DE215839C - - Google Patents
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- DE215839C DE215839C DENDAT215839D DE215839DA DE215839C DE 215839 C DE215839 C DE 215839C DE NDAT215839 D DENDAT215839 D DE NDAT215839D DE 215839D A DE215839D A DE 215839DA DE 215839 C DE215839 C DE 215839C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F1/00—Automatic musical instruments
- G10F1/16—Stringed musical instruments other than pianofortes
- G10F1/18—Stringed musical instruments other than pianofortes to be played by a bow
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
angeordnet sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für den Haarbezug von Ringbögen
für mechanische Streichinstrumente, bei denen die Saiten innerhalb des Bogens liegen
S und die Streichfäden des Bogens in zum Bogenkörper gehörigen, einen Kreis einhüllenden
Sehnen angeordnet sind.
Spannvorrichtungen für Streichbögen sind von den gewöhnlichen Streichinstrumenten her
ίο bekannt und zur Erzeugung eines vollen Tones
beim Spiel erforderlich, da ein zu schlaffer Bogen die Saiten nicht energisch genug zu erfassen
vermag und ein zu straff gespannter nicht die nötige Elastizität besitzt.
Um die Streichfäden eines Ringbogens zu spannen bzw zu entspannen, bedarf es einer
neuen Vorrichtung, denn die Streichfäden liegen nicht wie bei den gewöhnlichen Streichbögen
alle in einer . Richtung, sondern sämtlich oder doch gruppenweise in verschiedenen Richtungen,
und es ist daher nicht ohne weiteres möglich, sie von einem oder einigen wenigen Punkten
aus zu spannen.
Die Schwierigkeit soll dadurch überwunden werden, daß die Streichfäden durch einen konzentrisch
. zum Ringkörper angeordneten, auf diesem schleifenden zweiten Ring, an dem sie
mit einem oder beiden Enden befestigt sind, : durch Verdrehung eines der beiden oder gleichzeitig
beider Ringe gespannt werden.
Bei einer solchen Anordnung werden alle Fäden gleichzeitig gespannt. Die Fäden können
aber auch gruppenweise nacheinander gespannt werden, und zwar durch über den Umfang verteilte, durch Schrauben regelbare Krampen,
welche dem Ringbogenmittelpunkt mehr oder weniger genähert werden können und dadurch
die Fadenspannung zu verändern gestatten.
Schließlich kann gemäß der Erfindung die Regelung der Spannung auch selbsttätig dadurch
erfolgen, daß die Fäden mit ihrem Ende an Federn angeschlossen werden.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in beispielsweisen Ausführungsformen.
Eine Einrichtung, Vbei der alle Streichfäden gleichzeitig gespannt werden, ist in Fig. 1 in
Oberansicht und in Fig. 2 in senkrechtem Schnitt dargestellt.
Auf dem eigentlichen Ringbogenkörper a schleift ein zweiter Ring b. Beide Ringe besitzen
über den ganzen Umfang verlaufende rippenartige Erhöhungen c und d. In diesen
sind Löcher e. und f vorgesehen, durch die die Streichfäden (einer oder mehrere) hindurchgeführt
sind. Die Anordnung der Streichfäden (Roßhaar, Seide u. dgl.) ist eine derartige, daß
beispielsweise das eine Ende jedes Fadens an der Durchbohrung des inneren Ringes und das
andere Ende an der Durchbohrung des äußeren Ringes befestigt ist. Es könnten auch beide
Enden jedes Fadens am äußeren Ringe befestigt sein. Bei Drehung eines der beiden
oder gleichzeitig beider Ringe muß sich, wie ohne weiteres einleuchtet, die Spannung der
Streichfäden ändern. Zur Ausführung dieser Verdrehung der beiden Ringe gegeneinander
kann an geeigneter Stelle ein Trieb g angeordnet
sein, der in die Verzahnung g' der Ringe oder eines Ringes eingreift. Um die Rückdrehung
zu verhindern, muß die Antriebsvorrichtung selbstsperrend sein, zu diesem Zwecke kann beispielsweise die Bewegung durch
Schneckenrad mit Schnecke eingeleitet werden. Die Fig. 3 bis 5 zeigen eine Anordnung, bei
der die Fäden in Gruppen nacheinander ge-
ίο spannt werden. Zu diesem Zwecke sind gemäß
Fig. 4 über den Umfang verteilte, teils feste, teils regelbare Krampen bzw. Klammern vorgesehen
und die Fäden so geführt, daß sie von einer festen Krampe zur anderen laufen und
mit ihren Enden an durch Schrauben regelbaren Krampen h befestigt sind. Diese können
durch Drehung von über den Ringbogenkörper i vorstehenden Griffen k dem ■ Ringbogenmittelpunkt
mehr oder weniger genähert werden, wodurch die Streichfadenspannung geändert wird.
Um die Krampen h selbst an einer Drehbewegung zu verhindern, kann der dem Krampenöhr '
zunächst liegende Teil des Krampenschaftes kantig gestaltet sein und in einer entsprechenden
Führung gleiten. Die festen Krampen können gegebenenfalls entbehrt werden, sobald
man an ihrer Stelle mehrere Löcher im Bogen in geeigneter Weise anbringt, durch die die
Streichfäden hindurchgeführt werden.
Eine Einrichtung zum' selbsttätigen Spannen der Streichfäden ist in Fig. 6 angegeben. Hiernach
erfolgt ein selbsttätiges Spannen dadurch, daß am Bogenkörper i angebrachte Federn i
(Schraubenfedern) an eines der Enden der Fäden angeschlossen sind, wodurch die Fäden jederzeit
in angemessener Spannung gehalten werden. Die Anordnung gemäß Fig. 3 bis 5 erscheint
zwar der der Fig. 1 und 2 gegenüber nachteilig, insofern das Spannen zeitraubender ist; sie
bietet' aber andererseits den Vorteil, daß bei Unregelmäßigkeiten in der Spannung die einzelnen
Gruppen des Bezugs verschieden gespannt werden können. Um diesen Vorteil auch bei der Anordnung nach Fig. ι und 2
zu erreichen, können bei dieser Ausführungsform außer dem zweiten Ringe auch noch
Krampen angeordnet sein.
Claims (5)
1. Ringbogen für mechanische Streichinstrumente, dessen einzelne Streichfäden
in zum Ringbogenkörper gehörigen, einen Kreis einhüllenden Sehnen angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Fäden oder einzelner Fadengruppen an um
den Umfang verteilten Haltevorrichtungen befestigt sind, die entweder sämtlich gleichzeitig
(von Hand oder selbsttätig) oder einzeln nacheinander zum Zweck der Änderung
der Fadenspannung regelnd beeinflußt werden. ■ · .
2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch
zum Ringbogenkörper ein auf diesem schleifender zweiter Ring angebracht ist und jeder Streichfaden mit einem Ende am
Ringbogenkörper und mit dem anderen Ende am äußeren Ringe oder mit beiden Enden am äußeren Ringe befestigt ist, so daß bei
Drehung eines der beiden oder gleichzeitig beider Ringe die Spannung der Fäden geändert
wird.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streichfäden
an über den Umfang verteilten regelbaren Krampen befestigt sind.
. 4. Ausführungsform nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fadenspannung sowohl durch einen zweiten konzentrischen Ring als durch Krampen
geregelt wird.
5. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks selbsttätigen
Spannens des Bezugs die Fäden an Federn angeschlossen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215839C true DE215839C (de) |
Family
ID=477299
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT215839D Active DE215839C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE215839C (de) |
-
0
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