DE2155264C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Verstärkung von Seilbahnstützen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Verstärkung von SeilbahnstützenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H12/00—Towers; Masts or poles; Chimney stacks; Water-towers; Methods of erecting such structures
- E04H12/20—Side-supporting means therefor, e.g. using guy ropes or struts
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verstärkung von Seilbahnstützen und auf eine Verstärkungskonstruktion
zur Durchführung dieses Verfahrens.
Die Zahl der Fahrgäste von Seilbahnen wächst Jahr
für Jahr und Obersteigt heute be/eits oft die Beförderungskapazität
vieler vor ai!em älterer Seilbahnen. Man
ist daher bestrebt, die Förderleistu ig dieser Bahnen zu
heben, und zwar möglichst ohne große Änderungen an Stations- und Streckenbauwerken. Die wirksamste
Maßnahme ist in Verbindung mit einer erhöhten Fahrgeschwindigkeit die Vergrößerung des Fassungsvermögens
der Wagen bzw. des Wagenkastens. Größere Wagen bedingen aber stärkere Trag- und
Zugseile und damit größere Belastungen der Seilbahnstützen. Bei einem Ausbau einer Seilbahnanlage zur
Erhöhung der Förderleistung ergibt diese erhöhte Beanspruchung der Seilbahnstützen und deren Fundamente
erfahrungsgemäß die größten Schwierigkeiten, da hierfür die bisher bekannten Verstärkungsmaßnahmen
nicht ausreichend sind. Ein Neubau stärkerer Seilbahnstützen ist aber sehr teuer, aufwendig und
verlangt eine längere Stillegung des gesamten Seilbahnbetriebes, was möglichst vermieden werden soll.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem Seilbahnstützen einfach,
schnell und ohne lange Unterbrechung des Seilbahnbetriebes verstärkt werden können, und eine Verstärkungskonstruktion
zur rationellen, schwierigkeitslosen Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß auf einem eigenen Fundament eine in
Seilrichtung der Seilbahnstütze benachbarte zusätzliche Hilfssiütze errichtet und durch wenigstens einen das Seil
bzw. die Seile tragenden Riegel mit der Seilbahnstütze verbunden wird, so daß die Resultierende der
Seilauflagerkräfte zwischen Seilbahnstütze und Hilfsstütze verläuft. Es wird also eine zweite Stütze neben
der alten gebaut und die Belastung auf beide Stützen aufgeteilt. Durch diese Anordnung einer Hilfsstütze ist
man in der Lage, auch große Mehrlasten aufzunehmen und eine beliebige Vergrößerung der Wagen in Betracht
zu ziehen,
Es gibt zwar bei Seilbahnen bereits sogenannte Kuppengerüste, also Seilbahnstützen in Form von
Portalträgern, und Doppel- oder Mehrfachstützen, die aus Teilstützen bzw. Einheitsstützen zusammengesetzt
sind, doch können diese alle nur als normale Seilbahnstützen gelten, da sie von vornherein so
konstruiert sind, um bei Geländekuppen zj große
Seilabwinklungen zu vermeiden, um leichte und doch torsionsfeste Stützen zu erhalten oder um auf billige Art
Stützen verschiedener Tragkraft zu bauen. Keinesfalls stellen die bekannten Stützen nachträglich vorzusehende
Stützenverstärkungen dar bzw. sind nach einem
is Verfahren zum Verstärken bestehender Stützen geschaffen.
Auf Grund des erfindungsgemäßen Verfahrens kann der Aufbau der Hilfsstützen und der dazugehörenden
Fundamente größtenteils während des Seilbahnbetriebes durchgeführt werden. Eine Unterbrechung ist nur
bei der Montage der neuen Stützenköpfe und des Riegels notwendig, die aber relativ kurz zu halten ist.
Mit dem Riegel werden auch gleichzeitig neue, der gewählten höheren Fahrgeschwindigkeit entsprechen-
.25 de Tragseilschuhträger und Seilschuhe angebracht, so daß anschließend die neuen Seile aufgelegt und
gespannt werden können. Dabei ist es möglich, bedeutend längere Tragseilschuhe auf die verstärkten
Stützen bzw. die Riegel aufzulegen, womit das Tragseil einen günstigeren Ablenkverlauf erhält.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann bei einer Verstärkungskonstruktion zur Durchführung des Verfahrens
die Hilfsstütze als Pendelstütze ausgebildet sein. Hier wird dann der Riegel einerseits von der
bestehenden Stütze getragen, anderseits stützt er sich über die Pendelstütze auf dem Fundament ab. Man
erspart sich den Bau einer ganzen Hilfsstütze, denn es genügt, als Pendelstütze einen ebenen Fachwerkträger
zu verwenden. Außerdem erhält man besonders günstige Beanspruchungsverhältnisse, da durch die
Anordnung einer Pendelstütze größere innere Verspannungen vermieden werden.
