DE2201027B2 - Schlammfbrmiger Sprengstoff - Google Patents

Schlammfbrmiger Sprengstoff

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    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B47/00Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase
    • C06B47/14Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase comprising a solid component and an aqueous phase

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen schlammförmigen Sprengstoff auf der Basis \on mindestens einem anorganischen Sauerstoff abgebenden Salz, mindestens einem Brennstoff. Wasser und einem Verdickungsmittel.
Explosive Massen in Form von Aufsehlamnuniger. welche o.xvdierende Salze. Brennstoff. Sensibilisatoren und Wasser, gegebenenfalls zusammen mit herkömmlichen Zusätzen aufweisen, sind bekannt. Wenn auch solche Massen in der Hauptsache zur Verwendung als Sprengstoffe befriedigend gewesen sind, so wurde doch gefunden, daß sie unter der Schwierigkeil leiden, daß ihre Detonationsempfindlichkeit dazu neigt, son einem I'rodiiktionsaiisatz zum anderen zu variieren. Insbesondere neigt die Detonationsempfindlichkeit solcher Massen dazu, während des Vermi- 5« schens, \erlängerter Lagerung oder nach dem Pumpen in Bohrlöcher, vom ursprünglichen Wert abzunehmen.
Zu den Materialien, welche hisher zur Verwendung in Sprengst.iffaufsehlämmungen vorgeschlagen worden sind, zählen Metalle, insbesondere fein zerteilte Melalle, welche zur Energie des Sprengstoffes heitrasien. Bisher wurde die Verwendung verschiedener Metalle hoher thermischer Energie vorgeschlagen, wozu Aluminium. Silicium. Eerrosilicium. Ferrophosphor, Magnesium. Titan. Bor und deren Gemische zählen, beispielsweise Gemische von Aluminium mit Ferrosilicium. Diese Metalle sind sowohl zur Verwendung als Brennstoffe als auch als Sensibilisatoren vorgeschlagen worden. Im allgemeinen wurden diese Substanzen überwiegend als Brennstoffe verwendet. Wenn jedoch diese Metalle in sehr fern zerteilter Form vorliegen, beispielsweise in Form eines Pulvers, welches durch ein 300niaschiües Sieb liiiulurehceht. oder so zubereitet sind, daß sie einen hohen < iberflächenbez.irk je ( lew !c!it--einheit aufweisen, beispielsweise bis zu 2.5 und soviel wie IO oder mehr Quadratmeter ic Gramm. so ■»>ir;--cn bestimmte solcher Metalle m der Sprengs'offmasse ebensogut als Sensibilisatoren zur Detonation. -,Me sie sieh als Brerr -p'ffe \ erhalten. Als ein r.pisches Beispiel dieser Niet.nie .■■ !'ein zerteilter Form. sei das sogenannte aiistric' ferne Aluminium erwähni. welches ein fernes Aluminiumpulver ist. welches üblicher-eise fur Pigmentieruniis/uecke \erwendet wird. Wenr auch diese fein /erteilten Metalle als Sensibilisatoren überaus geeignet sind, so ist doch bekannt. Jan -.::re Wirksamkeit als Sensibilisatoren in bestimmten wäßrigen Sprengstoffauf-cliläniniungen mit der Ze:', -ic!·, !'ortschn ad vermindert und zwar entweder w.v'-.r;. :-d die Ma- stehengelassen v. ird. oder während sie vermischt oder gepumpt oder 111 aiverci Weise geschert wird. Es ist auch bekannt, dall solche Sprengstoffaufschlämmimgen dazu neigen, weniger detonationsempfindlich zu werden, wenn man sie in einem nassen Bohrloch Wasser aussetzt. Es ist angenommen worden, daß solche wäßrigen Massen, welche sehr icii-i zerteiltes Metall enthalten, ihre Empfindlichkeit mit der Zeit u-lieren. weil immer mehr Metalloberfläche feucht wird. Um diesen Benetzungseffekt herabzusetzen, ist vorgeschlagen worden, die fein zerteilten Nietalle mit verschiedenen Überzugs- bzw. oberflächenaktiven Substanzen zu behandeln, welche die McLiIIe h>drophob machen. Solche Substanzen sind beispielsweise Paraffin. Stearinsäure. Calciumstearai oder ein Talgamin. Wenn auch diese Substanzen für kurze Zeitdauer wirksam sind, so sind sie doch über verlängerte Zeiten lim unwirksam. Insbesondere wurde auch beobachtet, daß solche hydrophob behandelten Metalle, welche in aufgeschlämmte Sprengstoffmasscn einverleibt sind, benetzt werden, wenn ein herkömmlicher Zusatz wie beispielsweise Ciuar-Gum anwesend ist.
So werden in der L SA.-Patentschrift 3 20121M wäßrige Sprengstoffe beschrieben, die mit einem Quellmittel, beispielsweise mit Agar-Agar, verdickt sind. Diese Sprengstoffe werden erhalten, indem man zunächst eine wäßrige Lösung aus anorganischen Salzen und Geliermittel herstellt und diese mit den restlichen O\vdatoren und Sensibilisatoren, wobei letztere Brisanzsprengstoffe oder Metalle sein können, vereinigt. Diese Sprengstoffe besitzen den Nachteil, daß sie in Bohrlöcher nicht in großen Mengen eingeführt werden können, da ihre Wasserbeständigkeit für diesen Zweck nicht aus/eicht.
Aus der USA.-Patentschrift 3 475 238 ist ein Herstellungsverfahren von schlammförmigen Sprengstoffen bekannt, nach dem zunächst die flüssige Phase mit dem Geliermittel und anschließend mit Säure versetzt wird, um die Vernetzung des Geliermittels zu verhindern. In die so präparierte flüssige Phase werden anschließend die I eststoffe eingetragen, d, h. auch bei diesen Feststoffen wird ein Geliermittel, unter anderem Guaran-Gummi. mit niedrigem Molekulargewicht verwendet.
Die Sprengstoffe der USA.-Patentschrift 3 475 23S besitzen den Nachteil, daß sie während längerer Lagerung an Aktivität verlieren. Die Detonationsempfindlichkeit dieser bekannten Sprengstoffe wird ebenfall: beim Pumpen in Bohrlöcher verschlechtert.
