DE2152000C3 - Schaltungseinrichtung zur betriebsgetreuen Nachbildung eines Thyristor-Schwingstromschalters und zur Darstellung dessen Verhaltens unter Impulsbelastung - Google Patents
Schaltungseinrichtung zur betriebsgetreuen Nachbildung eines Thyristor-Schwingstromschalters und zur Darstellung dessen Verhaltens unter ImpulsbelastungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungseinrichtung zur
betriebsgetreuen Nachbildung der Impulsbelastung eines in einem Reihenschwingkreis löschbaren Thyristors in Gcgenparallelschaltung mit einer Diode
(rückwärtsleiüender Thyristor) bei Nieder- und Mittelfrequenzbetrieb und zur Darstellung der das Verhalten
des Thyristors unter Impulsbelastung kennzeichnenden Meßdaten, insbesondere der Freiwerdezeit, bei welcher
Einrichtung die Gegenparallelschaltung des Thyristors und der Diode in einem Reihenschwingkreis mit einer
mit dem Thyristor gleichsinnig gepolten ersten Gleichrichterdiode und einem als Stromquelle für sehr kurze
und leistungsstarke Schwingstromimpulse verwendeten
Kondensator angeordnet ist und über den Thyristor der
positive, über die gegenparallele Diode der negative Schwingslrom fließt, und bei weicher eine durch ein
Steuerungsmittel mit der Zündfolgefrequenz und mit veränderbarer Verzögerung jeweils nach dem Zünden
des Thyristors geschaltete Schalteinrichtung zur Messung der Freiwerdezeit und Beaufschlagung des
Thyristors mit einem im Anstieg veränderbaren Vorwärtsspannungsimpuls verwendet ist, mit einem den
Vorwärtsspannungsimpuls speichernden Kondensator.
Der obeneiwähnte, in einem Reihenschwingkreis in
Gegenparallelischaltung mit einer Diode löschbare
Thyristor (sogenannter rückwärtsleitender Thyristor), ist durch dit; RCA-Druckschrift »RCA, Electronic
Components, Jahrgang 1968, Seiten 1 bis 7« als eine für
die HorizontaJ-Ablenkung in Fernsehgeräten verwendete Thyristorschaltung bekannt
Mit dieser ist es besser als mit Transistoren und auf einfache Art möglich, große Leistungen zu schalten,
wobei das Problem besteht daß bereits bei Schaltfre
quenzen unterhalb von 1 KHz die Eiruichaltverluste der
Thyristoren merklich werden und daß darüber hinaus auch die Ausschaltverluste in Erscheinung treten. Bei
der bekannten mit etwa 16 KHz betriebenen Zeilenablenk-Thyristorschaltung, die im folgenden fortan als ein
Thyristor-Schwingstromschalter bezeichnet wird, sind
daher schaltungs- und betriebstechnische Vorkehrungen getroffen, um die Schaltverluste in Grenzen zu
halten. Es besteht das positive und negative Schwingströme schaltende Schaltglied des Thyristorschalters
aus einer Gegenparallelschaltung eines Thyristors und einer Gleichrichterdiode, von welchen der Thyristor nur
den positiven, die Gleichrichterdiode nur den negativen Schwingstrom führt Die Schaltverluste sind dabei
praktisch nur bei dem Thyristor problematisch. Denn
dieser wird, wenn der Schwingstrom des Zeilenrücklaufs
durch ein ebensolches gesondertes Schaltf;lied geschaltet wird der !Höhe der Ablenkfrequenz entsprechend
belastet Am Thyristor der Gegenparallelschaltung steht beim Löschen nur eine geringe ROckwärtsspannung an,
so daß die AusKchaltverluste vernachlässigbar klein sind
Andererseits wird beim Zünden des Thyristors nicht die volle Kathodenfläche stromleitend wodurch die Einschaltverluste im Verhältnis zu den Durchlaßverlusten
groß sind
Es ist deshalb notwendig, Verhalten und Funktionsvermögen von Thyristoren unter Schaltbetriebsbedingungen zu überwachen. Hierzu dient die Messung und
Überwachung der Freiwerdezeit, insbesondere von
rückwärtsleitenden Thyristoren bei Mittelfrequenzbetrieb, weil diese unter geringer Rückwärtsspannung
zwangsgelöscht werden, sowie deren Zündfestigkeit gegenüber der Steilheit des Anstiegs der nach dem
Löschen wiederkehrenden Vorwärtsspannung und deren Sperrfestigkeit gegenüber Steilheit und Höhe der
beim Zünden eingeschalteten Stromimpulse.
