DE2149727A1 - Verfahren zu der Herstellung von Zuschlagkoernern fuer Betongegenstaende und Betonkonstruktionen - Google Patents

Verfahren zu der Herstellung von Zuschlagkoernern fuer Betongegenstaende und Betonkonstruktionen

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DE2149727A1
DE2149727A1 DE19712149727 DE2149727A DE2149727A1 DE 2149727 A1 DE2149727 A1 DE 2149727A1 DE 19712149727 DE19712149727 DE 19712149727 DE 2149727 A DE2149727 A DE 2149727A DE 2149727 A1 DE2149727 A1 DE 2149727A1
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grain
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DE19712149727
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English (en)
Inventor
Ferdinand Leliveld
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Stamicarbon BV
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Stamicarbon BV
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B20/00Use of materials as fillers for mortars, concrete or artificial stone according to more than one of groups C04B14/00 - C04B18/00 and characterised by shape or grain distribution; Treatment of materials according to more than one of the groups C04B14/00 - C04B18/00 specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone; Expanding or defibrillating materials
    • C04B20/02Treatment
    • C04B20/04Heat treatment
    • C04B20/06Expanding clay, perlite, vermiculite or like granular materials
    • C04B20/068Selection of ingredients added before or during the thermal treatment, e.g. expansion promoting agents or particle-coating materials

