DE219295C - - Google Patents
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- DE219295C DE219295C DENDAT219295D DE219295DA DE219295C DE 219295 C DE219295 C DE 219295C DE NDAT219295 D DENDAT219295 D DE NDAT219295D DE 219295D A DE219295D A DE 219295DA DE 219295 C DE219295 C DE 219295C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03B—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
- F03B15/00—Controlling
- F03B15/02—Controlling by varying liquid flow
- F03B15/04—Controlling by varying liquid flow of turbines
- F03B15/06—Regulating, i.e. acting automatically
- F03B15/18—Regulating, i.e. acting automatically for safety purposes, e.g. preventing overspeed
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E10/00—Energy generation through renewable energy sources
- Y02E10/20—Hydro energy
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
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- Hydraulic Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219295 KLASSE 88«. GRUPPE
ERNST BRAUN in ZÜRICH.
mit selbsttätigem Freilauf besitzen.
Lange Rohrleitungen für Wasserturbinen werden dadurch gegen die bei raschem Schließen
der Turbine auftretenden Drucksteigerungen gesichert, daß man gleichzeitig mit dem Ab-Schluß
der Turbine einen Freilauf öffnet, durch welchen ungefähr ebensoviel Wasser ausströmen
kann, wie durch den Abschluß der Einlaßorgane abgesperrt wurde, so daß das in
der Rohrleitung befindliche Wasser vorerst in
ίο seiner Bewegung nicht wesentlich gestört wird.
Erst allmählich wird dann dieser Freilauf wieder geschlossen, um Wasser zu sparen.
Diese Sicherung, welcher man den Namen Druckregelung gegeben hat, bildet nur so lange einen Schutz, als sie tatsächlich jedesmal
in Tätigkeit tritt, wenn die Turbine rasch schließt. Ihre Verwendung birgt aber eine
gewisse Gefahr in sich: Denn mit Rücksicht auf das Vorhandensein einer solchen Druckregelung
gestaltet man die ganze Geschwindigkeitsregelung der Turbine derart, daß die Einlaßorgane sehr rasch abgeschlossen werden
können. Wenn dies geschieht, jedoch die Druckregelung versagt, so wird die ganze in
der langen Rohrleitung befindliche Wassersäule mit ihrer großen Masse gestoppt.
Es entsteht eine so große Drucksteigerung, daß ein Bruch der Rohrleitung zu befürchten
Die vorliegende Erfindung soll die genannte Gefahr ausschließen. Sie besteht in dem Verfahren
und den zur Ausübung desselben gehörenden Vorrichtungen, für die Rohrleitung eine zweite Sicherung zu schaffen, und zwar
dadurch, daß im Falle des Versagens der eigentlichen Druckregelung die Einlaßorgane
der Turbine unter dem Einfluß selbsttätig arbeitender Vorrichtungen langsamer geschlossen
werden, als wenn die Druckregelung in Tätigkeit bleibt. Wendet man dieses Verfahren an,
so wird die Steigerung der Umlaufzahl der Turbine sich allerdings vergrößern. Es ist
dies jedoch entfernt nicht so gefährlich, als wenn infolge großer Drucksteigerung die Rohrleitung
bricht und das oft unter sehr hohem Druck ausströmende Wasser erhebliche Verwüstungen
anrichtet.
Beiliegende Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele für die zur Ausübung genannten Verfahrens
dienenden Vorrichtungen:
In Fig. ι sei angenommen, es befinde sich der Servomotor α augenblicklich in Ruhe. Infolge
einer Entlastung nehme die Turbine eine größere Umlaufszahl an, der Fliehkraftregler b
hebt seine Muffe, der Doppelhebel c dreht sich augenblicklich um den Punkt d und drückt
mittels einer verschiebbaren Muffe und der Feder β im Steuerzylinder f den Steuerkolben
nieder. Hierdurch wird die durch das Rohr g zufließende Steuerflüssigkeit durch das Rohr h
unter den Kolben * des Servomotors α geleitet.
Der Kolben i hebt sich und bewegt die zu den Einlaßorganen der Turbine führende
Stange k mittels eines Winkelhebels nach rechts in der Richtung des Schließens. Gleichzeitig
hat der Kolben i mittels des Gestänges
I, m, η, ο den Kolben ft im Katarakt q angehoben.
