DE2161559A1 - Auflaufvorrichtung fuer anhaenger - Google Patents

Auflaufvorrichtung fuer anhaenger

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DE2161559A1 DE19712161559 DE2161559A DE2161559A1 DE 2161559 A1 DE2161559 A1 DE 2161559A1 DE 19712161559 DE19712161559 DE 19712161559 DE 2161559 A DE2161559 A DE 2161559A DE 2161559 A1 DE2161559 A1 DE 2161559A1
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Description

DIPL-ING. H. FINK PATENTANWALT · 7300 ESSLINGEN (NECKAR) · HINDENBURGSTRASSE
Potenionwolt FINK-D 7300 Enlingen (Necfcor), HincUnburgttroßa 44
lO. Dez. 1971 Be P 5956
Ernst Hahn Fahrzeugbau, 7012 Fellbach b. Stuttgart, Ringstr. "Auflaufvorrichtung für Anhänger"
Die Erfindung betrifft eine Auflaufvorrichtung für fahrzeuganhänger mit einer Innenbackenbremse, die zwei Bremsbacken mit bei Vorwärtsfahrt an einer Stützvorrichtung fest abgestützter Primärbacke und mit bei Rückwärtsfahrt in Umfangsrichtung ausweichend abgestützter Sekundärbacke sowie eine Spreizvorrichtung zwischen den beiden Bremsbacken an der von der Stützvorrichtung abgewandten Seite aufweist.
Bei einer bekannten Auflaufvorrichtung ist die Sekundärbacke auf ihrer von der Spreizvorrichtung abgewandten Seite mittels einer Feder nachgiebig abgestützt, wobei ein Lenker beim Nach- · geben dieser Stützfeder die Sekundärbacke von ihrer Bremstrommel abhebt. Von Nachteil hierbei ist, daß wegen der nachgiebigen Abstützung der Sekundärbacke die Bremskraft bei Vorwärtsfahrt verringert ist und daß bei Rückwärtsfahrt der Verschiebung der Sekundärbacke in Umfangsrichtung die Kraft ihrer Stützfeder entgegenwirkt, was meist zu einem beträchtlichen Restbremsmoment bei Rückwärtsfahrt führt (DT-Gbm 7 0^3 957).
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Die vorliegende Erfindung hat eine Innenbackenbremse für Fahrzeuganhänger zur Aufgabe, bei welcher Bremse während des Bremsens' bei Vorwärtsfahrt sowohl die Primär- als auch die Sekundärbacke fest abgestützt sind und bei Rückwärtsfahrt die feste Abstützung der Sekundärbacke aufgehoben wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stützvorrichtung einen zwischen zwei Stützgliedern angeordneten und deren Abstand bestimmenden Schwenknocken hat, daß mindestens zwei der mit Stützglied und Schwenknocken bezeichneten Teile mindestens in Grenzen verschiebbar sind, daß die Anlagestellen des Schwenknockens an den Stützgliedern und dessen Lagerstelle so angeordnet und ausgebildet sind, daß unter der Wirkung der jeweiligen Stützkraft einander entgegenwirkende Momente auftreten, und daß für den Schwenknocken ein Anschlag vorgesehen ist. Die Lage des Schwenknockens bestimmt den Abstand zwischen den beiden Stützgliedern. Der Schwenknocken kann nur unter der Wirkung der bei Rückwärtsfahrt auftretenden Kräfte geschwenkt werden und verringert hierbei den Abstand zwischen den beiden Stützgliedern derart, daß die Stützstelle für die Sekundärbacke ausreichend nachgibt. Bei Vorwärtsfahrt behält jedoch der Schwenknocken seine Ruhelage bei, wodurch beide Bremsbacken während des Bremsvorganges fest abgestützt sind. Die Erfindung geht hierbei von der Erkenntnis aus, daß die Primärbacke während des BremsVorganges bei Vorwärtsfahrt eine größere Kraft auf ihre Abstützung ausübt als die Sekundärbacke und umgekehrt bei Rückwärtsfahrt. Die er-
* findungsgemäße Bauform ermöglicht auch eine günstige Ausbildung der Handbremse.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung ergibt sich dadurch, daß die beiden Stützglieder in mindestens einem Lagerkörper, insbesondere in einem Hohlzylinder axial geführt sind und zwischen den Stützgliedern ein Lagerzapfen für die Lagerung des Schwenknockens vorgesehen ist und daß der Schwenknocken mit einem insbesondere am Lagerkörper angebrachten Anschlag zusammenwirkt* Der Lagerkörper kann Bestandteil einer Nachstell-
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einrichtung sein, wobei die beiden Stützglieder jeweils mit einem Nachstellgewinde versehen sind.