Uer vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabi zugrunde, schlammförinige Sprengstoffe zu schaffen die verbesserte Detonationsempfindlichkeii aufweisen
wobei die Sensih'htät des Sprengstoffs auch bei 1 aliening oder nach dem \ ermischen oder Pumpen weitgehend erhallen bleibt und die ferner erhöhte Wasserbeständig keil besitzen.
Gegenstand vier 1 rfindung ist em schlammförmigcr Sprengstoff auf der Basis von mindestens einem anorganischen Sauerstoff abgebenden Salz, mindestens einem Brennstoff. Wasser und einem \ eruickii-iüsmittel. der dadurch gekennzeichnet ist. daß das Wrdickungsmittel mindestens cm nicht verheiztes, durch mikrobe Umwandlung '--^n Kohlehvdraien iiebikietc-Polysaceharid ist.
i. berraschender.·.eise wur.ie gefunden. Λ.:'/· .!ie erfindungsgemäßen Sprengstoffe wesentlich langsamer dc'sensibilisiert werden als vergleichbare bekam.te Sprengstoffe. E'erner besitzen die erfindur.gsgeniälien Sprengstoffe eine verbesserte Wasserbest.iüdigkeit.
Die Art der aufgeschlämmten Sprengstoffmasse, welcher das Biopolymere zugesetzt wird, ist nicht kritisch. Solche aufgesehiämmien Sprengstoffe sind bekannt und können mindestens ein Sauerstoff abgebendes Salz. Wasser und mindestens einen Brennstoff enthalten bzw. sie können aus diesen Komponenten bestehen. Gegebenenfalls können solche Sprengstoffaufschlämmjngen auch sensihihsierende Zusätze, wie beispielsweise fein zerteilte Metalle oder Gase oder andere herkömmliche Zusätze aufweisen wie beispielsweise vernetzende Verzögerungsmittel. Antischaummittel ode· oberflächenaktive Mittel.
Unter biopolymerem Materia1 ist em polymeres Material zu verstehen, welches durch einen Prozeß erzeugt wird, der die mikrobe ' mwandlung von Kohlehydratmaterial beinhaltet. Ein solches Material kann beispielsweise dadurch bereitet werden, daß man ein Kohlehydrat mit einem Mikroorganismus unter Gewinnung eines Polymermaterials reagieren läßt, welches sich hinsichtlich Zusammensetzung. Eigenschaften und Struktur grundlegend von dem polymeren Stammaterial unterscheidet. Zu geeigneten Kohlehydraten zählen Zucker wie Pentosen oder Hexosen. beispielsweise Glucose. Sucrose. Eructose. Maltose. Lactose, Galactose, und Stärken, beispielsweise lösliche Stärke, Maisstärke u. dgl. Da es nicht nötig ist. daß sich solche Kohlehydrate in gereinigtem Zustand befinden, kann man viele Rohprodukte mit hoher Kohlehydratkonzenlration benutzen. Von geeigneten Materialien seien Rohzucker, rohe Melassen u. dgl. erwähnt. Mikroorganismen, welche zur Bewirkung tier mikroben Umwandlung von Kohlehydrater: geeignet sind, können beispielsweise pflanzenpatogene 5° u Bakterien sein, wie Pflanzenpatogene bzw. Pflanzenkrankheitserreger, welche an der Stelle einer Verletzung an ifizierten Pflanzen, Ausscheidungen erzeugen. Typische solcher Mikroorganismen sind die Arten der Gattung Xanthomonas. So kann beispielsweise aus Glucose mittels des Pflanzenkrankheitserregers Xanthomonas eampestris ein Heteropolysaccharid bereitet werden, wobei sich ein Produkt ergibt, welches d-Mannose, d-Glucose und d-Glucoronsäure als Kalium- oder Natriumsalz aufweist. In ähnlicher Weise können aus Glucose oder Sucrose durch die pflanzenkrankheitserregenden Mikroorganismen
Xanthomonas oryzae oder Xanthomonas phaseoli. extracellular Polysaccharide einer der obigen ähnlichen Struktur bereitet werden. Es ist von Interesse zu bemerken, daß das Polysaccharid von X. oryzae, demjenigen von X. eampestris gleicht, weil beide kombinierte Brenztraubensäure enthalten. Obgleich die erde
.icearu'ii: X. trans!r.iiisiiicens f. >p.
strukturelle Bedeutung vier Brenztraubensäure 111 diese;! polysacchariden unklar ist. steint sie a,> Ketal-L'ruppe anwesend zu sein wie im I aMc vier PoIys.iccii.ii iv!-· vies roten Seetangs. Winden anderen Organismus;;r;en d-„r Gattung Xanih.uiionas. aus denen Lieeie.:ie'e ί' ·ροίν niere bereitet werden können, seien viie foigcrden cr-.ahnt: \. malv
iticen·, f. sp. horde..'.venae: X.
undu'iosa: X. carotae: X. heder,te: X. papaveneol.t: X. incanii.:e. X vesieaiona: X. hegoniae und X. vasciilonuni. Biopoh niere können auc-i aus anderen Or-jaiiisinen als denjenigen vier Gattung Xanthomonas erzciiüi werfen. So se; \^n den bakteriellen PoIvacehariden erw.ihni das Dextran, erzeugt durch Leucono-toc meseiiteroides und verwandte Gattungen, 'aiiv! iLis Glueosan. erzeugt durch \grobacterium turnet aciens. Im η Biopolv meres. welches fin diejenigen tvpisch ist. die zur erfindungsgemäßen Verwendung geeignet sind, ist ein Material, das sich von einem Polymeren herleitet, welches mit X. eampestris umgesetzt worden ist. Dieses Material wird im folgenden als Biopolymer 1 bezeichnet. Ein anderes geeignetes Material ist das wasserlösliche Polymere, das durch die Einwirkung von Bakterien der Gattung Xanthomonas auf Kohlehydrate erzeugt wird, wobei sich ein Biopolymeres einer sehr komplexen chemischen Struktur ergibt. Dieses Material wird im folgenden als Biopolymer II bezeichnet.
Bevorzugte Sprengstoffe enthalten als biopoly meres Materia! eine Verbindung, die aus einem Koh'ehydrat bereitet wurde, das mit einem Mikroorganismus der Gattung Xanthomonas umgesetzt worden ist.