Durch die kombinierte Überwachung dieser Thyristoreigenschaften, die für das dynamische Verhalten
kennzeichnend sind, wird die Impulsfreiwerdezeit von
Thyristoren erfaßt Testverfahren sowie eine Schaltung zur Messung der Impulsfreiwerdezeit von gewöhnlichen
(unipolaren, rückwärtssperrenden) Thyristoren sind von R. F. D y e r in »SCP and Solid State Technology, April
1965 Seiten 15 bis 20« beschrieben.
Es sind ferner Verfahren und Schaltungen zur Messung der Freiwerdezeit gewöhnlicher Thyristoren
bekannt durch »Elektronik«, 1967, Seiten 233—235 und »Elektrik« 24 (1970), Seiten 369 bis 371 sowie durch die
US-PS 34 83 471 und »messen und prüfen«, Nov. 1968, Seiten 625 bis 627. In den vorangehend an dritter und an
vierter Stelle angeführten Literaturstellen sind Meßschaltungen beschrieben, die sich möglichst vielseitig
den Bedingungen der Praxis anpassen können, indem sich die einzelnen Parameter in weiten Bereichen und
unabhängig voneinander einstellen lassen. Es sind hierdurch z. B. An- und Zuordnung einer Schalteinrichtung der eingangs erwähnten Art bei Freiwerdezeit-Meßschaltungen bekannt, mittels welcher die in der
Vorwärtsrichtung wiederkehrende Spannung veränderbar verzögert an dem Testthyristor nach dem Löschen
schaltbar ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungseinrichtung zur Messung der Impulsfreiwerdezeit eines in einem Reihenschwingkreis löschbaren
und als sogenannten Thyristor-Schwingstromschalter verwendeten rückwärtsleitenden Thyristors und somit
zur Darstellung des dynamischen Verhaltens des Thyristors unter Impulsbelastung ohne großen Schaltungsaufwand zu schaffen, in welcher Schaltung der
Thyristor zur betriebsgetreuen Nachbildung der Impulsbelastung im Mittelfrequenzbetrieb sowie auch im
Niederfrequenzbetrieb mit geringen Schaltverlusten ein- und ausschaltbar ist
Es wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der der Schalteinrichtung zugeordnete
Kondensator über eine zweite, für den Ladestrom des Kondensators durchlässige Gleichrichterdiode dem
Kondensator des Reihenschwingkreises parallel geschaltet ist und die Zei'.konstante zum Laden des
Kondensators aus einer Gleichspannungsquelle über einen Widerstand so gewählt ist, daß dieser Kondensator in einem entsprechend einer maximal einzustellenden Schonzeit für den Thyristor verzögerten Schaltzeitpunkt der Schalteinrichtung noch nicht in der
Ladepolarität zurückgeladen ist, und daß dem Thyristor über dessen Steuerelektrode negative Ausräumstromimpulse zur Beschleunigung des Löschens zugeführt
sind.
Um mit Hilfe dieser Schaltungseinrichtung die Impulsfreiwerdezeit rückwärtsleitender Thyristoren bei
unterschiedlicher Impulsbelastung messen und darstellen zu können und dabei zu verhindern, daß bei einem
Wiederzünden des Thyristors infolge großer Impulsbelastung Dauerstrombelastung vorkommt, ist einer
weiteren Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß eine aus der Gleichspannung der Betriebsspannungsquelle der Schaltungseinrictitung und einer mittels eines
Stufenpotentiometers von einer zusätzlichen Gleichspannungsquelle abgegriffene Zusatzspannung gebildete Gesamtcpannung dem Kondensator der Schalteinrichtung über die zweite Gleichrichterdiode zugeführt
ist und femer einem an sich bekannten den Anstieg des Vorwärtsspannungsimpulses am Thyristor bildenden
RC -Glied der Schalteinrichtung ein Entladungswiderstand parallel geschaltet ist und daß an die Gesamtspannung ein der zweiten Gleichrichterdiode gleichsinnig
gepolter Transistor, welcher bei nicht in der Ladepolarität geladenem Kondensator des Schwingkreises stromleitend gesteuert ist, über einen Widerstand angeschlossen ist
Zur betriebsgetreuen Nachbildung einer Impulsbela
stung eines rückwärtsleitenden Thyristors oder eines
Thyristor-Schwingstromschalters insgesamt im Mittelfrequenzbetrieb sind entsprechend einer Ausgestaltung
der Erfindung dem unipolaren Thyristor des rückwärtsleitenden Thyristors ZDndimpulse mit einer Niederfre-
quenz-Impihsfolge zugeführt und es ist svnchron hiermit
die Schalteinrichtung verzögert geschähet, während der
erwähnte Thyristor auf einer Sperrschiciittemperatur gehalten wirc£ welche sich bei Zuführung der Zündimpulse mit Mittelfrequenz-Impulsfolge und bei sonst
gleicher Impulsbelastung einstellt
Eine entsprechend der Erfindung ausgebildete Schalteinrichtung selbst ist auch als Betriebsschaltung eines
Thyristor-Schwingstromschalters verwendbar, in welcher ein rückwärtsleitender Thyristor mit kjrzer
Überdies kann mit Hilfe der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung ein zerstörungsfreies Prüfen eines
Thyristors in einem Thyristor-Schwingstromschalter durchgeführt werden, wobei im Thyristor und in dem
etwaiger Zusätze ist eine Stromversorgung aus einer
einzigen Stromquelle möglich.
