DE2201521A1 - Mehrzweck-Walzenanordnung zum Formen von Teigwaren - Google Patents

Mehrzweck-Walzenanordnung zum Formen von Teigwaren

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DE2201521A1 DE19722201521 DE2201521A DE2201521A1 DE 2201521 A1 DE2201521 A1 DE 2201521A1 DE 19722201521 DE19722201521 DE 19722201521 DE 2201521 A DE2201521 A DE 2201521A DE 2201521 A1 DE2201521 A1 DE 2201521A1
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Description

Dr. phil. G. B. HAGEN
8U00 MÜNCHEN 71 (Solin)
Franz-Hals-Straße 21
Telefon 796213
TH 3004 München, 11. Januar 1972
sch
Torahiko Kayashi
^-31 Nozawa-machi
Utsunomiya-shi
Japan
Mehrzweck-Walzenanordnung zum Formen von Teigwaren
Priorität; 13« Jan. 1971} Japan; Nr. 46-820
Die Erfindung bezieht sich auf eine Walzenanordnung zum Formen formbarer Materialien zu unterschiedlicher Gestalt. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Mehrzweck-Walzenanordnung, mit deren Hilfe formbare Materialien, beispielsweise unterteilte Teigstücke wie Brotteig und Krapfen mit oder ohne Füllung, zu Vielschichtkörpern, flachen Bändern oder zylindrischen Körpern geformt werden durch Veränderung der relativen Geschwindigkeiten der beweglichen Teile der Anordnung.
In der Vergangenheit bestand das Hauptverfahren zum Herstellen eines Mehrschichtenprodukts, bei dem zwischen Lagen von Teig Lagen von Füllmasse eingeschlossen waren, darin, ein Paar von ausgezogenen Teiglagen vorzubereiten, zwischen diese Lagen Füllmasse zu geben, das sich überlappende Paar von Teiglagen mit einer dazwischen eingeschlossenen Füllungsechicht dreimal umzuschlagen, das umgeschlagene Material mit einer Walze auezuziehen und anschließend dieses Verfahren des abwechselnden Ausziehens und Umschlagens einigemal zu
Bayerische Verelnibank München 820993
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wiederholen. Das Verformen von Teigmaterial zu anderer Gestalt, beispielsweise zu zylindrischen Körpern und Bändern, wurde ebenfalls beim größten Teil der Verarbeitungsstufen von Hand durchgeführt. Derartige Verfahren kosten sehr viel Zeit und Arbeitskraft, und dadurch erhöhen sich die Herstellungskosten der Waren. Gemäß der Erfindung werden die oben genannten Schwierigkeiten gelöst durch Schaffung einer Anordnung, mit der die Erzeugung von mehrlagigen zylindrischen oder bandförmigen Produkten automatisch und mit einfachen mechanischen Arbeitsvorgängen möglich ist.
Die Erfindung sieht eine Mehrzweck-Walzenanordnung zum Formen von Teigstücken vor mit einem Förderband und einer Vielzahl von Walzen, die parallel zueinander ausgerichtet sind und oberhalb des Förderbandes im Abstand voneinander vorgesehen sind, wobei sich ihre Achsen unter rechten Winkeln zur Bewegungsrichtung des Förderbandes erstrecken und wobei die miteinander ausgerichteten Walzen gemeinsam in der gleichen Richtung wie das Förderband bewegbar sind, wodurch die Bewegungsgeschwxndxgkext des Förderbandes, die Umfangsrotationsgeschwindigkeit jeder Walze und die Bewegungsgeschwxndxgkext der miteinander ausgerichteten Walzen in bezug aufeinander so einstellbar sind, daß die jeweils gewünschten Produkte erhalten werden. Die miteinander ausgerichteten Walzen sind miteinander verbunden mittels eines Paares von endlosen Ketten, die an beiden Enden jeder Walze angreifen, so daß sich die Walzen zusammen mit der Rotation der endlosen Ketten drehen. Jede Walze rotiert mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit. Wenn in bestimmten Abständen an der Einfuhrstation Teigstücke kontinuierlich in den Raum zwischen dem Förderband und den miteinander ausgerichteten Walzen gegeben werden, erzeugt die Anordnung ein viellagiges Teigprodukt, wenn die Bewegung der miteinander ausge richteten Walzen in der gleichen Richtung erfolgt wie die Bewegung des Förderbandes und wenn die Rotation jeder Walze im Uhrzeigersinn erfolgt, während sich das Förderband von
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links nach rechts bewegt, und wenn die relative Geschwindigkeit jeder Komponente der Anordnung so eingestellt ist, daß die Bedingungen der Gleichungen
a > b, c=a-b
erfüllt sind, wobei a die Bewegungsgeschwindigkeit der miteinander ausgerichteten Walzen, b die Bewegungsgeschwindigkeit des Förderbandes und c die Umfangsrotationsgeschwiiidigkeit jeder Walze ist.
