DE2201475A1 - Schutzmantel aus kunststoff oder dergl. zum schutz gegen mechanische, thermische, chemische und bakterielle aeussere einwirkungen auf die zaehne des menschen - Google Patents

Schutzmantel aus kunststoff oder dergl. zum schutz gegen mechanische, thermische, chemische und bakterielle aeussere einwirkungen auf die zaehne des menschen

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DE2201475A1
DE2201475A1 DE19722201475 DE2201475A DE2201475A1 DE 2201475 A1 DE2201475 A1 DE 2201475A1 DE 19722201475 DE19722201475 DE 19722201475 DE 2201475 A DE2201475 A DE 2201475A DE 2201475 A1 DE2201475 A1 DE 2201475A1
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DE
Germany
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tooth
plastic
plastics
teeth
protective jacket
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Application number
DE19722201475
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English (en)
Inventor
Otto Alfred Dr Becker
Tamin El Sioufy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mekopharmn Dr Becker & Cie KG
Original Assignee
Mekopharmn Dr Becker & Cie KG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C5/00Filling or capping teeth
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C19/00Dental auxiliary appliances
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/884Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins

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Description

  • Schutzmantel aus Kunststoff oder dergl. zum Schutz gegen mechanische, thermische, chemische und bakterielle äussere Einwirkungen auf die Zähne des Menschen Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Zähnen von Menschen gegen äussere Einwirkungen, insbesondere mechanischer, thermischer, chemischer oder bakterieller Art einen Film als Schutzmantel aufzutragen zur Verhinderung von Einwirkungen, durch welche die Zähne Verletzungen erleiden. Es ist bekannt, dass die Zähne durch z.B. Beissen und Knacken von harten Objekten, wie z.B. Nüssen, ungleicher Druckbelastung unterliegen und mechanisch verletzt werden. Der Zahnschmelz springt ab und das freigelegte Dentin wird durch Bakterien zerstört (Caries).
  • Das gleiche kann eintreten bei plötzlicher Unterkühlung der Zähne durch sehr kalte Speisen und Getränke.
  • Chemische Einwirkungen können z.B. durch Tabakrauch, wie auch durch den Genuss von lassen und sauren Speisen erfolgen, insbesondere durch Entkalkung des Zahnschmelzes. Die äussere Einwirkung kann sich auch gegen den Zahnzement des Zahnhalses richten und dort zu pathologischen Entzündungen des Zahnfleisches wie auch zur Bildung von Zahnfleischtaschen führen. An den verletzten Stellen des Zahnhalses dringen auch hier Bakterien zerstörend in das Dentin ein.
  • Eine weitere Aufgabe ist es, die Zahnsteinbildung zu inhibieren.
  • Hierdurch wird die Entstehung von Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) sowie von örtlichen Reizungen durch den Zahnstein (Stomatitis) verhindert.
  • Ein Schutzmantel, der diese verschiedenen Aufgaben erfüllen soll, muss einerseits eine hohe Abriebfestigkeit und grosse Oberflächenhärte bei gleichzeitig hoher Dauerelastizität besitzen und andererseits chemisch uiiangreifbar und alterungsbeständig sein, um Jahre hindurch ohne Zerstörung seine schützende Wirkung ausüben zu können.
  • Der Schutzmantel soll auch der besonderen Form des Zahnes exakt angepasst sein und fest auf der Zahnoberfläche haften. Auch soll er soweit den Zahnhals bedecken, dass das Zahnfleisch den unteren Teil des Schutzmantels umschliesst, und damit zusätzlich der vom Mantel bedeckte Zahnhals geschützt wird, um jegliche Zahnsteinbildung am Zahnhals und die Entstehung von Erkrankungen des Zahnfleisches sowie die Bildung von Zahnfleischtaschen zu verhindern.
  • Die Oberfläche des Schutzmantels soll möglichst glatt sein, um das Anhaften von Speiseresten auszuschliessen. Dies ermöglicht eine Selbstreinigung der Zähne durch den Speichel.
  • Der Schutzmantel soll undurchdringlich für Mikroben sein und damit die Entstehung der Zahncaries durch den Schutzmantel hindurch ausgeschlossen sein.
  • Ein solcher allseitiger Schutzmantel um die Zahnoberfläche und um den Zahnhals, der alle diese Forderungen erfüllt, kann durch Aufbringen eines flüssigen oder gelösten Kunststoffes bzw. Kunststoff-Lackfilmes auf die gesunden, zuvor gereinigten, vom Zahnstein befreiten sowie getrockneten Zähne hergestellt werden.
  • Kunststoffe bzw. Lackkunstharze haben gute Hafteigenschaften und verklammern sich intensiv mit der Zahnoberfläche. Solche Kunststoffe mit den hier erforderlichen Eigenschaften sind bekannt. Sie können z.B. als Ein-, Zwei- oder Meh/rkomponenten- Lacke eine ausserordentliche, z ähelastis che Oberflächenhärte gewähren, die in jeglicher Hinsicht den mechanischen, chemischen und biologischen Anforderungen und Belastungen entspricht.
  • Kunststoff ist von höchster Resistenz gegen mechanische und chemische Einwirkungen. Bakterien können Kunststoffe nicht durchdringen und nicht zerstören. Biologisch sind sie absolut neutral und passiv.