der Erfindung dargestellt, die nun im folgenden näher
beschrieben werden.
Es zeigt
F i g. 1 eine Schaltung, die im Prinzip einem einfachen Thyristorschwingstromschalter nachgebildet ist;
aus einem Reihenschwingkreis 1 mit einem Kondensator 11, einer Induktivität 12, einer Gleichrichterdiode 13
und der Gegenparallelschaltung eines Thyristors 14 und einer Gleichrichterdiode 15. An den Kondensator 11 des
Schwingkreises ist eine Gleichspannungsquelle 2 mittels
eines Schalters S schaltbar. Diese besteht aus einem
Gleichrichter 21 und einem Siebglied 22. Die Gcgenparallelschaltung 14,15 ist mit Hilfe einer Schalteinrichtung
3 über eine Gleichrichterdiode 33 mit einem den Thyristor 14 vorwUrtsspannenden Gleichspannungsim
puls beaufschlagbar, der in einem Kondensator 31 gespeichert und über einen gezündeten Thyristor 34 und
einen Widerstand 32 auf einen Kondensator 32' freigegeben wird, welch letzterer durch die Gleichrichterdiode 33 mit der Gegenparallelschaltung 14, 15
parallel geschaltet ist Her Kondensator 31 wird aus der Gleichspannungsquelle 2 über eine Gleichrichterdiode
35 geladen. Der Ladestromkreis hierfür zweigt am Kondensator 11 des Schwingkreises ab. Es wird
andererseits der Kondensator 11 Ober einen Ladewiderstand 23 aus der Gleichspannung geladen und als
Speicher und Stromquelle für kurze, leistungskräftige Stromimpulse, mit denen der Thyristor 14 belastet wird,
verwendet.
Es kann der vorbeschriebene Thyristorschalter betriebsecht mit einer Mittelfrequenzschaltfolge betrieben werden. Dabei ist es erforderlich, das Gehäuse des
Thyristors auf einer ausreichend niedrigen Temperatur zu halten, damit die Sperrschichttemperatur des to
Thyristors einen zulässigen Wert, z. B. 1000C, annimmt.
Die Zündimpulse für den Thyristor liefert mit entsprechender Pulsfrequenz ein durch einen Impulsgenerator
41 gesteuerter Impulsgeber 42 einer Steuereinrichtung 4. Ein zweiter Impulsgeber 43 mit
einstellbarer Verzögerung liefert Zündimpulse gleicher Frequenz an den Thyristor 34, die mittels eines
Übertragers 44 übertragen werden.
Der Thyristorschalter kann auch simiilirirnnd mil
einer Niederfrequenzschaltfolge, z. B. 50 Hz, betrieben werden. Es muß hierbei die Sperrschichttemperatur des
Thyristors 14 auf mittelfrcquenzbetriebsechter Höhe, beispielsweise wieder auf 100"C1 gehalten werden. Im
übrigen wird an der Eigenfrequenz des Reihenschwingkreises 1 und an der Verzögerung des Impulsgebers 43
nichts verändert, so daß die Zeitabfolge Stromimpulsbclastung, l-öschung und Beaufschlagung des Thyristors 14
mit einem Vorwärtsspannungsimpuls mit gleichen Zeitabständen wie bei Mittclfrequcnzbciiieb erhalten
bleibt.
Es sei nachfolgend die Wirkungsweise des vorbeschriebenen
Thyristorschalters während einer Schaltpcriode betrachtet.