Eine besonders günstige Ausbildung ergibt sich dadurch, daß das Stützglied für die Primärbacke am Lagerkörper ansteht, daß das Stützglied für die Sekundärbacke im Lagerkörper begrenzt verschiebbar ist und daß der Schwenknocken im Querschnitt gesehen ein geschlossenes Langloch als Lagerbohrung hat. Hierdurch
werden beim Bremsen während der Vorwärtsfahrt die auf das Stützgroßen
glied der Primärbacke wirkenden/Kräfte von dem an der Bremstrommel fest angebrachten Lagerkörper aufgenommen und vom Stützglied nicht auf den Schwenknocken übertragen. Die dort herrschenden Kräfte entsprechend der auf das Stützglied der Sekundärbacke wirkenden kleineren Kraft. Auch kann sich der Schwenknocken der Abnutzung an seinen Anlagestellen an den Stützgliedern entsprechend einstellen.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung. In dieser ist eine Innenbackenbremse für einen Kraftfahrzeuganhänger als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht mit offener Bremstrommel, Fig. 2 in Fig. 1 dargestellte Teile in größerem Maßstab, Fig. 3 eine Abänderung des Ausführungsbeispieles nach den Fig. 1 und 2 in gleicher Darstellung wie Fig. 2.
Die mit einer bekannten, nicht dargestellten Auflaufvorrichtung zusammenwirkende Backenbremse ist nach Art einer Simplex-Bremse ausgebildet und hat zwei Bremsbacken 1 und 2 sowie eine zwischen den beiden Bremsbacken angeordnete Spreizvorrichtung 3· Zwei zwischen die Bremsbacken eingespannte Zugfedern 16 und 17 suchen diese von der sie umgebenden Bremstrommel entfernt zu halten.
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Die bei Vorwärtsfahrt in Richtung des Pfeiles A als Primärbacke wirkende Bremsbacke 1 stützt sich an ihrem von der Spreizeinrichtung 3 abgewandten Ende an einem Stützglied 4 ab, das einen Schraubbolzen für eine Nachstellmutter 5 trägt, in deren Schlitz ein Ende der Bremsbacke 1 eingreift. Die Sekundärbacke 2 stützt sich an einem entsprechend ausgebildeten Stützglied 6 ab, das ebenfalls auf einem Schraubbolzen eine Nachstellmutter 7 trägt, in deren Schlitz ein Ende der Bremsbacke 2 eingreift. Das Stützglied U bzw. 6 weist auf seiner von der Nachstellmutter 5 bzw. 7 abgewandten Seite einen an seiner Außenseite durch einen mit Rillen versehenen Flansch begrenzten zylindrischen Teil auf, der in einem an einem Bremsträger 8 befestigten Hohlzylinder 9 axial verschiebbar gelagert ist. Anstelle eines einzigen Hohlzylinders können zwei gegebenenfalls versetzt zueinander am Bremsträger 8 angebrachte Hohlzylinder als Lagerkörper für die Stützglieder 4 und 6 verwendet werden. Zur Drehsicherung der Stützglieder 4, 6 im Hohlzylinder 9 sind nicht dargestellte, an sich bekannte Einrichtungen, z.B. am Hohlzylinder 9 befestigte Rastfedern, vorgesehen.
