DE219563C - - Google Patents
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- DE219563C DE219563C DENDAT219563D DE219563DA DE219563C DE 219563 C DE219563 C DE 219563C DE NDAT219563 D DENDAT219563 D DE NDAT219563D DE 219563D A DE219563D A DE 219563DA DE 219563 C DE219563 C DE 219563C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B19/00—Cartridges with absorbing substances for respiratory apparatus
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Pulmonology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Gas Separation By Absorption (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219563 ~ KLASSE 61«. GRUPPE
in GELSENKIRCHEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juni 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine zur Auffrischung der ausgeatmeten Luft bei Atmungsvorrichtungen
dienende Patrone, in welcher die Luft durch Ätzkali o. dgl. von der Kohlensäure befreit wird, und zwar auf eine
solche Patrone, bei welcher das Ätzkali in einem Träger aus durchlässigem und aufsaugefähigem
Stoffe derart gelagert ist, daß es der vorbeistreichenden Luft eine große und gleichmäßige
Oberfläche bietet, und daß die sich bildende Lauge unmittelbar am Orte ihres Entstehens von einer Aufsaugemasse aufgesaugt
wird.
Man hat bisher den Ätzkaliträger aus einzelnen, getrennten Taschen oder Behältern
hergestellt, welche sowohl das Ätzkali als die Aufsaugemasse enthielten und deren Wandungen
durchlässig waren, so daß die Luft an das Ätzkali herantreten konnte. Man hat
ferner diese Taschen oder Behälter so angeordnet, daß die Luft im Zickzackwege an
den einzelnen Behältern vorbeigeführt wurde. Man hat auch schon die Aufsaugemasse selbst
zur Führung der Luft benutzt, indem man für dieselbe aufsaugefähige, aber für Luft undurchlässige
Stoffe, wie Fließpapier, Filz 0. dgl. verwandte, welche in das Ätzkali gebettet wurden. Feiner ist es bei Luftreinigungsvorrichtungen
(Desinfektionsappäraten mit flüssigen Desinfektionsmitteln) nicht neu, die zu
reinigende Luft durch schraubenförmig gewundeue Gange hindurchzuführen, wobei das
flüssige Desinfektionsmittel gezwungen war, sich auf einer schraubenförmigen Fläche auszubreiten
und auf ihr herabzulaufen, indem die Luft in entgegengesetzter Richtung vorbeigeführt
wurde und die Schraubenflächen Berieselungsflächen darstellten. Solche Vorrichtungen
verlangten- bekanntlich eine genaue Aufstellung (lotrechte Lage der Schraubenachse).
Die Neuerung besteht nun darin, die Ätzkaliträger selbst derart auszubilden, daß die
aufzufrischende Luft in bekannter Weise durch schraubenförmige Windungen hindurchgeführt
wird.
Die Patrone nach der Erfindung benutzt feste Erneuerungsmittel, kann in jeder Lage
benutzt werden, bietet der hindurchgesaugten Luft große und durchweg gleichmäßig beanspruchte
Oberflächen und ist leicht und billig herzustelsen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι ist ein Querschnitt durch die Patrone,
Fig. 2 ein Querschnitt durch einen Gewindegang des Ätzkaliträgers. :
α ist der zylindrische Außenmantel der Patrone,
b der obere Deckel, c der untere Deckel. Die Deckel sind sowohl gegen den Mantel a
als auch gegen ein die Patrone in der Mitte durchsetzendes, an beiden Enden offenes Rohr d
abgedichtet. Im unteren Deckel c ist der Einlaßstutzen e, und im oberen Deckel b
der Auslaßstutzen f angebracht. In dem zwi-
60
sehen dem äußeren Mantel α und dem inneren
Rohr b verbleibenden ringförmigen Raum ist der Ätzkaliträger g untergebracht, der aus
einem schraubenförmigen . Drahtgewebe mit rechteckigem hohlen Querschnitt besteht. Das
Drahtgewebe selbst ist zweckmäßig aus dünnem Draht hergestellt, so daß die Luft frei
durch die einzelnen Maschen des Gewebes hindurchtreten kann. , Der schraubenförmige
ίο Hohlraum im Innern des Trägers g dient zur
Aufnahme zweier Schichten h und i aus Ätzkali. Zwischen diesen Schichten ist die Aufsaugemasse
gelagert, welche aus einem schraubenförmig gewundenen Bande k aus Fließpapier
o. dgl. besteht.