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zu der Herstellung von Zuschlagkörnern für Betongegenstände und Betonkonstruktionen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zu der Herstellung von Zuschlagkörnern für Betongegenstände und Betonkonstruktionen, und zwar indem man feuchtes, tonartiges Material in Körnerform bringt, die Körner trocknet und diese anschliessend in Anwesenheit eines feinen Inertstoffes zu minimal derjenigen Temperatur erhitzt, bei der die Masse der Körner expandiert.
  • Unter tonartigem Material wird hier ein Material verstanden, das minimal zur Hälfte aus Tonmineralien und im übrigen hauptsächlich aus sehr feinen Quarzteilen besteht. Zu tonartigem Material wird gleichfalls das durch Verwitterung und/oder Zermahlung aus Schiefer anfallende feinkörnige Gut verstanden.
  • Bekanntlich werden aus tonartigen Materialien aufgeblähte und dadurch leichte Körner hergestellt, welche, statt Kies, als Zuschlagstoff für Beton verwendet werden können. Das Material wird gewöhnlich in Kornfraktionen, z.B. von 3 bis 7 mm und von 7 bis 15 mm hergestellt. Eine einigermassen gerundete Körnerform wird bevorzugt. Den Bedingungen in bezug auf Form und Abmessungen kann Folge geleistet werden, wenn die Körner mit Hilfe einer Tablettiervorrichtung gebildet werden.
  • Nach Körnung des Guts werden die Körner auf die bekannte Weise getrocknet und anschliessend zu der Erweichungstemperatur des Tons erhitzt, wobei sich eine glasartige abschliessende Haut um die Körner legt.
  • Zu gleicher Zeit koMMen Gase frei, welche eine Blähung des plastischen Materials herbeifUhren, wodurch eine poröse Struktur entsteht. Die Grösse der Hohlräume in diesen Gefüge und die Wanddicke zwischen den HbhlrFumenbestimmen letzten Endes das Volumengewicht und die Festigkeit der Körner.
  • Ja nach der Zusaniensetzung der Tonart wird das Material zu einer Temperatur zwischen 1100 OC und 1400 OC erhitzt. Das Erhitzen erfolgt gewöhnlich in einem rotierenden Rohrofen.-In diesem Ofen treten manchmal sehr grosse Schwierigkeiten auf. Die Blähung der Körner ist nämlich im allgemeinen mit der Entstehung von Anwachsen an der Ofenwand und einer mehr oder weniger starken Zusasmensinterung der Körner verbunden. Bei absichtlich herbeigeführten oder zufälligen Schwankungen in der Brennstoff-oder Luftzufuhr des Ofens, bei Schwankungen in der Zufuhr des Ausgangsmaterials oder in der Zusammensetzung dieses Materials, überhaupt bei jeder Störung, bei der die Temperatur in der Blähzone des Ofens ansteigt, können genannte Ansätze und Zusammenballungen auftreten.
  • Diese Nachteile lassen sich in gewissem Umfang vermeiden, wenn mit den zu expandierenden Körnern ein inerter Stoff, wie Quarzsand, Aluminiumoxyd oder Kalkstein, in den Ofen eingebracht wird. Dieser Zusatz kann auf verschiedene Weisen erfolgen, z.B. indem Man das inerte Material in der Blähungszone des Ofens oder ein wenig stromaufwärts dieser Zone dosiert oder das Material von der Austrittsöffnung aus in den Ofen bläst.
  • Es ist dabei erforderlich, dass sich das inerte Gut an der Stelle befindet, wo die Haut um die Körner plastisch wird. In einem rotierenden Rohrofen mit grossem Durchmesser und angepasster relativ niedriger Drehzahl, wodurch eine verhältnismässig ruhige Bewegung des Materials erreicht wird, ist dies nicht überall der Fall. Die Folge ist, dass die Körner zusammenkleben, bevor eine obere Schicht aus Inertstoff sich genügend fest auf den Körnern abgelagert hat. Ferner ist-es gebräuchlich, die Körner vor deren Eintritt in den Ofen mit einem inerten Material, wie Sand oder zermahlenem Kalkstein, zu bestreuen. Die Bindung dieses Materials mit den Körnern ist dabei nur gering und viel von diesem Inertstoff löst sich wieder beim Trocknen der Körner.
  • Ausserdem ist es auf diese Weise sehr schwer, eine optimale Menge Inertstoff aufzubringen.
  • In Abhängigkeit von der befolgten Dosierungsmethode braucht manbezogen auf das Gewicht der zu expandierenden Körner-weniger als 10 Gew. P bis Über 20 Gew. % des Inertstoffes, um Anwttchse und Zusammensinterung des Materials zu vermeiden. Im Falle eines Übermasses an Inertstoff mÜssen die Überreste wieder von den aufgeblähten Körnern getrennt werden bei Anwendung einer nur sehr geringen Menge bleibt bei den bisher befolgten Dosierungsmethoden die Gefahr bestehen, dass eine Abweichung von dem normalen Betriebsgang zu Anwachsen an der Ofenwand und zu einer Zusammensinterung der Körner im Ofen selbst führt.
  • Diese Nachteile lassen sich erfindungsgemäss in der Weise vermeiden, dass die noch feuchten Körner bei einem Druck, gleich oder Über dem Druck, bei dem die Körner gebildet werden, so lange mit dem Inertstoff in Kontakt gebracht werden, bis die Kornoberfläche keinen Inertstoff mehr aufnimmt.
  • Der um die Körner befindliche Inertstoff wird in optimalen Mengen in die Oberfläche der Körner aufgenommen, und löst sich auch nach Trocknung und weiterer Erhitzung nich mehr aus dieser Oberfläche. Um die Körner legt sich eine optimal dichte, bei der Erweichungstemperatur der Kornmasse nicht erweichende Haut. Die Gefahr von Anwdchsen ander ofenwand und einer Zusammensinterung der Körner im Ofen ist dadurch völlig vermieden.
  • Die Behandlung der noch feuchten Körner mit Inertstoff erfolgt vorzugsweise in einer Granuliervorrichtung, z.B. auf einem Granuliertisch, in einer Granuliertronrmel, oder ggf. an der Eintrittsöffnung einer Trockentrommel. Die Behandlung kann ggf. in Dauerbetrieb erfolgen. Es ist dabei notwendig, dass genügend Körner zugleich behandelt werden, so dass der Druck, den sie durch ihre Masse, sowie ihre Bewegungs- und Reibungsenergie gegenseitig ausüben, relativ gross ist. Der Umstand, dass die Körner auf einem Granuliertisch oder in einer Granuliertrommel mit Inerstoff behandelt werden genügt allein nicht; es müssen auch genÜgend hohe DrUcke ausgeübt werden. Die Menge der gleichzeitig zu behandelnden Körner hängt von mehreren Faktoren ab, wie der Plastizität, der Temperatur und der Feuchtigkeit des tonhaltigen Materials, der Feinheit und dem Feuchtigkeitsgrad des Inertstoffes, sowie dem Durchmesser, Rotationsgeschwindigkeit und Neigung von Granuliertisch oder - trommel.