Im Hohlzylinder 9 ist außermittig und quer zu seiner Längsachse ein Lagerzapfen 10 befestigt, auf dem ein Schwenknocken
11 schwenkbar gelagert ist. Dieser hat einen durch einen Einschnitt 12 im Hohlzylinder 9 hindurchragenden Hebel 13, an
ψ dessen Ende eine Zugfeder I1I angreift, die am Bremsträger 8 an ihrem vom Hebel 13 entfernten Ende eingehängt ist. Die Zugfeder I1J ist auf der der Sekundärbacke 2 zugewandten Seite des Hebels 13 angeordnet und sucht diesen an dem den Einschnitt
12 begrenzenden Wandteil zu halten, welcher der Sekundärbacke
2 benachbart ist und mit Anschlag 18 bezeichnet wird. Die Teile 4 bis 7 und 9 zusammen mit der Einrichtung zur Drehsicherung dienen auch zum Nachstellen der Bremse.
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Der Schwenknocken 11 liegt mit je einem Vorsprung an dem Stützglied 4 und an dem Stützglied 6 an. Die Anlagestelle an dem Stützglied 4 ist so getroffen, daß auf den Schwenknocken 11 von der Primärbacke aus stets ein Moment in der Zeichnung gesehen in Drehrichtung des Uhrzeigers ausgeübt wird, das den Hebel 13 an seinem Anschlag zu halten sucht, und die Anlagestelle des Schwenknockens 11 an dem Stützglied 6 ist derart gewählt, daß bei auf das Stützglied 6 von der Sekundärbacke 2 aus wirkender Kraft das auftretende Moment den Schwenknocken 11 ebenfalls in der Zeichnung gesehen, stets entgegen der Drehrichtung des Uhrzeigers zu schwenken sucht, wobei der Schwenknocken im Falle seiner Schwenkbewegung ein Nachgeben des Stützgliedes 6 in Richtung zu seinem Lagerzapfen IO zuläßt. Sobald ein den Schwenknocken schwenkendes resultierendes Moment entsprechend gering geworden ist, holt mangels eines in Drehrichtung des Uhrzeigers auf den Schwenknocken 11 wirkenden Momentes die Zugfeder 14 den Schwenknocken 11 in seine in Fig. 2 dargestellte Ruhelage zurück, wobei das Stützglied 6 in Richtung zur Bremsbacke 2 verschoben wird.
Während eines Bremsvorganges bei Vorwärtsfahrt in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 wirkt auf das Stützglied 4 der Primärbacke
I eine wesentlich größere Kraft als auf das Stützglied 6 der Primärbacke 2. Die entsprechenden Kräfte sind mit Pl und P2 bezeichnet und greifen mit unterschiedlichen Hebelarmen 11 und 12 an dem Schwenknocken 11 an, der die in Fig. 2 dargestellte Lage beibehält und damit einen festen Abstützpunkt für die Primärbacke und für die Sekundärbacke bildet. Die Hebelarme
II und 12 können auch gleich lang sein.
Während eines Bremsvorganges bei Rückwärtsfahrt in Richtung des Pfeiles B in Fig. 1 ist die auf das Stützglied 6 der Sekundärbacke 2 kurzzeitig wirkende Kraft P2 wesentlich größer als die auf das Stützglied 4 wirkende Kraft Pl der Primärbacke 1 und es entsteht ein resultierendes Moment, das den Schwenknocken
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entgegen der Drehrichtung des Uhrzeigers und entgegen der Wirkung der Zugfeder l*i schwenkt, wodurch das Stützglied 6 so weit nachgibt, daß bei vollständig gespreizter Spreizvorrichtung 3 keine feste Abstützung für die Primärbacke und die Sekundärbacke vorhanden ist und daher nur eine praktisch vernachlässigbare Bremskraft wirksam wird. Sobald die Spreiz- . Vorrichtung 3 wieder in ihre Ausgangsl'age zurückkehrt, führt die Zugfeder Ik den Schwenknocken 11 in seine in Fig. 2 dargestellte Ruhelage zurück, wobei das Stützglied 6 und die Bremsbacke 2 entsprechend verschoben werden. Die von den Kräften Pl und P2 ausgeübten Momente müssen einander immer entgegenwirken.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Davon abweichende Teile sind mit dem Kleinbuchstaben a versehen. