DE219914C - - Google Patents

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DE219914C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps

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  • Resistance Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219914-KLASSE 21/. GRUPPE
MAX WITTGENSTEINER in CÖLN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1907 ab.
Es ist bekannt, zur Regelung des Nachschubes der Elektroden von Bogenlampen durch den Lichtbogen oder den elektrischen Strom erwärmte Heizkörper zu benutzen, die dem Kohlenabbrand entsprechend verschieden erwärmt werden und den Elektrodennachschub in der Weise veranlassen, daß schmelzbare Stützen der Elektroden abschmelzen oder erweichen. Es hat sich aber gezeigt, daß schmelzbare Elektrodenstützen eine genaue Regelung des Nachschubes nicht ermöglichen, weil der schmelzbare Stützstoff (Wachs o. dgl.), gleichgültig ob der Heizkörper durch den Lichtbogen oder durch den elektrischen Strom erwärmt wird, nicht die Eigenschaft hat, unter der Einwirkung der Hitze sich genau in dem für den richtigen Nachschub erforderlichen Maße zu erweichen. Der Erfindung gemäß wird deshalb die Elektrodenstütze nicht aus einem schmelzbaren, sondern aus einem brenn- oder sengbaren Stoff, vorzugsweise aus Papier hergestellt. Wenn man den Heizkörper/der auf diese brenn- oder sengbare Stütze einwirkt, durch den elektrischen Strom erwärmt, und zwar entweder mittelbar mit Hilfe eines besonderen, vom Ströme durchflossenen Widerstandes oder unmittelbar durch den durchfließenden Strom selbst, so sengt sich der Heizkörper in die Stütze ein und veranlaßt ein genau begrenztes, fortschreitendes Absengen der Stütze an der berührten Stelle. Derartige Regelungsvorrichtungen mit einer Elektrodenstütze aus brenn- oder sengbarem Stoff können natürlich in mannigfachen Ausführungsformen auftreten. Die Zeichnung stellt nur einige besonders zweckmäßig erscheinende Formen dar.
In Fig. ι ist 1 die während des Brennens der Lampe feststehende, 2 die nachschiebbare bewegliche Elektrode. Vor dem Einschalten der Lampe steht die Kohle 1 mit der anderen in Berührung, während beim Einschalten in bekannter Weise ein stromdurchflossener Elektromagnet 3 die Bildung des Lichtbogens herbeiführt. Beim Ausschalten stellen die Gegen.-federn 4 die Berührung mit der oberen Elektrode wieder her. Starr verbunden mit der Fassung der Elektrode 2 ist die brenn- oder sengbare Stütze, etwa in Gestalt eines Papierstreifens 5, der selbstverständlich in beliebiger Weise versteift sein kann. Die Stütze 5 ruht auf dem Heizkörper 6, dessen Erwärmung mit der Zunahme des Elektrodenabbrandes zunimmt. In Fig. ι ist zu dem Zweck ein Widerstandsdraht 7 parallel zum Lichtbogen gebildet und derart um den Körper 6 herum angeordnet, daß sich dieser bei zunehmender Erwärmung des Widerstandes mit erwärmt. Ist der Lichtbogen auf eine gewisse Länge gewachsen, so erhöht sich die Stromstärke in dem Widerstandsdrahte und erwärmt den Körper 6 stärker, bis die normale Lichtbogenlänge wieder hergestellt ist. Dabei findet ein langsames, genau begrenztes Einsengen des Heizkörpers 6 in die Stütze 5 aus Papier o. dgl. statt.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform mit parallel nebeneinanderstehenden, abwärts gerichteten Elektroden dargestellt. Von diesen ist die eine . auf einer Platte 9 befestigt, die andere um einen
Zapfen in dieser Platte drehbar angeordnet, damit sie vor Einschaltung der Lampe durch die Wirkung der Feder io an ihrer Spitze mit der festen Elektrode in Berührung gebracht werden kann. . Ähnlich wie in Fig. ι erfolgt nach Einschaltung der Lampe durch den stromdurchflossenen Elektromagneten ii und den Anker 12 die Trennung der Elektrodenspitzen und damit die Bildung des Lichtbogens. Infolge der Parallelstellung der Elektroden, die während des ganzen Abbrandes beständig beibehalten wird, findet ohne weitere Regelung des Abstandes ein gleichmäßiges Abbrennen statt. Das ganze System der Elektroden mit dem Magneten und der Platte 9 ist nun in zwei Führungen 13 gleitend angeordnet und wird an einem Herabfallen durch den Heizkörper 6 verhindert, der auf den untersten von einer Anzahl sprossenartig zwischen den parallelen Elektroden befestigten Fäden 15, die als Stützen dienen, einwirkt. Da es, wie angedeutet, bei parallelen Elektroden nur darauf ankommt, in gewissen Zeitabständen den Lichtbogen um ein gewisses Maß sinken zu lassen, weil durch den Abbrand der Elektroden kein Steigen der Lichtbogenspannung erfolgt, so genügt es, . wenn man in den erforderlichen Abständen die Fäden 15 spannt. Die Fäden können natürlich aber auch durch einen mit den Elektroden verbun denen Streifen aus einem brenn- oder sengbaren Material, vorzugsweise also aus Papier, ersetzt werden. Die Erwärmung des Heizkörpers kann hier natürlich nicht wie in Fig. 1 durch einen parallel zum Lichtbogen gebildeten Widerstandsdraht erfolgen, vielmehr muß die Erwärmung entsprechend dem aufwärts steigenden Lichtbogen zunehmen. Wie dies zweckmäßig erreicht werden kann, wird noch im folgenden bei anderer Gelegenheit dargelegt werden.
