DE218092C - - Google Patents
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- DE218092C DE218092C DENDAT218092D DE218092DA DE218092C DE 218092 C DE218092 C DE 218092C DE NDAT218092 D DENDAT218092 D DE NDAT218092D DE 218092D A DE218092D A DE 218092DA DE 218092 C DE218092 C DE 218092C
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Classifications
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- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B1/00—Percussion drilling
- E21B1/38—Hammer piston type, i.e. in which the tool bit or anvil is hit by an impulse member
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-'Jig 218092 -KLASSE 5 a. GRUPPE 1. ·
Bei Tiefbohrungen nach kanadischem oder ähnlichem System werden die bei jedem Hub
auftretenden Erschütterungen seit jeher stark als Nachteil empfunden, da sie sehr ungünstig
auf die ganze Bohrvorrichtung wirken. Man hat sich daher bemüht, durch verschiedene
Anordnung von Federn die starre Vorrichtung elastisch zu machen, um das Beharrungsvermögen
der in Bewegung zu versetzenden Bohrzeugmassen mit allmählich gesteigerter Kraft
stoßfrei zu überwinden.
Es sind verschiedene Einrichtungen bekannt geworden, bei denen der Bohrschwengel mittels
Federn, Luftpolstern oder hydraulischen Elementen elastisch gelagert ist, jedoch stets
in der Weise, daß die ganze Federungsarbeit nur von den erwähnten elastischen Mitteln zu
leisten ist.
Hingegen kommt im Sinne der Erfindung als Hauptmittel bei der elastischen Lagerung
des Bohrschwengels der in der Zeichnung in Fig. ι und 2 dargestellte Balken α des Bohrkranes
in Betracht, welcher entweder voll ist oder aus mehreren übereinandergelegten, am
besten gehobelten Brettern besteht. Dieser Balken liegt mit entsprechender Spannweite
auf den Stützen b und c frei auf und bietet bei der Wahl eines entsprechenden Stoffes
und einer entsprechenden Stärke eine elastische .Unterlage für den Schwengel s.
Bei jedem Aufhub des Bohrgestänges wird ein Teil der hierzu erforderlichen Arbeit auf
die Durchbiegung des Balkens α verwendet,
d. h. aufgespeichert, um dann im weiteren Verlaufe des Aufhubes, wenn das Beharrungsvermögen
der Bohrzeugmassen mit vermindertem Stoße bereits überwunden ist, zum weiteren Heben des Bohrzeuges bis zur Beendigung
des Aufhubes zu dienen.
Der Balken α kann infolge der im Betriebe
auftretenden starken Stöße, bei denen die vernichtete Arbeit oft mehr als 20 000 kgm
beträgt, nicht auf Kanten gelagert werden; würde er auf Flächen lagern, die eben sind
und zu ihm parallel liegen, so würden dessen aufliegende Enden für die freie Länge oder
Spannweite verloren gehen, andererseits würden ebene und nicht parallele Flächen bei
gewisser Durchbiegung eine plötzliche Verkürzung der freien Länge und dadurch eine
entsprechende Verminderung der Elastizität, somit einen neuerlichen Stoß hervorrufen.
Um dies zu verhindern bzw. um eine stetig fortschreitende Verkürzung der freien
Länge des Balkens α zu erzielen, sind die Auflagerflächen an den Balken b und c nach
einer Zylindermantelfläche gegen den Balken α abgerundet, wobei sich der letztere
während der Durchbiegung im Sinne der mit ihren Punkten Evolventen zeichnenden Geraden
von diesen Flächen abrollt. Die Lagerung des erwähnten Balkens erfolgt dabei in der Praxis
tatsächlich auf einer dem Auflagerdruck genügenden Fläche.
Die beiden Stützen b und c des Bohrbockes sind an drei Seiten mit überragenden Blechen β
umgeben, wodurch ein seitliches Abgleiten des Balkens α verhindert wird.
Es ist vorteilhaft, den Stützen b und c in der Längsrichtung des Balkens a Bewegungs-
freiheit zu ermöglichen, damit sie den Verkürzungen des letzteren bei dessen Einsenkung
zu folgen imstande sind.
Mit Rücksicht darauf, daß die Stärke der in Betracht kommenden Stöße von vielerlei
veränderlichen Umständen abhängig ist und daher in weiten Grenzen schwankt, ist es
nicht möglich, den Querschnitt des Balkens a so festzusetzen, daß er den stärksten auftretenden
Stoßen in bezug auf Festigkeit und gleichzeitig den schwächeren Stoßen in bezug
auf erforderliche Durchbiegung entspricht. Die Maße des Balkens a, von denen die Länge
meist durch praktische Erfordernisse als gegeben zu betrachten ist, müssen daher so gewählt
werden, daß er schon bei Stoßen von geringer Stärke die zu deren Abschwächung
erforderliche Durchbiegung erhält. Unter dieser Voraussetzung würde jedoch bei der
Arbeit in größeren Teufen das hohe Gewicht des Bohrzeuges und Gestänges eine dauernde
Durchbiegung, und die stärkeren Stöße würden notwendig einen Bruch des Balkens« hervorrufen.
