DE219088C - - Google Patents

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DE219088C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B17/00Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor

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  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219088 KLASSE 42g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme und Wiedergabe längerer Tonwerke mittels zwei abwechselnd tätiger Sprechapparate, wobei der eine Apparat den anderen unter Vermittelung geeigneter Übertragungsvorrichtungen selbsttätig einschaltet und sich selbst zum Stillstand bringt.
Das Neue besteht darin, daß die Umschaltung der Apparate dadurch erfolgt, daß eine ίο durch einen Elektromagneten beeinflußte Kurbelkröpfung eine mit dem Schalldosen arm verbundene Muffe aus einer mit dem Triebwerk des'zugehörigen Apparates verbundenen Kuppelung aushakt, wobei gleichzeitig die Schalldose durch Wirkung einer Feder in die Ruhe-Stellung bewegt wird und dabei so auf einen Sperrhebel einwirkt, daß dieser durch geeignete Ubertragungshebel die Auslösung des Triebwerkes des einen und die Sperrung des Triebwerkes des anderen Apparates herbeiführt. In der Zeichnung ist die Vorrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι in Draufsicht den für zwei Grammophone angeordneten Umschaltmechanismus in der Stellung, welche dem Übergange der Arbeit vom rechten auf das linke Grammophon ententspricht,
Fig. 2 denselben Mechanismus für den rechten Teil in der zur Arbeit vorbereiteten Stellung. Fig. 3 zeigt den Mechanismus zum Verschieben der Membran. ■
An jedem Sprechapparat wird ein Mechanismus A' bzw. B' (Fig. 3) angeordnet, die ihren Bewegungsantrieb durch eine Schraubenwelle d erhalten, auf welcher ein Zahnrad h aufgekeilt ist, welches mit dem Zahn rad des Aufziehmechanismus des Grammophons in Eingriff steht. Neben der Schraube d liegt eine Schiene m, auf welcher eine Kuppelungsmuffe 0 gleitet, die an beiden Seiten mit Klauen α und b gelenkig verbunden ist, und zwar hat der Teil α die Form einer halben Schraubenmutter, welche auf die Schraube d aufgelegt ist. Die Länge des mit Gewinde versehenen Teiles der Schraube d entspricht der angegebenen Ganglänge der Schallplatten. Der Teil b ist ein einfacher zurückklappbarer Haken. Parallel zur Schiene m liegt eine Schiene n, auf welcher eine mit zwei Seitenzapfen versehene Muffe r läuft. Der eine Zapfen besitzt eine Öffnung, in welche .der Haken δ eingreifen kann; in den anderen hakt sich eine Stange oder ähnliche Vorrichtung ein, welche die Schalldose über die Gänge der phonographischen Spirale führt. Auf die Muffe r wirkt eine Feder -p ein, die bestrebt ist, die Muffe über die ganze Schiene bis?-zu ihrem Endpunkt zu verschieben, was eintritt, wenn die Muffe sich von dem Haken b (Fig. 3 A') gelöst hat. Steht die Muffe r mittels Haken b und Mutter α mit der Schraube d (Fig. 3 B') in Verbindung, so bewegt sie sich, da sie von dem Teil «, der sich entsprechend der Drehung der Schraube d verschiebt, zurückgehalten wird, gleichmäßig auf der Schiene
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fort. Zwischen den Schienen m und n, und zwar etwas unter denselben, ist eine Achse K angeordnet, welche an einer gewissen Stelle eine Kurbel i oder einen entsprechend gestalteten Ansatz besitzt. Der vordere Arm der Kurbel i stößt bei der Drehung der Achse K an den Haken b, wenn derselbe sich über der Kurbel befindet, und verhindert auf diese Weise das Einhaken des Hakens b in
ίο die öffnung der Muffe r bzw. löst den Haken aus (Fig. 3 A'). Die Achse K wird durch die Triebstange % gedreht, welche mit der Achse c, die den Anker e eines Elektromagneten E1 trägt, verbunden ist. Die Einschalt vorn chtung des letzteren befindet sich in der Hand des die Maschine Bedienenden. Durch die Drehung der Achse c werden die Kurbelarme i, i beider Apparate gehoben. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, geht in dem einen Apparat, in welchem die Schalldose im Ausgangspunkte bzw. in der ersten Hälfte ihres Weges ist, der Kurbelarm frei an der Muffe vorbei (Fig. 3 B'), während er im anderen Apparat (Fig. 3 A'), in welchem die Schalldose über die zweite Hälfte ihres Weges geht, sich gegen den Haken δ legt und diesen aus der Kuppelungsmuffe r löst, die nun unter der Wirkung der Feder p plötzlich in ihre Endstellung auf der Schiene η geschoben wird und dort stehen bleibt. Beim Lösen der Kuppelung zwischen Muffe r und Haken b wird die Nadel der Schalldose des arbeitenden Apparates eine Verbindungsfurche S zwischen der letzten arbeitenden Tonspirale R und dem Zentralkreise M ziehen, der durch die stehengebliebene Nadel gezeichnet wird. Nachdem die Arbeit von einem Apparat auf den anderen (Fig. 3, von A' auf B') übergeführt worden ist, wird der frei gewordene Mechanismus in seine erste Lage versetzt, d. h. (Fig. 3 A') die Kuppelungsmuffe r wird zurückgeschoben, wobei die beiden Teile b und a sich entsprechend mit der Kuppelungsmuffe bzw. mit der Schraube d verbinden. Da der Apparat A stehen bleibt und die Schraube d sich nicht mehr dreht, so hält sie auf diese Weise die Kuppelungsmuffe r so lange in ihrer Ruhestellung, bis die Arbeit wieder auf den Apparat A übergeht.
