DE220168C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D99/00—Subject matter not provided for in other groups of this subclass
- F23D99/002—Burners specially adapted for specific applications
- F23D99/004—Burners specially adapted for specific applications for use in particular heating operations
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D2206/00—Burners for specific applications
- F23D2206/0047—Vapour burners for illumination by radiation, with vaporiser heated by the main flame
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Spray-Type Burners (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4g. GRUPPE
VICTOR BAUER in RIGA.
Brenner, insbesondere für Petroleumgasglühlicht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1907 ab. Längste Dauer: 8. Juni 1920.
Die vorliegende Erfindung besteht in der Ausbildung des durch das Patent 180199 geschützten,
insbesondere für Petroleum geeigneten aufrechten Gasglühlichtbrenners zu einem Invertbrenner, d. h. einem hängenden Gasglüh-.
lichtbrenner. (Früheres Zusatzpatent 214033.) Hierbei werden die kennzeichnenden Teile
des Brenners nach dem Hauptpatent in der der umgekehrten Stellung jenes. Brenners entsprechenden
gegenseitigen Anordnung zur Wirkung gebracht und die Entfernung des Vergaserrohres
von der unteren Brennermündung in einer den besonderen Verhältnissen des Invertbrenners
entsprechenden Weise bemessen.
Zur Erläuterung des Wesens vorliegender Erfindung und zur Unterscheidung von bekannten
Brennern ist noch folgendes auszuführen: Bei allen Blaubrennern für flüssige Brennstoffe ist es zur Erzielung der blauen
Flamme notwendig, daß der flüssige Brennstoff, wenn er aus der Düsenöffnung in das
Mischrohr tritt, vollständig in Trockendampf bzw. Gas übergeführt ist. Dies ist aber nur
zu erreichen, wenn der Brennstoff im Vergaser je nach seiner Eigenart auf eine bestimmte
Temperatur erhitzt wird. Sinkt zufällig die
Temperatur im Vergaser unter die Normaltemperatur, so findet eine unvollkommene Vergasung
statt. Gleichzeitig sinkt auch die Temperatur der Flamme, der Vergaser wird
weiter abgekühlt, was zur Folge hat, daß der Brennstoff noch ungenügender vergast, bis
schließlich die Flamme erlischt und der Brennstoff in flüssigem Zustand aus der Düsenöffnung
ausfließt. Um diesem schweren Übelstand sicher vorzubeugen, wird bei neueren Brennern
für eine möglichst ausgiebige Beheizung des Vergasers gesorgt, der in der Regel bis zur
Rotglut erhitzt wird. Hierbei treten aber neue Unzuträglichkeiten auf, die ihrem Wesen
nach bisher nach Ansicht des Erfinders nicht richtig verstanden worden sind. Kohlenwasserstoffverbindungen,
wie die flüssigen Brennstoffe Petroleum, Benzin, Alkohol usw.,
dürfen nicht mit glühendem Metall in Berührung gebracht werden, da. diese Körper
sonst ihre chemische Konstitution so verändern, daß Kohle in fester Form ausgeschieden wird
und sich fest an das heiße Metall ansetzt. Die koksartigen Rückstände in Vergasern, die bis
zur Rotglut erhitzt werden, sind darum nicht nur als Verdampfungsrückstände aufzufassen,,
also als feste Körper, die im flüssigen Brennstoff gelöst oder schwebend waren, sondern die
Rückstände rühren auch von den Zersetzungsprodukten des Brennstoffes selbst her, und
naturgemäß werden sich um so mehr Zersetzungsrückstände bilden, je höher die Temperatur
im Vergaser ist. Es sei hier noch bemerkt, daß die Dunkelrotglut ungefähr einer Temperatur, von 700 ° C. entspricht. Da die
Temperatur, bei welcher sich flüssige Brennstoffe zu zersetzen anfangen, ganz bedeutend
tiefer ist, so findet bei Dunkelrotglut bereits eine recht heftige Zersetzung statt. Aus demselben
Grunde dürfen besonders auch das
Dampfrohr und die Düse nicht so hoch erhitzt werden, daß der Brennstoff sich in ihnen zersetzt.
