DE2200515C3 - Einrichtung zum Verriegeln eines Bauteils in einer vorgegebenen Lage auf einem Träger - Google Patents
Einrichtung zum Verriegeln eines Bauteils in einer vorgegebenen Lage auf einem TrägerInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D5/00—Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
- F01D5/30—Fixing blades to rotors; Blade roots ; Blade spacers
- F01D5/32—Locking, e.g. by final locking blades or keys
- F01D5/326—Locking of axial insertion type blades by other means
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
60
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verriegeln eines Bauteils in einer vorgegebenen Lage auf
einem Träger, der um eine zur Vertikalen geneigte Achse drehbar ist und auf dem das Bauteil gleitend
verschiebbar ist, insbesondere zum axialen Festlegen eines Schaufelfußes in einer Axialnut eines Schaufelrades,
mit einem ersten Verriegelungsteil, das in einer im wesentlichen radialen Richtung zwischen einer Verriegelungs-
und einer Entriegelungsstellung bewegbar ist und das in der Entriegelungsstellung in eine Aussparung
des Trägers versenkt ist und in der Verriegelungsstellung in eine gegenüber der Aussparung des Trägers
gebildeten Aussparung des Bauteils so zur Anlage gebracht ist, daß das erste Verriegelungsteil sich jeweils
etwa zur Hälfte seiner radialen Erstreckung in den beiden Aussparungen befindet und die Bewegung des
ersten Verriegelungsteiles von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung radial nach außen
erfolgt
Bei einer vorbekannten Einrichtung dieser Gattung (FR-PS 9 76 790) wird das Verriegelungsorgan, das als
Stift ausgebildet ist, durch eine Feder radial nach außen in die Verriegelungsstellung vorgespannt, in der es sich
gleichzeitig in den beiden Aussparungen befindet Die Verwendung einer Feder zum Vorspannen des Verriegelungsorgans
stellt ein gewisses Sicherheitsrisiko dar, da die Feder brechen oder sich verklemmen kann. Diese
Gefahr ist insbesondere dann groß, wenn der Träger mit
großer Drehzahl umläuft, wie dies beispielsweise der Fall ist wenn der Träger als Schaufelrad einer
Turbomaschine und das zu verriegelnde Bauteil als Schaufelfuß ausgebildet ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der angesprochenen Gattung so auszubilden,
daß die Sicherheit gegen Lösen erhöht wird, ohne daß dadurch der Ein- und Ausbau erschwert werden.
Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung mit den eingangs angegebenen Merkmalen erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß neben dem ersten Verriegelungsteil ein zweites Verriegelungsteil vorgesehen ist, das in der
Entriegelungsstellung in eine Aussparung des Bauteils versenkt ist und in der Verriegelungsstellung in eine
gegenüber der Aussparung des Bauteils gebildete Aussparung des Trägers so zur Anlage gebracht ist, daß
das zweite Verriegelungsteil sich jeweils etwa zur Hälfte seiner radialen Erstreckung in den beiden
Aussparungen befindet und die Bewegung des zweiten Verriegelungsteils von seiner Entriegelungsstellung in
die Verriegelungsstellung radial nach innen erfolgt
Entsprechend der erfindungsgemäßen Lösung sind somit zwei Verriegelungsteile vorgesehen, deren Verriegelungsstellungen
einander so zugeordnet sind, daß sich die beiden Verriegelungsteile in entgegengesetzte
Richtungen bewegen müssen, um in ihre Verriegelungsstellungen zu gelangen. Auf diese Weise wird — auch
ohne Verwendung einer Feder — sichergestellt, daß sich immer eines der Verriegelungsteile in seiner Verriegelungsstellung
befindet Wird beispielsweise das eine Verriegelungsteil durch die Zentrifugalkraft in seine
Entriegelungsstellung bewegt, so bewegt die Zentrifugalkraft gleichzeitig das andere Verriegelungsteil in
seine Verriegelungsstellung. Vorzugsweise sind die beiden Verriegelungsorgane zwischen der Verriegelungs-
und Entriegelungsstellung unter der Wirkung der Schwer- und Zentrifugalkraft frei beweglich.