Die Schaltperiode beginnt mit der Zündung des Thyristors 14. Über den gezündeten Thyristor und die
Induktivität 12 wird der von der Gleichspannur.gsquelle 2 her geladene Schwingkreiskondensator 11 auf die
entgegengesetzte Spanniingspolarität mit einem kurzen Stromimpuls umgeladen. Der zum Rückschwingen
bestrebte Schwingkreis sperrt sodann den Thyristor 14 *°
durch die rückwärts gerich:ete Spannung des Kondensators 11. Dabei fließt ein Ausräumstrom des Thyristors
und ein Nebenstrom über die Diode 15, die zusammen den Ausräumstrom der Diode 13 bilden. Währenddessen
liegt eine geringe Rückwärtsspannung von der Größe der Schleusenspannung der Diode 15 am
Thyristor, die auch anschließend, wenn ein Sperrstrom über Diode 13 fließt, erhalten bleibt. Der Ausräumvorgang
beim Thyristor wird noch durch einen über dessen Steuerelektrode geführten negativen Strom beschleunigt.
Thyristor 14 wird dadurch alsbald in Vorwärtsrichtung sperrfähig. Der Impulsgeber 43 gibt sodann einen
gegenüber dem Thyristorzündimpuls verzögerten Zündimpuls an den Thyristor 34 der Schalteinrichtung 3.
Über den gezündeten Thyristor 34 und einen Wider- M
stand 32 wird der von der Gleichspannungsquelle 2 her geladene Kondensator 31 auf einen Kondensator 32'
entladen. Der Anstieg der auf den Kondensator 32' geschalteten Spannung, die über die Diode 33 auf die
Gegenparallelschaltung 14, 15 übertragen wird, ist M
durch die Größen von Widerstand 32 und Kondensato 32', welche ein Zeitglied bilden, bestimmt. Durch dies«
Spannung wird Diode 15 gesperrt. Wenn anschließen« Kondensator 32' über die Widerstände 32 und 36 wiede
entladen wird, verschwindet an der Gegenparallelschai tung 14, 15 diese Spannung. Die Zeitkonstante für da:
Zurückladen des Schwingkreiskondensators 11 in di< Polarität der Gleichspannungsquelle 2 ist im wesentli
chen durch die Kondensatorgröße und die Größe de: Widerstandes 23 bestimmt und kann so groß gewähl
sein, daß der Kondensator 11 noch nach den
Verschwinden des den Thyristor 14 beaufschlagende! Vorwärtsspannungsimpulses in der entgegengesetztei
Polarität geladen ist. Wird daher zur Messung dci Freiwerdezeit die Verzögerung, mit welcher dei
Thyristor 34 nach dem Thyristor 14 gezündet wird, unc damit die Schonzeit verringert, so kann der dabei etwr
wiedergezündetc Thyristor 14 nicht in Dauerzünili>»{
übersehen.
Die Schaltung nach F i g. 2 ist im Vergleich mit dei
nach Fig. 1 zu dem Zweck weiter ausgebaut, um da; Verhalten des Thyristors 14, insbesondere die Freiwcr
dezeit, bri unterschiedlich steil ansteigendem Vorwärts
spannungsimpuls und unterschiedlich hohen Maximal werten desselben zu prüfen. Sie enthält eine zusätzliche
Gleichspannungsquelle 2' mit einem Einweggleichrich ter IV, einem Siebkondensator 22', einen Widerslanc
23' uif'5 diesem nachgeschaltet ein Potentiometer 24'
Die Gleichspannungsquellcn 2 und 2' sind in Reihe geschaltet und es sind ihre Gleichrichter 21 und 21
zweckmäßig so gepolt, daß die Olcichspannungsqucllcn im Gegentakt belastet werden. Am Potentiometer 24
ist mittels eines Wählschalter 25' die Größe der im Kondensator 31 der Schalteinrichtung 3 gespeicherter
Vorwärtsspannung für den Thyristor 14 wählbar und direkt an den Eingang der Schalteinrichtung schaltbar
Die Schalteinrichtung 3 enthält einen Satz Widerstände 32, die mittels eines Wählschalter 37 einzeln einschalt
bar sind, um die unterschiedlichen Anstiege de; Vorwärtsspannungsimpulses vorgeben zu können.
Um zu verhindern, daß, wenn beim Verringern dci
Schonzeit des Thyristors 14 dessen Freiwerdezeil unterschritten wird, der Thyristor von der Glcichspan
nungsquelle 2' her auf Dauerzündung beansprucht wird ist der Eingang der Schalteinrichtung 3 mit einem
Schalttransistor 5 überbrückbar. Mit Hilfe einci Steuerschaltung 51 ist der Transistor 5 jeweils so lange
stromleitend gesteuert als der Schwingkreiskondensator 11 umgeladen ist. Dabei wird am Eingang der
Schalteinrichtung 3 die Spannung der Gleichspannungsquelle 2' unwirksam.
