DE2155125C3 - Hubvorrichtung einer Greiferbank einer selbsttätigen Hülsenwechseleinrichtung - Google Patents

Hubvorrichtung einer Greiferbank einer selbsttätigen Hülsenwechseleinrichtung

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DE2155125C3
DE2155125C3 DE19712155125 DE2155125A DE2155125C3 DE 2155125 C3 DE2155125 C3 DE 2155125C3 DE 19712155125 DE19712155125 DE 19712155125 DE 2155125 A DE2155125 A DE 2155125A DE 2155125 C3 DE2155125 C3 DE 2155125C3
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    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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    • D01H9/02—Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine for removing completed take-up packages and replacing by bobbins, cores, or receptacles at take-up stations; Transferring material between adjacent full and empty take-up elements
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Description

Die Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung einer eine Vielzahl von Greifern zum Ergreifen von vollen und/oder leeren Hülsen aufweisenden Greiferbank einer selbsttätigen Hülsenwechseleinrichtung an Spinnoder Zwirnmaschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei den bekannten Hubvorrichtutigen dieser Art (z. B. DE-OS 20 45 263) ist bei den gleichschenkligen Geradführungsgelenksystemen für die Hubbewegung der Greiferbank die Hubgeschwindigkeit an der unteren Hubumkehr am größten und nimmt dann nach oben stark ab, da der die Geradführungsgelenksysteme spreizende, zur Greiferbank parallel geradegeführte Schlitten durch den Motor mit konstanter Geschwindigkeit hin- und herbewegt wird. Dabei darf die Hubgeschwindigkeit der Greiferbank an der unteren Hubumkehr aus Sicherheitsgründen einen bestimmten Wert nicht überschreiten, wodurch sich infolge der nach 5 oben stark abnehmenden Hubgeschwindigkeit ein erheblicher Zeitverlust ergibt.
Es ist zwar bereits eine Hubvorrichtung bekannt, bei der die Greiferbank mit konstanter Geschwindigkeit auf- und abwärtsbewegt wird (DE-PS 12 92 563), doch
ίο gelingt dies nur unter Vertust der raumsparenden Vorteile des gleichschenkligen Geradführungsgelenksystems, denn bei dieser Hubvorrichtung ist die Greiferbank an aufrechten, entlang der Maschine verteilten Führungsstangen oder Gewindespindeln geradegeführt, welche im betreffenden Maschinengang vor der Greiferbank angeordnet sein müssen, da wegen der großen Maschinenlänge mehr als zwei solche Führungsstangen oder Gewindespindeln zum Führen der Greiferbank notwendig sind, so daß sie den Maschinengang einengen und die Bedienung der Maschine behindern können.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, den oben erwähnten Nachteil der nach oben starken Hubgeschwindigkeitsabnahme der bekannten Hubvorrichtungen mit Geradführungsgelenksystemen auf einfache, betriebssichere Weise zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebese Erfindung gelöst
Bei dieser erfindungsgemäßen Hubvorrichtung ist unter Beibehalt der raumsparenden Vorteile der gleichschenkligen Geradführungsgelenksysteme erreicht, daß trotz ihnen die Hubgeschwindigkeit der Greiferbank zumindest angenähert proportional zu der Stellgeschwindigkeit des Motors ist, indem die Stellgeschwindigkeit des Motors nicht mehr über die Geradführungsgelenksysteme auf die Greiferbank, sondern unter Umgehung von ihnen auf die Greiferbank übertragen wird. Damit kann die Greiferbank in jedem Bereich ihrer Hubbewegung mit maximal zulässiger Geschwindigkeit bewegt werden und es ist auch eine feinfühlige und genaue Steuerung der Bewegungsgeschwindigkeit der Greiferbank möglich. Dabei bleiben die Vorteile der Geradführungsgelenksysteme voll erhalten, die insbesondere in einer raumsparenden, präzisen, stabilen und leichtgängigen Geradführung der Greiferbank bestehen.
Zur Durchführung des Hülsenwechselvorganges müssen in an sich bekannter Weise die Geradführungsgelenksysteme und die Greiferbank auch im Ganzen
so quer zu der durch die Hubbewegung der Greiferbank bestimmte Ebene bewegt werden, was in an sich bekannter Weise durch Schwenken der Geradführungsgelenksysteme um eine zur Längsrichtung der Greiferbank parallele, horizontale Schwenkachse oder durch Verschieben dieser Geradführungsgelenksysteme mit Greiferbank durch eine gesonderte Antriebsvorrichtung erfolgt. Die hierfür benötigten Mittel können von an sich bekannter Bauart sein, so daß auf sie nicht in Einzelheiten eingegangen werden muß.
