DE215181C - - Google Patents

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DE215181C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/26Triarylmethane dyes in which at least one of the aromatic nuclei is heterocyclic

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Description

PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
— M 215181 KLASSE 22 δ. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Triphenylmethanfarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. September 1908 ab.
Versuche, das Carbazol in der Technik der Triphenylmethanfarbstoffe zu benutzen (siehe Mühlhäuser, Technik der Rosanilinfarbstoffe i88g, S. 8) sind bisher ohne praktischen Erfolg gewesen. Es wurde nun gefunden, daß wertvolle grüne Säurefarbstoffe erhalten werden, wenn Sulfosäuren des Carbazols, am besten die Di- oder Trisulfosäure, mit Tetralkyldiaminobenzhydrol kondensiert und die Kondensationsprodukte oxydiert werden. Es ist dabei nicht erforderlich, die Sulfosäure abzuscheiden, man kann vielmehr das Sulfierungsgemenge unmittelbar zur Kondensation benutzen.
Beispiel:
8,5 kg Carbazol werden bei gewöhnlicher Temperatur in go kg Schwefelsäuremonohydrat eingetragen; die Lösung wird hierauf so lange auf etwa go° C. erwärmt, bis eine Probe, mit Wasser verdünnt, sich nicht mehr trübt. Man kühlt nun auf 20° ab und trägt 13,5 kg Tetramethyldiaminobenzhydrol ein. Dabei hält man die Temperatur unterhalb 500C. Das Gemisch wird so lange auf etwa 50 ° erwärmt, bis das Hydrol verschwunden ist. Man läßt auf gewöhnliche Temperatur abkühlen und rührt es nun in 45 kg Eis und go I Wasser ein; die Leukosulfosäure kristallisiert allmählieh in schneeweißen Nädelchen aus, die sich am Licht rötlich färben. Man läßt 24 Stunden stehen, saugt ab, wäscht mit wenig Wasser, preßt und trocknet bzw. oxydiert direkt als Paste. 12 kg der trockenen Leukosulfosäure werden mittels der erforderlichen Menge Natronlauge in 65 1 Wasser gelöst. Dann werden rasch nacheinander unter star
kem Rühren 25 kg Eis und 31 kg Bleisuperoxydpaste, etwa 15,3 Prozent und zuletzt 25 kg 50 prozentige Essigsäure hinzugefügt. Nach erfolgter Oxydation wird eine Lösung von 4 kg Natriumsulfat in 20 1 Wasser hinzugesetzt und das Gemisch auf 60 ° angewärmt. Sobald das Bleisulfat sich abgesetzt hat, wird abfiltriert und das Filtrat mit Kochsalz gesättigt. Der Farbstoff fällt in Form messingglänzender Kriställchen aus, die abgesaugt, mit Salzwasser gewaschen und getrocknet werden; sie bilden dann ein kupferglänzendes Kristallpulver, das sich in Wasser leicht mit grüner Farbe löst; die Farbe dieser Lösung wird durch konzentriertes Ammoniak nicht verändert. In heißem Alkohol löst sich der Farbstoff mit blaugrüner, in konzentrierter Schwefelsäure mit blaßgelber Farbe. Wolle wird in saurem Bade grün älkaliecht gefärbt; die Bäder werden vollständig erschöpft.
Tetraäthyldiaminobenzhydrol gibt einen gelbstichigeren Farbstoff von analogen Eigenschaften, welcher sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schmutzig violetter Farbe löst.
Die so erhaltenen Farbstoffe sind von außerordentlicher Intensität und vorzüglicher Echtheit gegen Wäsche, .Licht, schweflige Säure und Dekatur. Besonders hervorzuheben ist ferner ihr Egalisierungsvermögen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Triphenylmethanfarbstoffen, darin bestehend, daß man Ca^bazolsulfosäuren mit Tetralkyldiaminobenzbydrol kondensiert und die erhaltenen Leukosulfosäuren oxydiert.
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