DE219571C - - Google Patents

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DE219571C
DE219571C DENDAT219571D DE219571DA DE219571C DE 219571 C DE219571 C DE 219571C DE NDAT219571 D DENDAT219571 D DE NDAT219571D DE 219571D A DE219571D A DE 219571DA DE 219571 C DE219571 C DE 219571C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/08Manual exchanges using connecting means other than cords

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
K. PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 219571 -KLASSE 21«. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN.
Schaltung fUr Amtsverbindungsleitungen in Fernsprechanlage!;.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. November 1907 ab.
Beim Amtsverbindungsleitungsbetrieb ist es erforderlich, daß im anrufenden Amt, das die Verbindung überwacht, die Leitung so lange besetzt gemacht ist, bis das gerufene Amt nach vollendetem Gespräch die Verbindung mit dem Teilnehmer getrennt hat. Die Erfindung gestattet nun ' einen störungsfreien Betrieb unter Benutzung einfachster Mittel. Erfindurigsgemäß wird im überwachenden Amte
ίο zur Schlußzeichengabe und Besetztmachung ein Relais am abgehenden Ende der Verbindungsleitung angeordnet, dessen Erregung unter dem Einflüsse zweier Relais im zweiten Amte steht, von denen das eine vom Zustande der Teilnehmerstation, das zweite vom Stecken des Verbindungsstöpsels im überwachenden Amte abhängig ist. Vorzugsweise wird das eine der Relais stromlos sein, solange der Teilnehmer seinen Hörer abgenommen hat, während der Stromfluß über das andere beim Ziehen des Verbindungsstöpsels im überwachenden Amte unterbrochen wi;d, und die Erregung des Relais am abgehenden Ende der Verbindungsleitung wird über Ruhekontakte dieser Relais erfolgen. Dabei wird das durch das Stöpselziehen beeinflußte Relais die Besetztmachung des abgehenden Leitungsendes auszuführen haben. " Zweckmäßig kann dieses auch noch dazu, dienen, dem zweiten Amte ein Schlußzeichen zu geben. Hierdurch wird erzielt, daß mit einem und demselben Relais auf dem überwachenden Amte nicht nur die Schlußzeichengabe und Überwachung ermöglicht wird, sondern daß auch die Besetztmachung der gewählten Verbindungsleitung auf diesem Amte bei herausgenommenem Verbindungsstöpsel so lange bestehen bleibt, bis auch der Ver bindungsstöpsel zwischen dem zweiten Amte und dem Teilnehmer herausgenommen ist. Der Vorgang spielt sich dann in der Weise ab, daß der angerufene Teilnehmer sein Schlußzeichen nach dem überwachenden Amte über das dort angeordnete Relais gibt. Trennt nunmehr das erste (anrufende und überwachende) Amt auf Grund des gegebenen Schlußzeichens des Teilnehmers die Verbindung, so erscheint das Schlußzeichen auf dem zweiten Amte, und außerdem wird durch das am abgehenden Leitungsende liegende Relais im ersten Amt die Klinkenbuchse unter Prüf potential gesetzt und dadurch besetzt gemacht, bis die Verbindung auf dem zweiten Amt getrennt wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel für den Gegenstand der Erfindung. Zwischen dem Amt I und dem Amt Il bzw. dem an das Amt II angeschlossenen Teilnehmer kann die Verbindung über die Amtsverbindungsleitungen a, b hergestellt werden. Zu diesem Zwecke wird auf dem anrufenden Amte I der Stöpsel VS1 von seinem Sitze gehoben, wodurch ein Zugschalter u, geschlossen und eine Lampe SL2 zum Aufleuchten gebracht wird. Durch Einführen des genannten Stöpsels in die Klinke VK1 der zur Zeit freien Amtsverbindungsleitung a, b werden zunächst folgende Stromkreise hergestellt: Der Strom der Batterie I1 geht über den Zugschalter u, einen Lampenwiderstand v, den Hals des Stöpsels VS1 über die Wicklung 1 eines Difterentialrelais DR zur Erde und von dort zürn geerdeten Pol der Batterie. Hierdurch bleibt zwar Lampe SL2 am Leuchten, jedoch wird das Differentialrelais DR erregt und zieht seinen Anker an. Dies hat zur Folge, daß ein Kontakt λ; ge-
(2. Auflage, atisgegeben am ΐγ. Februar
schlossen wird, so daß infolgedessen die Verbindungsleitung α an Erde über eine Drosselspule Dr1 gelegt ist. Hierdurch ergibt sich ein Stromverlauf von Erde über den geschlossenen Kontakt x, Drosselspule Dr1, Verbindungsleitung a, Wicklung des Schlußrelais SR2 und eines Relais TR zur Batterie i2, n2 des zweiten Amtes II und über diese zur Erde. Die Folge dieses Stromes ist, daß die Relais SR2 und TR