Die Anzahl der Schichten des Produkts ist i're-i einstellbar durch Verstellen der relativen Geschwindigkeiten der Komponenten sowie der Zuführgeschwindigkeit der in die Anordnung eingegebenen Teigmaterialien.
Wenn Teigstücke in längeren Zwischenräumen zugeführt »erden, so daß aufeinanderfolgende Stücke einander nicht überlappen, erhält man flache Teigbänder, wenn, die Auoi~dnung mit den gleichen relativen Richtungen und den gleichen, relativen Geschwindigkeiten der Komponenten wie im vorhergehenden Fall betrieben wird.
Zum Erzeugen zylindrischer Körper aus den zugeführten Teigstücken werden die Geschwindigkeiten dex~ Komponente» so verändert, daß die Bedingungen der Gleichungen
a < b, c « b - a
erfüllt sind, wobei a, b und c die gleichen Bedeutungen wie vorher haben.
Die erfindungsgemäße Anordnung kann nicht nur zum Formen der oben genannten Teigwaren verwendet werden, sondern auch zum Formen verschiedener Arten formbaren Materials, die in anderen Industriezweigen Verwendung finden.
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TH 3004
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine einfache Anordnung zum Formen vielschichtiger Erzeugnisse aus formbarem Material zu schaffen. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine einfache Anordnung zu schaffen, mit der aus den gleichen formbaren Materialien flache oder zylindrische Erzeugnisse geformt werden können. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine einfache Anordnung zum Erzeugen vielschichtiger Produkte zu schaffen, welche aus einer gewünschten Anzahl von Schichten bestehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben. Von den Figuren zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 eine teilweise weggebrochene perspektivische Darstellung eines Teils der Anordnung von Figur Ij
Figur 3 eine Draufsicht von oben auf einen Teil der Anordnung von Figur 1, wobei die Positionen der Komponenten relativ zueinander angedeutet sind j
Figuren schaubildliche Darstellungen, die die Bewegun- k und 7 gen der Komponenten und die Gestalt der Teigwaren veranschaulichen, welche zu einem Vielschichtkörper bzw. zylindrischen Körpern geformt werden}
Figuren schaubildliche Darstellungen, die das Formen 5 und 6 von Vielschichtkörpern veranschaulichenjund
Figuren Beispiele von Erzeugnissen, die mit der er-8 und 9 findungsgemäßen Anordnung erhalten wurden.
Eine Vielzahl von Walzen 1 von gleicher Größe ist in gleichmäßigen Abständen so miteinander auegerichtet, daß sie eine kontinuierliche endlose Anordnung von im wesentlichen elliptischer Form bilden. Die Walzen 1 sind an endlosen Ketten
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2, 21 befestigt, die benachbart beiden Enden aller miteinander ausgerichteten Walzen 1 unter rechten Winkeln zur Achse jeder Walze laufen, wie Figur 3 zeigt, mittels Wellen 3, die in jedem Gelenk der Ketten 2, 2' festgelegt sind und sich von den Ketten nach innen in den hohlen Teil jeder Walze 1 erstrecken. Die Walzen 1 sind um die Wellen 3 drehbar. Die Ketten 2, 2' sind auf Zahnrädern 4, 41 und 5, 51 am Vorderende und am Hinterende der Walzenanordnung montiert.