Die über dem großen Kolben r des Druckreglers befindliche Druckflüssigkeit kann
entweichen, und das unter dem Kolben r befindliche Wasser hebt ihn in die Höhe. Hierdurch
öffnet der Konus s dem im Hauptzuleitungsrohr zur Turbine befindlichen Wasser
durch die Rohre t und u den Weg ».ins Freie
und verhindert eine Drucksteigerung in der
ίο Hauptrohrleitung. Nun kann es vorkommen,
daß sich der Konus s infolge besonderer Umstände nicht hebt, wenn er es tun sollte. Bei
bisheriger Bauart würde in diesem Fall eine plötzliche sehr große Drucksteigerung in der
Hauptleitung auftreten; durch das Verfahren und die zugehörigen Vorrichtungen, welche
den Gegenstand vorliegender Erfindung ausmachen, wird eine solche jedoch ausgeschlossen.
Danach müssen sich nämlich, sobald der Freilauf s versagt, die Einlaßorgane der Turbine
viel langsamer schließen, als wenn die Druckregelung richtig arbeiten würde. Wenn nämlich
infolge rascher Entlastung der Fliehkraftregler b (Fig. 1) seine Muffe hebt, und der Kolben i des
Servomotors rasch in die Höhe geht, so nimmt er mittels des Gestänges v, w den Kataraktzylinder
χ mit in die Höhe. Gleichzeitig hat aber der Kolben i mittels des Gestänges I, m,
n, 0 bewirkt, daß der Kolben r im Druckregler sich hebt; dieser drückt nun seinerseits
mittels des Gestänges y, ζ die Stange A hinunter. Es können nun die Hebelverhältnisse
so gewählt werden, daß bei richtigem Funktionieren der Druckregelung durch das Senken
des Gelenkes B und das Heben des Gelenkes C der Gelenkpunkt D in Ruhe bleibt. Sobald
aber der Druckregler versagt, bleibt der Kolben r und damit das Gestänge y, z, A, also
auch der Gelenkpunkt B in Ruhe. Der Gelenkpunkt C hebt sich allein, und dadurch veranlaßt,
hebt sich auch die mit dem Gelenkpunkt D verbundene Muffe. Wenn diese Muffe
einen bestimmten Weg nach oben zurückgelegt hat, so stößt sie von unten auf den fest
mit der Stange E verbundenen Anschlag f, nimmt die Stange des Steuerkolbens unter
Zusammendrücken der Feder e mit, reduziert die Steuerquerschnitte und damii auch die
Schließgeschwindigkeit der Turbine. Infolge der Nachgiebigkeit des Kataraktes wird die
Reduktion nur auf ein bestimmtes Maß erfolgen, daß so gewählt wird, daß die Druck-
steigerung in der Rohrleitung ungefährlich klein bleibt.
Statt auf die Bewegung der Steuerstange E kann nach Fig. 2 das Gestänge A, B, C mittels
der Stange G und des Hebels H auf ein in die Zuleitung g eingeschaltetes Drosselorgan
I wirken, welches in Fig. 2 im Schnitt, in Fig. 3 in der Seitenansicht dargestellt ist.
Die Einleitung zur Verzögerung der Schließbewegung der Einlaßorgane kann ferner dadurch geschehen, daß im Fall eintretender
Drucksteigerung diese selbst auf einen federbelasteten Kolben wirkt, denselben in Bewegung
setzt, wonach dieser Kolben auf irgendeine Weise die erwünschte Verzögerung der
Schließbewegung der Häupteinlaßorgane der Turbine bewirkt.
Alle diese Hilfsvorrichtungen treten erst dann in Tätigkeit, wenn der Druckregler versagt,
beschränken also die rasche und präzise Geschwindigkeitsregelung bei richtiger Druckregelung
keineswegs.
Claims (3)
1. Verfahren zur Sicherung langer Rohrleitungen
für Wasserturbinen, welche Druckregelung mit selbsttätigem Freilauf besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß man
das Schließen der Haupteinlaßorgane der Turbine langsamer erfolgen läßt, wenn der
Freilauf der Druckregelung versagt, als wenn das nicht der Fall ist.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter Vermittlung eines besonderen
Gestänges der Servomotor die vom Geschwindigkeitsregler eingeleitete Zuführung der vom Servomotor benötigten
Steuerflüssigkeit verzögert, sobald der Druckregler versagt.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Versagen des Druckreglers bei großer Entlastung der Turbine durch die beginnende Drucksteigerung in
der Hauptrohrleitung, welche infolge des vom Geschwindigkeitsregler eingeleiteten
raschen Schließens der Turbine auftritt, Hilfsorgane (z. B. federbelastete Kolben)
betätigt werden, welche auf ein Verlangsamen der Schließbewegung der Turbine hinwirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219295C true DE219295C (de) |
Family
ID=480436
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT219295D Active DE219295C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE219295C (de) |
-
0
- DE DENDAT219295D patent/DE219295C/de active Active
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