ίο ihre Anker anziehen und die übrigen Signalstromkreise abschalten. Gleichzeitig hiermit ist auf dem Amt I die Leitung an den Vielfachklinken besetzt gemacht und bleibt besetzt bis zur Lösung der Verbindung auf dem Amte II, weil der von Batterie I1 über Schalter u, Widerstand v, Wicklung 2 des Relais DR und den Anker des Relais S-R1 fließende Strom die Buchse von VK1 unter Spannung setzt, während diese Buchse im Ruhezustande über
ao die Wicklung 1 des Relais Di? an Erde liegt. Auf welche Weise das Relais SR1 erregt wird, wird später gezeigt. Nunmehr kann in üblicher Weise das Amt II vom Amte I mittels Rufwechselstrom angerufen werden. Der Ruf-
s>5 wechselstrom kann über die Leitungen α und b oder aber auch über andere Leitungen gesandt werden; auch ist es möglich, dem Amt II über besondere Dienstleistungen mitzuteilen, welcher Teilnehmer verlangt wird. Bei dem Anruf mittels Rufwechselstrom wird beispiels- : weise ein (nicht gezeichnetes) Anrufrelais erregt, so daß in bekannter Weise ein Haltestromkreis geschlossen und eine Änruflampe zum Aufleuchten gebracht wird o. dgl. Sobald nun auf dem zweiten Amt der Anruf erkennbar geworden ist, wird der Stöpsel VS2 von seinem Sitz abgehoben. Hierdurch kann in bekannter Weise die Anruflampe zum Er-
■ löschen gebracht werden: Außerdem wird aber bei dem Anheben des Stöpsels VS2 durch den Stöpselsitzschalter f die Verbindung der Relais SR2 und TR mit der Batterie i2, n2 verändert, urn die für die weiteren Schaltvorgänge notwendigen Schaltungen vorzube-
4-5 reiten. Der Stromverlauf für die weiter in angezogener Stellung verbleibenden Anker der Relais SR2 und TR ist folgender: 1. Vom Pluspol der Batterie n2 über Stöpselsitzschalter f, Relais SR2, Verbindungsleitung a, Drosselspule Dr1, Differentialrelaisanker x, Erde und zur Batterie W2 zurück. 2. Vom Pluspolt der Batterie i2, Wicklungen der Relais TR und SR2, Verbindungsleitung a, Drosselspule Dr1, Anker χ zur Erde.
Hebt der gewünschte Teilnehmer seinen Hörer ab, so erhält sein Anruf relais AR Strom und legt die Büchse der Klinke VK2 durch Anzug seines Ankers k über einen Widerstand wa an Erde. Die Widerstände w und wa sind so abgestimmt, daß das Relais TR, das jetzt in einer Brückenschaltung liegt, stromlos wird. Infolgedessen fällt der Anker des Relais TR ab und es findet folgender Stromverlauf statt: Vom Pluspol der Batterie M2 über Stöpselsitzschalter /",Anker und Ruhekontakt des Relais Ti?, Drosselspule Dr2, Verbindungsleitung b, über die Wicklung des Schlußrelais.Si^1 und Erde zur Batterie zurück. Hierdurch wird zunächst der Anker des Relais STi1 angezogen und infolgedessen ein Stromkreis über die Batterie iv Zugschalter u, Widerstand' v, Stöpselhals FS1, Wicklung 2 des Differentialrelais DR und den Anker des Schlußrelais SR1 geschlossen. Die zweite Wicklung des Differentialrelais wird also" nur vom Strom der Batterie I1 durchflossen, so daß ein Abfallen des Ankers, welcher durch den die Wicklung ι entgegengesetzt durchfließenden Strom der Batterien ix und U1 gehalten wird, nicht stattfindet. Gleichzeitig brennt die Schlußlampe SL2 nicht mehr sichtbar, da die Wicklung 2 des Differentialrelais DR im Nebenschluß zu dieser bisher hell leuchtenden Lampe liegt.
Hängt nun der dem Amt II zugeordnete Teilnehmer seinen Fernhörer an, so wird hierdurch die Brückenschaltung auf Amt II aufgehoben. Infolgedessen fließt durch das Relais 77? wieder Strom, der Anker dieses Relais wird angezogen und die über Drosselspule DR2 und Verbindungsleitung δ zum Schluß relais SR1 bisher vorhandene Leitungsverbindung wird unterbrochen, so daß das Schlußrelais SR1 stromlos wird. Infolgedessen fällt der Anker des Schlußrelais SR1 ab, die Wicklung 2 des Differentialrelais DR wird stromlos und die Schlußlampe SL2 leuchtet wieder auf, weil der Nebenschluß (Wicklung 2 des Differentialrelais DR) nunmehr unterbrochen ist. Der Anker des Differentialrelais χ wird hierdurch nicht beeinflußt, sondern bleibt unter Einwirkung der nach wie vor vom Strom durch- '■ flossenen Wicklung 1 in angezogener Lage.