Eine Schaltung gemäß der Erfindung weist die Vielseitigkeit auf, daß sie in der Eigenschaft als
Simulierschaltung für einen bei Mittelfrequenzschaltbetrieb arbeitenden Thyristor-Schwingstromschalter zur
Prüfung aller relevanten Thyristor-Parameter, nämlich außer der Freiwerdezeit z. B. der höchstzulässigen
Anstiege und Höhen von Einschalt- und Durchlaßstrom und der Vorwärtsspannung im gesperrten Zustand des
Thyristors verwendbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schaltungseinrichtung zur betriebsgetreuen
Nachbildung der Impulsbelastung eines in einem Reihenschwingkreis gelöschten Thyristors in Gegenparallelschaltung mit einer Diode (rückwärtsleitender Thyristor) bei Nieder- und Mittelfrequenzbetrieb und zur Darstellung der das Verhalten des
Thyristors unter Impulsbelastung kennzeichnenden Meßdaten, insbesondere der Freiwerdezeit, bei
welcher Einrichtung die Gegenparallelschaltung des Thyristors und der Diode in einem Reihenschwingkreis mit einer mit dem Thyristor gleichsinnig
gepolten ersten Gleichrichterdiode und einem als Stromquelle für sehr kurze und leistungsstarke
Schwingstromimpulse verwendeten Kondensator angeordnet ist und über den Thyristor der positive,
über die gegenparallele Diode der negative Schwingstrom fließt, und bei welcher eine durch ein
Steuerungsmittel mit der Zündfolgefrequenz und mit veränderbarer Verzögerung jeweils nach dem
Zünden des Thyristor geschaltete Schalteinrichtung zur Messung der Freiwerdezeit und Beaufschlagung
des Thyristors mit einem im Anstieg veränderbaren Vorwärtsspannungsimpuls verwendet ist, mit einem
den Vorwärtsspannungsimpuls speichernden Kondensator, dadurch gekennzeichnet, daß
der der Schalteinrichtung (3) zugeordnete Kondensator (31) fiber eine zweite, für den Ladestrom des
Kondensators durchlässige Gleichrichterdiode (35) dem Kondensator (11) des Reihenschwingkreises (1)
parallel geschaltet ist und die Zeitkonstante zum Laden des Kondensators (U) aus einer Gleichspannungsquelle (2) über einen Widerstand (23) so
gewählt ist, daß dieser Kondensator in einem entsprechend einer maximal einzustellenden Schonzeit für den Thyristor (14) verzögerten Schaltzeitpunkt der Schalteinrichtung (3) noch nicht in der
Ladepolarität zurückgeladen ist, und daß dem Thyristor (14) über dessen Steuerelektrode negative
Ausräumstromimpulse zur Beschleunigung des Löschens zugeführt sind
2. Schaltungseinrichtung nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus der Gleichspannung der Betriebsspannungsquelle (2) der Schaltungseinrichtung und einer mittels eines Stufenpotentiometers (24') von einer zusätzlichen Gleichspannungsquelle (21) abgegriffenen Zusatzspannung
gebildete Gesamtspannung dem Kondensator (31) der Schalteinrichtung Ober die zweite Gleichrichterdiode (35) zugeführt ist und ferner einem an sich
bekannten den Anstieg des Vorwärtsspannungsimpulses am Thyristor (14) bildenden RC Glied (32,32',
37) der Schalteinrichtung (3) ein Entladungswiderstand (36) parallel geschaltet ist und daß an die
Gesamtspannung ein der zweiten Gleichrichterdiode(35) gleichsinnig gepolter Transistor, welcher bei
nicht in der Ladepolarität geladenem Kondensator (11) des Schwingkreises (1) stromleitend gesteuert
ist, über einen Widerstand (26) angeschlossen ist
3. Schaltungseinrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Thyristor (14) zur
Nachbildung einer Mittelfrequenz-Impulsbelastung Zündimpulse mit einer Niederfrequenz-Impulsfolge
zugeführt sind und synchron hiermit die Schalteinrichtung (3) verzögert geschaltet ist, während der
Thyristor auf einer Sperrschichttemperatur gehalten wird, welche sich bei Zuführung der Zündimpulse
mit Mittelfrequenz-impulsfolge und bei sonst gleicher Impulsbejastung einstellt
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| DE2152000C3 true DE2152000C3 (de) | 1979-01-25 |
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1971
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