DE2201032B2 - Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen an festen Katalysatoren im Fließbett - Google Patents
Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen an festen Katalysatoren im FließbettInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen an festen Katalysatoren im
Fließbett durch Durchleiten der gasförmigen Reaktanten durch ein Fließbett von Katalysatorteilchen,
angeordnet in einem Reaktor mit Wärmeaustauscheinrichtungen, und Füllkörper zur Homogenisierung des
Fließbetts.
Bekanntlich wird die Fließbettechnik in Gegenwart eines Katalysators mit Erfolg für die Durchführung
chemischer Reaktionen in heterogener Phase Gas/Feststoff verwendet, wobei die Reaktanten in Gasphase in
Berührung mit einem Fließbett aus feinteiligen Feststoffen, welche katalytische Eigenschaften besitzen, gebracht
werden. Wegen der Bequemlichkeit der Fließbettechnik wird diese Technik vielfach in der chemischen
Großindustrie und insbesondere in der Petrolindustrie angewendet.
Jedoch stößt man mitunter auf große Schwierigkeiten bei der Durchführung dieser Technik, wenn die in
Betracht kommenden Reaktionen stark exotherm sind, und zwar wegen des schwierigen Problems der richtigen
Abführung der Reaktionswärme. Man hat festgestellt, daß es oft sehr schwierig ist, die Temperatur innerhalb
der optimalen Grenzen zu halten, welche oft sehr eng sind; die richtige Aufrechterhaltung der Temperatur
bedingt aber das Erhalten der besten Ausbeute. Daher wurde vorgeschlagen, in den Reaktionsraum Kühlelemente
zu dem Zweck einzuverleiben, die Abführung der durch dir; Reaktion erzeugten Wärme genau zu
begünstigen. Diese Maßnahme erweist sich oft als ungenügend, weil andere Faktoren die Aktivität und die
Selektivität des Katalysators in bezug auf die theoretischen
Werte stark erniedrigen. Hierbei wird unter theoretischem Wert nicht verstanden, was die Stöchiometrie
voraussehen laßt, sondern genauer das, was die kinetischen Werte anzeigen, welche unter idealen
Bedingungen frei von allen Störungen erhallen werden, welche an die Übergänge von Wärme Jnd Masse
gebunden sind. Dieser Abfall an Aktivität und Selektivität ist unter anderem durch einen unbefriedigenden
Masseaustausch zwischen den leichten und dichten Phasen des katalytischen Betts, durch die
Existenz von Heterogenitäten in diesem und durch die Bildung und Koaleszenz von Gasblaser, zunehmender
Dimensionen verursacht Hinzu kommen gleichfalls die Erscheinungen, welche unter anderem unter den
Bezeichnungen wie Bypasswirkung und »back-mixing« (Rückvermischung des Gasstromes) bekannt sind. Die
Bypasswirkung ist hauptsächlich verantwortlich für das Sinken der Aktivität und beruht auf zu raschem
Durchgang der Reaktanten durch den katalytischen Raum, weil ein Teil dieser Reaktanten bevorzugt durch
die schneller aufsteigenden Blasen im Fließbett strömt Unter der Wirkung von »back-mixing«, d.h. der
Rückvermischung, kommen die Reaktanten und die Verfahrensprodukte, statt regelmäßig vom Einlaß bis
zum Auslaß des Reaktors zu wandern, nach hinten zurück und halten sich infolgedessen länger als die
vorgesehene Verweilzeit unter entsprechender, mehr oder weniger großer Zersetzung der Reaktanten, und
insbesondere der Reaktionsprodukte, in dem Reaktor auf, was einen entsprechenden Verlust an Selektivität
mit sich bringt Daher wurde vorgeschlagen, zur Homogenisierung in das Fließbett, Röste, Siebe, Stäbe
oder Rohre, waagerechte oder senkrechte oder schräge Prallplatten oder andere Füllkörper wie Raschig-Ringe,
Berl-Sättel und dergleichen anzuordnen. Diese verschiedenen
Mittel verbessern zweifelsohne die Ergebnisse der Katalyse im Fließbett, aber das Verfahren ist noch
sehr verbesserungsbedürftig.
So verteilen die Füllkörpereinbauten, wie Raschig-Ringe, Berl-Sättel, die Gasblasen, behindern aber die Bewegung der im Fließbett gehaltenen Katalysatorteilchen, so daß ein schlechter Wärmeaustausch zwischen dem Fließbett und den Wänden der Wärmeaustauscheinrichtungen verursacht wird.