  • Kunststoffe können zur Filmbildung in Lösungsmitteln aufgelöst werden oder ohne Lösungsmittel, insbesondere als Eifl-, Zwei- oder Mehrkomponenten-Kunststofflacke nach Zusammenmischung der Komponenten oder einzeln als flüssige Kunststoffe aufgetragen werden und durch Zusatz entsprechender Mittel (z. B. Katalysatoren) eine ski neue Durchtrocknung und zähelastische Härtung erfahren. Solche Schnell-Trocknungs- und Härtungsmittel sind bekannt (Rapid -G rundier -Verfahren, Mischpolymerisate).
  • Auch Lackkunstharz - Dispers ionen kommen in Betracht.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, diese Eigenschaften der Kunststoffe und der mit Ihnen zu vereinigenden Stoffe auf dem Gebiet des Schutzes der Zahnoberfläche durch Bildung eines Filmes als Schutzmantel mit hoher Wirksamkeit einzusetzen.
  • Dur ch Mischung verschiedenartiger Kunststoffe und erforderlichenfalls sonstiger Zusatzstoffe lassen sich die jeweils gewünschten spezifischen Eigenschaften erzielen, mit denen jeglichen Sonderanforderungen innerhalb einer breiten Skala entsprochen werden kann. Insbesondere kommen in Betracht Polymerisationsharze, Polykondensations - und Polyadditionsharze.
  • Durch gezielte Kombinationen können jegliche Filmeigenschaften, wie Haftfähigkeit, Trocknungsverhalten, Festigkeit, Härte, Elastizität, Abriebfestigkeit, Chemikalienbeständigkeit, Pigmentierungs eignung, F arbtonunveränder -lichkeit, Gilbungsresistenz usw. realisiert werden.
  • Die Kunststoffe können auch so modifiziert werden, dass sie durch Lösungsmittel, z. B. Äther, wieder aufgelöst und entfernt werden.
  • Den transparanten Kunststofflacken können vorteilhaft Pigmente beigefügt werden, durch welche die Zähne ein schöneres Aussehen erhalten.
  • Es kann vorteilhaft sein, die erste Schicht, falls mehrere Filmschichten aufgetragen werden sollen, aus einem auf der Zahnoberfläche besonders haften den Grundierlack herzustellen. Auf diesen Grundierlack fol;mindestens eine Filmschicht als Oberlack (Decklack), dessen Zusammensetzung eine gute Haftung auf dem Grundierlack gewährleistet.
  • Durch das Auftragen einer Mehrzahl von Lackfilmen können Schichtstärken erzielt werden die sich plastisch verformen lassen. Dies ist wichtig, wenn der Zahn eine zu seiner Funktion unzweckmässige Form besitzt und durch die Kunststoffmasse diese ungünstige Form zweckentsprechend ergänzt werden soll. Diese Verformung kann noch im weichen Zustand der aufgetragenen Schichten erfolgen oder nach Härtung der Schichten durch entsprechende mechanische BearbeitUng, z.B. mittels Schleifen, Fräsen und dergl., wie ähnlich aus der Behandlung der Zähne selbst bekannt.
  • Es kann durch das Auftragen der Schichten die Zahnlücke zwischen je zwei Zähnen durch den Kunststoff fest geschlossen werden. Damit ist das Eindringen und Verbleiben von Speiseresten zwischen den Zahnlücken unmöglich.
  • Hierdurch wird der Schutz der Zähne gegenüber sich zersetzenden, Bakterien als Nährboden dienenden Speisen ausserordentlich erhöht.
  • Um die Durchtrocknungszeit abzukürzen, kann der Lack durch Vorbereiten und zeitlich vorangehende Zusammenmischung vor Auftragen auf die Zahnoberfläche eine Vorreaktionszeit durchlaufen, so dass auf dem Zahn nur noch die späteren Phasen der Durchtrocknung und Härtung (z.B. Polymerisierung) sich vollziehen. Es können auch vorpräparierte, meist komplexe Verbindungen zur Anwendung kommen (z. 3. durch Präkondensation).
  • Es wird Schutz für den Stoff (Kunststoffe, Lackkunststoffharze, Kombinationen), aus welchem der Zahnmantel besteht sowie Schutz für das Verfahren der Herstellung, Ausbildung und Anordnung des Filmes als Mantel erbeten.
  • Folgende Verfahrensschritte sind dabei zu beachten: Entfernen des Zahnsteines, Reinigen der gesunden Zähne, Desinfizieren, Trocknen. Anschliessend Auftragen eines Grundierlackfilmes oder Auftragen eines Lackkunststoffilmes insbesondere auch rings um den Zahnhals, alsdann nach Antrocknen der Oberfläche des Kunststoffmantels Auftragen weiterer Schichten des Kunststoffes bzw. des Lackkunststoffes und schliesslich Trocknen mit z.B. warmer Luft (Föhn) zur Beschleunigung der chemischen Reaktion bzw. Trocknung und Härtung.
  • Die Anordnung solcher Kunststoffschutzmäntel um die Zähne entsprechend ihrer individuellen Form durch Auftragen von geeigneten Lack-Kunststoff-Filmen erfüllt alle Anforderungen, die aus der Funktion der Zähne sich ergeben und erhöht deren natürliche Eigenschaften unter gleichzeitiger Verhinderung der Einwirkung zerstörender Kräfte und Mikroben.
  • Die gefürchtete Karies ist damit absolut ausgeschlossen.
  • Die Ummantelung der Zähne mit Lackkunststoffilmen ist ein rein technischer Vorgang, der auch durch Nichtärzte gewerblich durchgeführt werden kann. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um den Schutz lebloser äuseerer Zahnschichten (Zahnschmelz, Zahnzement). Die Ummantelung ist zu vergleichen mit einer Schutzummantelung (Umkleidung) des menschlichen Körpers gegen Kälte, Wärme usw. Das Verfahren ist nicht auf Heilung ausgerichtet. Entscheidend ist die Erkenntnis der Bedeutung, die einer solchen Schutzummantelung der Zähne zur Steigerung und Verbesserung der Zahnfunktionen und zur Erhaltung und Scherung dieser Funktionen gegen äussere Einwirkungen jeglicher Art zukommt.

