DE219196C - - Google Patents

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DE219196C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/02Lasting machines with one single lasting gripper

Landscapes

  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219196 KLASSE 71 c. GRUPPE
Schuhwerkaufzwickmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Oktober 1907 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Schuhwerkaufzwickmaschine, bei welcher die zum Erfassen des Oberleders beim Überlegen desselben über die Brandsohle dienende Zange in an sich bekannter Weise beim Anheben des Werkstückes geschlossen und durch die nach dem Eintreiben einer Zwecke sich selbsttätig stillsetzende Nagelungsvorrichtung selbsttätig wieder geöffnet wird.
ίο Bei der vorliegenden Maschine ist die Sicherung zum Festhalten der Zangenbacken in der Verschlußlage derart angeordnet, daß sie vollkommen außerhalb des Bereiches des unter die Zangenbacken zu bringenden Schuhwerkes liegt, so daß eine unbeabsichtigte Betätigung der Verschluß- und öffnungsvorrichtungen beim Einbringen des Werkstückes in die Maschine ausgeschlossen ist.
Die Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen in beispielsweiser Ausführungsform in verschiedenen Stellungen veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 die Maschine in der Offenstellung, Fig. 2 in der geschlossenen Lage unmittelbar nach der Betätigung der die Verschlußlage sichernden Einrichtung. Fig. 3 zeigt die Teile unmittelbar vor dem öffnen der geschlossenen Zange nebst den das Öffnen vermittelnden Teilen der Nagelungsvorrichtung. Fig. 4 ist eine Sonderdarstellung der Zangenbacken in geöffnetem Zustande und im teilweisen Schnitt. Fig. 5 verdeutlicht die an der Zange angebrachte bewegliche Sicherung, durch welche die Verschlußlage herbeigeführt wird. Fig. 6 ist eine Vorderansicht der Vorrichtung, vermittels weleher die Treiberstange der Nagelungsvorrichtung in der Längsrichtung verstellt werden kann, um die Zwecke verschieden tief eintreiben zu können.
Die Zange besteht im wesentlichen aus den beiden Backen 17 und 18, die mit den einander zugekehrten Greiferflächen α und b versehen sind, welche zweckmäßigerweise gezahnt, gerillt oder aufgerauht sein können. Die Backe 18 ist seitlich verlängert und besitzt einen an der Zangenspitze unter einem Winkel zur Backe 18 angebrachten Arm 20, welcher um den Zapfen 21 drehbar ist und unter der Wirkung der Feder 22 steht. Dieser Arm 20 ist außen, da wo er sich an das Zangenende ansetzt, mit einer Streichfläche c versehen, um das Oberleder bequem an die Brandsohle andrücken und durch Entlangbewegen des Schuhes an der Streichfläche c überholen zu können. Am Ende der Zange befindet sich auch das freie Ende der zweckmäßigerweise röhrenförmig gestalteten Zuführungsvorrichtung 10 für die Zwecken, welche mit der üblichen Treiberstange 100 versehen ist, die die Zwecke in bekannter Weise einschlägt. Um die Mündung der Zuführungsvorrichtung 10 möglichst dicht bei der Zange zu haben, ist die Backe 18 bzw. der seitliche Ansatz 20 derart gestaltet, daß die Zuführungsvorrichtung 10 an dem Arm 20 vorbeigehen und sich unmittelbar neben die Zangenöffnung stellen kann. