DD158488A3 - Gegenlageranordnung fuer innenbackenbremsen von auflaufgebremsten anhaengern - Google Patents

Gegenlageranordnung fuer innenbackenbremsen von auflaufgebremsten anhaengern Download PDF

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Gegenlageranordnung fuer eine Innenbackenbremse mit fester Abstuetzung des einen Endes des Primaerbackens bei Vorwaertsfahrt und einer bei Rueckwaertsfahrt und Bremsung gegen die Wirkung einer Feder zum Ende des Primaerbackens hin ausweichenden, am Primaerbacken angelenkten Schwenkstuetze fuer das Abstuetzen des Sekundaerbackens, der das Bremsen bei Rueckwaertsfahrt verhindernd ausweicht. Ziel ist es, ein geringes Rueckwaertsfahrt-Bremsmoment und eine Bremsbelagverschleiss-Kompensation zu erreichen. Erfindungsgemaess sind der Schwenkstuetze beidseits des Drehpunktes 10 zwei an der Bremsplatte feste Anschlaege 5; 6 zugeordnet, wobei bei Rueckwaertsfahrt die Schwenkstuetze 4 durch die Kraft des Sekundaerbackens 2 gegen die Kraft der Feder 8 um den inneren Anschlag 5 verschwenkbar ist und dem aeusseren Anschlag 6 eine zurueckweichende Kontur 15 an der Schwenkstuetze 4 zugeordnet ist.

