DE2155245B2 - Vorrichtung zum abfuellen von unter druck stehender wurstmasse od.dgl - Google Patents
Vorrichtung zum abfuellen von unter druck stehender wurstmasse od.dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abfüllen von unter Druck stehender Wurstmasse od. dgl.
mit einer abgeschlossenen Kammer mit mindestens einem Einlaß und mindestens einem Auslaß sowie einem
im Inneren der Kammer verschiebbar angeordneten Kolben, auf den ein unter Druck stehendes
Fluidum einwirkt.
Eine solche Vorrichtung ist bekannt (USA.-Patentschrift 3 052 915). Bei dieser bekannten Vorrichtung
wird die Wurstmasse bzw. das Brät von einer, Pumpe über Förderleitungen den einzelnen Füllstationen
zugeführt, an denen das Brät in Wursthüllen eeDreßt wird. Im Förderweg des Brätes ist ein Speicherraum
angeordnet, in welchem ein Kolben verschiebbar gleitet, derart, daß sich bei einer Druckerhöhung
in der Brätmasse das Volumen des Förderweges vergrößert und bei einer Druckabsenkung
das Volumen verkleinert wird. Dies ist notwendig, damit bei Wechsel der Wursthülien an den Füllstationen
keine unzulässige Druckerhöhung der Brätmasse auftritt, der durch Ventilanordnungen begegnet
werden müßte. Bei momentane: Stillegung ei-
ner oder mehrerer der Füllstationen wird das von der
Pumpe weiter geförderte Brätvolumen von dem Speicherraum aufgenommen.
Aus der deutschen Patentschrift 273 950 ist bei einer Wurstfüllmaschine die Verwendung eines Kolbens
mit einer hohlen Achse bekannt; der Kolben gleitet innerhalb eines Zylinders und bewirkt durch seine
Hin- und Herbewegung einen diskontinuierlichen Füllvorgang, wobei gleichzeitig der Zutritt der Brätmasse
in der. Zylinder durch eine Schlitzsteuerung von
ao außen in Übereinstimmung mit der Kolbenbewegung
geregelt wird. Die hohle Kolbenachse dient dazu, bei evtl. auftretenden Undichtigkeiten zwischen Kolben
und Zylinderwand an diesen Stellen durchtretendes Füllgut aufzunehmen und nach außen zu führen.
as Schließlich kann der schweizerischen Patentschrift
483 795 noch ein Tülienkopf für Wurstfüllmaschinen mit mehreren AbfülltüHen als bekannt entnommen
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wurstabfüllmaschine zu schaffen, bei welcher das
Einfüllen der Wurstmasse kontinuierlich und mit gleichförmiger Füllrate geschieht, d. h., daß der Druck
des geförderten Brätes bzw. der Wurstmasse während des Füllvorganges möglichst konstant gehalten wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten bekannten
Art dadurch gelöst, daß der Kolben eine öffnung aufweist, die über eine hohle Verbindungsanordnung mit
einer an den Wurstmassenvorrat angeschlossenen Kammereinlaßöffnung verbunden ist und daß der
Druck des Fluidums auf die der Kammereinlaßöffnung zugewandten Kolbenseite (Teilraum) gerichtet
und so bemessen ist, daß der Wurstmassendruck geringfügig größer als der auf den Kolben einwirkende
Druck des Arbeitsfluidums ist. Dadurch gelingt es, auf die sich im Inneren des Zylinders befindliche Wurstmasse
einen konstanten Druck auszuüben, so daß an sämtlichen, normalerweise mit Fülltrichtern versehenen
Auslassen des Zylinders vollkommen konstante Füllraten vorliegen. Dies ist deshalb der Fall, weil das
Brät normalerweise im weitest möglichen Abstand zu den Fülltrichtern dem Zylinder zugeführt wird, da sich
der Kolben im Normalbetrieb stets in seiner zurückgezogenen Stellung befindet. Die Wurstmasse selbst
tritt durch eine öffnung in dem Kolben kontinuierlich in den Zylinder ein, und zwar bei einem Druck, der
annähernd gleich oder nur geringfügig größer als der Druck ist, der auf den Kolben selbst wirkt. Vorteilhaft
ist, daß eine solche Anordnung einfach und kostensparend herzustellen ist, darüber hinaus kann durch
öffnen der Zylinderabschlußplatte auch eine leichte Reinigung nach dem Arbeitsvorgang erfolgen.
Schließlich ist die erfindungsgemäße Vorrichtung, obwohl sie mit hoher Zuverlässigkeit arbeitet und auf
die Wurstmasse im wesentlichen einen vollkommen konstanten Druck ausübt, auch in ihrem Aufbau sehr
einfach, so daß eine Reinigung auch von ungeübten Arbeitskräften vorgenommen werden kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und in diesen
niedergelegt. Im folgenden werden an Hand der Zeichnung Aufbau und Wirkungsweise eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung im einzelnen näher erläutert. Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel
ist teilweise im Längsschnitt und teilweise in schematischer Darstellung angegeben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Stopfmaschine dargestellt, bestehend
aus einer abgeschlossenen Kammer 10, auf welche ein KoIl .; 11 wirkt, um die an der Auslaßseite
der Kammer mJ befindliche Wurstmasse 12 zusammenzupressen.