Auch werden wie oben be--hnebene Sprengstoffmassen geschaffen, wobei das biopolymere Material eine Substanz enthält bzw. aus einer Substanz besteht, welche aus einem Kohlehydrat bereitet wurde, das mit einem Mikroorganismus det Gattung Xanthomonas cainpestris umgesetzt worden ist.
Die Menge an Biopoly nierem. welche in die Massen eiinei leibt werden kann, ist abhängig von der Natur des Biopolymeren und der Zusammensetzung der .Sprengstoffmasse, welcher das Biopolymere zugesetzt wird. Es sollte genügend Biopoly meres anwesend sein, um sicherzustellen, daß sämtliche unlösliche Substanzen in geeigneter Weise dispergiert werden und innerhalb der gesamten Aufschlämmung verbleiben. Andererseils sollte die Menge an Biopoly nierem in der Masse nicht so groß sein, daß die Viskosität der Masse über ('en Punkt hinaus gesteigert wird, wo die Masse, ohne übermäßiges Scheren bei der Temperatur der Bereitung oder des Übertragens der Masse, nicht gegossen, gepumpt oder gemischt werden kann. Biopolymere, welche bei der Bereitung der Masse vorsätzlich vernetzt worden sind, neigen zur Bildung von Massen, welche feste Gele sind und welche beim Stehenlassen zunehmend festwerden. Die Verwendung solcher vernetztet1 Biopolymerer ist in den erfindungsgemäßen Massen nicht erwünscht. Die in den Massen zu verwendende, gewünschte Menge an Biopolymerem, kann durch einfachen Versuch ermittelt werden. Im allgemeinen findet man, daß Mengen von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmasse, brauchbar sind, und Mengen von 0.5 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmasse, für die meisten Zwecke befriedigend sind.
Die Sauerstoff abgebenden Salze, welche zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Massen geeignet sind, sind die herkömmlichen Arten, welche man in
iufgcs jhlämmien Sprengstoiimassen \crwcikic! So 1·.^iichc Alkohole oder Glykole, leime oder
r.önnen Jilm' beispielsweise anorganische Nrr.i'.e. misc'ie dieser Suhtsan/en. Her Anteil an v.asserl
L hloraic unil Perchlorate sowie deren Gemische sein. liJi;ni Brennstoff liesit in den erfir.dungsgcmahe:i
1 s ist bevorzugt, dab da·* S.iucr^t.■!i abspaltende SaI/- Massen geeignet im Bereich von O.S his S ( leu :chis-
maleriai unter ilen Nitraten der Alkali- und l.rdalkah- 5 pro/ent der Ge-i.iiiimasse. Mengen Min 4 bis ~ Ge-
inetalle ui.d des Ammoniums ausgewählt wird und wichtspro/eiit der Gesamtmasse sind bevor/u.:;
lner\on wird d.i> Nairmmnurai und das Ammo- Geeignete wasserunlösliche oder wenig was,er:.'s-
niumnitrat bevorzugt. Die Menge ar, S'uersioff ab- Uche Brennstoffe können unter anorganischen Sub-
gehendem SaI/ m den erfir.duiigsge n.d.ien Massen. i>i ^t.i./en ausgewählt werden, beispielsweise Schwefel.
nicht besonders kritisch Fs wurde gefunden, daß io AL.:■::■■ am. Silicium Ferrosilicium. Ferrophosphor.
Massen, welche Mengen von 50 bis "(i (iewichtspro- Magnesium. Titan, nor. sowie Gemische hiervon,
/ent der li^.innm.i^c J,n Sauerstoff auspeilenden beispielsweise Gemische ion Aluminium mil l-erro-
Sal/en enthalten, bei nedi^ep.d ■ rul and Meißen von ^!iicnini; oder sie können unter organischen Sur^ui;;-
to bi. S.5 Gewichtsprozent si bevor/.igt Die Par- /en ausgewählt werden wie beispielsweise fein /er-
tikelgröße urd Gestalt des >auersi.o!'|\ abgebenden i.s :e:!;e Hol/kohle. Anthra/it. Gilsonii. Asphall. '. eili:-
SaI.\··. ist nicl'1 - ntisch und aiis der Ammoniumnitrat- losematenalien wie Sägemehl oder (.'erealproduktc wie
L-Tsiellung K-.-.annt: Pulver und zusammengeballte beispielsweise Mehl. Dextrine oder Starken. W enn der
Partikeln miU: befriedigend. anorganische Brennsluti ein Molall isA. so liegt ■.··.