Die Verriegelungsteile können beispielsweise zylindrisch, konisch, prismatisch oder pyramidenförmig
ausgebildet sein. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist jedoch dadurch gekennzeichnet, daß die
Verriegelungsteile als Kugeln und die Aussparungen, in die die Verriegelungsteile bei ihrer Bewegung in die
Verriegelungsstellung gelangen, als halbkugelförmige Vertiefungen mit im wesentlichen dem gleichen Radius
wie die Kugeln ausgebildet sind. Die Verwendung von Kugeln als Verriegelungsteile ist bereits bekannt
(US-PS 28 46 183).
22 OO
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ferner
vorgesehen, daß zwischen den einander zugewandten Rächen des Trägers und des Bauteils ein Kanal gebildet
ist, der sich zwischen der Außenseite und zumindest einer der Aussparungen erstreckt und zur Aufnahme
eines Metalldrahtes oder entsprechenden Werkzeuges dient, mit dem das Verriegelungsteil in seiner Entriegelungsstellung
gehalten werden kann. Auf diese Weise können die Verriegelungsteile in sehr einfacher Weise
ausgebaut werden.
Anhand iisr Zeichnung wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung zum axialen Festlegen eines Schaufelfußes
in einer Axialnut eines Schaufelrades einer Turbomaschine bei umlaufenden Schaufelrad;
Fig.2 eine der Fig. 1 entsprechenden Ansicht zur
Veranschaulichung des Ausbaus der Schaufel;
Fig.3 einen Querschnitt längs der Linie VI-VI in
Fig.2.
In einer Axialnut 2 eines Schaufeirades 1 ist ein
Schaufelfuß 3 einer Schaufel 4 axial gleitend verschiebbar angeordnet Zum axialen Festlegen des Schaufelfußes
ist eine Verriegelungseinrichtung vorgesehen, die zwei gleiche Verriegelungsteile in Form von Kugeln 6,7
aufweist, die jeweils in einer Führung 8 bzw. 9 radial beweglich sind. Die Führung 8 weist eine Aussparung 10
auf, die im Schaufelfuß 3 gegenüber einer Ausspa rung 11
des Schaufelrades 1 gebildet ist, und die Führung 9 weist eine Aussparung 12 auf, die im Schaufelrad 1 gegenüber
einer Aussparung 13 des Schaufelfußes 3 gebildet ist. Jede der Aussparungen 11, 13 besteht aus einer
halbkugelförmigen Vertiefung, deren Radius gleich dem Radius der Kugeln 6, 7 ist, und jede der Aussparungen
10, 12 weist eine halbkugelförmige Vertiefung von gleichem Radius auf, die am Boden einer zylindrischen
Bohrung ist gleich oder ein wenig größer als der Radius der Kugeln.
Jede der Kugeln läßt sich somit in radialer Richtung zwischen einer Entriegelungsstellung, in der sie in der
länglichen Aussparung versenkt ist (linke Seite der Fig. 1), und einer Verriegelungsstellung, in der sie sich
etwa zur Hälfte ihrer radialen Erstreckung in den beiden Aussparungen befindet (rechte Seite der F i g. 1),
verschieben. In der Verriegelungssiellung verriegelt die
Kugel den Schaufelfuß 3 und sichert ihn gegen eine Gleitbewegung in der Axialnut 2.
Wenn sich die Schaufel 4 bei Stillstand der Turbomaschine im oberen Tei1 ihrer Umlaufbahn
befindet, hält die Schwerkraft die Kugel 6 in ihrer Verriegelungsstellung und die Kugeln 7 in ihrer
Entriegelungsstellung. Wenn sich dagegen die Schaufel 4 im unteren Teil ihrer Umlaufbahn befindet, hält die
Schwerkraft die Kugel 6 in ihrer Entriegelungsstellung und die Kugel 7 in ihrer Verriegelungsstellung.
Bei umlaufender Turbomaschine werden die beiden Kugeln durch die Zentrifugalwirkung radial nach außen
gedrückt so daß die Kugel 6 in ihrer Entriegelungsstellung und die Kugel 7 in ihrer Verriegelungsstellung
gehalten wird (F i g. X).