Ein Ende jeder Walze 1 ist mit einem Zahnrad 6 versehen, das in ein Zahnstangenrad 7 eingreift, welches um den Umfang der Walzenanordnung herum der Kette 21 benachbart angeordnet ist. .Das Zahnstangenrad 7 überträgt eine Drehbewegung auf die Walzen 1 über die Zahnräder 6, wobei die Geschwindigkeit dieser Rotationsbewegung bestimmt ist durch die Bewegungsgeschwindigkeit der Ketten 2, 21 und die Größe der Zahnräder 6 und der entsprechenden Zahnstangenräder 7. Ein endloses Förderband 8 verläuft um zwei Walzen 9, 91 herum, die horizontal im Abstand voneinander angeordnet sind.
Das Gehäuse 10 umschließt die Walzen 1, die Ketten 2, 21, die Zahnräder 4, 4·, 5% 5' und das Zahnstangenrad 7· Ι» Vorderende und im Boden des Gehäuses 10 befinden sich Öffnungen, und die den Öffnungen benachbarten Außenflächen der Walzen 1 liegen nach außen frei. Eine Materialführung 11 ist vor der vorderen Öffnung des Gehäuses 10 in bestimmten Abständen D zur Umlaufbahn der äußersten Flächen der Walzen 1 positioniert. Die Abstände D sind einstellbar durch Betätigen des Knopfes 12, der an der Einstellvorrichtung 30 für die Führung montiert ist. Die Abstände D können auch eingestellt werden durch Schwenken der Führung 11 um das Gelenk 29, das ein Element der Führungseinstellvorrichtung 30 und die Führung 11 verbindet. Wenn die Führung 11 um das Gelenk 29 so geschwenkt wird, daß der untere Teil der Führung 11 angehoben wird, werden die Abstände D weiter verkleinert.
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TH 3004 - 6 -
Die Umlaufbahn der Walzen 1 der Bodenöffnung des Gehäuses
10 nimmt in bezug auf das Band 8 einen solchen Verlauf, daß der Abstand d zwischen dem Band und der äußersten Fläche der Walze 1 am vordersten Ende am größten ist und zum hintersten Ende hin nach und nach abnimmt. Der Abstand d ist frei einstellbar.
Ein Vibrator 13 ist der Führung 11 benachbart angeordnet, um zu verhindern, daß Materialien an der Führung 11 festkleben oder von dieser festgehalten werden, wenn derartige Materialien in die Anordnung eingegeben werden. Die Führung
11 wird durch den Vibrator 13 kontinuierlich in Schwingungen versetzt mit einer Vibrationsamplitude von 5 nun oder weniger und 2000 oder mehr Schwingungen pro Minute.
Die Teigstücke werden von dem Abgabekanal 15 der Maschine Ik zugeführt, welche Teig für Brot, Krapfen und ähnliches teilt und zu Kugelform einer bestimmten.. Größe formt oder gekochtes Fleisch oder Gemüse oder auch Marmelade und Fett in Teig einschließt, wodurch sich kugelförmige gefüllte Teigstücke ergeben. Figur 4 zeigt im Querschnitt kugelförmige Teigstücke 23 mit Füllungen 26, die der Führung 11 kontinuierlich von oben zugeführt werden und zwischen der Führung 11 und den Walzen 1 aufgehäuft sind.