Der die Hubbewegung der Greiferbank herbeiführende Motor kann von irgendeiner geeigneten Bauart sein. Vorzugsweise ist die Stellgeschwindigkeit des Motors variabel und einstellbar, um insbesondere das Einführen der Greifer in die Hülsen und das Abheben der Hülsen von den Spindeln mit verminderter Hubgeschwindigkeit durchzuführen.
Falls der Motor ein Elektromotor ist, entspricht seine Stellgeschwindigkeit der Drehzahl der Motorwelle. Der
Elektromotor kann mit Vorteil ein polumschaltbarer Elektromotor sein, der durch Polumschaltung auf zwei oder mehr unterschiedliche Drehzahlen einstellbar ist. Doch können selbstverständlich auch andere Mittel zur Verstellung seiner Drehzahl vorgesehen sein, beispieisweise eine Phasenanschnittssteuerung mittels Thyristoren, oder dergleichen.
Bei anderen bevorzugten Ausführungsformen ist der Motor eine hydraulische oder pneumatische Kolben-Zylinder-Einheit, deren Hubglied bewegungsschlüssig mit der Greiferbank gekoppelt ist, entweder direkt oder über ein Zugmittel oder dergleichen.
Wenn als Motor ein Elektromotor vorgesehen ist, kann zweckmäßig vorgesehen sein, daß mit der Greiferbank ein Gewindespindelgetriebe operativ verbunden ist, das eine Gewindespindel und eine auf der Gewindespindel formschlüssig geführte Gewindebuch-SP aufweist, wobei eines dieser beiden Getriebeglieder drehbar gelagert und durch den Motor antreibbar ist. Zweckmäßig kann hierbei im allgemeinen die Gewindebuchse an der Greiferbank angeordnet sein. In vielen Fällen kann hierbei vorteilhaft der Antriebsmotor ebenfalls an der Greiferbank angeordnet sein und die Gewindebuchse direkt oder über ein Untersetzungsgetriebe antreiben, wobei dann die Gewindespindel fest 2s mit einem Fußteil der Geradführungsgelcnksysteme verbunden sein kann. Oder man kann in anderen Fällen die Gewindebuchse vorteilhaft fest an der Greiferbank anordnen und die Gewindespindel mittels des Motors antreiben.
Im allgemeinen ist es zweckmäßig, den Motor an der Greiferbank oder an einem Fußteil der Geradführungsgelenksysteme anzuordnen. Doch kann in manchen Fällen auch vorgesehen sein, daß der Motor am Maschinengestell der Spinn- oder Zwirnmaschine stationär angeordnet ist.
Bei einer anderen bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, da? mit der Greiferbank ein Zahnstangengetriebe operativ verbunden ist, dessen mit der Zahnstange kämmendes Ritzel von dem Motor angetrieben wird. In diesem Fall kann die Zahnstange fest an der Greiferbank angeordnet sein und mit einem direkt oder über ein Untersetzungsgetriebe von dem Motor angetriebenen Ritzel kämmen. Oder man ordnet den Motor und das Ritzel an der Greiferbank an, wobei dann die Zahnstange fest mit einem Fußteil der Geradführung der Greiferbank verbunden ist.
Eine andere vorteilhafte Möglichkeit der Übertragung der Stellbewegung des Motors auf die Greiferbank besteht darin, daß an der Greiferbank das Zugmittel eines Zugmittelgetriebes angreift, wobei das Zugmittel durch den Motor angetrieben wird. Das Zugmittel kann mit Vorteil eine Kette sein, die über ein von dem Motor angetriebenes Kettenrad läuft. Das Zugmittel kann ein endloses Zugmittel sein, mit dessen einer Bahn die Greiferbank verbunden ist. Das Zugmittel kann mit seinem einen Ende an der Greiferbank befestigt sein und über eine oberhalb der Greiferbank befestigte Umlenkrolle umlaufen. Im letzteren Falle ist das Zugmittel zweckmäßig ein Sc;| "der eine Kette, welche auf eine Trommel aufwiududr ist, die von dem Motor angetrieben wird oder beide Enden des Zugmittels sind an der Greiferbank befestigt.