Der Wasseranteil in den erfindungsgemäßen Massen vorzugsweise in granulierte bzw. gepuKerter Fonn sollte hinreichend sein, um zumindest einen Teil des 20 \or und zwar in einem Partike'grölienbereich \ou yrob. Sauerstoff abgebenden anorganischen Salzes und min- beispielsweise mit Ruckhaltung auf einem 30maschigen destens einen Teil irgendeines wasserlöslichen Brenn- Sieb, bis ?u sehr fein, beispielsweise mit einem Hmstoffs. welcher vorhanden sein mag. aufzulösen, und durchgehen durch ein 325maschiges :Jieb. Solches er sollte auch ausreichend scm. um zumindest einen g .iiiUÜerte oder gepulverte Metall kann in Form geTeil, vorzugsweise das gesamte biopoK mere Material. 25 sondertei. regelmäßig gestalteter Partikeln vorliegen zu bewässern. Die Menge an anwesendem Wasser doch Metallpulver, bei denen das Metall in Form kann geeignet 5 bis 35 Gewichtsprozent der Gesamt- unregelmäßig gestalteter Partikeln oiler in Flockenform nasse ausini ehen. doch sollte die anwesende Menge oder in Form zusammengebauter Partikeln oder nicht über die Expolsr·.grenze der Masse hinausgehe,!. Flocken vorliegt, sind ebenfalls befriedigend. Be\or- i.s ist bevorzugt, daß das Wasser im Bereich von 5 bis 30 zugte Brennstoffe sind die Metallpulver. Der am 25 Gewichtsprozent der Gesamtmasse, stärker bevor- meisten bevorzugte metallische Brennstoff ist AIuzugl im Bereich von 12 bis 17 Gewichtsprozent der minium. Die Menge an wasserunlöslichen b/w. wenig Gesamtmasse, liegt. wasserlöslichen nichtmetallischen Brennstoffen in den
Wenn hier auf Brennstoffe bzw. Brcnnstoffsubstan- erfindungsgenvßen Massen, kann geeignet im Bereich /en Bezug genommen ist. so sind hier Substanzen 35 von 1 bis 10 Gewichtsprozent der Gesamtmasse liegen, gemeint, welche in den erfmdungsgemäßen Spreng- und Mengen von 4 bis 7 Gewichtsprozent der Gesamtstoffmassen stabil sind. d. h. vor der Detonation. masse sind bevorzugt. Die Menge an metallischen, während der Bereitung und der Lagerung ist die wasserunlöslichen Brennstoffen, wenn solche in den Substanz gegenüber dem System chemisch inert. Die Massen enthalten sind, kann so hoch sein wie 25 Gegenannten Substanzen müssen verbrennbar und deren 40 vvichlsprozcnt und Mengen im Bereich von 0.5 bis physikalische Eigenschaft sollte so sein, daß sie in die 20 Gewichtsprozent der Gesamtmassen sind bevorzugt, erfindungsgemäßen Massen in einer Weise einverleibt Wie vorstehend erwähnt, wirken bestimmte der oben werdei können, daß sie in den Massen gründlich ein- als Brennstoffe genannten, metallischen Substanzen, heitlich verteilt sind. Solche Brennstoffe sind bekannt in den erfindungsgemäßen Massen auch als Detona- und sie können organisch oder anorganisch sein und 45 tionssensibilisatoreii, wenn diese Substanzen in lein können sich auch von Tieren und Pflanzen herleiten. zerteilter Form vorliegen, womit ein Metall bzw. Me-
Die in den erfinJungsgemäßen Massen verwendeten lalle gemeint sein sollen, welche durch ein 300maschi-
Brennstoffe können beispielsweise selbstexplosive ges. vorzugsweise durch ein 325maschiges Sieb hin-
Brennstoffe, nicht CAplosive kohlenstoffhaltige, nicht- durchgehen. Im allgemeinen liegen solche fein /er-
metallischc und metallische Brennstoffe oder Ge- 5° teilten Substanzen, wenn sie als scnsibilisierendc- Sub-
mische der vorerwähnten Brennstofftypen sein. Diese stanzen verwendet werden, gewöhnlich in aufge-
können in größerem Umfang variiert werden. Zu Bei- schlämmten Sprengstoffmassen in einer relativ gerin-
spielcn selbstexplosiver Brennstoffe zählen eines oder gen Menge vor. So sind Mengen .m Bereich von 0.2
mehrere organische Nitrate, Nitroverbindungen und bis 5"„ des Gewichts der Gesamtmasse brauchbar und
Nitramine wie Trinitrotoluol. Oclotri- (oder tetra-)- 55 Mengen im Bereich von 1 bis 3",, des Gewichts der
methylentri- (oder tetra-)nitramin. Tetrvl, Pentaery- Masse, vvrden gewöhnlich verwendet. F"cin zerteiltes
thrii-tctranitrat. explosive Nitrocellulose und Nitro- Aluminium, insbesondere solches, welches mit einem
stärke. hydrophoben Material überzogen ist. ist in den erfin-
Dcr selbstexplosive Brennstoff kann beispielsweise dungsgemäßen Massen als scisibilisierender Zusatz
in irgendeiner der bekannten Flocken-. Kristall- oder 6o besonders brauchbar.
Stückchcnformen vorliegen. Im allgemeinen können Demgemäß werden nach einer weiteren Aiisfiihbis zu 35 Gewichtsprozent und vorzugsweise 10 bis rungsform der Erfindung aufgeschlämmte Sprengstolf-30 Gewichtspro/'-nt, bezogen auf das Gewicht der massen, wie vorstehend beschrieben, geschaffen, wel-Masse, an selbstexplodierendem Brennstoff verwendet ehe sieh weiterhin dadurch auszeichnen, daß die Maswerden. 65 sen mindestens ein metallisches Material in fein /ei
Geeignete w;isst"lösliche Brennstoffe sind organische teilter Form aufweisen.
wasserlösliche Substanzen wie beispielsweise Harn- Wo wünschenswert, ist es zweckmäßig, den erfin-
siofl. Kohlehydrate wie Zucker oder Melasse, wasser- dungsgemäßen Massen in Mengen, ausgedrückt M-
Gcwiehtslcile je 100 Gewichtsteile des fertigen Gemisches, andere Zusätze hinzuzufügen, wie beispielsweise herkömmliche vernetzende Verzögerungsmittel, beispielsweise Weinsäure, in Mengen im Bereich von beispielsweise 0 bis 0.1 Teilen, herkömmliche Antischaummittel, beispielsweise Athylhexanol. in Mengen im Bereich von beispielsweise 0 bis 0,1 Teilen, oder herkömmliche scnsibilisierende oberflächenaktive Mittel, beispielsweise nichtionische oberflächenaktive Mittel wie Alkylcnoxydkoiidensate von Phenolen oder Amiden, von 0 bis zu 5 Teilen. Wenn gewünscht, können Sensibilisatoren in Gasform oder in Form eines Gasgemisches wie Luft, zu den Massen hinzugesetzt werden. So kann es in Form eingespritzter oder eingerührter Luft bzw. Gases zugesetzt werden, oder es kann als Luft bzw. Gas zugeführt werden, welches in die Oberfläche des gesonderten Materials eingekapselt oder an sie angegliedert ist. F.s kann aber auch ein Gas. beispielsweise Stickstoff oder Kohlendioxyd, wenn gewünscht, in der Masse in an sich bekannter Weise erzeugt werden.