Die kinetische Beziehung zwischen den Walzen 1 und dem Band 8 wird im folgenden beschrieben. Der Pfeil a zeigt die Bewegungsrichtung der Ketten 2, 2' und infolgedessen die Richtung der UmIaufbewegung der Walzen 1 an. Der Pfeil b zeigt die Bewegungsrichtung des Bande· 8 an. Der Pfeil c zeigt die Rotationsrichtung der Walzen 1 an. Die Walzen rotieren um sich selbst, während sie entlang der elliptischen Umlaufbahn laufen. Das Band 8 verläuft in gleicher Richtung wie die Bewegung der Walzen in der unteren Position der Umlaufbahn.
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TH 300^ - 7 -
Die Geschwindigkeiten der UmIaufbewegung der Walzen, die Rotation der Walzen und die Bewegung des Bandes stehen in einer bestimmten Beziehung zueinander mit Hilfe von Zahnrädern 6, 7, 18, 19 und Ketten 16, 17. Die Kette 16 ist auf einem fest und konzentrisch mit dem Zahnrad k* verbundenen Zahnrad sowie einem Zahnrad 18 angeordnet, das in geeigneter Stellung an einem vertikalen Rahmen unterhalb des Getriebes und benachbart dem Zahnrad k% angeordnet ist. Die Kette 17 läuft über ein fest und konzentrisch mit einem Ende der Walze 91 verbundenes Zahnrad sowie ein Zahnrad 19» das dem Zahnrad l8 benachbart angeordnet ist und mit diesem in Eingriff steht.
Die Kette 16 bewirkt eine Rotation der Zahnräder 41, 51» so daß diese auf die Ketten 2, 21 eine Umlaufbewegung übertragen. Die Kette 17 bewirkt eine Rotation der Walze 91» welche auf das Band 8 eine Rotationsbewegung überträgt. Auf diese Weise kann das Verhältnis der Geschwindigkeit der Ketten 2, 2' zur Geschwindigkeit des Bandes 8 (a:b) eingestellt werden durch Veränderung der Anzahl von Zähnen des Zahnrades 18 und des Zahnrades 19. Ein mit der Welle 20 des Zahnrades 18 verbundenes stufenloses Regelgetriebe überträgt auf das Zahnrad 18 die Rotationsbewegung. Das stufenlose Regelgetriebe wird betätigt durch den Handgriff 21, der an der Außenseite des Gehäuses des Förderbandes 8 angeordnet ist. Das Geschwindigkeitsverhältnis der Umlaufbewegung der Walzen 1 zur Bewegung des Bandes (a:b) wird verändert durch die in der Nähe des Handgriffs 21 an der Außenseite des Gehäuses des Bandes 8 vorgesehene Kupplung 22,
Die Geschwindigkeitsverhältnisse der Komponenten können in verschiedener Weise eingestellt werden zum Erhalt von Erzeugnissen unterschiedlicher Gestalt. Wenn die Bewegungsgeschwindigkeiten a, b und c so eingestellt sind, daß die Bedingungen
at>b, a - b > c
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erfüllt sind, wobei a vorzugsweise 5mal so groß wie b oder größer ist und c die Umfangsrotationsgeschwindigkeit der Walzen 1 ist und wobei Materialien 23 dem Raum D in solcher Weise zugeführt werden, daß sie übereinander aufgehäuft werden, so erhält man am Ausgang 25 gegenüber der Zuführung ein bandförmiges Material 2k. In diesem Material 2k sind die Füllungen 26, die vor dem Einführen in die Anordnung als Klumpen in Teig eingewickelt wurden, nunmehr zwischen den Teigschichten angeordnet, so daß sich eine Vielzahl dünner flacher Schichten ergibt. Das Produkt ist, nunmehr fertig zur weiteren Verarbeitung zu Pasteten und Blätterteiggebäck.