Wird nämlich, wie es bei vielen bekannten Brennern der Fall ist, im Vergaser 5 oder im Dampfrohr ein Filter oder eine andere
Fangvorrichtung für die schädlichen Rückstände angebracht, dabei aber Dampfrohr und
Düse nicht genügend vor Überhitzung geschützt, so werden die im Vergaser sich bildenden Rückstände
im Filter zurückgehalten, aber gleichzeitig bilden sich in Dampfrohr und Düse neue, und zwar Z.ersetzungsrückstände, wodurch
die günstige Wirkung des Filters usw. wieder aufgehoben wird. Diese Mängel werden
bei der Eigenart des vorliegenden Brenners vermieden. Der Verdampfer liegt in solcher
Entfernung von der Flamme, daß er nicht schädlich hoch erhitzt wird, erfährt aber, auch
falls zufällig die Beheizung mittels der Flammengase
vorübergehend, nachläßt, noch eine ausreichende und gleichmäßige Beheizung durch
die im Brennerkopf zugeleitete Wärme, deren Übertragung und Ansammlung am eigentlichen
Vergaser, d. h. dem am Mischrohr anliegenden Rohr, durch die massige Ausbildung der Berührungsstelle
und die dünnwandige Ausbildung der hinter der Berührungsstelle (im Sinne des zugeleiteten · Wärmestromes) liegenden Abschnitte
des Verdampfers und des Brennerrohres befördert wird. Hinter dem Vergaser wird, um Koksbildung zu vermeiden, die Gas-
. ■'- leitung auf dem geradesten Wege von der
. Flamme hinweg nach aufwärts geführt. Der Vergaser h und das dünnwandige Rohr g gelangen
durch die Umkehrung des Brenners in den Bereich der' aufsteigenden Flammengase, so daß der Vergaser in doppelter Weise be- ;
heizt wird: einerseits, wie beim Hauptpatent, durch vom rotwarmen Brennerkopf zugeleitete
Wärme und andererseits durch die Flammengase. Außerdem wird aber auch der dünnwandige
Teil des Verdampferrohres durch die Flammengase so stark erwärmt, daß der flüssige Brennstoff bereits hier zu verdampfen
und zu vergasen anfängt. Der für die Vergasung nutzbar gemachte Rauminhalt des Vergasers
wird also beim Invertbrenner bedeutend vergrößert. Hieraus ergibt sich der Vorteil,
daß auch die Aufnahmefähigkeit des Vergasers für Verdampfungsrückstände wächst, d. h. der Brenner braucht weniger oft gereinigt
zu werden, und es wird möglich, ohne lästige Verstopfungen befürchten zu müssen, durch
Anwendung eines besonders eingerichteten Dampfleitungsrohres von der bekannten, umgekehrt
_ U-förmigen Gestalt das schwieriger herzustellende, viel Raum beanspruchende umgekehrt
U-förmige Brennerrohr zu ersparen. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht. Es
stellt dar:
Fig. ι den' Brenner mit gebogenem Gasleitungsrohr,
wie· im Hauptpatent, für hängendes Gasglühlicht in eine Laterne eingebaut. Der ganze Brenner steht im Schornstein 1 im
Ström der Flammengase. Um zu verhindern, daß die Flammengase in das Gasleitungsrohr
gelangen, ist die Düse q und das offene Ende des Mischrohres s in der Kapsel 2 eingeschlossen, die
ihrerseits wieder durch die Rohre 3 mit der äußeren Luft in Verbindung steht. Der
Mantel 4 schützt den Brenner, vor Luftstößen. Da das Niveau des unteren Randes des Mantels
4 tiefer liegt als die obere Mündung des Schornsteins 1 und die Laterne unten durch
die Glasglocke 5 luftdicht abgeschlossen ist, so wird durch die aufstrebenden Flammengase
auch das Ansaugen der Verbrennungsluft befördert, die, bevor sie zur Verbrennung gelangt,
auch noch vorgewärmt wird.
Fig. 2 stellt den Brenner in einer vereinfachten Ausführung, entsprechend dem Brenner
nach dem ersten Zusatzpatent, dar. Die Flammengase werden hier durch den Teller 6
zur Seite gelenkt, so daß bei der Düse q nur reine, sauerstoffhaltige Luft .angesaugt wird.
Fig. 3 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Vergaser h, das Dampfrohr k und die
Düse q mit den Filtern m und n,
Fig. 4 einen wagerechten Schnitt durch den Vergaser h Und den Brennerkopf i,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt durch den Brennerkopf i mit Drahtnetz 0. Das Dampfrohr
ist vor der Düse nach abwärts gebogen und unmittelbar vor der Düse, also an einer
durch Abschrauben des Teiles q leicht zugänglichen Stelle, mit einem Filter η versehen. Die
Teile g und /sind dünnwandig, um die dem Teile h durch i zugeleitete Wärme zu stauen.