Die zu erneuernde Luft tritt bei e in die Patrone ein und streicht nun in dem zwischen
den einzelnen Windungen des Ätzkaliträgers g verbleibenden Hohlraum schraubenförmig nach
oben, da ein unmittelbares Hochsteigen der Luft durch das für die Luft undurchlässige
Band k verhindert ist.
Man kann die Windungen des Ätzkaliträgers g so eng legen, daß die untere Wandung
jeder Windung unmittelbar auf der oberen Wandung der vorhergehenden Windung aufliegt.
Die Luft wird dann in dem durch diese Wandungen selbst gebildeten, schraubenförmigen
Räume geführt. Sie wird auf diesem Wege durch die dünnen Drähte des
Drahtgewebes wiederholt abgelenkt und dadurch noch mehr gezwungen, in die Ätzkalischicht
selbst oder in die zwischen den einzelnen Ätzkalikörnern verbleibenden Hohlräume
einzudringen.
Man kann auch auf die seitlichen, zylindrischen Wandungen des Ätzkaliträgers verzichten
und die Anordnung so treffen, daß schraubenflächig gewundenes Drahtgewebe,
eine Schicht Ätzkali, schraubenflächig gewundenes Fließpapier, eine zweite Schicht Ätzkali,
der folgende Gang des Drahtgewebes, der folgende Gang der ersten Schicht des Ätzkalis, der
folgende Gang des Fließpapieres, der folgende
Gang der zweiten Schicht Atzkali usw. schichtweise übereinander gelagert sind. Die Luft
wird dann wieder in der durch das Drahtgewebe eingenommenen, schraubenförmigen
Schicht geführt.
Durch die neue Anordnung werden folgende Vorteile erreicht: Geringes Gewicht der Patrone,'
Lagerung des Ätzkalis in sehr großen Oberflächen, gleichmäßige Ausnutzung der gesamten
Oberfläche des Ätzkalis, da die Luft auf einem stetig verlaufenden Wege an der gesamten Oberfläche des Ätzkalis ,in gleichmäßiger
Weise und ohne plötzliche Richtungsänderungen vorbeigeführt wird, billige und gleichmäßige Herstellbarkeit der Patrone und
eine wirksame Abkühlung derselben während des Betriebes; denn in dem inneren Rohre b
wird ein Luftzug selbsttätig dadurch erzeugt, daß die Außenluft an den Wandungen des
Rohres erwärmt wird und infolgedessen wie in einem Schornsteine hochsteigt.
Statt aus Drahtgewebe kann der Ätzkaliträger auch aus irgendwelchen anderen für
die Luft durchlässigen Wandungen, z. B. Siebblech o. dgl., hergestellt werden.
Claims (2)
1. Patrone zur Beseitigung der Kohlensäure bei Atmungsvorrichtungen mit zwangläufiger
Führung der Luft, gekennzeichnet durch einen schraubeförmigeri Träger für
die zur Abscheidung der Kohlensäure dienenden festen Chemikalien (Ätzkali o. dgl.).
2. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger der Chemikalien
ein schraubenförmiges Drahtgewebe mit rechteckigem hohlen Querschnitt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219563C true DE219563C (de) |
Family
ID=480685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT219563D Active DE219563C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE219563C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE879651C (de) * | 1938-07-25 | 1953-06-15 | Draegerwerk Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Alkalipatronen in Atemschutzgeraeten mit Kreislauf der Atemluft |
| WO2007007203A3 (en) * | 2005-03-04 | 2007-04-12 | Kevin Gurr | Re-breather apparatus with vaned filtering canister |
-
0
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE879651C (de) * | 1938-07-25 | 1953-06-15 | Draegerwerk Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Alkalipatronen in Atemschutzgeraeten mit Kreislauf der Atemluft |
| WO2007007203A3 (en) * | 2005-03-04 | 2007-04-12 | Kevin Gurr | Re-breather apparatus with vaned filtering canister |
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