Es wird auch ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen aufgeschlämmten Sprengstoffe geschaffen, welches darin besteht, daß man I. ein Gemisch (I) bereitet, welches das gesamte Wasser in der Masse und einen Teil des Sauerstoff abspaltenden Salzes bzw. der Salze aufweist, bzw. dieses Gemisch hieraus besteht; daß man 2. zu diesem Gemisch (I) das biopolymere Material hinzusetzt und es dem biopolymeren Material gestattet, zumindest teilweise unter Bildung der Lösung (II) zu hydratisieren; daß man 3. diese Lösung (II) mit einem Gemenge vermischt, welches den restlichen Teil des Sauerstoff ab- paltenden Salzes bzw. der Salze sou ic die Brennstof (substanz umfaßt, so daß sich das Gemisch (III) bildet: und daß man gegebenenfalls 4. zu dem Gemisch (III) fein zerteiltes metallisches Material hinzusetzt und dieses innerhalb der Masse verteilt.
Die erfindungsgemäßen Massen sind gießbare bzw. pumpbare Aufschlämmungcn oder Dispersionen. Sie sind insoweit vorteilhaft, als sie im Vergleich zu ähnlichen Sprengstoffmassen, welche keine biopolymere Substanzen enthalten, eine konstantere Empfindlichkeit besitzen. Die erfindungsgemäßen Massen gestatten ein Blasen in engere Löcher, herab bis zu einem Durchmesser von 2.5 cm oder weniger, behalten ihre Empfindlichkeit viel näher konstant, als dies mit bisherigen Massen möglich ist. sie dehnen die brauchbare Lagerungsdauer aus, und es wird der Schergrad gesteigert, welchem die aufgerchlämmten Sprengr.toffmassen während des Verarbeitens unterworfen werden können und zwar ohne übermäßigen Verlust an Detonationsempfindhchkeit. Die gesteigerte Beibehaltung der Empfindlichkeit der erfindungsgemäßen Massen während des Vermischens oder Pumpens oder während der Lagerung, ist ein vorwiegender Vorteil in der Technologie aufgeschlämmter Sprengstoffe. Die erfindungsgemäßen Massen können daher vor der Detonation zu gewünschten Stellen gepumpt werden und zwar mit einem Empfindlichkeitsverlust, welcher geringer ist als dies bisher möglich war Eine solche Beibehaltung der Empfindlichkeit durch die erfindungsgemäßen Massen erlaubt Einsparungen, welche sich aus den kleineren benötigten Zwisihenzundern zur Auslösung der Detonation ergeben, und verbessert auch den Gesichtspunkt der Sicherheit der Verwendung der Sprengstoffaufschlämmung. weil die Möglichkeit der NichtDetonation und d:c darauffolgenden Gefahren beim Berichtigen solcher Situationen der Nicht-Detonation, dadurch herabgesetzt wird.
Die erfindungsgemäßen Massen sind auch insoweit vorteilhaft, als sie im Vergleich zu hi .lierigen Massen gesteigerte Wasserbeständigkeit besitzen. So können die Massen an Naßblasstellen verwendet werden, beispielsweise in Bohrlöchern, welche naß sind oder sich sogar unter Wasser befinden, und es wurde gefunden, daß die Detonation der erfiiulungsgemälkn Massen
ίο selbst nach verlängerter Lagerung unter nassen Bedingungen in Bohrlöchern erzielt wird. Es ist bekannt, daß aufgeschlämmte Sprengstoffmassen, welche herkömmliche vernetzte Substanzen wie beispielsweise vernetztes Guar-Gum aufweisen, bereitet werden können und daß solche Massen eine gewisse Wasserbeständigkeit besitzen. Jedoch besitzen solche Massen oft eine so hohe Viskosität, daß sie in Bohrlocher geringen Dutchmcssers schwierig einzupumpen sind. Versuche, picht vernetzte Arten an Guar-Gum zu verwenden und somit die Viskosität der Massen herabzusetzen, hüben sich als nicht befriedigend erwiesen, wenn solche Massen in nasse Bohrlöcher gebracht worden sind, da der Grad der Wasserbeständigkeit so gering gewesen ist, daß die Massen in dem Wasser der Bohrlöcher aufgegangen sind und es daher unmöglich war. die Massen zur Detonation zu bringen. Hs wurde gefunden, das erfindungsgemäße Massen mit geeigneten Viskositäts- und Wasserbcständigkeitseigenschaften bereitet werden können, wenn man in solche Massen nicht vernetzte Materialien zusätzlich cinverlciht. wobei diese Materialien diejenigen sind, welche in vernetz'cr Form als Dickungsmittel oder als Wasserbeständigkeitsmittel wirken. So kann man beispielsweise nicht vernetztes Guar-Gum in die erfindungsgemäßen Massen als Dickungsmittel einverleiben, vorausgesetzt, daß genügend biopolymeres Material vorhanden ist. um den Massen angemessene Wasserbeständigkeit zu verleihen.
Die Erfindung sei nunmehr durch die folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei nicht beabsichtigt ist, mit diesen Beispielen über den Rahmen der Erfindung etwas auszusagen. In den Beispielen beziehen sich alle Teil- und Prozentangaben auf das Gewicht, sofern nichts anderes angegeben ist. Die Beispiele 1, 4 und 13 sind nicht erfindungsgemäß und sind für Vergleichszwecke mit einbezogen.
Beispiel 1
Zu Vergleichszwecken wurde eine kleine Menge feinteiliger Aluminiumpartikeln, welche durch ein Sieb
einer Maschenweite mit einer Öffnung von 53 μ gingen und welche mit einem hydrophoben Mittel behandelt worden waren, so gleichmäßig wie möglich auf die Oberfläche von jeweils 50 ml in 100-ml-Bechergläserr enthaltenden 0,5% (Gewicht/VolumenJ-Lösungen vor Gluten, Stärke und Guar-Gum in Wasser gesprüht.
Die Aluminiumteilchen sanken nach 20 Minutei bei Verwendung der Glutenlösung, nach 8 Stunden in Falle der Stärke und nach 7 Stunden im Falle de Guar-Gum auf den Boden des Becherglases. Diese Beispiel demonstriert, daß die bekannten Materialiei zwar einen gewissen Schutz gegen die Benetzung \oi feinteihgem Aluminium gewährleisten, jedoch nur übe relativ kurze Zeitabschnitte wirksam vim:.