So verteilen die Füllkörpereinbauten, wie Raschig-Ringe, Berl-Sättel, die Gasblasen, behindern aber die Bewegung der im Fließbett gehaltenen Katalysatorteilchen, so daß ein schlechter Wärmeaustausch zwischen dem Fließbett und den Wänden der Wärmeaustauscheinrichtungen verursacht wird.
Aus der GB-PS 10 19 235 ist auch die Verwendung von hohlen zylindrischen Körpern aus Drahtgeflecht im
Fließbettprozeß bekannt Hier sind die im Fließbett vorhandenen Feststoffteilchen aber keine Katalysatorteilchen.
Vielmehr handelt es sich um chemisch inerte Materialien, nämlich Glasperlen oder Pulver aus
alpha-Aluminiumoxid, Mullit und Nickel, während der Katalysator vorzugsweise in Form eines Überzugs auf
den Oberflächen der Füllkörper abgelagert ist. Darüber hinaus ist der radiale Wärmeaustausch wegen dem
durch das Flechtmaterial bewirkten Sperreffekt unzureichend, da die Maschenweite von etwa 1,19 mm sehr
klein ist und auch das Materialvolumen dieser Füllkörper, bezogen auf den Katalysatorraum des
Reaktors, wegen des Vorhandenseins von 20 senkrech-
b5 ten Drähten (siehe insbesondere Fig. 1) sehr groß ist, so
daß die Bewegung der festen Teilchen des Fließbetts in den Zwischenräumen der Füllung behindert werden
kann.
Aus allen diesen Gründen werden im industriellen
Betrieb zur Homogenisierung der Wirbelschicht am
häufigsten perforierte Prallplatten oder Lochbleche eingebaut
Es hat sich nun gezeigt, daß viel bessere Ergebnisse
erzielt werden können, wenn als Fällkörper bestimmte Wicklungen aus starrem Material verwendet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen an festen Katalysatoren im
Fließbett von Katalysatorteilchen, angeordnet in einem Reaktor mit Wärmeaustauscheinrichtungen, und Füllkörper zur Homogenisierung des Fließbetts ist dadurch
gekennzeichnet, daß als Füllkörper Wicklungen aus starrem Material verwendet werden, deren Matei ialvolumen 2 bis 12%, vorzugsweise 2 bis 10%, des
eingesetzten Katalysatorvolumens darstellt, und daß die Geschwindigkeit der gasförmigen Reaktanten durch
den Reaktor das 0,25- bis 0,95-fache, vorzugsweise das
0,40- bis 050-fache der Geschwindigkeit, bei der die
KataJysatorteilchen des Fließbetts aus dem Reaktor ausgetragen würden, darstellt
Das starre Material der erfindungsgemäß benutzten Wicklungen besteht aus einem inerten oder gegen die
gasförmigen Reaktanten katalytisch aktiven Material. Es wird ein derart ausgewähltes Material sein müssen,
daß es sowohl der durch die Katalysatorteilchen des Fließbetts ausgeübten Erosion als auch den Reaktionsbedingungen, beispielsweise Druck und Temperatur
widersteht Die Art des Materials wird daher in jedem Fall der gewählten Reaktion und auch den Bedingungen
angepaßt sein müssen, gemäß denen sie durchgeführt wird. Beispielsweise kann man Glas, keramische Stoffe,
Metalle und metallische Legierungen mit katalytischen oder inerten Eigenschaften oder dergleichen vorgesehen. Im Gegensatz zu metallischen Sieben aus feinem
Draht, wie sie bereits in der Technik als Füllelemente benutzt werden, bestehen die erfindungsgemäßen
Wicklungen aus einem starren Material, beispielsweise von mindestens 0,4 mm Durchmesser, so daß diese
Wicklungen keine wesentliche Verformung bei den mit ihnen in dem Reaktor durchgeführten Aufschüttungen
erleiden. Die erfindungsgemäßen Wicklungen haben ihre Windungen getrennt voneinander durch einen
Abstand, welcher mindestens das 20-fache des Durchmessers der Teilchen des Katalysators beträgt, um einen
freien Durchgang der Katalysatorteilchen zwischen den Windungen der Wicklungen zu ermöglichen. Andererseits sollen für einen Reaktor gegebener Dimensionen
die Dimensionen der Wicklungen, das ist Durchmesser und Länge, derart gewählt werden, daß mindestens zwei
Wicklungen Ende an Ende auf dem Mindestabstand untergebracht werden können, der die Wände der
Wärmeaustauscheinrichtungen trennt Außerdem soll die Form der Wicklungen eine solche sein, daß das
Ineinandereindringen vernachlässigenswert oder unmöglich ist; die Windungen der Wicklungen können
rund, oval, polygonal usw. sein.