Claims (14)

Patentans prüche
1. Verfahren zur Herstellung eines Schutzmantels um die Zähne des Menschen gegen mechanische, thermische, chemische, bakterielle und sonstige Einwirkungen, dadurch gekennzeichnet, dass flüssige oder in Lösungsmittel gelöste Kunststoffe oder Kunststofflacke oder dergl. vorzugsweise auf den ganzen Zahn einschliesslich seinem Zahnhals aufgetragen werden.
Schutzmantel zum mechanischen, thermischen, chemischen und bakteriellen Schutz, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel aus Kunststoffen oder Lackkunststoffen oder dergl. besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lack ein Ein-, Zwei- oder Mehrkomponenten-Lack ist (z.B. D-D-Lack).
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lack oder dergl. nach Härtung wieder mit Lösungsmitteln lösbar und entfernbar ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lack oder dergl. ihn schnell trocknende und härtende Stoffe zugesetzt sind (z.B. Katalysatoren).
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht ein Grundierlack oder dergl. ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schichten aufgetragen werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff oder Lack oder dergl. plastische Eigenschaften besitzt und nach Erfordernis im weichen oder gehärteten Zustand zur Formverbesserung des Zahnmantels verformt wird und hierdurch die Druckresistenz des Zahnes erhöht und seine Gestalt verschönert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnlücken bei der Ummantelung direkt geschlossen werden.
lo. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahn hermetisch luftdicht ummantelt ist.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffe bezw. Lackkunststoffharze nach ihrer Aufbringung polymerisieren.
12. Schutzmantel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel aus einer Kunststoffmischung besteht, der erforderlichenfalls weitere, die Eigenschaften modifizierende und spezialisierende Stoffe zugegeben sind.
13. Schutzmantel nach Anspruch 2 und 12, dadurch ch g e k e nnz e i chnet, dass dem Schutzmantel Farbpigmente zugegeben sind.
14. Schutzmantel nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzmantel aus Mischpol;ymerisaten besteht.
DE19722201475 1972-01-13 1972-01-13 Schutzmantel aus kunststoff oder dergl. zum schutz gegen mechanische, thermische, chemische und bakterielle aeussere einwirkungen auf die zaehne des menschen Pending DE2201475A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5063082A (en) * 1988-06-03 1991-11-05 Loren Adell Method of making coated metallic orthodontic arch wire
US5645429A (en) * 1994-08-22 1997-07-08 Dentsply Research & Development Corp. Method for adhering to tooth structure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5063082A (en) * 1988-06-03 1991-11-05 Loren Adell Method of making coated metallic orthodontic arch wire
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