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise, wie es bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel geschehen ist, die Düse io in eine öffnung 26' in der Streichfläche c des Armes 20 eintreten lassen. Der Treiber 100 wird durch ein auf der Welle 11 sitzendes Exzenter 12 unter Vermittlung geeigneter Antriebsvorrichtungen, beispielsweise der mit der Kupplung 14 versehenen Losscheibe 13, betätigt. Die Bewegung der Kupplung 14 wird beispielsweise durch den Hebel 140 und eine in Fig. 3 angedeutete Auslösevorrichtung geregelt, vermittels welcher die Welle 11, wenn die Düse 10 nach oben bewegt wird, sich einmal drehen kann, um das Eintreiben einer einzelnen Zwecke zu bewirken und bei der Vollendung dieser Drehung stillzustehen. Das Exzenter 12 ist mit Ansätzen, einer Hubfläche oder gleichwertigen Vorrichtungen versehen, vermittels welcher es bei seiner Drehung auf eine Klinke oder X^erschlußstange 31 einwirken kann, welche mit den Zangenbacken in Eingriff steht und beim Stillsetzen der Nagelungsvorrichtung in an sich bekannter Weise die Zangenbacken erfaßt und öffnet. Bei der vorliegenden beispielsweisen Ausführungsform ist die Klinke oder Stange 31 um die Treiberstange 100 herumgebogen und mit einer aufrechten, in der Hülse 36 sitzenden Welle 34 verbunden, welche durch das Exzenter 12 bzw. dessen Hubflächen beeinflußt wird und dadurch eine Drehung erfährt, die in eine Längsbewegung, der Hakenstange oder Klinke 31 umgesetzt wird. Bei der vorliegenden beispielsweisen Ausführungsform ist die Stange 31 durch einen Arm 33 mit der Welle 34 verbunden, welche an ihrem anderen Ende einen ähnlichen Arm 35 trägt, der durch eine an der Welle 34 sitzende Feder 37 gegen einen Ansatz oder einen Hubdaumen oder die entsprechend gestaltete Hinterseite des Exzenters 12 angedrückt erhalten wird.
Die Klinke oder Hakenstange. 31 kann, wenn sie beispielsweise nach der rechten Seite der Zeichnung gezogen wird, mit ihrem Haken die Zangenbacke 17 erfassen und dadurch die Backen öffnen. Man kann sie beispielsweise durch eine Öffnung 29 der Zan-' genbacke 17 hindurcihtreten lassen. Eine Feder 24, auf welcher eine Stellschraube 25 wirkt, dient dazu, um die Zangenbacken zu schließen. Auf der einen Zangenbacke, der Backe 17, ist eine Sicherung angebracht, welche unter Federdruck auf- und abwärts bewegt wird und in der Offenstellung mit dem Hakenende der Stange oder Klinke 31 schnäbeln bzw. sich über das Hakenende stellen kann. Diese Sicherung besteht beispielsweise, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, aus einem in einer Führung der Backe 17 entlang beweglichen Block 30, welcher durch eine Feder 43 nach abwärts gezogen wird. Auf der unteren Seite ist an dem Block 30 ein drehbares, unter der Wirkung der Feder 27 stehendes Glied angebracht, durch dessen Vermittlung der sich gegen die Stange 31 mit seiner Unterseite legende Block 30 der Wirkung der Feder 43 entgegen angehoben werden kann. Dieses Anheben geschieht durch einen Fühlhebel 26, welcher am Maschinengestell bei 40 angelenkt und an der Zangenbacke 18 bei 41 drehbar befestigt ist. Beim Anheben der Zange tritt das freie Ende dieses Fühlers 26 unter das Glied 28 und bewirkt dadurch das Anheben des Blockes 30 der Sicherung.