Im allgemeinen kann vorteilhaft vorgesehen sein, daß die Stellgeschwindigkeit des die Hubbewegung der Greiferbank bewirkenden Motors genau proportional in die Hubgeschwindigkeit der Greiferbank umgewandelt wird.
In manchen Fällen kann auch zweckmäßig vorgesehen sein, in der Nähe der vorgesehenen Umkehrstellen der Hubbewegung der Greiferbank die Hubgeschwindigkeit der Greiferbank durch Änderung der Getriebeübersetzung zu verlangsamen. Zu diesem Zweck kann beispielsweise das Getriebe in an sich bekannter Weise mit variablem Übersetzungsverhältnis ausgebildet sein, indem man beispielsweise bei einem Zugmittelgetriebe das von der Greiferbank abgewendete Ende des Zugmittels auf eine Trommel aufwindet, deren Aufwindedurchmesser in axialer Richtung der Trommel variiert.
Zur Veränderung der Hubgeschwindigkeit der Greiferbank kann ggf. auch vorgesehen sein, daß dem Motor ein stufenloses Getriebe oder ein Stufengetriebe nachgeschaltet ist, dessen Übersetzungsverhältnis durch die die Hülsenwechselvorrichtung selbsttätig steuernden Programmsteuerwerke selbsttätig verändert wird.
Die Durchführung des Hülsenwechselvorganges im einzelnen kann in im Prinzip an sich bekannter Weise erfolgen. Desgleichen können die sonstigen, sich nicht auf die Erfindung beziehenden Einzelheiten der betreffenden Hülsenwecheleinrichtung von an sich bekannter Bauart sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht einer Ringspinnmaschine in ausschnittsweiser Darstellung, wobei alle für das_ Verständnis der Erfindung nicht wichtigen Teile weggelassen sind,
F i g. 2 einen schematischen Schnitt durch die Maschine nach F i g. 1 in ausschnittsweiser Darstellung, wobei lediglich eine Seite der Maschine in den für das Verständnis der Erfindung wichtigen Teilen dargestellt ist, und alle sonstigen Teile weggelassen sind,
F i g. 3 ein Schemabild einer Variante der Vorrichtung zum Heben und Senken der Greiferbank in schematischer Darstellung,
Fig.4 eine Variante der Fig.3 in ausschnittsweiser Darstellung,
F i g. 5 eine weitere Variante der F i g. 3 in ausschnittsweiser Darstellung.
In der Zeichnung sind sich entsprechende Teile zur Vereinfachung mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Die in F i g. 1 ausschnittsweise dargestellte Maschine 10 ist mit Ausnahme der neuartigen Hubvorrichtung der Greiferbank 11 der an ihr angeordneten selbsttätigen Hülsenwechseleinrichtung von an sich bekannter Bauart, so daß sie nicht in allen Einzelheiten erläutert wird. Sie weist an ihren beiden Längsseiten, von denen nur eine Längsseite dargestellt ist, je eine Reihe von Spindeln 12 mit vollen Hülsen 13 auf, wobei diese vollen Hülsen 13 gegen leere Hülsen 14 selbsttätig auswechselbar sind, die auf einem Transportband 15 im Abstand der Spindelteilung auf Dorne aufgesteckt sind. Das Transportband 15 ist in bekannter Weise in Längsrichtung der betreffenden Maschine verschiebbar, um leere Hülsen 14 in die für das Ergreifen durch die an der Greiferbank 11 angeordneten Greifer 16 erforderlichen Stellungen zu bringen und um die auf andere Dorne des Transportbandes abzusetzenden vollen Hülsen 13 zu einer nicht dargestellten Abnahmestation zu transportieren, wo sie vom Transportband abgenommen werden.
Die Greiferbank 11 weist eine der Anzahl der Spindeln der betreffenden Maschinenseite entsprechende Anzahl von Greifern 16 auf, die von irgendeiner bekannten Bauart sein können — hier durch Aufblasen
aufweitbare elatische Säcke sind, die in das Innere der zu ergreifenden Hülsen durch entsprechendes Absenken der Greiferbank 11 eingeführt und dann aufgeblasen werden, so daß sie die Hülsen innenseitig ergreifen.