Die Wurstmasse 12 gelangt in die Kammer 10 unter Druck durch eine öffnung 14 in
dem Kolben 11. Wird von dem Kolben 11 auf die Wurstmasse 12 ein Druck ausgeübt, dann wird diese
durch Abfülhüllen 21,22,23 oder durch ähnliche Anordnungen
in Wursthüllen 24 gepreßt. Dabei ist wichtig, daß auf die in der Auslaßseite der Kammer 10
befindliche Wurstmasse ein gleichmäßiger D.uck ausgeübt wird, damit das Füllen der Wursthüllen bzw.
sonstiger Behälter mit einer kontinuierlichen und gleichmäßigen Füllrate erfolgen kann, was nur möglich
ist, wenn man die Wurstmasse vollkommen gleichmäßig aus den Abfülhüllen herausschiebt.
Der Kolben 11 ist in Form einer nicht elastischen ringförmigen Platte 31 ausgebildet, die von einem elastischen
Abdichtring 32 umgeben ist. Der Abdichtring 32 stellt eine luftdichte Abdichtung des Kolbens gegenüber
der inneren Wand der Kammer 10 dar.
Damit auf den Kolben 11 eine Druckkraft ausgeübt werden kann, gelangt in die Kolbenseite 15 der Kammer
10 ein unter Druck stehendes Fluidum. Dieses Fluidurn stammt aus einer Druckquelle und kann beispielsweise
Luft sein, wobei die Kolbenseite 15 von einem im wesentlichen konstanten Druckwert PA beaufschlagt
wiru, und zwar mittels eines Druckreglers 35, der auch in der Weise ausgleichend wirkt, daß ein
Druckaufbau über einen vorbestimmten maximalen Druckwert ausgeschlossen ist. Der Druckregler 35 ist
mit der Kolbenseite 15 der Kammer 10 über ein Rohr 36 verbunden, welches in eine entsprechende, mit einem
Gewinde versehene öffnung 38 in der hinteren Abschlußplatte 40 der Kammer 10 mündet. Solange
der Druck innerhalb des Kammerteilbereiches auf den konstanten Druckwert P, aufrechterhalten wird, erfolgt
das Füllen der Wursthüllen bzw. Behälter 24 mit einer konstanten Durchflußmenge.
Dabei ist wichtig, daß entsprechend einem erfindungsgemäßen Merkmal das Anfüllen der Auslaßseite
bzw. des Auslaßteilbereiches 13 der Kammer 10 zur gleichen Zeit stattfinden kann, zu welcher die Wursthüllen
gestopft werden. Das bedeutet, daß, wie schon erwähnt, der Füllvorgang der Hüllen kontinuierlich
vor sich geht.
Zu diesem Zweck ermöglicht die öffnung 14 in dem
Kolben 11 den Eintritt weiterer Wurstmasse 12 in den unter Druck stehenden Kammerteil 13 auf der Auslaßseite
des Kolbens. Durch die öffnung 14 des Kolbens 11 erstreckt sich ein Rohr 51, das fest mit dem
Kolben 11 verbunden ist und durch eine Kammereinlaßöffnung 52 in der hinteren Abschlußplatte 40 des
Kammerteils läuft. Die Kammereinlaßöffnung 52 ist so aufgebaut, daß eine luftdichte Abdichtung um das
Rohr 51 gebildet wird, da^ jedoch eine gleitende Bewegung
des Rohres 51 jeweils abgestimmt auf die Kolbenbewegung im Inneren der Kammer 10 möglich
Um nun eine kontinuierliche Zulieferung von
Wurstmasse in den auslaßseitigen Kammerteil 13 zu gewährleisten, ist der hintere Teil 55 des Rohres 51
mit einer Vorratsquelle unter Druck stehendci Wurstmasse 66 verbunden. Die Wurstmasse wird also
durch das Rohr 51 gepreßt und gelangt in den auslaßseitigen Kammerteil 13, wobei der Preßdruck von einer
von einem Motor angetriebenen Druckpumpe 67 erzeugt wird. Der Druck PB, der über die Druckpumpe
67 der Wurstmasse erteilt wird, ist nahezu gleich, jedoch geringfügig größer als der Druck P4 des Fiui-'5
dums in dem Druckteil der Kammer 10. Solange der Druck P4 bleibt, verbleibt auch der Kolben in seiner
hintersten Position, d.h. vollständig rechts in der Zeichnung, so daß das Stopfen bzw. Anfüllen der Hüilen
als Folge des Wurstmassendrucks PB durchgefuhr·
wird. Wenn aus irgendwelchen gründen der Wurst
massendruck F„ unter dem Druck rA des Kammi
teils, das vom Fluidum beaufschlagt ist, fällt, dann bewegt sich der Kolben nach vorn und stellt sicher. d^J
der Druck der Wurstmasse auf der Auslaßseite des
Zylinders angenähert dem Druck F4 ist. Erfolgt dann eine Wiederherstellung des Wurstmassendrucks /'.