Um dies zu verhindern, sieht die Erfindung eine einfache Einrichtung zur Erhöhung
der Tragfähigkeit und Elastizität des mittels des Balkens α gebildeten Lagerbockes
vor.
Diese befindet sich unter der meist beanspruehten
Stelle des Balkens α und besteht aus einem kurzen Holzstücke d von quadratischem
oder rechteckigem Querschnitt, welches am Grundbalken f befestigt ist. An ihm verschraubt
befinden sich zwei eiserne Schienen g und h von entsprechendem Querschnitt, z. B.
T - Trägerform. Diese Schienen sind durch Laschen / fest verbunden und durch Streben i
und / gegen den Grundbalken f abgestützt, ferner je nach der Bauart des Bohrkranes
mittels sonstiger Verbindungen starr befestigt. Hierdurch bilden diese Schienen eine sichere
Führung für ein an sich für solche Zwecke bekanntes elastisches Element, welches zwischen
ihnen höher oder tiefer gestellt werden kann.
Dieses besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einem zwischen die Schienen
g und h passenden Holzstücke m, welches
an seinem Kopfende mit einer eisernen Kappe k versehen ist, welche dazu dient, eine oder
■mehrere Federn von beliebiger Form oder auch einen Gummipuffer aufzunehmen, gegen
welche der Balken α bei stärkerer Einsenkung drückt und dadurch in der angestrebten Wirkung
unterstützt wird. Die Kappe k ist ferner an zwei Seiten mit zur Längsrichtung des
Balkens α parallelen, gabeligen Ansätzen 0 versehen, in deren Schlitzen die an dem Balken
α in später beschriebener Weise befestigten Zapfen ζ eine senkrechte Führung erhalten.
Dadurch, daß die Ansätze 0.' der Kappe k
wagerechte Bewegungen des Balkens α verhindern und durch die beschriebene Führung
der Zapfen ζ sind andere als rein senkrechte Schwingungen des erwähnten Balkens unmöglieh
gemacht.
Durch das in den beiden Schienen g und h senkrecht verstellbare, elastische Element ist
die Regelungsmöglichkeit der Schwingungen des Balkens α in folgender einfacher Weise
gegeben: Indem unter das Holzstück m bei % Keile o. dgl. getrieben werden, wird es bzw.
die auf ihm vorgesehenen elastischen Mittel, wie Federn oder Gummipuffer, gegen den
Balken α gedrückt, so daß hierdurch dessen Elastizität in jedem gewünschten Grade unterstützt werden kann.
Die Wirkung des zwischen den Schienen g und h verstellbaren elastischen Elementes
würde selbstverständlich auch bei anderer Ausbildung gleichbleiben, wenn sich beispielsweise
die Feder η oder ein Gummipuffer an Stelle der Keile bei χ befände, wie es überhaupt
auch in bekannter Weise aus mehreren neben- oder übereinander liegenden elastischen
Mitteln gebildet werden kann.
Während bei den bekannten, den gleichen Zweck verfolgenden Einrichtungen der Bohrschwengel
in unmittelbarem Zusammenhange mit den elastischen Elementen steht und Änderungen der Wirkung dieser Elemente
auf dessen Lagerung bei einigen nur während Arbeitspausen durch Zugeben oder Wegnehmen
von Federn, bei anderen nur durch wenig einfache Vorrichtungen, wie Luft- oder hydraulische
Pumpen, erzielt werden können, sind bei der Einrichtung nach der Erfindung der Bohrschwengel und das elastische Element
voneinander ganz unabhängig, da letzteres nur zur Stütze des Lagerbockes dient. Änderungen
der Wirkung dieses Lagerbockes können ohne verwickelte Vorrichtungen und ohne
Unterbrechung der Arbeit durch das Eintreiben von Keilen bei χ (Fig. 1) vorgenommen werden,
wobei die elastischen Mittel (Federn oder Gummipuffer) stärker zusammengepreßt werden,
stärkeren Gegendruck ausüben und so bei gleichbleibender Durchbiegung des Balkens
α stärkere Stöße ausgeglichen werden können. Der umgekehrte Vorgang ist in
ebenso einfacher Weise durch Lösen der Keile bei χ zu erzielen.
Die Auswechselung der elastischen Mittel bei Bruch oder Abnutzung kann ebenfalls
ohne Unterbrechung des Betriebes vorgenommen werden, wobei die Durchbiegung des Balkens
α durch Unterstellen eines Stempels verhindert wird, während die durch Lösen der
Keile bei χ frei werdenden Federn oder Gummipuffer herausgenommen und durch andere ersetzt
werden können.