Beispiel 2
Die allgemeine Arbeitsweise \on Beispiel 1 wurd wiederholt, wobei jedoch die dabei \or\\endeten wäL
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rigeii Meilieii durch eine 0.2"„ige (Gewicht Y'olumcn)-Lösung von »Biopolyner I« in Wasser ersetzt wurden. Der Inhalt der Bechergläser wurde 5 Tage lang beobachtet, wobei die Aluminiumpartikeln während dieser Zeit im wesentlichen auf der Oberfläche der Lösung blieben. Di-,es Beispiel demonstriert die Wirksamkeit M)ii biopolymeren Materialien /ur Verhinderung der Benetzung von feinleiligen Metallen in Anwesenheit von Wasser und ferner die Überlegenheit vc-i biopolymeren Materialien über bekannte Materialien in dieser Beziehung.
In den Beispielen 3 und 5 bis einschließlich 12 wurde die nachstellend erläuterte allgemeine Arbeitsweise zur Herstellung der darin beschriebenen Explosivaufsehlämnuiiigsniassen angewendet. Zu dem Wasscr wurde etwa die Hälfte der Menge an Sauerstoff abgebendem Salz oder Sauerstoff abgebenden Salzen gegeben. Das resultierende Gemisch wurde gerührt, das biopolymere Material wurde zugegeben und 20 Minuten lang hydratisieren gelassen. Anschließend wurde dieses Gemisch zu einer trockenen Mischung gegeben, bestellend aus der restlichen Menge an Sauerstoff abgebendem Salz oder Sauerstoff abgebenden Salzen und dem Brennstoffmaterial. Nach Rühren zur Gewährleistung der Homogenität, gewöhnlich während einer Dauer von 3 bis 5 Minuten, wurde feinteiliges metallisches Material zugegeben und innerhalb der Masse dutch Rühren während kurzer Dauer, die in <lor Größenordnung von 2 Minuten lag. dispergiert.
In Beispiel 14 wurde kein feinteiliges metallisches Material zu der Masse gegeben.
Beispiel 3
Eine I xplosivmasse. bestehend aus 72 Teilen Ammoniumnitrat. 5 Teilen Zucker. 3 Teilen Schwefel, 5 Teilen atomisiertem Aluminium. 2 Teilen farbstofffeinem Aluminium. 12.5 Teilen Wasser und 0.5 Teilen »Biopolxmer I« wurde in einer üblichen Mischvorrichtung zur Herstellung von Explosivaufschlämmungen hergestellt. Ein Teil der Masse wurde in Papp-/\lindern mit einem Durchmesser von 2.54 cm zu Patronen verarbeitet. Die zur Detonation einer so hergestellten Patrone erforderliche Mindestmenge an Pentolit war 5 g. Ein weiterer Teil dieser Masse wurde vor der Patronenherstellung in Pappzylindern durch eine mit einer Schneckenförderung versehene Verdrängerpumpe gepumpt. Nach dieser Behandlung wurde die gepumpte Masse in Zylindern mit einem Durchmesser \on 2.54 cm durch Verwendung von 8 g Pentolit detoniert. Ein weiterer Anteil wurde 14 Tage stehengelassen, wieder gemischt, um Homogenität zu gewahrleisten und in Zylindern mit einem Durchmesser VOi 2.54 cm zu Patronen verarbeitet. Die Pentolitmenge zur Detonation der behandelten zu Patronen verarbeiteten Masse war 10 g. Dieses Beispiel demonstriert, daß die Einverleibung von biopolymerem Material in Explosiv massen des Aufschlämmungstyps, enthaltend feinteiliges Metall, ermöglicht, daß die Sensitivität zur Detonation solcher Massen im wesentlichen konstant bleibt, nachdem solche Massen gepumpt worden sind oder über längere Dauer gelagert worden sind.
Beispiel 4
Eine Masse, ähnlich derjenigen von Beispiel 3, wurde mit der Ausnahme hergestellt, daß das biopolymere Material durch eine gleiche Menge an Guar-Gum ersetzt wurde. Es wurde el ic allgemeine Arbeitsweise von Beispiel 3 wiederholt. Die zur Detonation der frisch hergestellten Patrone erforderliche Mindestmenge an Pentolit war IO g. Die gepumpten und gelagerten Massen konnten jedoch nur bei Verwendung von 60 g bzw. 100 g Pentolit detoniert werden. Dieses Beispiel demonstriert, daß bei Abwesenheit von biopolymerem Material in Explosivmassen des Aufsehlämmungstx ps, enthaltend feinteiliges Metall, die Empfindlichkeit zur Detonation solcher Massen reduziert ist. nachdem Pump-, Misch- oder Lagcrungsvorgänge an solch einer Aufschlämmung vorgenommen wurden.
Beispiel 5
Unter Verwendung von Xanthomanus malvaccarum wurde ein biopolymercs Material in üblicher Weise durch Ganzkulturfermentierung eines Mediums, das Glucose, dcstillationstrockene lösliche Anteile, Dikaliumhydrogenphosphat und Magnesiumsulfat enthielt, hergestellt. Das so hergestellte biopolymere Material wurde durch Ausfällung des aus der Fcrmcntierung geklärten Gemisches in Methanol gewonnen. Die allgemeine Arbeitsweise von Beispiel 3 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß die in diesem Beispiel verwendeten 0,5 Teile »Biopolymer 1« durch 1 Teil des wie vorstehend beschrieben hergestellten biopolymeren Materials ersetzt wurden und die Menge an Ammoniumnitrat auf 71.5 Teile reduziert wurde. Die zur Detonation einer frisch hergestellten Patrone erforderliche Mindestmenge an Pentolit war 10 g. während die gepumpten und gelagerten Massen durch 35 g bzw ^O g Pentolit detoniert wurden.
Beispiel 6
90.7 kg einer Lxplosivaufsehlämniungsmasse. bestehend aus 55.4 Teilen Ammoniumnitrat. 13 Teilen Natriumnitrat, 13 Teilen Wasser. 4 Teilen Zucker, 13 Teilen atomisiertem Aluminiumpulver, eines farhstoffeinen Aluminiumpulvers, das im wesentlichen ein 325-Maschen-Sieb passiert, und 0,6 Teilen »Biopolymer I«. wurde in einer zur Herstellung von Explosiv auf schiämmungcn üblichen Mischvorrichtung hergestellt. Die Masse wurde durch einen 9,14 m langen Schlauch mit einem Innendurchmesser von 19 mm unter Verwendung einer pneumatischen Einfülleinrichtung in horizontale, 3,66 m lange Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 38,1 mm in eint Felsenfläche unter Wasser transportiert. Die Masse wurde in den Bohrlöchern 3 Stunden lang belassen worauf die einzelnen Chargen mit Erfolg bei 31.7 C unter Verwendung eines Nr.-8-Aluminiumflachzünder: detoniert wurden. Dieses Beispiel demonstriert, dal Explosivmassen, die biopolymere Materialien enthal ten. unter feuchten Bedingungen detoniert werdei können.
