesser zunehmenden kegelstumpfformigen
Ansatz aufweist, auf welchem ein in den Leiter (3) hineinragender verlängerter Teil (Sa) des
Isolierbeines (5) rnitteb eines aufgesteckten becherförmigen
Teils (8) gleitbar abgt tützt ist.
3. Hochspannungsleitung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem becherförmigen
Teil (8) und dem verbreiterten Fußende des Isolierbeines (5) in dessen Längsrichtung wirkende
Druckfederglieder (9) angeordnet sind.
4. Hochspannungsleitung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung des
kegelstumpfförmigen Ansatzes des Kolbens (6) derart ausgebildet ist, daß in der verklemmten Lage
zwischen dem Ansatz und dem becherförmigen Teil (8) des Isolierbeines (S) Selbsthemmung vorhanden
ist.
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