Wie die Figuren k, 5 und 6 zeigen, wird das Vielschichtenprodukt erzeugt infolge eines schuppenähnlichen Überlappens von Materialien, die zwischen dem Band und den Walzen mit einem bestimmten Geschwindigkeitsverhältnis flachgepreßt werden. Da die Bewegungsgeschwindigkeit a der Walzen 1 größer ist als die Bewegungsgeschwindigkeit b des Bandes 8, wird der obere Teil des Materials, der mit den Walzen 1 in Kontakt gelangt, weiter ausgezogen als der untere Teil des Materials, der dem Band 8 näher liegt.
Der geometrische Ort der Bewegung der Walzen 1 nähert sich dem Band 8 fortschreitend, wodurch der Abstand d immer mehr reduziert wird. Dies bewirkt, daß die Außenflächen der Walzen 1 auf die Oberfläche des Materials einen konstanten Druck ausüben, und es wird dadurch auch eine Wirkung erzielt, wodurch die Neigungen der Materiallagen fortschreitend verflacht werden.
Die Anzahl der Lagen des Produkts ist einstellbar durch Einstellung der Länge der Zone 1, in der die Walzen 1 und das Band 8 einander gegenüberliegend verlaufen. Je größer die Entfernung, desto mehr Schichten werden gebildet. Mehr Schichten können auch erzeugt werden, wenn der Wert von a/b größer ist. Je größer der Wert von (a - b)/c, desto
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größer die Anzahl von Schichten. Das einfachere und daher praktischere Mittel zur Einstellung der Anzahl von Schichten kann in vielen Fällen darin bestehen, daß die Geschwindigkeit des Bandes 8 in bezug auf die Zuführgeschwindigkeit der Materialien verändert wird oder daß der Zwischenraum D zwischen der Führung 11 und den Walzen 1 verändert wird. Die Veränderung der Geschwindigkeit des Bandes 8 in bezug auf die Zuführgeschwindigkeit der Materialien kann ei'folgen durch Justierung des zeitlichen Abstandes der Zuführung von Materialien oder durch Einstellung des Abstandes zwischen den Mitten benachbarter Teigstücke oder durch Veränderung der Geschwindigkeit des Bandes 8 mittels des Handgriffs 21 des stufenlosen Regelgetriebes. Die Veränderung der Abmessung des Zwischenraums D ist wirksam zur Einstellung der Anzahl von Schichten, da die Materialien desto leichter durch die Bewegungen der Walzen 1 beeinflußt werden, je näher die Innenfläche der Führung 11 den Walzen 1 liegt, und infolgedessen wird der Abstand P der Materialien vei-kürzt. Wenn keine Führung 11 vorgesehen wäre, sollte der Minimalabstand P der auf dem Band 8 liegenden Materialien gleich dem Durchmesser jedes von der Maschine Ik zugeführten Materialstückes sein. Der Abstand P kann jedoch durch die Wirkung der Führung 11 zwangsweise verringert werden. Die Justierung der Führung 11 erfolgt in zwei Stufen. Zuerst bewirkt die Betätigung des Knopfes 12 an der Vorrichtung 301 <iaß sich die Führung 11 horizontal auf die Walzen 1 zu oder von diesen weg bewegt. Wenn die Führung 11 um das Gelenk 29 geschwenkt ist und die unteren Abschnitte der Führung 11 angehoben sind, ist dann der Zwischenraum D in Richtung auf das Band 8 weiter verengt, und daher sind die Materialien 23 leichter durch die Wirkung der Walzen zu bearbeiten.
Es wurde ein Experiment durchgeführt mit kugelförmigen Brotteigetücken 23 mit einem Durchmesser von 60 mm, die als Füllung Butterstückchen enthielten. Die Länge der Andruckzone 1 war auf 1 m eingestellt. Die Zuführgeschwindigkeit
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der Materialien betrug 1 Stück pro Sekunde. Der Zwischenraum D war auf 35 mm eingestellt. Die Geschwindigkeit des Bandes 8 betrug 30 mm/sek. Das Geschwindigkeitsverhältnis zwischen der Umdrehung der Walzen, der Bewegung des Bandes und der Rotation jeder Walze war auf 10:1:5 eingestellt. Das sich ergebende Produkt war ein kontinuierliches Material mit etwa 45 horizontalen Butterschichten.