Die Greiferbank 11 ist mittels zwei gleichschenkligen Geradführungsgelenksystemen 17, 18 zu sich selbst parallel in Richtung des Doppelpfeiles A geradegeführt. Die beiden Geradführungsgelenksysteme 17, 18 sind gleich ausgebildet und im Längsabstand nebeneinander angeordnet. Jedes Gelenksystem weist eine kurze und eine lange Stange 19,20 auf. Die lange Stange 20 ist mit ihrem oberen Ende bei 21 an die Greiferbank 11 schwenkbar angelenkt und mit ihrem unteren Ende an einen Schlitten 22 bei 23 schwenkbar angelenkt, der auf einer horizontalen Schiene 24, die als Führungsbahn für ihn dient, geradegeführt ist. Diese horizontale Schiene 24 ist in der Nähe des Bodens der Spinnmaschine angeordnet und mittels Zapfen 25 drehbar um eine horizontale Schwenkachse gelagert Mit der Schiene ist ein Hebel 26 fest verbunden, welcher mit dem freien Ende der Kolbenstange 27 einer hydraulischen Kolben-Zyiinder-Einheit 28 verbunden ist, so daß die Schiene 24 zwischen zwei unterschiedlichen Winkelstellungen hin und hergeschwenkt werden kann. Fest mit der Schiene 24 verbunden sind ferner zwei Lagerböcke, an denen die unteren Enden der kurzen Stangen 19 der beiden Geradführungsgelenksysteme 17,18 bei 29 schwenkbar angelenkt sind. Das obere Ende der kurzen Stange 19 jedes Gelenksystems ist in der Mitte der langen Stange 20 bei 30 schwenkbar angelenkt. Der Abstand zwischen den Gelenksteilen 29, 30 der kurzen Stange 19 entspricht dem halben Abstand zwischen den beiden äußeren Gelenkstellen 21,23 der längeren Stange 20, so daß jedes Geradführungsgelenksystem 17, 18 gleichschenklig ist, d. h, daß die Abstände der äußeren Gelenkstellen 21,23, 29 von der mittleren Gelenkstelle 30 jeweils genau gleich groß sind. Die beiden unteren Gelenkstellen 23, 29 jedes Gelenksystems befinden sich in derselben horizontalen Linie. Die beiden Schlitten 22 sind mittels einer starren Stange 22' bewegungsschlüssig miteinander verbunden.
Zusammen bilden diese beiden Geradführungsgelenksysteme 17, 18 eine Geradführung für die Greiferbank, die bewirkt, daß die Greiferbank 11 nur senkrecht zu ihrer Längsrichtung gemäß Doppelpfeil A Hubbewegungen ausführen kann. Die Hubbewegungen werden erzeugt durch einen fest an dem einen Ende der Schiene 24 angeordneten elektrischen, als Getriebemotor ausgebildeten Motor 31, vorzugsweise einen drehzahlverstellbaren Getriebemotor, um die Greiferbar.k 11 mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zur Durchführung des Hülsenwechselvorganges antreiben zu können. Dieser Motor 31 treibt eine senkrecht zur Längsrichtung der Schiene 24 und parallel zur Hubrichtung der Greiferbank 11 sich erstreckende Gewindespindel 32 an, die auf der Schiene 24 drehbar gelagert angeordnet ist, sich jedoch nicht in Richtung ihrer Längsachse verschieben kann. Auf dieser Gewindespindel 32 ist formschlüssig eine Gewindebuchse 33 geführt, die fest an dem einen Ende der Greiferbank 11 angeordnet ist Der Motor 31 kann auf Linkslauf und Rechtslauf umgeschaltet werden, so daß er entsprechend die Gewindespindel 32 in Linksdrehung oder Rechtsdrehung antreibt und die Greiferbank 11 auf diese Weise gehoben oder gesenkt werden kann, wobei ihre Bewegungsgeschwindigkeit in einem konstanten Übersetzungsverhältnis zu der Drehzahl des Motors 31, das heißt, zu der Stellgeschwindigkeit des Motors steht.
Die Gewindespindel 32 ist in Fig.2 als relativ zur Greiferbank 11 nach vorne versetzt angeordnet dargestellt, doch kann sie, wie ohne weiteres zu erkennen ist, falls erwünscht, bezogen auf F i g. 2 weiter nach links versetzt werden, ggfs. in die durch die Greiferzapfenachsen bestimmte Ebene.