Die Betätigung der Vorrichtung geschieht in der Weise, daß man zunächst den freien Rand des Oberleders in das offene Zangenmaul einführt, den Schuh dann etwas aufwärts bewegt, hierdurch die Zange . anhebt und durch das gleichzeitig erfolgende Anheben des Fühlers 26 die Sicherung 30 in der oben beschriebenen Weise außer Eingriff mit der Hakenstange 31 bringt. Ist die Sicherung auf diese Weise ausgelöst, so kann die Verschlußfeder 24 zur Wirkung gelangen, und indem sie sich spreizt, die Zangenbacke 17 gegen die Backe 18 drücken und auf diese Weise das Zangenmaul schließen und den Rand des Oberleders festklemmen. Man setzt alsdann die Aufwärtsbewegung des Schuhes 9" fort, indem man den Schuh etwas seitlich bewegt, um das Oberleder glatt über den Rand der Brandsohle herüberzulegen und durch die Streichfläche c anzudrücken, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Bei dieser fortgesetzten Aufwärtsbewegung' stößt der Schuh gegen die Hülse 10 der Zuführungsvorrichtung für die Zwecken und setzt diese Vorrichtung in Gang. Bei dem durch die Feder 24 bewirkten Schließen der Zangenbacken ist auch gleichzeitig mit der Backe 17 das drehbare Glied 28 der Sicherung seitlich geschwungen worden, so daß es außer Eingriff mit dem Fühler 26 kommt. Dadurch kann die Feder 43 wieder zur Wirkung kommen und zieht den Block 30 gegen den wegen der seitlichen Drehung der Backe 17 jetzt unmittelbar unter dem Block 30 befindlichen Haken der Hakenstange oder Klinke 31 und hält diese fest, ohne jedoch ihre Weiterbewegung zu behindern. Durch den von ihr ausgeübten Druck von oben unterstützt die federnde Sicherung (30,45) das. Geschlossenhalten der Backen.
Wird nun bei Fortsetzung der Aufwärtsbewegung des aufzuzwickenden Schuhes die Zuführungsvorrichtung für die Zwecken in Gang gesetzt und dadurch auch die Betätigungsvorrichtung für die Treiberstange 100 ausgelöst, so gleitet zunächst der Arm.35 an dem Ansatz bzw. der Hubfläche des Exzenters 12 entlang und bewegt dadurch die Welle 34, oder diese der Welle erteilte Schwingung
wird auf andere Weise vom Exzenter 12 aus bewirkt, und durch diese Schwingung werden die Arme 35 und 33 so bewegt, daß die Hakenstange oder Klinke^3i nach der linken
Seite der Zeichnung, nach vorn bewegt wird und in die Stellung der Fig. 3 der Zeichnung gelangt. Dadurch gleitet der Block 30 weiter nach unten und stellt sich hinter den Haken der Stange 31. Wenn nun die Welle 11 ihre Drehung vollendet hat, so werden die Arme 35, 33 nach der entgegengesetzten Richtung bewegt und der Haken 31 nach der rechten Seite der Zeichnung gezogen, so daß er in die Stellung der Fig. 1 und 4 der Zeichnung gelängt. Durch den hierbei erfolgenden Zug auf die Hakenstange31 wird auch die Zangenbacke 17 nach rechts gedreht und die Zange geöffnet. Durch den Eingriff des Blockes 30 mit dem Hakenende der Stange 31 bleibt die Zange in der Offenstellung stehen. Durch das Herausziehen des. Schuhes senkt sich nunmehr die Zange und damit der Fühlhebel 26, und die Teile nehmen die ursprüngliche Lage der Fig. ι wieder an. Die Rechtsbewegung der Stange 31 erfolgt, sobald die Welle 11 ihre Drehung vollendet und das Eintreiben einer Zwecke bewirkt hat.
Bei der vorliegenden Vorrichtung geschieht die Betätigung der Zange also durch unmittelbares Anheben derselben ■ durch den Schuh selbst. Man kann mittels dieser Vorrichtung, ohne befürchten zu müssen, daß das Oberleder herausgleitet, es in jedem gewünschten Grade spannen und straff halten, und kann es auf diese Weise besser als bei den bisherigen Vorrichtungen auf die Brandsohle auflegen.