Es wurde ein weiteres Experiment durchgeführt unter den gleichen Bedingungen wie vorher, jedoch betrug der Zwischenraum D 50 mm, und die Geschwindigkeit des Bandes 8 betrug 50 mm/sek. Das resultierende Produkt war ein kontinuierliches Materialband mit etwa drei Butterschichten.
Es wurde bisher die Anwendung der Anordnung zum Erhalt von Vielschichtprodukten beschrieben. Ein zweiter Verwendungszweck der Anordnung besteht in der Produktion einzelner zylindrischer Körper 27 aus jedem in die Anordnung eingeführten Teigstück (Figuren 7 und 9)· Zu diesem Zweck muß die Beziehung zwischen a, b, c die Bedingungen der Gleichungen
b>a, b-a^c
erfüllen. Venn die Reibung zwischen dem Material und den Walzen 1 und die Reibung zwischen dem Material und dem Band 8 genau gleich sind, kann die zweite der oben angegebenen Gleichungen als
b - a s c
ausgedrückt werden. Als Anwendungsbeispiel für die oben genannten Gleichungen kann das Verhältnis des Wertes a zu dem Wert b durch Betätigen der Kupplung 22 als 10:15 eingestellt werden,und infolgedessen ist a:b:c im wesentlichen 10:15:5·
Im vorgenannten Fall kann der Abstand des Zwischenraums D größer als der Durchmesser jedes Teigstückes 28 eingestellt werden. Vorzugsweise wird die Führung 11 entfernt. Die Ge-
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schwindigkeit des Bandes 8 sollte hoch genug sein, so daß kein Paar des vordersten MaterialStücks und des hintersten Materialstücks in Kontakt miteinander gelangt. Wie Figur zeigt, wird ein Material 28 ohne Füllung auf dem Band 8 befördert, während es zwischen benachbarten Walzen 1, I1 eingeschlossen ist, und wird schließlich zu einem zylindrischen Körper 27 von kleinem Durchmesser geformt.
Bei einem Alternativbeispiel kann ein in die Anordnung eingegebenes Material 23 oder 28 individuell plattgedrückt werden durch Anwendung der folgenden Beziehungen:
a^b, c < a - b
und indem der Abstand P groß genug gewählt, wird, so daß benachbarte Teigstücke nicht in Kontakt miteinander kommen können.
Patentansprüche:
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Claims (1)

  1. TH 3004 -Z-
    Patentansprüc h e
    Mehrzweck-Walzenanordnung zum Formen formbarer Materialien, gekennzeichnet durch ein Förderband (© und eine Vielzahl von Walzen (l) gleichen Durchmessers, die oberhalb des Förderbandes (8) im Abstand voneinander angeordnet sind, wobei die Walzen (l) gemeinsam in der gleichen linearen Richtung bewegbar sind wie das Förderband (8), wodurch die Bewegungsgeschwindigkeit des Förderbandes (8), die Umfangsrotationsgesehwindigkeit der Walzen (l) und die Geschwindigkeit der linearen Bewegung der Walzen (l) in bezug aufeinander so einstellbar sind, daß vielschichtige, flachgepreßte oder zylindrische Produkte erhalten werden.
    2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch g a kennzeichne t , daß die Walzen (I ) eineiytui-
    teren Abschnitt bilden, in dem die Walzen so miteinander ausgerichtet sind, daß sich eine im wesentlichen ellipti sche Umlaufbahn ergibt, wenn die miteinander ausgerichteten Walzen (l) umlaufen.