Der erfindungsgemäß verwendete Katalysator kann die Teilchendimensionen haben, wie sie üblicherweise
bei katalytischen Reaktionen im Fließbett benutzt b0
werden. Zur Erzielung optimaler Ergebnisse werden die Grenzen der Granulometrie der Katalysatorteilchen
auch so eng wie möglich sein.
Die Mittel für den Wärmeaustausch können in üblicher Weise aus Rohren in Rohrbündelform beste- b5
hen, welche von einem flüssigen oder gasförmigen Wärmeaustausehfluidum durchströmt werden. Ihre Zahl
und ihre räumliche Anordnung werden als Funktion der
Exothermie oder Endothermic der in Betracht kommenden Reaktion ausgebildet
Die erfindungsgemäßen Wicklungen können regelmäßig oder unregelmäßig in der Reaktorzone aufgehäuft werden, welche für den Katalysator unter den
Arbeitsbedingungen reserviert ist, wobei das einzige Erfordernis darin besteht, daß das Materialvolumen der
Wicklungen 2 bis 12%, vorzugsweise 2 bis 10%, des Katalysatorvolumens darstellt, wie dies schon vorher
beschrieben wurde.
Damit der Wirkungskoeffizient des Wärmeaustausches der Massen hoch ist, wird die Bildung der
Wirbelschicht der Katalysatorteilchen in dem die erfindungsgemäßen Wicklungen enthaltenden Reaktor
derart durchgeführt, daß die Geschwindigkeit der gasförmigen Reaktanten durch den Reaktor das 0,25-bis 035-fache, vorzugsweise das 0,40- bis 030-fache der
Geschwindigkeit bei der die Katalysatorteilchen des Fließbetts aus dem Reaktor ausgetragen (auch die
Austragsgeschwindigkek genannt) würden, darstellt
Dank den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Maßnahmen vermeidet man in hohem Maß das »back-mixing« (Rückvermischen), ohne dabei den axialen und
radialen Wärmeaustausch zwischen den Katalysatorteilchen im Fließbett und den Wänden der Wärmeaustauscheinrichtung zu verringern; andererseits wird die
Homogenität des Fließbetts erheblich verbessert und die Wirbelbildung in der Gasströmung in dem Reaktor
ist wesentlich herabgesetzt
Das erfindungsgemäße Verfahren ist im großtechnischen Betrieb anwendbar. Es bringt nicht nur als Vorteil
eine Verbesserung in der Umwandlung der eingesetzten Reaktanten und in dem Umsetzungsgrad zu den
gewünschten Reaktionsprodukten mit sich, sondern auch eine Vergrößerung der Produktionskapazität des
Reaktors wegen der großen zulässigen linearen Gasgeschwindigkeiten in diesen. Außerdem unter
Ausgang von einem Versuchsreaktor ist es mit den erfindungsgemäßen Wicklungen leichter, die Parameter
für einen Reaktor zu berechnen, welcher für einen Pilotversuche oder im technischen Maßstab arbeiten
soll, was für die bisherigen bekannten Arbeitsweisen schwierig war.
Die folgenden Ausführungsbeispiele für das erfindungsgemäße Verfahren betreffen die Synthese von
Acrylnitril unter Ausgehen von Propylen und Ammoniak. Selbstverständlich hat das erfindungsgemäße
Verfahren einen größeren Bereich und die Erfindung ist grundsätzlich anwendbar auf alle im Fließbett durchführbare, chemischen, katalytischen Reaktionen, wie
z. B. katalytische Oxidation von Naphthalin zu Phthalsäureanhydrid, von Benzol zu Maleinsäureanhydrid, von
Äthylen und Propylen zu den entsprechenden Oxiden, von Äthylen bzw. Propylen zu Acrolein bzw. Methacrolein oder zu Acrylsäure bzw. Methacrylsäure, von
Isobuten mit Ammoniak zu Methacrylnitril, usw., auf die katalytische Dehydrierung von gesättigten Kohlenwasserstoffen zu Olefinen oder Polyolefinen, auf die
Gewinnung von Chlor durch Oxidation von Chlorwasserstoff, usw.