Weiterhin kann erfindungsgemäß die Pendelstütze mit der Seilbahnstütze unterhalb des Riegels noch durch
wenigstens eine Strebe verbunden sein. Die Knickgefahr wird dadurch praktisch aufgehoben, so daß die
Pendelstütze nur schwach ausgebildet zu werden braucht, was sowohl wirtschaftlich als auch ästhetisch
günstig ist.
Vorteilhaft ist es ferner, wenn gemäß der Erfindung die Hilfsstütze und der Riegel aus vorgefertigten
Stahlbiechteilen zusammengesetzt sind. Mit dieser bauweise gelingt es die Verstärkungskonstruktion
innerhalb kürzester Zeit zu errichten, da die einzelnen Teile an Ort und Stelle nur mehr zusammengebaut
werden müssen, was mit keinen großen Schwierigkeiten verbunden ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigen
Fig. 1—3 drei verschiedene Ausführungsbeispiele
einer erfindungsgemäß verstärkten Seilbahnstütze.
Die bestehenden Seilbahnstüt/en t bleiben als
tragender Bauteil erhalten. Dazu benachbart, werden Hilfstützen 2 mit eigenem Fundament 3 errichtet.
(l' Hilfsstütze 2 und Seilhahnstiit/e I sind mit einem Riegel
4 verbunden, der die Seile 5 trägt. Die Hilfsstütze 2 kann verschiedenartig ausgeführt sein, und zwar als Fachwerkmast
wie in Fig. I, als Pendelstütze wie in Fig. 2
r als Hohlkasten aus vorgeformten Stahlblechteilen in Fig.3. Bei der Ausbildung der Hilfsstütze 2 als
delstütze ist zu beachten, daß hauptsächlich ebene hwerkträger als Pendelstützen Verwendung finden
daher die Gefahr des Knickens gegeben ist. Um ie zu beseitigen, ist unterhalb des Riegels 4
ligstens eine Strebe 7 vorgesehen, die die Pendelze mit der Seilbahnstütze verbindet und so ein
Knicken praktisch unmöglich macht.
Durch die Verstärkungskonstruktion wird erreicht,
daß die Resultierende 6 (in Fig. 1 als Pfeil angedeutet)
der Seilauflagerkräfte zwischen Seilbahnstütze I und Hilfsslütze 2 verläuft. Damit wird die auftretende
Belastung aufgeteilt, und die llilfsstütze 2 muß die
Kräfte aufnehmen, die der Seilbahnstütze 1 nicht mehr
zumutbar wären.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
- Patentansprüche;|. Verfahren zur Verstärkung von Seilbahnstützen, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem eigenen Fundament (3) eine in Seilrichtung der Seilbahnstütze (I) benachbarte zusätzliche Hilfsstütze (2) errichtet und durch wenigstens einen das Seil (5) bzw. die Seile tragenden Riegel (4) mit der Seilbahnstütze (1) verbunden wird, so daß die Resultierende (6) der Seilauflagerkräfte zwischen Seilbahnstütze (1) und Hilfsstütze (2) verläuft.
- 2. Verstärkungskonstruktion zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstütze (2) als Pendelstütze ausgebildet ist.
- 3. Verstärkungskonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelstütze mit der Seilbahnstütze (1) unterhalb des Riegels (4) noch durch wenigstens eine Strebe (7) verbunden ist.
- 4. Verstärkungskonstruktion zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsstütze (2) und der Riegel (4) aus vorgefertigten Stahlbiechteilen zusammengesetzt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1012970A AT316641B (de) | 1970-11-11 | 1970-11-11 | Verfahren zur Verstärkung von Seilbahnstützen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2155264A1 DE2155264A1 (de) | 1972-05-18 |
| DE2155264B2 DE2155264B2 (de) | 1978-03-16 |
| DE2155264C3 true DE2155264C3 (de) | 1978-11-02 |
Family
ID=3620104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712155264 Expired DE2155264C3 (de) | 1970-11-11 | 1971-11-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Verstärkung von Seilbahnstützen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT316641B (de) |
| CH (1) | CH527080A (de) |
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| IT (1) | IT940383B (de) |
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1970
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-
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- 1971-11-09 IT IT1302471A patent/IT940383B/it active
- 1971-11-10 FR FR7140219A patent/FR2114505A5/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2155264A1 (de) | 1972-05-18 |
| IT940383B (it) | 1973-02-10 |
| AT316641B (de) | 1974-07-25 |
| FR2114505A5 (de) | 1972-06-30 |
| DE2155264B2 (de) | 1978-03-16 |
| CH527080A (de) | 1972-08-31 |
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