Wird nun zwecks Lösung der Verbindung der Verbindungsstöpsel VS1 aus der Klinke VK1 herausgezogen, was nach dem Wiederaufleuchten der Lampe SL2 zu erfolgen hat, so wird hierdurch der Strom in der Wicklung 1 des Differentialrelais DR unterbrochen. Da nunmehr das Differentialrelais DR überhaupt keinen Strom mehr erhält, fällt der Anker χ dieses Relais ab und unterbricht den Stromlauf über die Drosselspule Dr1 und das Schlußrelais SR2. Letzteres läßt infolgedessen seinen Anker los, und es werden folgende Stromkreise geschlossen: Vom Pluspol der Batterie n2 über Stöpselsitzschalter f, Anker und Ruhekontakt des Relais SR2 über die Schlußlampe SL3 zur Erde. Die Schlußlampe SL3 auf Amt II leuchtet also auf. Gleichzeitig wird folgender Stromkreis durch das Abfallen des Ankers des Relais SR2 gebildet: Von dem Pluspol der Batterie n2
über den Stöpselsitzschalter / und gleichzeitig auch vom.. Pluspol der Batterie i2 über den Widerstand w und die Wicklung des Relais TR, über den Anker und Ruhekontakt des Relais SR2, Drosselspule Dr2, Verbindungsleitung, b, Relais SR1 und über Erde zur Batterie zurück. Das Relais SR1 wird also wieder erregt, zieht seinen Anker an, Und infolgedessen wird durch den von der Batterie nx über die Wicklungen 2
ίο und ι des Differentialrelais DR verlaufenden Strom die Amtsverbindungsleitung a, b besetzt gemacht. Der durch die Wicklungen ι und 2 des Differentialrelais DR verlaufende Strom übt infolge Differentialwirkung auf den Anker χ dieses Relais einen Einfluß nicht aus. Es ist also nunmehr erreicht, daß die Leitung auf dem Amt I besetzt gemacht ist, solange die Schlußlampe Si3 auf dem Amt II durch Herausziehen des Stöpsels FS2 nicht zum Erlöschen gebracht ist. Diese Besetztmachung kann auch auf optischem Weg kenntlich gemacht werden. Dies kann beispielsweise so geschehen, daß ein zwischen der Buchse oder dem betreffenden anderen Teil, welcher unter Prüf spannung steht, und Erde eingeschaltetes Relais vorgesehen wird, welches.alsdann anspricht und eine Lampe einschalten kann, welche als optisches Besetztsignal dient. Wird jedoch, nachdem an dem Aufleuchten der Schlußlampe SjL3 auf dem Amt II erkannt ist, daß das Amt I die Verbindung gelöst hat, der Stöpsel VS2 aus der Teilnehmerklinke herausgenommen und auf seinen Sitz zurückgeführt, so wird der Stöpselsitzschalter f herabgedrückt und mithin der Stromverlauf über Drosselspule Dr2, Amtsverbindungsleitung b und die Wicklung des Schlußrelais SA1 unterbrochen. Dies hat zur Folge, daß nunmehr auch der Anker des Relais SA1 wieder abfällt und an den Klinken des Amtes I auch das Prüfpotential, durch welches das Besetztsein erkennbar war, aufgehoben wird. Die Leitung a, b ist also nunmehr wieder frei.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltung für Amtsverbindungsleitungen in Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregung eines am abgehenden Ende der Verbindungsleitung im überwachenden Amt (I) angeordneten Relais (SR1), das die Schlußzeichengabe und Besetztmachung der abgehenden Klinke (VK1) im überwachenden Amt (I) regelt, unter dem Einfluß zweier Relais (TR, SR2) im zweiten Amt (II) steht, von denen das eine (TR) vom Zustand der Teilnehmerleitung, das zweite (SR2) vom Stecken des Verbindungsstöpsels (VS1) im überwachenden Amt abhängig ist.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das der abgehenden Leitung im überwachenden Amt (I) zugeordnete, zwischen dem einen Leitungszweig (b) der Verbindungsleitung und Erde liegende Relais (SR1), das Strom über Ruhekontakte der Anker der Relais (TR, SR2) des zweiten Amtes (II) empfängt, von denen das eine (TR) während des Gespräches durch Überbrückung bis zum Anhängen des Teilnehmerhörers stromlos gemacht ist, während das zweite (SR2) beim Ziehen des Stöpsels (VS1) im überwachenden Amt (I) durch Unterbrechung ausgeschaltet wird, durch Anzug seines Ankers bei steckendem Stöpsel (VS1) die Schlußzeichenlampe (SL2) des überwachenden Amtes (I) durch einen Nebenschluß zum Erlöschen bringt, dagegen bei gezogenem Stöpsel (VS1) bis zum Lösen der Verbindung im zweiten Amt (II) Besetztspannung an die Buchse der Klinke (VK1) des überwachenden Amtes (I) legt.
3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Besetztmachung der Klinke (VK1) im überwachenden Amt (I) veranlassende Relais (SR2) beim Ziehen des Stöpsels in diesem Amt (I) im zweiten Amt (II) eine Schlußzeichengabe bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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