DE2157571C3 - Vorrichtung zum Beschichten von Schüttgut unter Vakuum - Google Patents
Vorrichtung zum Beschichten von Schüttgut unter VakuumInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschichten
von Trägerkörpern mit Metall-, Legierungsbzw. Isolierschichten im Schüttgutverfahren unter Va-
kuum.
Vorrichtungen der genannten Art besitzen im allgemeinen Einrichtungen zur Aufnahme einer Anzahl von
Trägerkörpern, Einrichtungen zur Befestigung der Aufnahmeeinrichtungen in einer Vakuumkammer, Einrichtungen
zum Erzeugen von die Trägerkörper umwälzenden Drehbewegungen der Aufnahmeeinrichtung, Heizvorrichtungen,
mit denen die zu beschichtenden Körper auf einer erhöhten, möglichst konstanten Temperatur
gehalten werden, und Vorrichtungen zum Erzeugen 6S
eines Metall-, Legierungs- bzw. Isolierstoffdampfes in der Vakuumkammer, der sich auf den Trägerkörpern
niederschlägt und dort eine gleichmäßige Schicht bildet Die Aufnahmevorrichtung für die zu beschichtenden
Widerstände wird meist ah korbartiger Behälter ausgeführt Der Korb selbst besteht aus einem Drahtgeflecht
oder gelochten Blech, um dem Beschichtungsmaterial einen möglichst ungehinderten Zugang zu den
Trägerkörpern zu ermöglichen. Weiterhin sind Vorrichtungen vorgesehen, um den Korb zu halten und in
Drehung zu versetzen.
Zum Beschichten der Trägerkörper unter Verwendung von den oben beschriebenen Körben sind zwei
grundsätzliche Verfahren bekannt. Beim sogenannten Durchlaufverfahren, wie es z. B. aus der DT-OS
19 01891 bekannt ist, werden die unbeschichteten Trägerkörper aus einem Vorratsbehälter nacheinander
in den vorn und hinten offenen zylindrischen Korb befördert Nachdem sie im Innern des Drehkorbes durch
die Beschichtungszone gelaufen sind, gelangen sie in einen zweiten Vorratsbehälter. Um die Körper durch
den Beschichtungskorb hindurch zu befördern, sind entweder Leitschaufeln vorgesehen oder die Korbachse
ist gegen die Horizontale geneigt, so daß die Körper unter dem Einfluß der Schwerkraft den Korb durchlaufen.
Das andere Verfahren, das z. B. aus der DT-OS 15 21 390 bekannt ist, verwendet einen vollständig geschlossenen
Verdampfungskorb, der zu Beginn des Beschichtungsverfahrens mit einer bestimmten Anzahl
von Trägerkörpern gefüllt wird. Der Korb selbst hat wiederum eine zylindrische Form. Während des Be-Schichtungsvorganges
wird der Korb in taumelnde Bewegung versetzt. Dies erreicht man dadurch, daß Zylinderachse
und Drehachse gegeneinander geneigt sind.
Es hat sich herausgestellt, daß die Durchmischung der Trägerkörper während der Bedampfung bei Verwendung
von zylindrischen Taumelkörben nicht ausreicht. Dies führt zu relativ großen Streuungen der
elektrischen und mechanischen Werte der aufgedampften Schichten, insbesondere wenn Legierungen aus
zwei oder mehr Verdampferquellen aufgebracht werden seilen.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Aufnahme
der zu beschichtenden Trägerkörper anzugeben, die eine bessere Durchmischung der Trägerkörper
während des Aufdampfvorganges ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Vorrichtung zum Beschichten von Schüttgut mit Metall-, Legierungs-
oder Isoliermaterial unter Vakuum, bei der das zu beschichtende Schüttgut sich in einem drehenden
Korb befindet und eine Heizvorrichtung für das Schüttgut vorgesehen ist, welche dadurch gekennzeichnet
ist, daß der Korb als Kegelstumpf mit horizontaler Drehachse ausgebildet ist und das Schüttgut vom Bereich
der Deckfläclie des Korbes auf Grund der Schwerkraft zum Bereich der Basisfläche des Korbes
rutscht und durch eine Rückfördervorrichtung im Innern des Korbes zu seinem Ausgangspunkt kontinuierlich
förderbar ist.