Der für die Versuche der Beispiele 1 und 2 verwendete Reaktor für die Katalyse im Fließbett
besteht aus nichtrostendem Stahlblech von 3 mm Dicke. Er umfaßt drei aufeinanderfolgende zylindrische Teile,
welche alle einen Durchmesser von 300 mm und eine Höhe von 1 m, 1 m bzw. 1,5 m (von unten nach oben)
besitzen.
Abschnitte durch einen axialen Kühler gesichert, welcher aus einem äußeren Mantel (mit einem
Durchmesser von 40 mm/44 mm im unteren Abschnitt und von 42 mm/48 mm im mittleren Abschnitt) und
einer inneren zentralen Leitung aus einem Rohr von 6 mm/10 mm Durchmesser besteht, alles aus nichtrostendem
StahL Jedes Kühlrohr hat eine Länge von 1 m und wird mit destilliertem Wasser mittels einer
Dosierpumpe gespeist Die Gasverteilung ist durch eine gesinterte Platte aus nichtrostendem Stahl ?n der
Reaktorbi>sis sichergestellt
Die Entstaubung der Gase wird mittels eines äußeren Zyklons durchgeführt, welcher an dem oberen Abschnitt
angeordnet ist, wobei die gesammelten Katalysatorteilchen durch das »Standrohr« zum unteren Abschnitt
über dem gesinterten Verteiler zurückgeführt werden.
Die Speisung besteht aus einem gasförmigen Gemisch von Propylen, Ammoniak und Wasser und
auch Luft, welche von einem Kompressor geliefert wird.
Die Isolierung der Reaktionsprodukte wird nach
üblichen Methoden der Abkühlung, Neutralisation mit Schwefelsäure und Absorption des neutralen Gases in
Wasser durchgeführt
Der Katalysator wird nach Beispiel 6 der belgischen Patentschrift 6 22 025 hergestellt Dieser Katalysator
wird durch Fällung mittels Ammoniak aus Eisen- und Antimonsalzen hergestellt wobei das Verhältnis Sb/Fe
(in Atomen) 1,67/1 ist Die Granulometrie des Katalysators liegt zwischen 40 und 150 μιη.
In dem oben beschriebenen Reaktor werden vier Versuche durchgeführt:
(a) ohne Füllkörper,
(b) mit Praliplatten, von welchen jede aus einer Platte
nichtrostenden Stahls von 1 mm Dicke besteht, mechanisch perforiert mit Löchern von 3 mm
Durchmesser, angeordnet wie die Zahl 5 auf einen Würfel. Diese Prallplatten sind auf den Kühlrohren
aufgereiht und durch Punktschweißung befestigt. Ihr Abstand schwankt als Funktion ihrer Zahl,
(c) mit erfindungsgeinäßen Wicklungen aus nichtrostendem
Stahldraht eines Kalibers von 2 mm. aufgewickelt in Windungen von 40 mm Durchmesser
mit einem Abstand zwischen den Windungen von 10 mm; die Länge jeder Wicklung ist 70 mm.
Die Aufschüttung dieser Wicklungen in dem Reaktor erfolgt in ungeordneter Weise und ihre
Höhe beträgt 175 cm, das Gesamtvolumen des Materials (Stahl) dieser Wicklungen beträgt in
ίο diesem Fall 3,14 L
(d) mit einem gemischten System, ausgeführt mit Wicklungen des Typs (c) und angeordnet zwischen
den Prallplatten des Typs (b).
Man beschickt mit 891 des oben erwähnten Antimon-Eisen-Katalysators, um eine Verweilzeit von 4
Sekunden für einen stündlichen Gesamtdurchsatz von 80 Nm3 der gasförmigen Reaktanten zu bewirken. Unter
diesen Bedingungen ist die lineare Geschwindigkeit der gasförmigen Reaktanten 22 222cmVs (8OmVh), dividiert
durch die Fläche des Innenquerschnitts des Reaktors
,. (152 ■ - = 706.5 cm2) = = 31,4 cm/s.
Die Ajstragsgeschwindigkeit des Katalysators beträgt
ungefähr 70 cm/s bei der benutzten Granulometrie. Die Gasspeisung des Reaktors enthält folgende
Anteile an Reaktanten. ausgedrückt in Vol.-%:
C3H6 : NH3: H2: Luft = 6 : 7 : 10 : 77.