Beispiel 7
Eine Expiosivmasse wurde ähnlich derjenigen vo Beispiel 6 hergestellt, doch mit der Ausnahme, daß de Anteil von »Biopolymer I« auf 1 Teil erhöht and de Anteil an Ammoniumnitrat auf 55 Teile herabgeset; wurde. Ein Teil dieser Masse wurde durch einen 9,!4 1 langen Schlauch mit einem Innendurchmesser vo 19 mm unter Verwendung einer pneumatischen Eii fülleinrichtung in Stahlrohre mit einer Länge vo
7
1,82 m und einem Innendurchmesser von 38,1 mm, welche in einem Winkel von -(-3(T zur Horizontale geneigt waren, transportiert. Die Masse in den Rohren wurde bei einer Temperatur von 35,0 C 3 Tage lang gehalten, während welcher Zeit die Masse in den Rohren selbsttragend war. Die Masse in jedem Rohr wurde dann mit Erfolg mit Hilfe eines Nr.-8-AIuminiumflachzündcrs detoniert. Ähnliche Ergebnisse wurden mit einem weiteren Anteil der Masse erhalten, welche durch eine mit einer Schneckenförderung versehene Verdrängerpumpe 15 Minuten vor dem Transport in die Stahlrohre gepumpt wurde. Dieses Beispiel demonstriert, daß die Explosivaufschlämmungsmassen, welche kein Vernetzungsmittel enthalten, in Höhlungen verwendet werden können, die in einem Winkel über der Horizontale geneigt sind, d. h. sie können in sogenannten Aufwärtslöchern verwendet werden. Ferner wird demonstriert, daß solche Massen durch Pumpen vor der Verwendung nicht de cnsibilisiert werden.
Beispiel 8
68,0 kg einer Explosivaufschlämmasse, bestehend aus 60,7 Teilen Ammoniumnitrat. 12 Teilen Natriumnitrat, 12 Teilen Wasser, 5 Teilen Zucker, 5 Teilen »Aluminiumpulver 123«, 2 Teilen eines farbstoffeinen Aluminiumpulvers, das im wesentlichen ein 325-Maschen-Sieb passiert, 2 Teilen Schwefel, 1 Teil Gilsonit und 0,3 Teilen »Biopolymer 1«. wurde i.i einer üblicherweise zur Herstellung vuii Cxplosivaufschlämmungen verwendeten Mischvorrichtung hergestellt. Ein erster Teil dieser frisch hergestellten Masse wurde in Pappzylindern mit einem Durchmesser von 2,54 um zur Herstellung von Patronen (A) zu Patronen verarbeitet. Ein zweiter Teil der Masse wurde bei einer Temperatur von 23,9 bis 26,7"C bei einer Geschwindigkeit von 22,7 kg/Min, während i5 Minuten aus einem Behälter gepumpt und in diesen Behälter rezirkuliert — und zwar durch eine mit einer Schneckenförderung versehene Verdrängerpumpe unter Verwendung eines Schlauches, der 30,48 m lang war und einen Innendurchmesser von 2,54 cm hatte. Die so behandelte Masse wurde dann 24 Stunden lang gelagert und in Pappzylindern mit einem Durchmesser von 2,54 cm zu Patronen (B) verarbeitet. Ein dritter Teil der Masse wurde bei einer Temperatur von 35,0'C 4 Monate lang gelagert, und nach dieser Zeit wurde die so behandelte Masse in Pappzylindern mit einem Durchmesser von 2,54 cm zu Patronen (C) verarbeitet. Die so aus dem jeweiligen Anteil hergestellten Patronen wurden innerhalb von 2 Stunden seit ihrer Herstellung detoniert. Bei den vorstehend als (A) bezeichneten Patronen wurde gefunden, daß die Detonation einer einzelnen Patrone unter Verwendung eines Nr.-6-Kupferzönders erreicht werden konnte. Ferner wurde gefunden, daß die vorstehend als (B) und (C) bezeichneten einzelnen Patronen ebenfalls durch einen Nr.-6-Kupferzünder detoniert werden konnten. Dieses Beispie! demonstriert die Konstanz der Sensitivität zur Detonation der erfindungsgemäßen Massen nach Pumpen und nach ausgedehnter Lagerung.
Beispiel 9
Die Arbeitsweise von Beispiel 6 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß der Anteil an Ammoniumnitrat in der Masse auf 55,S* Teile erhöht, der Anteil an »Biopolymer I« auf 0,2 Teile reduziert und unvernctztes Guar Gum zu der Masse bis zu 0,3 Tcilen'gegeben wurde. Die Masse wurde unter Verwendung eines Nr.S.-Alummiumflachzünders detoniert.
Beispiel 10
Eine Explosivaufschlämmungsmasse, bestehend aus 83,7 Teilen Ammoniumnitrat, 5 Teilen Diäthylenglykol, 2 Teilen »Aluminiumpulver 408«, 8 Teilen Wasser und 0,3 Teilen »Biopolymer 1«, wurde in einer zur 1 lerstellungvoii Explosivaufschlämmungen üblichcnMischeinrichtung hergestellt. Diese Masse wurde in Pappzylinder mit einem Durchmesser von 10,16 cm zu Patronen verarbeitet. Die einzelnen, so hergestellten Patronen wurden unter Verwendung von 120 g Pentolit detoniert. Die Masse wurde bei Umgebungstemperatur 4 Monate lang gelagert. Ähnliche Patronen wurden aus der gelagerten Masse hergestellt und detoniert. Es wurde gefunden, daß die Sensibilität der Masse zur Detonation nach dieser Lagerungszeit nicht wesentlich reduziert war.