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Ausführungsbeispielen besteht darin, daß der hier mit 11a bezeichnete Schwenknocken als Lagerbohrung ein parallel zur Verschieberichtung der Stützglieder verlaufendes Langloch 15 hat, so daß unter der Wirkung der auf die Primärbacke 1 wirkenden Kraft das Stützglied H mit seinem Flansch an dem Hohlzylinder 9 ansteht. Hierdurch werden gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 die während eines Bremsvorganges im Verlaufe einer Vorwärtsfahrt auf den'Schwenknocken wirkenden Kräfte 11a wesentlich geringer und liegen nur in der Größenordnung der von der Sekundärbacke 2 auf ihr Stützglied 6 ausgeübten Kraft. Auch kann sich der Schwenknocken 11a bei an seinen Anlagestellen an den Stützgliedern b und 6 eventuell auftretender Abnutzung entsprechend nachstellen. Die Wirkungsweise entspricht dem des vorbeschriebenen ersten Ausführungsbeispieles, auch wenn die Anlagestellen zwischen den Stützgliedern *1 und 6 einerseits und dem Schwenkriocken 11a andererseits etwas anders ausgebildet sind. Wesentlich ist,
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daß von beiden Stützgliedern 4 und 6 einander entgegenwirkende Momente auf den Schwenknocken lla ausgeübt werden und daß während eines Bremsvorganges die Resultierende der Momente bei Vorwärtsfahrt den Schwenknocken lla in seiner in Fig. 3 dargestellten Ruhelage hält und bei Rückwärtsfahrt den Schwenknocken lla entgegen der Drehrichtung des Uhrzeigers dreht.
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Claims (5)

216155S 10.12.1971 Be P 5956 Ansprüche
1.■Auflaufvorrichtung für Fahrzeuganhänger mit einer Innenbackenbremse, die zwei Bremsbacken mit bei Vorwärtsfahrt an einer Stützvorrichtung fest abgestützter Primärbacke und mit bei Rückwärtsfahrt in Umfangsrichtung ausweichend abgestützter Sekundärbacke sowie eine Spreizvorrichtung zwischen den beiden Bremsbacken an der von der Stützvorrichtung abgewandten Seite aufweist, dadurch g e k e η η . zeichnet, daß die Stützvorrichtung einen zwischen " zwei Stützgliedern (1I, 6) angeordneten und deren Abstand bestimmenden Schwenknocken (11, lla) hat, daß mindestens zwei der mit Stützglied und Schwenknocken bezeichneten Teile mindestens in Grenzen verschiebbar sind, daß die Anlagestellen des Schwenknockens an den Stützgliedern und dessen Lagerstelle (10) so angeordnet und ausgebildet sind, daß unter der Wirkung der jeweiligen Stützkraft einander entgegenwirkende Momente auftreten, und daß für den Schwenknocken ein Anschlag (18) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Stützglieder (4, 6) in mindestens
^ einem Lagerkörper, insbesondere in einem Hohlzylinder (9), axial geführt sind, daß zwischen den Stützgliedern ein Lagerzapfen (10) für die Lagerung des Schwenknockens (11, lla) vorgesehen ist und daß der Schwenknocken mit einem insbesondere am Lagerkörper angebrachten Anschlag (18) zusammenwirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Schwenknocken (11, lla) einen Hebel (13) aufweist, der aus dem Lagerkörper, insbesondere durch einen Einschnitt (12) im Hohlzylinder (9), nach außen ragt,
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daß die Wand dieses Einschnittes die Bewegung des Hebels in einer Richtung begrenzt und daß eine Feder (14) den Schwenknocken an seinem Anschlag zu halten sucht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß bei im Querschnitt kreisrunder Lagerbohrung des Schwenknockens (11) die beiden Stützglieder (H, 6) im Lagerkörper (9) begrenzt verschiebbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet , daß das Stützglied (4) für die Primärbacke (1) am Lagerkörper (9) ansteht, daß das Stützglied (6) für die Sekundärbacke (2) im Lagerkörper begrenzt ver-
schiebbar ist und daß der Schwenknocken (lla) im Querschnitt gesehen ein geschlossenes Langloch (15) als Lagerbohrung hat,
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