    3- Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (l) an einem Paar von Ketten (2, 2') befestigt sind, wobei die Ketten (2, 21) um eine elliptische Umlaufbahn umlaufen.
    km Anordnung nach Anspruch 3» gekennzeichnet durch ein an einem Ende jeder Walze (l) fest angeordnetes Zahnrad (6), das mit einem Zahnstangenrad (7) in Eingriff steht, welches entlang dem durch die Rotation der Ketten (2, 21) definierten geometrischen Ort der Zähne des Zahnrads (6) positioniert ist.
    5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis k, gekennzeichnet durch eine Materialführung
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    τη 3004 - ^r -
    (11), die vom vordersten Ende der miteinander ausgerichteten Walzen (l) so im Abstand angeordnet ist, daß sie Materialien aufnimmt und sie in·den Zwischenraum (D) zwischen dem Förderband (8) und den unteren Flächen der miteinander ausgerichteten Walzen (l) führt.
    6. Anordnung nach Anspruch 5» dadurch g e kennzeichn e t, daß die Lage der Führung (11) relativ zum vordersten Ende der miteinander ausgerichteten Walzen einstellbar (30) ist»
    7· Anordnung nach Anspruch 6, g e k ο nnzelchnet durch Mittel (29) zur horizontalen iöinstellung der Position der Führung (11).
    8. Anordnung nach Anspruch 6, g e 1-'· e η η ζ c χ c Ii η e t durch Mittel zur Einstellung der Position der* Führung (11) zwecks Veränderung des Abstandes (D) zwischen der Führung (11) und dem vordersten Ende der miteinander ausgerichteten Walzen (l) an verschiedenen Stellen an der Innenfläche der Führung (11) durch vertikales Ve 1-schwenken, der Führung (ll) um einen Hebelarm (29) auf das vorderste Ende der Walzen (l) zu und davon weg,
    9· Anordnung nach Anspruch 5S g e Ii ν η. η ζ e i ι; h η e t durch einen der Führung (.11) benachbart angeordneten Vibrator (I3)t der auf die Fühtung (II) Schwingungen überträgt.
    10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch geken nz c lehnet, daß die oberen Flächen der Walzen (l) entlang dem Förderband (8) so angeordnet sind, daß sie gleichmäßige Druckkräfte auf das auf dem Band (8) befindliche Material ausüben.
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    TH 3004 -JB-
    11. Anordnung nach einem der Angrüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (d) zwischen dem Förderband (8) und den Walzen (l) entlang dem Förderband (8) sich in Richtung auf das hinterste Ende der Anordnung fortschreitend verringert.
    12. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, gekennzeichnet durch ein Paar von miteinander in Eingriff stehenden Zahnrädern (18, 19)» von denen jedes durch einen damit verbundenen Zahnantrieb rotiert wird, wobei eines (l8) der Zahnräder die Antriebskraft auf die Welle der mit den Ketten (2, 2·) in Eingriff stehenden Zahnräder (4·, 5') überträgt zwecks Rotation der Ketten (2, 2') und das andere (19) der Zahnräder die Antriebskraft auf die Welle einer Walze (91) zwecks Rotation des Förderbandes (8) überträgt und wobei die Durchmesser der Zahnräder (l8, 19) unterschiedlich sind, so daß auf die Walzen (9i9') und das Band (8) unterschiedliche Bewegungsgeschwindigkeiten übertragen werden.
    13· Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dem Paar von Zahnrädern (l8, 19) benachbart zusätzliche Zahnräder sowie eine Kupplung (22) zur Veränderung der Übersetzung vorgesehen sind.
    l4. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem (l8) des Paares von Zahnrädern (l8, 19) ein stufenloses Regelgetriebe verbunden ist, das eine Rotationsbewegung auf das Zahnrad (18) überträgt.
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    Leerseite
DE19722201521 1971-01-13 1972-01-13 Formmaschine zum Herstellen von eine wählbare Anzahl von Schichten aufweisenden Produkten aus formbarem Material, insbesondere von Teigprodukten Expired DE2201521C2 (de)

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