Beispiel 11
Eine Explosivaufschlämmungsmasse, bestehend aus 55 Teilen Ammoniumnitrat, 4 Teilen Zucker, 2 Teilen eines farbstoffeinen Aliiminiumpulvers, das im wesentlichen ein 325-Maschen-Sieb passiert, 35 Teilen Wasser und 4 Teilen »Biopolymer I«, wurde in einer zur Herstellung von Explosivaufschlämmungen üblichen
3= Mischeinrichtung hergestellt. Ein. Teil der Mischung wurde in Pappzylindern mit einem Durchmesser von 10,16 cm zu Patronen verarbeitet. Die einzelnen, so hergestellten Patronen wurden unter Verwendung von 150 g Pentolit detoniert. Ein weiterer Teil der Masse wurde aus einem Behälter gepumpt und in diesen rezirkuliert — und zwar bei einer Geschwindigkeit von 22,7 kg/Min, während 15 Minuten durch eine mit einer Schneckenförderung versehene Verdrängerpumpe unter Verwendung eines Schlauches, der 15,24 m lang war und einen Innendurchmesser von 5,08 cm hatte. Die so behandelte Masse wurde dann 24 Stunden lang gelagert und in Pappzylindern mit einem Durchmesser von 10,16 cm zu Patronen verarbeitet. Die einzelnen so hergestellten Patronen wurden unter Verwendung von 175 g Pentolit detoniert. Dieses Beispiel demonstriert, daß die Sensitivität zur Detonation der erfindungsgemäßen Massen, welche einen relativ großen Anteil an Wasser enthalten, nicht unangemessen beeinträchtigt war, nachdem sie einem Pumpvorganj unterworfen waren.
Beispiel 12
Eine Explosivaufschlämmungsmasse, bestehend au 69 Teilen Ammoniumnitrat, 4 Teilen Siliconpulver von dem 95°0 ein 30-Maschen-Sieb. 90°ό ein 100 Maschen-Sieb und nur 2% ein 200-Maschen-Siel passierten, 4 Teilen Zucker, 3 Teilen eines farbstoff feinen Aluminiumpulvers, das im wesentlichen ei 325-Maschen-Sieb passiert, 17 Teilen Wasser und 3 Tei len »Biopoymer I«, wurde in einer üblicherweise zu Herstellung von Explosivaufschlämmungen verwer deten Mischeinrichtung hergestellt. Ein Teii der Mass wurde in Pappzylindern mit einem Durchmesser vo 7,62 cm zu Patronen verarbeitet. Die einzelnen, s hergestellten Patronen wurden bei Verwendung vo 125 g Pentolit detoniert. Die Masse wurde 1 Moni lang gelagert, wie vorstehend zu Patronen verarbeiti
und 'Jctoniert. Es wurde keine erhebliche Änderung der zur Detonation der Masse erforderlichen Pentolitmcngc beobachtet.
Beispiel 13
Zu Vergleichszwecken wurde eine Masse im Laboratoriumsmaßstab hergestellt, wobei die Anteile der Bestandteile, wie bei der Herstellung der Masse von Beispiel ύ verwendet, zur Anwendung kamen, jedoch mit der Ausnahme, daß 0.6 Teile »Biopolymer I« dieser Masse durch 0.6 Teile Giiar-Gum ersetzt wurde. 10 Teile der so hergestellten Masse wurden in einem Drahtkäfig in 200 Teilen Wasser bei 37.8 C 75 Minuten lang eingehängt, bzw. aufgeschlämmt, wahrend welcher Zeit 90",, der ursprünglich in der Masse enthaltenen Sauerstoff abgebenden Salze durch das Wasser aus der Masse ausgelaugt wurde. Wenn dagegen eine Masse nach Beispiel 6 in ähnlicher Weise behandelt wurde, betrug der Anteil an aus der Masse ausgelaugten Sauerstoff abgebenden Salzen nur 40n„.
Bcispi' 1 14
Eine Explosivmasse, bestehend aus 69 Teilen sprühkristallisiertcn Ammoniumnitrats 2,5 Teilen Natriumnitrat. 9 Teilen Aluminiumpulver, 1 Teil Siliconpulver. 5 Teilen Zucker, 11 Teilen Wasser, 0.01 Teil Weinsäure und 0.5 Teilen »Biopolymer I«, wurde in einer üblicher Mischeinrichtung zur Herstellung von Explosivaufschlämmungen hergestellt. Ein Teil dieser Masse
ίο wurde in Pappzylindern mit einem Durchmesser vor 10.16 cm zu Patronen verarbeitet. Die einzelnen st hergestellten Patronen wurden mit Hilfe von 200 £ Pcntolit detoniert. Ein weiterer Anteil der Masse wurde durch eine mit einer Schneckenförderung vcr scheue Verdrängerpumpe vor der Verarbeitung /1 Patronen in gleichen Zylindern gepumpt. Die einzclnci so hergestellten Patronen wurden detoniert. Es wurdi keine beträchtliche Änderung der zur Detonation de gepumpten Masse erforderlichen Pentolitmengc be obachtet.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    !. Schlamm;, rmigcr Sprengstoff .nit der Basis von mindeste - einem anorganischen Saucrsiot! abgebenden S1:!/. mindestens einem Brennstoff. W .!v^cr i:f'ii einem Verdickungsmittel, d a d ν. r c h g e k e η η / e ι c Ii η e t. daß das Verdickungsmittel mindestens ein nicht vernetztes. durch niikrohe L mw.nidiung \on KoKehvdraten gebildetes l'nlv- \-:< Siicchand ist
    2 ^preiiL-t^ff nach .Anspruch I. dadurch gek-.-nnzeiciv'e!. dal.idas "verdickungsmittel ausei'ieni I msei.-ungsproduki .lus einem kohlehvdrat mit einem Mikroorganismus des Stammes Xanthomonas besteilt.
    3. Sprengsi.'i' i\.ich Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, udü das Verdickungsmittel aiii einem L iiiset/ungsprodukt aus einem Kohlehvdrai mit einem Mikroorganismus der Spezies Xanthomonas campestris besteht
    4. Sprengstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des Yerdickungsmittels 0.1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamt masse, beträgt.
    5. Sprengstoff nach euum der Ansprüche I bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des Verdicl Lingsmittels 0.5 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmasse, beträgt.
    30
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