Die an den Stützen b und c vorgesehenen
Eisenblechränder, ferner die durch die Gabeln ο erfolgende Führung des Balkens α dienen
gleichsam auch als Schutzvorrichtung für die Bedienung, da der Balken und hiermit auch
S der Schwengel selbst bei eintretendem Bruche des ersteren, welcher unter gewöhnlichen Umständen
allerdings nicht stattfinden kann, in seiner Lage verbleiben muß.
Die derzeit gebräuchlichste Lagerung des
ίο Bohrschwengels in zwei unabhängig voneinander
an dem Querbalken, in diesem Falle a, angebrachten Wellenlagern kann für die Vorrichtung
nach der Erfindung nicht in Betracht kommen, da bereits eine geringe Biegung dieses
Balkens die Gleichachsigkeit der Lager aufheben würde. Die Wellenlager w des Bohrschwengels
s werden daher im Sinne dieser Erfindung auf dem in Fig. 3 in größerem Maßstabe dargestellten, entsprechend ausgebildeten
Sattel t befestigt. Aus der erwähnten Figur geht hervor, daß die dem Balken α zugekehrte
Seite des Sattels eine zweifach gebrochene Fläche darstellt, von welcher nur der
mittlere Teil auf dem Balken aufliegt. Dieser Teil ist in der Längsrichtung des Balkens so
groß bemessen, daß selbst bei starker Einsenkung des letzteren eine merkliche Biegung
hierin nicht auftritt. An dem beschriebenen Sattel sind die Wellenlager w des Schwengels
verschraubt, zu welchem Zwecke an ihm entsprechende Pratzen vorgesehen sind.
An der unteren Seite des Balkens α befindet sich der in Fig. 4 dargestellte Gegensattel v,
welcher entsprechend dem oberen Sattel geformt ist, nur befinden sich an ihm außer
den zur gegenseitigen Verschraubung notwendigen Pratzen noch die bereits früher erwähnten
Zapfen z.
Durch die Anwendung der beiden beschriebenen Sättel wird die volle Schwingungsfreiheit
des Balkens α gesichert und eine schädliche Querschnittsverminderung durch Einziehen von
Schrauben u. dgl. vermieden.
Alle Teile der den Erfindungsgegenstand bildenden Vorrichtung können statt der hier
in Holz bzw. Eisen gedachten Ausführung auch aus einem anderen entsprechenden Stoffe
angefertigt werden.
Die Haltbarkeit des Balkens α kann noch bedeutend erhöht werden, wenn er in längeren
Zeiträumen umgedreht wird, damit sich die Beanspruchung der Randfaser ändere. Dies
kann leicht ohne besondere Mühe vorgenommen werden; es lassen sich die hierzu not
wendigen Arbeiten noch um das Abschrauben 55 der Sättel t und ν vermindern, wenn diese in
vollkommen gleicher Ausführung, also beide mit den Zapfen ζ versehen, zur Verwendung
kommen.
Claims (5)
1. Elastischer Lagerbock für Tiefbohrschwengel,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schwengel auf einem infolge entsprechend großer Spannweite federnden Balken
(a) gelagert ist.
2. Ausführungsform des elastischen Lagerbocks nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der federnde Balken mit seinen Ende auf im Sinne eines Zylindermantels abgerundeten Flächen aufliegt.
3. Ausführungsform des elastischen Lagerbocks nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß unter der meist beanspruchten Stelle des zur Lagerung des Schwengels
dienenden Balkens (a) ein in einer Schienenführung (g h) senkrecht verstellbares
elastisches Element (n) vorgesehen ist, welches durch Unterlegen von Keilen
oder auf sonstige Art mit mehr oder weniger Spannung gegen den Balken (a) gedrückt
werden kann, um dessen Elastizität bei steigender Beanspruchung zu unterstützen.
4. Ausführungsform des elastischen Lagerbocks nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet
dadurch, daß an der Kappe (k) des in der Schienenführung senkrecht verstellbaren
Bestandteiles (m) des elastischen Elementes gabelige Ansätze (0) vorgesehen
sind, welche dem Balken (a) eine Führung erteilen, die andere als senkrechte Schwingungen
ausschließt.
5. Ausführungsform des elastischen Lagerbocks nach Anspruch 1, gekennzeichnet
dadurch, daß die Anbringung der Wellenlager (w) des Schwengels (s) an dem
Balken (a) vermittels zweier Sättel (t und v) erfolgt, deren den Balken berührende
Flächen in dessen Längsrichtung so kurz bemessen sind, daß durch diese Sättel eine Beeinträchtigung der Schwingungen
des Balkens nicht stattfinden kann und die Stellung der beiden an dem
oberen Sattel befestigten Wellenlager zueinander von den Schwingungen des Balkens
nicht beeinträchtigt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE218092C true DE218092C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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- DE DENDAT218092D patent/DE218092C/de active Active
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