Der Hülsenwechselvorgang wird selbsttätig in bekannter Weise mittels einer Programmsteuervorrichtung gesteuert. Er spielt sich bei der dargestellten
ι ο Vorrichtung wie folgt ab.
Die Greiferbank 11 befindet sich in den Fig. 1 und 2 in ihrer Ruhestellung, in weiche ihre Greifer 16 sich fluchtend unterhalb den Spindein 12 befinden. Wenn das Aufwinden der Fadenwicklungskörper auf die auf die Spindein Ϊ2 aufgesteckten Hülsen beendet ist, wird der Bandantrieb 34 der Spindeln 12 abgestellt, so daß diese stehenbleiben. Kurz vorher oder anschließend wird die Schiene 24 mittels der Kolben-Zylinder-Einheit 28 durch Verschwenken des Hebels 26 in eine Stellung verschwenkt, in welcher die Greiferbank 11 mit den beiden Gelenksystemen 17, 18 und die Gewindespindel 32 sich in der in F i g. 2 strichpunktiert dargestellten Stellung befindet. Anschließend wird der die Gewindespindel 32 antreibende Motor 31 mit seiner maximalen Drehzahl eingeschaltet und bewegt die Greiferbank 11 seitlich an der die Spindeln 12 tragenden Spindelbank 35' und der Ringbank 35 vorbei soweit nach oben, bis die Greifer 16 sich in Stellungen höher als die vollen Hülsen befinden. Anschließend wird mittels des Hydraulikzylinders 28 die Schiene 24 mit den Gelenksystemen 17, 18 und der Greiferbank 11 und der Gewindespindel 32 in die vertikale Stellung zurückgeschwenkt, in der sich die Greifer 16 genau mittig über den vollen Hülsen 13 befinden. Dann wird der Motor 31 in entgegengesetzter Drehrichtung im Langsamgang eingeschaltet, so daß die Greiferbank 11 vertikal nach unten wandert, bis die Greifer 16 in die Öffnungen der vollen Hülsen 13 eingedrungen sind. Dann wird der Motor 31 angehalten und die Greifer 16 werden aufgeblasen. Nunmehr wird der Motor 31 in entgegengesetzter Drehrichtung wieder eingeschaltet und die Greiferbank 11 so weit nach oben bewegt, bis die vollen Hülsen 13 von den Spindeln 12 vollständig abgezogen sind. Dann wird die Schiene 24 mittels des Hydraulikzylinders 28 wieder in auswärtiger Richtung verschwenkt, so daß die Gewindespindel 32 wieder die in F i g. 2 dargestellte Stellung einnimmt Dann wird die Greiferbank 11 im Schnellgang des Motors 31 in die in Fig.2 strichpunktiert dargestellte Stellung abgesenkt Dann wird die Schiene 24 wieder zurückgeschwenkt bis die vollen Hülsen "eiiSU über dsn leeren Dornen des Trsnsnorti}sndes 15 sich befinden und anschließend wird die Greiferbank 11 so weit abgesenkt bis die vollen Hülsen 13 auf die zugeordneten Dorne aufgesteckt sind. Dann werden die Greifer druckentlastet und geben die vollen Hülsen frei. Anschließend wird die Greiferbank 11 vertikal in die in Fi g. 1 dargestellte Stellung nach oben bewegt und das Transportband 15 wird um eine halbe Spindelteilung verschoben, so daß nunmehr die leeren Hülsen 14 genau mittig unterhalb den Greifern 16 sich befinden. Die Greiferbank 11 wird dann nach unten bewegt bis die Greifer in die leeren Hülsen eingedrungen sind. Dann werden die Greifer aufgeblasen und die Greiferbank 11 soweit nach oben bewegt, bis die leeren Hülsen 14 von den Dornen abgezogen sind. Anschließend wird die Schiene 24 wieder nach auswärts geschwenkt und die Greiferbank 11 im Schnellgang in ihre oberste Stellung nach oben bewegt worauf die Schiene 24 wieder
zurückgeschwenkt wird, so daß sich die leeren Hülsen 14 genau fluchtend über den Spindeln 12 befinden. Durch Absenken der Greiferbank werden die leeren Hülsen 14 dann auf die Spindeln 12 aufgesteckt und die Greifer 16 dann druckentlastet, so daß sie die leeren Hülsen freigeben. Anschließend wird die Greiferbank 11 vertikal nach oben bewegt, dann die Schiene 24 wieder nach auswärts verschwenkt und die Greiferbank 11 in die in Fig.2 dargestellte Stellung nach unten bewegt, worauf anschließend die Schiene 24 wieder in ihre Normalstellung zurückgeschwenkt wird, in welcher sich die Greiferbank 11 in der in Fig. 2 voll ausgezogen dargestellten Ruhestellung befindet, in welcher sie bis zur Durchführung des nächsten Hülsenwechselvorgangs verbleibt.