Das Materialvolumen der Wicklungen stellt
Das Materialvolumen der Wicklungen stellt
3,14 · 100
89
89
= 3.5%
des eingesetzten Katalysatorvolumens dar.
Die Temperatur beträgt in jedem Fall 450°C im
katalytischen Bett.
Die folgende Tabelle zeigt den Einfluß, welcher von den verschiedenen Systemen der Füllung auf die
4-, erhaltenen Resultate ausgeübt wird.
| Versuche | Umsetzungsgrad | Umwandlung des | Produktions |
| zu AN (%) | CiH1, (%) | kapazität | |
| (a) Bett ohne Füllung | 40 | 60 | 51 |
| (b) 7 Prallplatten | 50 | 79 | 64 |
| 10 Prallplatten | 53 | 80 | 68 |
| 16 Prallplatten | 54 | 88 | 69 |
| (c) Wicklungen | 60 | 93 | 76,5 |
| (d) 5 Prallplatten + Wicklung | 57 | 86 | 73 |
Umsetzungsgrad '"u ΛΝ =
erhaltene Mole an Acrylnitril eingeführte Mole an Propen
100,
Umwandlung des C1II,,
umgewandelte Mole an Propen
100.
eingeführte Mole an Propen 'rocluklionskapa/ität Gramm Acrylnitril, erzeugt pro Stunde und pro Liter Katalysator.
22 Ol
Die Tabelle zeigt, daß mit den erfindungsgemäßen Wicklungen (Versuch c) man bessere Ergebnisse erzielt,
als man ohne Wicklungen (Versuch a), mittels Prallplatten (Versuch b) oder mittels einer Kombination
von Prallplatten und Wicklungen (Versuch d) erhält.
Für eine Beschickung von 56,5 1 Katalysator, einem Gesamtdurchsatz von 90 NmVh, Verweilzeit 2,26
Sekunden; lineare Geschwindigkeit
25 000
706,5
706,5
= 35.4 cm/s.
ein Materialvolumen der Wicklungen von 3,14 100
56,5
= 5,6%
des eingesetzten Katalysatorvolumens, und unter
Verwendung eines Gasgemisches der Zusammensetzung
C3H6 : NH3 : H2O : Luft
= 6:7,5:10:76,5,
= 6:7,5:10:76,5,
wobei die anderen Bedingungen des Beispiels 1 eingehalten wurden, erhält man bei 4550C die folgenden
Ergebnisse:
Umsetzungsgrad zu AN
Umwandlung des C3H6 k
Produktionskapazität
Umwandlung des C3H6 k
Produktionskapazität
65%
95%
146 g Acrylnitril pro
Stunde und pro Liter
Katalysator
Dieses Beispiel zeigt, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Verweilzeit wesentlich verringert
werden kann, wodurch es möglich wird, die Produktionskapazität des Reaktors bei gleichzeitig verbesserter
Umwandlung und gleichzeitig verbessertem Umsatz zum gewünschten Reaktionsprodukt zu erhöhen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen an festen Katalysatoren im Fließbett durch
Durchleiten der gasförmigen Reaktanten durch ein Fließbett von Katalysatorteilchen, angeordnet in
einem Reaktor mit Wärmeaustauscheinrichtungen, und Füllkörper zur Homogenisierung des Fließbetts,
dadurch gekennzeichnet, daß als Füllkörper Wicklungen aus starrem Material verwendet
werdenderen Materialvolumen 2 bis 12%, vorzugsweise
3 bis 10%, des eingesetzten Katalysatorvolumens darstellt, und daß die Geschwindigkeit der
gasförmigen Reaktanten durch den Reaktor das 0,25- bis 0,95-fache, vorzugsweise das 0,40- bis
030-fache der Geschwindigkeit, bei der die Katalysatorteilchen des Fließbetts aus dem Reaktor
ausgetragen würden, darstellt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Wicklungen verwendet werden, bei denen der Durchmesser des Materials mindestens
0,4 mm beträgt
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Wicklungen verwendet werden,
bei denen die Windungen voneinander durch einen Abstand getrennt sind, welcher mindestens das
20-fache der Dimension der Teilchen des Katalysators beträgt
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Wicklungen
verwendet werden, bei denen der Durchmesser und die Länge derart gewählt werden, daß
mindestens zwei Wicklungen Ende-an-Ende auf dem Mindestabstand angeordnet werden können, welcher
die Wände der Wärmeaustauscheinrichtungen trennt.
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