Der oben beschriebene Mechanismus wird an die Apparate zum Leiten der Schalldose beim Aufnehmen des Tonwerkes angebracht. Zum Übertragen der Arbeit von dem einen phonographischen Reproduktionsapparat auf den anderen dient ein besonderer Mechanismus, welcher den Apparaten sowohl zum Aufnehmen wie auch zur Wiedergabe der Tonwerke nach bereits angefertigten Phonogrammen beigegeben wird. In dem Augenblick, in welchem die
Nadel längs der Verbindungsfurche S (Fig. 1) ! läuft, erfolgt die Übertragung der Arbeit von ; einem Apparat auf den anderen dadurch, daß die Schalldose in dem Endpunkte ihres Weges einen Hebel des nachstehend beschriebenen Übertragungsmechanismus auslöst.
Fig. ι A zeigt den Übertragungsmechanismus in der Lage, nachdem er durch die Schalldose ausgelöst worden ist, und Fig. 1 B zeigt denselben vor dem Auslösen.
Zwei Grammophone A und B (Fig. 1) werden mit den Schallarmträgern einander zugewendet, nebeneinander gestellt und befestigt. Der Übertragungsmechanismus wird auf einer Platte C, welche in ..einer gewissen Höhe an den beiden Grammophonen befestigt ist, angebracht. Auf der auf der Platte C befestigten Achse t ist ein Bremshebel Z drehbar gelagert, der durch eine Feder in seiner Stellung gehalten wird. An dem einen Ende des Hebels ist ein Stift s befestigt, welcher durch einen Ausschnitt in der Platte C hindurchgeht. Gegen den einen Arm des Hebels Z kann sich ein Hebel O stützen, welcher durch die Triebstange N mit dem zweiarmigen Hebel E verbunden ist. Bei dem Gleiten der Schalldose längs der Verbindungsfurche S schlägt ein auf dem Rande der Schalldose angebrachter Aufsatz gegen den Stift s und stößt den Hebel Z zurück (Fig. 1 A), wodurch der Hebel O freigegeben und durch die starke Feder y verschwenkt wird. (In der Fig. 1 der Zeichnung ist der Weg der Nadel mit der Ziffer I und der Aufsatz der Schalldose mit Ziffer II bezeichnet.)
Die mit dem Hebel O verbundene Triebstange N dreht alsdann den zweiarmigen Hebel E, welcher mittels einer Hebelanordnung oder (wie es die Fig. 1 A und B darstellen) mittels einer Schnur g gleichzeitig einen Hebel L dreht, dessen längerer Arm einen gabelförmigen Einschnitt besitzt. In diesem Einschnitt ist ein mit einem Ansatz versehener Bremsstock F geführt, welcher durch die Drehung des Hebels L aus seiner Sperrstellung herausgezogen wird und auf diese Weise den Aufziehmechanismus freigibt.
Sobald der abgespielte Apparat den anderen ausgelöst hat, kommt er selbsttätig zum Stillstand. Zu diesem Zweck ist der Hebel E mittels Triebstange G mit dem zweiarmigen, um die Achse u drehbaren Hebel H verbunden, welcher an dem einen Arm einen Stift q trägt. Letzterer greift in den ovalen Ausschnitt der Schwinge e ein, welche sich um den auf dem Bremsstock F befestigten Zapfen υ dreht. Bei dem Drehen des Hebels E (Fig. 1 A) wird daher die Stange G den Hebel H drehen; dabei schiebt derselbe mit Hilfe der Schwinge e den Stift F in das Triebwerk und bringt dieses zum Stillstand. Durch die ovale Form der Ausschnitte in der Schwinge e wird erreicht, daß bei der Zurückbewegung des He-
bels N (und damit auch des Ziehwerkes G und des Hebels H), behufs Einstellung des Apparates in die Arbeitsstellung, der Stift F nicht aus der Sperrung herausgeschoben wird. Nach der Übertragung der Arbeit von dem Apparat A auf den Apparat B (Fig. i) muß die die Apparate bedienende Person die Schalldose abnehmen, die Platte auswechseln, den Hebel O auf seinen Platz zurückführen (Fig. 2) und die Schalldose auf den Anfangspunkt der Spirale wieder einstellen. Alsdann ist der Apparat für die folgende Arbeit wieder betriebsfähig.