In F i g. 3 entsprechen die beiden gleichschenkligen Geradführungsgelenksysteme 17, 18 und die Greiferbank 11 den entsprechenden Teilen des Ausführungsbeispiels nach den F i g. 1 und 2. Anstatt zwei derartiger Geradführungsgelenksysteme können selbstverständlich auch noch weitere gleich ausgebildete Geradführungsgelenksysteme vorhanden sein. Zusätzlich zu diesen an die Greiferbank angelenkten Geradführungsgelenksystemen ist ein weiteres, gleich ausgebildetes Geradführungsgelenksystem 18' vorgesehen und seitlich neben den Gelenksystemen 17, 18 in derselben Ebene wie diese angeordnet, derart, daß alle oberen Gelenke 21,2Γ der langen Stäbe 20 der Gelenksysteme 17,18 und 18' stets nur dieselben Bewegungen synchron ausführen können, das heißt, bewegungsschlüssig miteinander gekoppelt sind. Zu diesem Zweck sind die unteren Enden der langen Stangen 20 sämtlicher Gelenksysteme mittels ihren Gelenken 23 an eine gemeinsame, starre Verbindungsstange 24' angelenkt, die in Richtung des Pfeiles C in Lagern 7 axial verschiebbar gelagert ist, wobei an die Lager 7 die unteren Enden der kürzeren Stäbe 19 mittels den Gelenken 29 angelenkt sind. Diese Lager 7 sind axial nicht verschiebbar, jedoch um die geometrische Achse der Stange 24' mittels einer nicht dargestellten Antriebsvorrichtung schwenkbar, die in Funktion und Ausbildung der Antriebsvorrichtung 26, 27, 28 der F i g. 1 und 2 entsprechen kann, um die Geradführungsgelenksysteme im Ganzen wie im Zusammenhang mit F i g. 1 und 2 erläutert aus der Vertikalen in eine nach auswärts geneigte Stellung und wieder zurück verschwenken zu können. Die Lager 7 sind zu diesem Zweck in stationären Lagern T der Maschine drehbar gelagert.
Der Antrieb der Greiferbank 11 erfolgt in diesem Ausführungsbeispie! durch einen auf dem Lager 7 des Gelenksystems 18' fest angeordneten elektrischen Getriebemotor 31 über ein Zugmittelgetriebe, das eine mit ihren beiden Enden an dem Gelenk 21' des Gelenksystems 18' befestigte Kette 42 aufweist, die über zwei Kettenzahnräder 43, 44 umgelenkt ist, so daß sie zwei gerade Kettenbahnen hat, die sich in Richtung der Hubbewegung der Greiferbank 11 erstrecken. Das untere Kettenzahnrand 43 ist von dem Getriebemotor
31 angetrieben, der dem Getriebemotor nach den F i g. 1 und 2 im Prinzip entsprechen kann. Das obere Kettenzahnrad 44 ist in nicht näher dargestellter Weise an einem fest mit dem Lager 7 des Gelenksystems 18' verbundenen Gestell gelagert. Dieses Geradführungsgelenksystem 18' schafft so die Möglichkeit, die Antriebsvorrichtung in irgendeinem gewünschten Abstand seitlich neben der Greiferbank anordnen zu können, beispielsweise in einem Endgestell der betreffenden Maschine.
Bei Fig.4 erfolgt der Antrieb der Greiferbank 11 über ein Zahnstangengetriebe, dessen Zahnstange 40 fest an der Greiferbank 11 angeordnet ist und sich in Richtung der Hubbewegung der Greiferbank erstreckt. Diese Zahnstange 40 kämmt mit einem von dem Motor 31 angetriebenen Ritzel 41.