auf einen Druckwert, der größer als der Druck F., ist, dann bewegt sich der Kolben 11 wieder langsam
bis in seine hinterste Position in der Kammer 10, und der Füllvorgang der Hüllen 24 setzt sich unter der
Kraftwirkung des Wurstmassendrucks PA fort.
Da die Drücke PA und F8 nahezu gleich sind, e; folgt
das Anfüllen der Hüllen bzw. Behälter 24 konu nuierlich mit gleichförmiger Füllrate, wobei der KoI
ben 11 nur dann in Aktion tritt, wenn der Wurstmassendruck PB geringer als der Druck des
Fluidums PA ist.
Es versteht sich, daß die Drücke nicht auf ein festgelegtes Maß beschränkt sind, bei einem Ausführungsbeispiel
hat es sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, für den Druck der Wurstmasse Ph einen Druck
von angenähert 5,6 kg/cm2 und für den Druck PA des
Druckfl'jidums Druckwerte im Bereich von etwa 4,9 kg/cm2 bis maximal 5,6 kg/cm2 zu verwenden.
Gemäß einem weiteren wichtigen Merkmal der Erfindung kann die Stopfmaschine schnell und leicht zur
Reinigung und zum Ersetzen von Dichtungen und abgenutzten und verbrauchten Teilen auseinandergenommen
werden. Zu diesem Zweck weist die Kammer 10 die Form eines zylindrischen Körpers 68 auf, an
Vvelcnem mittels Bolzen 71 und 72 eine vordere Abschlußplatte 70 angeschraubt ist. Die hintere Abschlußplatte
40 ist jedoch mit dem zylindrischen Körper 68 über Anordnungen verbunden, die zur
Reinigung und Wartung schnell gelöst werden können, diese Anordnungen bestehen aus Schnellverschlüssen
48,49, die von der Zylinderwand ausgehend mittels Schraubverbindungen, die hintere Schlußplatte
40 hintergreifen.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die Abfülltüllen 21, 22, 23, die in die vordere Abschlußplatte
70 eingeschraubt sind, in. ihrer Anzahl je nach gewünschtein
Durchlaßvolumen zu ändern, so daß beispielsweise eine oder mehr der Abfülltüllen ausgeschraubt
und durch Verschlußschrauben ersetzt werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Abfüllen von unter Druck stehender Wurstmasse od. dgl. mit einer abgeschlossenen
Kammer mit mindestens einem Einlaß und mindestens einem Auslaß sowie einem im
Inneren der K_ -mer verschiebbar angeordneten
Kolben, auf den ein unter Druck stehendes Fluidum einwirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (11) eine öffnung (14) aufweist, die über eine hohle Verbindungsanordnung (51)
mit einer an den Wurstmassenvorrat angeschlossenen Kammereinlaßöffnung (52) verbunden ist
und daß der Druck des Fluidums auf die der Kamme reinlaßöffnung zugewandten Kolbenseite (15)
gerichtet und so bemessen ist, daß der Wurstmassendruck (PB) geringfügig größer als der auf den
Kolben einwirkt.·! de Druck (F4) des Fluidums ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzeugung des Drucks des Fluidums ein als Druckbegrenzungsanordnung ausgebildeter Druckregler (35) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammerauslässe
als Abfülltüllen (21, 22, 23) ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung (14) des Kolbens (11) mit der Kammereinlaßöffnung
(52) verbindende Anordnung als Rohr (51) ausgebildet ist und gegenübes der Kdmmereinlaßöffnung
gleitend verschiebbar und an dem Kolben starr befestigt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der auf die der Kammereinlaßöffnung (52) zugewandten Kolbenseite
(15) gerichtete Druck des Fluidums im Druckbereich von etwa 4,9 bis 5,6 kg/cm2 liegt,
und der Druck der Wurstmasse mindestens 5,6 kg/cm2 beträgt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (10) aus einem zylindrischen Körper (68) mit einer die
Abfülltüllen (21, 22, 23) tragenden vorderen stirnseitigen Abschlußplatte (70) und einer die
Kammereinlaßöffnung (52) aufweisenden hinteren stirnseitigen Abschlußplatte (40) besteht, wobei
mit dem zylindrischen Körper verbundene Schnellverschlußanordnungen (48, 49) zur
schnellen Abnahme der hinteren Abschlußplatte vorgesehen sind.
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