Die Zange erhält bei der vorliegenden Vorrichtung außer der beschriebenen Bewegung noch eine Bewegung in der Längsrichtung quer zur Schuhsohle, um den freien Rand des Oberleders mit ziehender Bewegung durch die seitliche Verschiebung der Streichfläche c auf die Brandsohle auflegen und dadurch fester und glatter andrücken zu können. Diese seitliche Bewegung wird durch vorspringende Teile 23 hervorgebracht, um bei der Aufwärtsbewegung der Zange auch selbsttätig den Arm 20 und damit die Zange selbst, wie aus einem \^ergleich von Fig. ι und 2 sich ergibt, seitlich bewegen zu können. Beispielsweise ist ein solcher vorspringender Teil 23 an der Zangenbacke 18 angebracht, und eine entsprechende Hubfläche kann bei 32 an dem feststehenden Teil der . 55 Maschine befindlich -sein. Wird durch den Schuh dieZange angehoben, so verschiebt sich der Arm 20, die Zangenbacke 18 und die damit bei 19 drehbar verbundene Backe 17 ebenfalls etwas seitlich. Zur Ermöglichung dieser seitlichen Bewegung sitzt bei dieser Ausführungsform der den Fühler 26. befestigende Drehzapfen 40 in einem Schlitz des Fühlers, und ebenso ist der Stift oder Zapfen 21, an dem der Arm. 20 sitzt, in einem Schlitz 201 angebracht. Die Feder 22 ist derart angeordnet,, daß sie nicht allein die Zange nach abwärts zieht, sondern auch nach der rechten Seite der Zeichnung bewegt, so daß die Teile durch Einwirkung dieser Feder 22 wieder in ihre aus Fig. 1 ersichtliche Ruhelage gelangen. .
In Fig. ι und 6 ist noch eine Anordnung dargestellt, um die Eintreibevorrichtung derart einzustellen, daß sie die Zwecke verschieden tief eintreibt. Die Vorrichtung besteht aus einem Schieber 63, der mit einem schrägen Schlitz 64 versehen ist und sich in den Führungen 61, 62 einer Kurvenscheibe o. dgl. verschieben kann, die vom Exzenter 12 beeinflußt wird. Ein an der Treiberstange 100 angebrachter Stift. 65 tritt in den Schlitz 64 ein. Je nach der seitlichen Verstellung des Schiebers 63 wird die Treiberstange 100 verschieden hoch eingestellt, so daß dementsprechend auch die Tiefe wechselt, bis zu welcher die Zwecken eingetrieben werden.
Der Schuh kann selbstverständlich auf einem Gestell 50 aufruhen. .

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Schuhwerkauf zwickmaschine, deren Zange beim Anheben des Werkstückes sich schließt und unter Vermittlung der Nagelungsvorrichtung beim Eintreiben einer Zwecke selbsttätig geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösen der die Schließvorrichtung der Zangen in ihrer Ruhelage festhaltenden Sicherung durch unmittelbares Anheben der Zange selbst geschieht. ■ .
2. Schuhwerkaufzwickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Auslösen der Sicherung bewirkende, mit einer der Zangenbacken drehbar verbundene Hebel oder Fühler (26) am Maschinengestell selbst angelenkt ist und beim Anheben der Zange die Sicherung auslöst, so daß die Zangenbacken sich schließen können.
3. Schuhwerkaufzwickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung aus einem im wesentlichen in der Längsrichtung der Zange beweglichen Block, Bolzen o. dgl. (30) besteht, der durch auf ihn wirkenden Druck oder Zug gegen den daruntertretenden, das Öffnen der Zangenbacken in bekannter Weise bewirkenden und von der Bewegung der Zweckeneintreiberstange abhängigen Haken, eine Klinke o. dgl. (31) bewegt wird und unter Vermittlung eines daran drehbar befestigten Ansatzes (28)
von der in der Offenstellung der Zange daruntertretenden Fühler (26) angehoben werden kann.
4. Schuhwerkaufzwickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zange mit Anschlägen oder Hubflächen (23) versehen ist, mittels welcher sie beim Anheben, an dem gegenüberliegenden Maschinenteil' entlang gleitend, etwas seitlich bewegt werden kann, um das Oberleder möglichst fest überholen und anlegen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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