Description

-Y-
228184
Titel:
Gegenlageranordnung für Innenbackenbremse!!, von auf lauf gebremsten Anhängern
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft eine Gegenlageranordnung für die beiden einer schwimmenden Zuspannvorric'ntung ab gewandt en Enden der Bremsbacken einer Innenbackenbremse für auflaufgebremste Anhänger mit fester Abstützung des einen Endes des Primärbackens bei Vorwärtsfahrt und einer bei Rückwärtsfahrt und Bremsung gegen .die Wirkung einer Jeder zum Ende des Primärbackens hin ausweichenden, am Primärbacken angelenkten Schwenkstütze für das Abstützen des einen Endes des Sekundärbackens. Der Abstand zwischen den Enden der Bremsbacken ist bei Rückwärtsfahrt verringert, wobei eine Verspannung gegenüber der Bremstrommel verhindert wird.
Charakteristik des vorbekannten Standes der 'Technik:
Vorbekannt ist eine Bauart der eingangs.beschriebenen Gattung von Gegenlageranordnungen durch die DE-A3 25 07 697, bei der ein Schwenkhebel als zweiarmiger Hebel ausgeführt ist und dessen zentraler Drehpunkt mit dem Primärbacken verbunden ..ist» Bei Vorwärtsfahrt wird der Primärbacken am Gehäuse fest abgestützt und hierbei der Schwenkhebel in Sichtung auf den Sekundärbacken hin verschwenkt. Dabei ist
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der Sekundärbacken über eine Stützstrebe an einem Arm des Schwenkhebels abgestützt» Bei Rückwärtsfahrt wird der Schwenkhebel über seinen Ann, an dem die Stützstrebe angreift, in Sichtung des Primärbackens der Stützkraft des Sekundärbackens verschwenkt, wobei der Sekundärbacken sich dem Primärbacken nähert, was das Bremsen beiuiEückwärtsfahrt praktisch verhindert.
Vorbekannt ist auch eine ähnlich wirkende Gegenlageranordnung mit einem ortsfest gelagerten Schwenkhebel durch die DE-AS 2 161 559· Bei dieser Lösung wirkt jedoch der Primärbacken mit seiner Abstützkraft bei Vorwärtsfahrt zusätzlich zur Feder mit einem Hebelarm drehend in !Richtung der Wirklage des Sekundärbackens auf den Schwenkhebel ein und legt ihn an einen ortsfesten Anschlag. Dementsprechend wird der Primärbacken bei Rückwärtsfahrt verlagert, wenn das Moment des Sekundärbackens am Schwenkhebel überwiegt und dieser dabei einer Verspannung ausweicht.
Nachteilig ist bei beiden vorbeschriebenen Bauarten, daß eine selbständige Kompensation des Bremsbelagverschleißes nicht gewährleistet ist.
Vorbekannt ist eine Servobremsenausführung gemäß der PH-PS x) mit Servowirkung in beiden Fahrtrichtungen, bei der die Verbindung der beiden schwimmenden Bremsbacken über einen Schwenkhebel erfolgt. Die Besonderheit dieser Konstruktion besteht darin, daß dieser Schwenkhebel wechselnde Schwenkführungen für jeweils eine Schwenkrichtung je nach Drehrichtung aufweist, die in der jeweils anderen Drehrichtung einen Freiheitsgrad aufweisen. Dabei liegen die erwähnten Schwenkführungen jeweils an jedem der Enden des Schwenkhebels, während die je nach Drehrichtung an den anliegenden Bremsbacken zwischen den Schwenkführungen an wechselnden Angriffspunkten teilweise zentrierend geführt angreifen.
In dieser Schrift sind keine Anwendungshinweise für die Realisierung von Fahrzeugbreinsen mit Rückfahrautomatik enthalten» x) 1 484 045
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Ziel der Erfindung:
Bei einer GegenlageranOrdnung der eingangs bestimmten Gattung soll neben einem geringen Bremsmoment bei Rückwärtsfahrt eine selbständige Kompensation von Bremsbelagverschleiß erzielt werden.
Darlegung zum Wesen der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine in Rede stehende Gegenlageranordnung für Bremsen mit Rückfahrautomatik so zu gestalten, daß bei Verlagerung der Bremsbacken innerhalb der Bremstrommel durch den Bremsbelagverschleiß diese einen vergrößerten Abstand von einander einnehmen durch die Wirkung der Gegenlageranordnung.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Schwenkstütze in Eraftrichtung des Primärbackens beidseits des Drehpunktes zwei an der Bremsplatte feste Anschläge zugeordnet sind und daß die Abstände des Angriffs der Bremsbacken an der Schwenkstütze vom inneren Anschlag ausgehend so bemessen sind, daß in an sich bekannter Weise bei Rückwärtsfahrt die Schwenkstütze vermittels der Kraft des Sekundärbackens gegen die Kraft der Feder um den inneren Anschlag verschwenkbar ist und wobei dem äußeren Anschlag eine in Richtung der Gelenkkontur der Schwenkstütze zurückweichende Kontur an der Schwenkstütze zugeordnet ist., Bei der vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Gegenlageranordnung treten folgende Vorteile auf:
Die Kraft der auf die Schwenkstütze wirkenden !feder kann sehr gering gehalten werden, weil die Stützkraft des Primärbackens bei Vorwärtsfahrt ein Gegenmoment erzeugt« Damit wird nur ein sehr geringes Bremsmoment bei Rückwärtsfahrt wirksam« Weiterhin kann der Bremsbelagverschleiß in Grenzen kompensiert werden, wenn die an dem inneren Anschlag zugeordnete Kontur an der Schwenkstütze eine vom Drehpunkt derselben sich entfernenden Verlauf aufweist o
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Dies ist durch, die Anlenkung der Schwenkstütze am Primärbacken, die Kontur der Schwenkstütze und die Lage der Anschläge möglich.
Anhand einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert werden. Es zeigt:
Fig» 1 eine Gegenlageranordnung gemäß der Erfindung, Fig· 2 eine GegeηlageranOrdnung bei Bremsbelagverschleiß.
Der Primärbacken 1 und der Sekundärbacken 2 sitzen auf einer Bremslagerplatte, geführt in einer Bremstrommel 3 und v/erden von einer schwimmend gelagerten Zuspannvorrictitling betätigt. Die Betätigungskräfte und -wege für die nicht dargestellte». Zuspannvorrichtung werden von einer Auflaufbremseinrichtung aufgebracht.
In üblicher V/eise sind Primär- und Sekundärbacken durch Kraft von Federn - nicht dargestellt - entgegen der Zuspannvorric htung vorgespannt, was einen Sückholeffekt bewirkt. Die erwähnten Federn sind in der dargestellten Bremsenhälfte 2. B. in den Punkten 7 eingehängt» Der Primärbacken 1 weist in der vorliegenden Ausführung eine Gelenkkontur 11 auf, auf der sich eine Schwenkstütze 4 mit seiner Gelenkkontur 12 drehbar abstützt« Unter der Kraft der nicht dargestellten Feder drückt der Primärbacken 1 über eine Schwenkstütze 4 auf die in der Bremslagerplatte festen Anschläge 5; 6» wobei jedoch die Spreizfeder 8 .an der Schwenkstütze 4 angreift und an der Bremslagerplatte befestigt ist und dieser ein Drehmoment erteilt, das gegen die Abstützung 13 des Sekundäreackens 2 gerichtet ist. Beiderseits einer durch den Drehpunkt 10 verlaufenden Senkrechten auf der Verbindungsgeraden zwischen den Mittelpunkten der Stützbolzen 5; S sind dieselben angeordnet.
Dem inneren Anschlag 5 steht eine Kontur 14 an der Schwenkstütze 4 gegenüber, die einen vom Drehpunkt 10 derselben nich entfernenden Verlauf aufweist. Der äußere Anschlag 6 steht mit einer in Bichtu.ng des .,Drehpunktes 10 zurückweichenden Kontur 15 in Kontakt. Die Abstütspartie 16 für den Sekundärbacken 2 mit seiner Abstützung 13 befindet sich an der
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Sehwenkstütze 4, radial nach, außen versetzt vom äußeren Anschlag 6*
Wirkungsweise:
Bremsung - Vorwärtsfahrt
Vor dem Bremsen sind Primär- 1 und Sekundärbacken 2 unter der Kraft einer Feder, die in den Punkt 7 angreift, zusammengehalten und stehen über der Sehwenkstütze 4 und der Feder 8 gegeneinander in leichter Verspannung.
Bei einsetzender Bremsung nach Betätigung der nicht gezeigten Zuspannvorrichtung drückt der Primärbacken 1 die Sehwenkstütze 4 mit seiner Kontur 14 und der Kontur 15 gegen die Anschläge 5; δ an der Bremslagerplatte (siehe Darstellung). Die Kraft des Sekundärbackens 2, die er über seine Abstützung 13 auf die Abstützpartie 16 an der Schwenkstütze 4 überträgt, vermag diesen nicht entgegen der Kraft der Feder 8 und dem aus der Stützkraft des Primärbackens resultierenden Moment um den Anschlag 5 zu. verdrehen.
Bremsung - Rückwärtsfahrt
Bei einsetzender Bremsung überwiegt das Moment der Abstützkraft des Sekundärbackens 2, die über die Abstützung 13 auf die Abstützpartie 16 der Schwenkstutze 4 übertragen wird. Somit wird die Sehwenkstütze 4 gegen die Kraft der Feder 8 und das wesentlich verkleinerte Moment aus dem Primärbacken 1 um den Anschlag 5 verdreht und löst sich mit der Kontur 15 vom Anschlag 6. Der Sekundärbacken 2 kann somit dem Druck und dem Stellweg der nicht dargestellten Zuspannvorrichtung und der an ihm wirkenden resultierenden Bremskraft gegen den Primärbacken hin ausweichen. Es verbleibt lediglich ein geringes Sestbremsmoment für das Rückwärtsfahren mit der Auflaufbremseinrichtung·
Uach Lösen der Zuspannvorrichtung wird über die Feder 8 und die Sehwenkstütze. 4 der Abstand zwischen Primär- 1 und Sekundärbacken 2 wieder vergrößert und eine Stellung gemäß Fig· I hergestellt.
-b—
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Aus Eigo 2 ist der Kompe ns at ions effekt des Verschleißes der Bremsbeläge durch die Gegenlageranordnung zu erkennen. Die Schwenkstütze 4 erhält durch die Verlagerung in Richtung zur Bremstrommel 3 andere Anlagepunkte an den Anschlägen 5; 6. womit eine größere Schräglage für die Schwenkstütze erzielt wird». Der Abstand zwischen dem Primär- 1 und Sekundärbacken 2 wird größer· Der vom Verschleiß bedingte Mehrweg der Zuspannvorrichtung wird damit verringert.