Damit ergeben sich die Vorteil, daß die zu bedampfenden Körper gut durchmischt werden, daß sie einen
Kreisprozeß durchlaufen, wobei sie alle Bedampfungsorte in einer erzwungenen chronologischen Reihenfolge
durchlaufen, daß bei mehrmaligem Durchlaufen des Kreisprozesses die Schicht homogenisiert wird und daß
so die Streuung der aufgedampften Schichten wesentlich verringert wird.
Um die sich am tiefsten Punkt des Korbes sammelnden Trägerkörper in die Rückfördereinrichtung zu heben,
ist eine Schaufelvorrichtung eingebaut.
Vorteilhafterweise ist die Rückfördereinrichtung nach Anspruch 3 ausgebildet. Durch eine geeignete
Ausbildung der die Förderschnecke bildenden Leitbleche erreicht man, daß die Verweilzeit der zu beschichtenden
Körper in der Rückfördervorrichtung klein bleibt.
Die Rückfördereinrichtung kann vorteilhaft auch nach Anspruch 4 ausgebildet sein.
Besonder« vorteilhaft ist es jedoch, die Rückfördereinrichtung
nach Anspruch 5 auszubilden. Eine solche Förderrinne hat nur einen sehr geringen Raumbedarf
und dadurch nur eine geringe Abschattungswirkung und kann mit einer relativ großen Steigung im Innern
der Aufnahmevorrichtung eingebaut werden, so daß die unter dem Einfluß der Schwerkraft herabrutschenden
Trägerkörper nur sehr kurze Zeit der Einwirkung des Beschichtungsdampfes entzogen sind. Dabei ist
vorzugsweise die Neigung der Rusche gegen die Horizontale größer als die Neigung des den Korb bildenden
Kegelstumpfes. Hierdurch erreicht man, daß die Verweilzeit der Trägerkörppr in der Rückfördervorrichtung,
in der sie praktisch nicht mit dem Dampfmaterial in Berührung kommen, klein ist gegenüber der Beschichtungszeit.
Vorteilhaft bestehen Korb und Rückfördereinrichtung aus Drahtgeflecht oder gelochtem Blech. Hierdurch
wird erreicht, daß der Beschichtungsdampf einen möglichst ungehinderten Zutritt zu den zu beschichtenden
Trägerkörpern erhält.
Die Begrenzungsflächen der als Rückfördereinrichtung benutzten Rutsche sind vorzugsweise eben. Zylindrische
Begrenzungsflächen wären zwar durchaus denkbar; sie umschließen jedoch einen größeren Raum
und weisen damit eine höhere Abschattungswirkung auf.
In vielen Fällen müssen die Trägerkörper während des Bedampfungsvorganges eir e erhöhte Temperatur
aufweisen. Dies erreicht man im allgemeinen durch eine Strahlungsheizung. Um jedoch zu verhindern, daß
die Wände der Vakuumkammer zu stark erhitzt werden, was durch die daraus folgende hohe Abgasrate der
Wände Schwierigkeiten beim Einhalten des notwendigen Arbeitsvakuums ergeben würde, versucht man, die
Strahlung möglichst nur auf die zu beschichtenden Trägerkörper zn konzentrieren. Erfindungsgemäß wird
daher vorgeschlagen, die Heizvorrichtung in möglichst geringem Abstand von der Rückfördereinrichtung anzuordnen.
Vorzugsweise ist die Rückfördereinrichtung selbst als elektrischer Widerstandsheizkörper ausgebildet.
Damit erreicht man gleichzeitig einen geringen Abstand zwischen Heizvorrichtung und TrägerKörper
und einen großen Abstand zwischen Heizvorrichtung und Vakuumkammerwandung. Zusätzlich kann man die
Wand der Vakuumkammer noch mit einer nach jeder Bedampfung auswechselbaren Aluminiumfolie abdekken.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung in Form eines Ausführungsbeispiels erläutert werden.
F i g. 1 zeigt in geschnittener Seitenansicht eine erfindungsgemäß
als Schaufelkorb ausgebildete Aufnahmevorrichtung für die zu beschichtenden Trägerkörper.
In einem aus Drahtgeflecht 3 oder gestanzten Blech hergestellten, um die Achse 6 rotierenden Kegelstumpf,
der durch zwei Grundplatten 1, 2 abgeschlossen ist, bewegt die Schwerkraft die zu beschichtenden Körper 9
während der Bedampfung vom höchsten Punkt a der Aufnahmevorrichtung bis zu deren tiefstem Punkt b.