Zur Beseitigung des Geräusches, welches der leer laufende, noch nicht zum Stillstand gebrachte Apparat in dem Schalltrichter verursacht, und welches durch das Abnehmen und Einstellen der Schalldose eines leer laufenden Apparates entsteht, sind die Apparate mit einer besonderen Verbindungskammer versehen.
Diese Kammer wird mit ihren Seitenteilen
auf die Schallarme T, T der Grammophone A und B aufgesetzt. Der für beide Apparate gemeinsame Schalltrichter wird auf den mittleren Teil der Kammer aufgesetzt. Die Seitenteile der Kammer werden von der gemeinsamen mittleren Kammer durch die Schieber /, / getrennt. Die Außenteile dieser Schieber sind auf beiden Seiten durch Querleisten verbunden, wodurch ein Rahmen K entsteht, der mit seinen aus den Schiebern I, I gebildeten Seitenwänden sich in den Fugen der Kammer D bewegt. In jedem Schieber ist eine Öffnung von entsprechendem Durchmesser vorgesehen, und diese öffnungen sind so verteilt, daß in der einen äußersten Stellung des Rahmens K der Zutritt des Tones aus dem Apparat A abgeschlossen und der aus dem Apparat B geöffnet ist, während in der entgegengesetzten Stellung genau das Umgekehrte der Fall ist. Der Rahmen wird mittels der Winkelhebel E selbsttätig aus einer Stellung in die andere gebracht.
Das Einschieben des Brennstockes F und das Einstellen des Übertragungsmechanismus nach der Übertragarbeit wirkt weder auf den Mechanismus des Arbeitsapparates noch auf die Stellung der Kammer K ein, wie in Fig. 1 und 2 bezüglich des Apparates A gezeigt ist.
Die beschriebenen ausziehbaren Schieber können auch durch Irisblenden ersetzt werden. In der vorliegenden Beschreibung und Zeichnung ist die Anordnung des betreffenden Mechanismus an zwei Grammophonen darge-
stellt. Jedoch kann dieser Übertragungsmechanismus auch ohne wesentliche Abänderungen in seiner Konstruktion an Apparaten beliebiger Bauart angebracht werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:.
1. Vorrichtung zur Aufnahme und Wiedergabe längerer Tonwerke mittels zwei abwechselnd tätiger Sprechapparate, wobei der eine Apparat den anderen unter Vermittelung geeigneter Übertragungsvorrichtungen selbsttätig einschaltet und sich selbst zum Stillstand bringt, dadurch gekennzeichnet, daß die' Umschaltung der Apparate dadurch erfolgt, daß eine durch einen Elektromagneten (E) beeinflußte Kurbelkröpfung (i) eine mit dem Schalldosenarm verbundene Muffe (r) aus einer mit dem Triebwerk des zugehörigen Apparates verbundenen Kuppelung (b, 0, a) aushakt, wobei gleichzeitig die Schalldose durch Wirkung einer Feder (p) in die Ruhestellung bewegt wird und dabei so auf einen Sperrhebel ('s, z) einwirkt, daß dieser durch ' geeignete Übertragungshebel die Auslösung des Triebwerkes des einen und die Sperrung des Triebwerkes des anderen Apparates herbeiführt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Schalldosenarm verbundene Muffe (r) durch eine vom Triebwerk des Apparates betätigte Spindel (d) unter Vermittelung einer Mutter (a) bewegt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Betätigung der Umschaltvorrichtung in bekannter Weise durch die Schalldose des zugehörigen Apparates die Sperrung eines zweiarmigen Hebels (O) aufgehoben wird, der unter Federwirkung ausschwingt und dabei durch weitere Hebel (N, E, G) einen am zugehörigen Apparat angeordneten, mit der Sperrung (F) des Triebwerkes desselben verbundenen Winkelhebel (L) derart ausschwingt, daß hierdurch die Auslösung des Triebwerkes bewirkt wird, wobei gleichzeitig ein mit der Sperrung (F) verbundenes Gelenkstück (I) durch geeignete Übertragungen (H, G, E, g) die Sperrung des ersten Apparates herbeiführt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Umschaltung der Apparate durch die die Sperrung bzw. Auslösung der Triebwerke bewirkenden Übertragungshebel (N, E, g) ein die Schallröhren der beiden Apparate mit dem gemeinsamen Schalltrichter verbindender, mit Öffnungen versehener Kasten (K) derart verschoben wird, daß er das Schallrohr des jeweils ausgeschalteten Apparates vom Schalltrichter abschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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