In Fig. 3 ist der Heizkörper ein wenig modifiziert, und zwar als eine in die brennbare Stütze vordringende Schlaufe 16 ausgebildet, welche mit den abwärts sinkenden Elektroden in starrer Verbindung steht und dadurch das Nachrutschen in dem erforderlichen Maße hemmt. Im übrigen ist die Anordnung die gleiche wie bei Fig. 2. Die Schlaufe 16, zweckmäßig aus Platin bestehend, kann entweder im Nebenschluß oder im Hauptstromkreis liegen und zeitweise durch ein entsprechendes Organ eingeschaltet oder kurzgeschlossen werden, wobei sie sich entsprechend in einen Papierstreifen 5 oder eine andere geeignete Stütze einbrennt. Ist die Schlaufe dauernd parallel zum Lichtbogen gebildet, so muß sie in ihrer Erwärmung derart geregelt werden, daß ein dem Nachschübe entsprechendes langsames Eindringen in die Stütze stattfindet.
Zweckmäßiger ist es, die Erwärmung der Platinschlaufe in periodischen Zeitabständen zu bewirken, was sich leicht erreichen läßt, wenn man die Schlaufe in den Hauptstrom schaltet und in gewissen Zeitabständen den Strom hindurchfließen läßt, während die Schlaufe bei normaler Lage des Lichtbogens kurzgeschlossen bleibt. Dies geschieht bei übereinanderstehenden oder divergierenden Elektroden vermittels eines Relais.
Fig. 4 zeigt die Schaltung der Schlaufe im Hauptstrom, und zwar in Anwendung für eine Bogenlampe mit ubereinanderstehenden Elektroden. 5 ist hier wiederum die brennbare Stütze, zweckmäßig ein in der gezeichneten Stellung festzuzwängender Papierstreifen. 18 ist der Kontakt, welcher durch ein Relais bzw. eine von der Wärme des Lichtbogens beeinflußte Einrichtung von Zeit zu Zeit kurzgeschlossen werden kann. Diese Einrichtung findet auch Anwendung bei der in Fig. 5 dargestellten Lampe mit nebeneinander parallel angeordneten Elektroden. Diese Ausführungsform ist im wesentlichen der in Fig. 2 und 3 dargestellten gleich, nur daß jetzt in fester Verbindung mit dem niedersinkenden Teile der Lampe die Platinschlaufe 16 steht, welche sich auf den Papierstreifen 5 stützt und langsam in diesen niederbrennt. Die Einrichtung zum Kurzschließen bzw. Einschalten der Schlaufe in den Stromkreis ist nun in dieser Figur im Zusammenhange mit den übrigen Teilen, in Fig. 6 und 7 dagegen noch im besonderen dargestellt. In der Nähe des Lichtbogens etwas oberhalb desselben, zweckmäßig über dem Lichtbogenschirm 19, ist ein die Elektroden umspannender Ring 20 angeordnet, welcher aus zwei Metallen von ungleichem Ausdehnungskoeffizienten zusammengesetzt ist. Bei zunehmender Erwärmung hat dieser Ring die Eigenschaft, sich an der geöffneten Stelle zu dehnen. Hierdurch wird, wie aus Fig. 6 hervorgeht, alsdann der zuvor geschlossene Kontakt, welcher durch die beiden Kontaktstücke 21, 22 gebildet wird, geöffnet und dadurch die Platinschlaufe in den Stromkreis eingeschaltet. Infolge ihrer Erwärmung brennt sie dann so lange in dem Papierstreifen 5 nieder, bis infolge der Abkühlung des Ringes 20 bei niedersinkendem Lichtbogen die Kontakte 21, 22 sich wieder berühren und dadurch die Schlaufe kurzschließen. Diese Regelung mittels des Ringes 20 ist eine genau zuverlässige, no
Die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen lassen sich unschwer noch durch weitere auf derselben Grundlage beruhende ergänzen. Statt des Papieres oder der Fäden als Stoff für die Stütze kämen in zweiter Linie Gewebe o. dgl. in Betracht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zur Regelung des Elektrodennachschubes bei Bogenlampen mit Hilfe eines auf eine Elektrodenstütze ein-
    wirkenden Heizkörpers, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenstütze aus einem brenn- oder sengbaren Stoff besteht, so daß sich der Heizkörper in die Stütze fortschreitend einsengt und sich diese gegen den Heizkörper oder umgekehrt dieser gegen die Stütze vorschiebt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenstütze aus Papier besteht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenstütze aus Papier 0. dgl. unmittelbar an den Elektroden angebracht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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