Die sich hier während einer Umdrehung des Korbes sammelnden Körper 9 werden dann mit Hilfe einer
Schaufelvorrichtung 8 an den höchsten Punkt c der als Rutsche ausgebildeten Rückfördereinrichtung 7 gehoben.
Dieser Vorgang ist besonders gut in F i g. 2 zu erkennen.
F i g. 2 zeigt einen Blick auf die Basisfläche 2 in Richtung des Pfeiles II der F i g. 1, wobei der Korb bereits
um 90° veitergedreht ist. Man erkennt in dieser Figur die an der Basisfläche 2 befestigte Rutsche 7, auf die
gerade eine Anzahl von Trägerkörpern durch die Schaufelvorrichtung 8 hochgeschaufelt wird. Außerdem
ist eine durch eine Klappe 5 verschlossene öffnung 4,
die zum Füllen und Entleeren des Korbes dient, in der Grundplatte 2 vorgesehen.
F i g. 3 zeigt wiederum eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach einer weiteren Drehung
um 90°. Die von der Schaufelvorrichtung 8 auf die Förderrinne 7 hochgehobenen Trägerkörper 9 rutsehen
in dieser Stellung vom höchsten Punkt cder Förderrinne
7 unter dem Einfluß der Schwerkraft zu deren tiefsten Punkt d und fallen von hier zum höchsten
Punkt a des Korbes, von wo sie unter dem Einfluß der Schwerkraft wesentlich langsamer wieder zum tiefsten
Punkt b rutschen. Die Trägerkörper laufen somit ständig von Position a über die Positionen b, cund d wieder
zurück nach a. Man erreicht damit, daß alle Trägerkörper mehrmals alle Punkte innerhalb des Korbes durchlaufen,
wodurch die aufgebrachte Schicht besonders gleichmäßig wird, insbesondere wenn Legierungsschichten aus mehreren Verdampferquellen aufgebracht
werden. Mit Hilfe eines erfindungsgemäß als Kegelstumpf ausgebildeten Beschichtungskorbes konnte
die Ausbeute pro Bedampfungscharge verdoppelt werden gegenüber der Ausbeute, die sich bei Verwendung
eines zylindrischen Taumelkorbes ergab.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Beschichten von Schüttgut mit Metall-, Legierungs- oder Isoliermaterial unter
Vakuum, bei der das zu beschichtende Schüttgut sich in einem drehenden Korb befindet und eine
Heizvorrichtung für das Schüttgut vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Korb
(3) als Kegelstumpf mit horizontaler Drehachse (6) ausgebildet ist und das Schüttgut (9) vom Bereich
der Deckfläche (I) des Korbes (3) auf Grund der
Schwerkraft zum Bereich der Basisfläche (2) des Korbes (3) rutscht und durch eine Rückfördervorrichtung
(7) im Innern des Korbes (3) zu seinem Ausgangspunkt kontinuierlich förderbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im inneren des Korbes (3) eine Schaufelvorrichtung
(8) vorgesehen ist, die das sich am tiefsten Punkt (b) des Korbes (3) sammelnde Schuttgut
(9) in die Rückfördereinrichtung (7) hebt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) aus einer zylinderförmigen
Vorrichtung mit einer Förderschnecke besteht. Ϊ5
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) aus einem zweiten
Kegelstumpf besteht, in dem das Schüttgut (9) unter dem Einfluß der Schwerkraft zurückbefördert wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) aus einer als Rutsche
dienenden Förderrinne besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Rutsche gegen die
Horizontale größer ist als die Neigung des den Korb (3) bildenden Kegelstumpfes.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Korb (3) und Rückfördereinrichtung
(7) aus Drahtgeflecht oder gelochtem Blech bestehen.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in möglichst geringem
Abstand von der Rückfördereinrichtung (7) eine Heizvorrichtung angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückfördereinrichtung (7) selbst
als elektrischer Widerstandsheizkörper ausgebildet ist.
Priority Applications (7)
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| DE19712157571 DE2157571C3 (de) | 1971-11-19 | Vorrichtung zum Beschichten von Schüttgut unter Vakuum |
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| DE2157571A1 DE2157571A1 (de) | 1973-05-30 |
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