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Länge der zylindrischen Bohrung der Aussparungen 10,
12 etwas größer als der Radius der Kugeln, damit zur Demontage ein Metalldraht 17 in einen Kanal 16
eingeführt werden kann. Der Kanal 16 ist parallel verlaufend zur Drehachse in den einander zugewandten
Rächen des Schaufelfußes 3 und des Schaufeirades 1 gebildet. Um die Schaufel 4 auszubauen, wird sie
zunächst in einen unteren Punkt ihrer Umlaufbahn gebracht so daß die Kugel 6 in die Aussparung 10
eintaucht und sie wird in dieser Lage gehalten, indem der Metalldraht 17 in den Kanal 16 eingeführt wird. Das
Schaufelrad wird nun um 180° gedreht so daß die Kugel
7 in die Aussparung 12 eintaucht Der Schaufelfuß 3 kann nun aus der Axialnut 2 bewegt werden, nachdem
gegebenenfalls der Metalldraht 17 noch weiter in den Kanal 16 eingeführt worden ist damit die Kugel 7 in der
Aussparung 12 versenkt bleibt (vgL F i g. 2,3). Der in der
Zeichnung dargestellte Kanal 16 besteht aus zwei Nuten, die einander gegenüberliegend in den Rächen
des Schaufelfußes 3 und der Axialnut 2 gebildet sind und sich zu beiden Seiten des Schaufelrades 1 erstrecken,
wobei sie durch die beiden Führungen 8 und 9 verlaufen. Es versteht sich jedoch, daß der Kanal auch nur von
einer einzigen, in einer der Rächen gebildeten Nut gebildet werden kann und/oder der Kanal sich nur
zwischen der einen Seite des Schaufelrades und der zugehörigen Führung erstreckt.
Claims (4)
1. Einrichtung zum Verriegeln eines Bauteils in
einer vorgegebenen Lage auf einem Träger, der um eine zur Vertikalen geneigten Achse drehbar ist und
auf dem das Bauteil gleitend verschiebbar ist, insbesondere zum axialen Festlegen eines Schaufelfußes
in einer Axialnut eines Schaufelrades, mit einem ersten Verriegelungsteil, das in einer im
wesentlichen radialen Richtung zwischen einer Verriegelungs- und einer Entriegelungsstellung
bewegbar ist und das in der Entriegelungsstellung in eine Aussparung des Trägers versenkt ist und in der
Verriegelungsstellung in eine gegenüber der Aussparung des Trägers gebildeten Bauteils so zur
Anlage gebracht ist, daß das erste Verriegelungsteil sich jeweils etwa zur Hälfte seiner radialen
Erstreckung in den beiden Aussparungen befindet und die Bewegung des ersten Verriegelungsteiles
von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung radial nach außen erfolgt, dadurch
gekennzeichnet, daß neben dem ersten Verriegelungsteil (7) ein zweites Verriegelungsteil
(6) vorgesehen ist, das in der Entriegelungsstellung in eine Aussparung (10) des Bauteils versenkt ist und in
der Verriegelungsstellung in eine gegenüber der Aussparung (10) des Bauteils gebildete Aussparung
(11) des Trägers so zur Anlage gebracht ist, daß das
zweite Verriegelungsteil (6) sich jeweils etwa zur Hälfte seiner radialen Erstreckung in den beiden
Aussparungen (10, 11) befindet und die Bewegung des zweiten Verriegelungsteils (6) von seiner
Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung radial nach innen erfolgt
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsteile (6,7) als Kugeln
und die Aussparungen (U, 13), in die die Verriegelungsteile bei ihrer Bewegung in die
Verriegelungsstellung gelangen, als halbkugelförmige Vertiefungen mit im wesentlichen dem gleichen
Radius wie die Kugeln ausgebildet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einander zugewandten
Flächen des Trägers (1) und des Bauteils (4, 5) ein Kanal (16) gebildet ist, der sich zwischen der
Außenseite und zumindest einer der Aussparungen (U, 13) erstreckt und zur Aufnahme eines Metalldrahtes
(17) oder entsprechenden Werkzeuges dient, mit dem das Verriegelungsteil (6, 7) in seiner so
Entriegelungsstellung gehalten werden kann.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsteile
(6, 7) zwischen ihrer Verriegelungs- und Entriegelungsstellung unter der Wirkung der Schwer- und
Zentrifugalkraft frei bewegbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
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