Claims (2)

  1. 228184 I
    Erfindungsanspruch:
    1. Gegenlageranordnung für die beiden einer schwimmenden Zuspannvorrich.tu.ng abgewandten Enden der Bremsbacken einer Innenbackenbremse für auflaufgebremste Anhänger mit fester Abstützung des einen Endes des Primärbackens bei Vorwärtsfahrt und einer bei Rückwärtsfahrt und Bremsung gegen die Wirkung.einer leder zum Ende des Primärbackens hin ausweichenden, am Primärbacken angelenkten Schwenkstütze für das Abstützen des einen Endes des Sekundärbackens, wobei der Abstand bei Rückwärtsfahrt zwischen den Enden der Bremsbacken eine Verspannung gegenüber der Bremstrommel verhindernd verringert ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkstütze (4) in Kraftrichtung des Primärbackens (1) beidseits des Drehpunktes (10) swei an der Bremsplatte feste Anschläge (5;6) zugeordnet sind und daß die Abstände des Angriffs der Bremsbacken (1; 2) an der Schwenkstütze (4) vom inneren Anschlag (5) ausgehend so bemessen sind, daß in an sich bekannter Weise bei Rückwärtsfahrt die Schwenkstütze (4) vermittels der Kraft des Sekundärbackens (2) gegen die Kraft der Feder (8) um den inneren Anschlag (5) verschwenkbar ist und wobei dem äußeren Anschlag (6) eine in Richtung der Gelenkkontur der Schwenkstütze (4) zurückweichende Kontur (15) an der Schwenkstütze (4) zugeordnet ist.
  2. 2. Gegenlageranordnung für Innenbackenbrerasen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem inneren Anschlag (5) zugeordnete Kontur (14) an der Schwenkstütze (4). eine vom Drehpunkt (10) derselben sich entfernenden Verlauf aufweist, a
    fein
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