  • Durch richtige Einstellung dieser Faktoren wird der Inertstoff-stets derart in die Kornoberfläche aufgenommen, dass ein Loslösen während und nach der Trocknung ausgeschlossen ist.
  • Als Inertstoff kann feinkörniges Material, wie SiO2, A1203 oder CaO oder Material auf Basis einer Kombination dieser Oxyde verwendet werden, wenn nur der Erweichungspunkt Über dem des tonhaltigen Materials liegt.
  • Wird von sehr feinem Material ausgegangen, z.B. unter 50 «, so kann ein Stoff benutzt werden, der mit dem tonartigen Material der Körner eine Silikatverbindung mit sehr hohem Erweichungspunkt bildet.
  • Die Erfindung wird an Hand der Beispiele erläutert.
  • Sie beschränkt sich nicht auf dieses Beispiel, es sind vielmehr im Rahmen der vorliegenden Erfindung zahlreiche Ausführungsformen möglich.
  • Beispiel I Tonproben mit 17 Vol. % freiem Wasser werden unter Drücken von bzw. 26, 5 und 10 kg je cm2 Oberfläche zusammengepresst. Die Oberfläche wird anschliessend mit feinem Quarzsand mit einer gleichmässigen Korngrössenverteilung von durchschnittlich 150 M in trocknem Zustand bestreut und danach mit Druck beaufschlagt. Bei einem Druck unter den genannten PressdrUcken 2 werden stets weniger als 20 mg Sand je cm Tonoberfläche in den Ton aufgenommen.
  • Bei einem Druck gleich oder Über dem ursprünglichen Pressdruck des Tons werden 2 stets gut 20 mg Sand je cm Tonoberfläche fest in der Oberfläche aufgenommen.
  • Beispiel II In grosstechnischem Umfang werden stündlich 20 t Ton mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 17 Gew. % zu zylindrischen Körnern mit einem mittleren Durchmesser von 5 mm und einer mittleren Länge von 5 mm verpresst. Das Korngewicht beträgt durchschnittlich 200 mg.
  • Es wird kontinuierlich ein Körnerstrom in die Granuliertrommel eingebracht. Diese Trommel hat einen Querschnitt von 1,6 m, eine Länge von 2,75 m, eine Drehgeschwindigkeit von 19 U/min und enthält stets etwa 1 Tonne Körner. Zugleich wird feiner Quarzsand mit einer gleichmässigen Korngrössenverteilung von durchschnittlich 150 A in trocknem Zustand in so grosser Menge in die Trommel eingeführt, dass das aus der Trommel austretende Produkt gerade kein Übermass an Sand zeigt (d.h. keine nicht aufgenommene Sandmenge). Die mittlere Verweilzeit der Körner in der Trommel beträgt etwa 3 min; in dieser Periode werden sie sehr kräftig übereinander gerollt, wobei der Sand völlig in die Oberfläche der Körner aufgenommen wird. Beim Austritt aus der Trommel beträgt das Korngewicht durchschnitlich 223 mg, so dass berechnet auf das Anfangsgewicht, etwa 11 % Sand eingedrungen ist.
  • Nach Behandlung mit Sand werden die Körner in einem heissen Luftstrom aus dem zugehörigen Rohrofen getrocknet. Nennenswerte Sandverluste traten dabei nicht auf. Die Körner werden schliesslich im Rohrofen expandiert.
  • Nicht behandelte Körner können zu einer Temperatur von maximal 1370 OC expandiert werden, ohne dass AnwUchse oder Zusammenballungen im Ofen auftreten. Eine Steigerung der Ofentemperatur unter Vermeidung dieser Erscheinungen ist nicht mehr möglich. Es muss deshalb einigermassen stromaufwärts der Blähungszone der obengenannte Quarzsand in den Ofen eingebracht werden und zwar in einer Menge von etwa 20 Gew. %, bezogen auf das Gewicht des zu expandierenden Materials. Das Übermass an Sand wird, nach Blähung und KÜhlung der Körner zugleich mit dem Unterkorn abgesiebt.
  • Nach Behandlung der Körner mit Quarzsand gemäss dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann die Temperatur anstandslos auf 1420 OC. erhöht werden. Die Folge ist u.a. dass sich das Volumengewicht der aufgeblähten Körner von durchschnittlich 1,25 g/cm auf durchschnittl. 1,00 g/ca3 oder noch weiter verringert.
  • Beim Behandeln grösserer Körner statt der obengenannten kleineren Körner wird selbstverständlich, gemessen nach-dem Korngewicht, weniger Sand verbraucht, weil die Oberfläche Je Gewichtseinheit Körner auch kleiner ist.
  • Das Verhalten der Körner in der Erhitzungszone des Ofens weicht aber nicht von dem der kleineren Körner ab. Der Sand kann beim Versuch sowohl in trocknem wie in erdfeuchtem Zustand eingebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zu der Herstellung von Zuschlagkörnern flir Betongegenstände und Betonkonstruktionen, indem man tonartiges Material in feuchtem Zustand in Körnerform bringt, die Körner trocknet, diese in Anwesenheit eines feinen Inertstoffes zu zumindest derjenigen Temperatur erhitzt, bei der sich die Masse der Körner aufbläht, dadurch gekennzeichnet, dass die nach der Bildung noch feuchten Körner so lang unter Drücken gleich oder Über dem Druck, bei dem die Körner gebildet werden, in Kontakt gebracht werden mit inertem Material, bis die Kornoberfläche keinen Inertstoff mehr aufnimmt.
DE19712149727 1970-10-06 1971-10-05 Verfahren zu der Herstellung von Zuschlagkoernern fuer Betongegenstaende und Betonkonstruktionen Pending DE2149727A1 (de)

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DE19712149727 Pending DE2149727A1 (de) 1970-10-06 1971-10-05 Verfahren zu der Herstellung von Zuschlagkoernern fuer Betongegenstaende und Betonkonstruktionen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997038169A1 (en) * 1996-04-09 1997-10-16 Nobar Oy Method and machine for manufacturing ceramic products, such as roads, and the ceramic products

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997038169A1 (en) * 1996-04-09 1997-10-16 Nobar Oy Method and machine for manufacturing ceramic products, such as roads, and the ceramic products
EP0971074A1 (de) * 1996-04-09 2000-01-12 Nobar Oy Verfahren zur Herstellung von keramischen Produkten in Form von Bauschichten aus Erde oder vorgefertigten Bauelementen

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