Bei dem Ausführungsbeispie! nach F i g. 5 erfolgt der Antrieb der Greiferbank 11 mittels eines als Kolben-Zylinder-Einheit ausgebildeten Motors 46. Der Zylinder 47 dieses Motors ist fest an dem Lager 7 angeordnet, wobei sich seine Längsachse parallel zur Richtung der Hubbewegung der Greiferbank 11 erstreckt. Die Kolbenstange 48 dieses Motors 46 ist fest an der Greiferbank 11 angeordnet. Die zu beiden Seiten des Kolbens befindlichen Zylinderräume des Zylinders 47 können zur Erzielung der Auf- und Abwärtsbewegungen des Greiferbalkens abwechselnd mit Druckfluidum, vorzugsweise mit Hydrauliköl beaufschlagt werden. Das Zuleiten und das Ableiten der Druckflüssigkeit erfolgt in an sich bekannter Weise mittels nicht dargestellten Regel- und Umschaltventilen, die von der den Hülsenwechselvorgang steuernden, nicht dargestellten Programmsteuervorrichtung gesteuert werden.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele erlauben zahlreiche Abwandlungen. Beispielsweise kann bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 und 2 die Gewindespindel fest an der Schiene und der Motor an der Greiferbank angeordnet werden, wobei dann der Motor die in diesem Fall drehbar an der Greiferbank zu lagernde Gewindehüise antreibt. Oder die Gewindehülse kann drehbar an der Schiene gelagert werden, wobei der Motor oberhalb der Gewindespindel an einem fest mit der Schiene verbundenen Gestell, beispielsweise einem eine Längsbohrung der Gewindespindel durchdringenden Stab befestigt ist und die Gewindespindel direkt oder über ein Untersetzungsgetriebe antreibt.
Oder im Falle der F i g. 4 kann man eine Abwandlung dahingehend treffen, daß man die Zahnstange fest mit dem Lager 7 verbindet und den Motor zusammen mit dem die Zahnstange antreibenden Ritzel auf der Greiferbar.k anordnet. Auch andere Abwandlungen sind selbstverständlich möglich.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 5 könnte man beispielsweise die gesamte Kolben-Zylinder-Einheit oberhalb der höchsten Stellung der Greiferbank anordnen und die Bewegung des Kolbens der Kolben-Zylinder-Einheit direkt oder über ein Zugmittelgetriebe auf die Greiferbank übertragen oder dergleichen.
Hierzu 3 i3iatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Hubvorrichtung einer eine Vielzahl von Greifern zum Ergreifen von vollen und/oder leeren Hülsen aufweisenden Greiferbank einer selbsttätigen Hülsenwechseleinrichtung an Spinn- oder Zwirnmaschinen, bei der die Greiferbank mittels mindestens zwei im Längsabstand nebeneinander angeordneten, gleichschenkligen, bewegungsmäßig miteinander gekoppelten Geradführcngsgelenksystemen senkrecht zu ihrer Längsrichtung geradegeführt ist, und mindestens ein Motor zum Heben und Senken der Greiferbank vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (31; 46) mit der Greiferbank (11) operativ derart verbunden ist, daß die Hubgeschwindigkeit der Greiferbank zumindest angenähert proportional zu der Stellgesnhwindigkeit des Motors ist
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß mit der Greiferbank (11) ein Gewindespindelgetriebe operativ verbunden ist, das eine Gewindespindel (32) und eine auf der Gewindespindel formschlüssig geführte Gewindebuchse (33) aufweist, wobei eines dieser beiden Getriebeglieder (32 oder 33) drehbar gelagert und durch den Motor (31) antreibbar ist (F i g. 1,2).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Greiferbank ein Zahnstangengetriebe operativ verbunden ist, dessen mit der Zahnstange (40) kämmendes Ritzel (41) von dem Motor (31) angetrieben wird (F i g. 4).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Greiferbank (11) das Zugmittel z. B. eine Kette (42) eines Zugmittelgetriebes operativ verbunden ist, wobei das Zugmittel durch den Motor (31) angetrieben wird (F i g. 3).
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (46) eine Kolben-Zylinder-Einheit ist (F i g. 5).
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Geradführungsgelenksystemen (17,18) ein weiteres, gleich ausgebildetes Geradführungsgelenksystem (18') bewegungsschlüssig gekoppelt ist, dessen Gelenk (21'). welches stets dieselbe Bewegung wie die Greiferbank (11) ausübt, frei im Abstand neben der Greiferbank sich befindet und durch den Motor (31) direkt oder über ein Getriebe antreibbar ist und seine Bewegung über die Geradführungsgelenksysteme auf die Greiferbank überträgt (F i g. 3).
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