Die Wirkungsweise des Brenners ist folgende:
Bevor der Brennstoff in den Vergaser h geleitet wird,· muß dieser vorgewärmt werden.
Der Vergaser h, in dem sich die Asbestpackung m befindet, ist der heißeste Teil der Brennstoffleitung,
da er, wie eingangs bemerkt, in doppelter Weise beheizt wird durch vom Brennerkopf zugeleitete Wärme und durch die
Flammengase. Die Temperatur im Vergaser h ' ist eine überall gleichmäßige, da derselbe sich
in allen Teilen in nahezu gleichem Abstande von der Wärmequelle befindet. Außerdem
wird die Temperatur des Vergasers noch weiter dadurch ausgeglichen, daß er aus einem verhältnismäßig
massigen Metallteile besteht und die Verbindungsstellen mit dem schweren Brennerkopf i mit Metallmassen ausgefüllt
sind, so daß durch die Wärmeleitung des Metalles auch die der Flamme abgekehrte Seite
schnell erwärmt wird. Durch die Anhäufung von Metall um den Vergaser herum findet
aber auch eine zeitliche Ausgleichung der Temperatur statt, so daß plötzliche Abkühlun-
gen und Erwärmungen gut ausgeglichen werden und eine besonders stetige Vergasung erzielt
wird. Die Temperatur des Vergasers wird am vorteilhaftesten in der Weise hergestellt,. daß
man den Brennerkopf i verlängert, mithin den Vergaser h der unmittelbaren Einwirkung der
Flamme entzieht, dafür aber in der angegebenen Weise für eine gute Wärmeleitung durch das
Metall Sorge trägt. Nachdem der Brennstoff
ίο im Vergaser h vollkommen in Trockendampf
übergeführt ist, wobei alle Rückstände in der Asbestpackung m abgelagert werden, wird er
durch das Dampfrohr k zur Düse q geleitet.
Da das Dampfrohr k sich auf geradem Wege von der Flamme entfernt, so ist die Temperatur
in ihm niedriger als im Vergaser, und eine Nachvergasung mit erneuter Kohleausscheidung
ist also ausgeschlossen. Es ist jetzt nicht durchaus notwendig, die Düsenöffnung ζ
durch das auswechselbare Filter η vor verschleppten Kohlepartikeln aus dem Hauptfilter
m zu schützen. . Man kann deshalb das • Dampfrohr k auch, wie bei dem Brenner gemäß
dem ersten Zusatzpatent, in gebogener Form ausführen. Wird ein Filter benutzt, so wird es in bekannter Weise an einer durch
Zerlegung leicht zugänglichen Stelle des Dampfleitungsrohres untergebracht. Auch das Hauptfilter
in kann bequem ausgewechselt werden, zu welchem Zweck die Bohrung im Vergaser h
vorteilhaft etwas konisch ausgeführt ist. Im übrigen ist die Wirkungsweise gleich der im
Haupt- und ersten Zusatzpatent beschriebenen. An Stelle des durchlöcherten Zylinders im
Brennerkopf i kann, besonders bei kleineren Brennern, ein einfaches Drahtnetz 0 gebraucht
werden. .
Claims (3)
1. Weitere Ausbildung des Brenners, insbesondere für Petroleumgasglühlicht, nach
Patent 180199 als Invertbrenner, dadurch gekennzeichnet, daß das gerade mit Packung
(m) versehene, wagerechte Vergaserrohr (g) mit seinem massig ausgebildeten Ende (h)
seitlich an einem nach unten mündenden Brennerkopf (i) in solcher Höhe über der
Brennermündung angebracht ist, daß eine Überhitzung bis zur Koksbildung durch die Flammengase vermieden wird, die Beheizung
des Vergaserrohres bis zur Bildung trockner Dämpfe aber durch Zuleitung der Wärme vom Brennerkopf durch die angehäuften
Metallmassen doch gewährleistet ist, während die zur Düse führende Leitung (k) vom Ende des Vergaserrohres
gerade aufwärts geht.
2. Ausführungsform des Brenners gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zur Düse führende Leitung am oberen Ende U-förmig umgebogen und zur Mündung des geraden Mischrohres geführt und
an einer durch Zerlegung leicht zugänglichen Stelle (q) mit einem Filter (n) versehen
ist.
3. Ausführungsform des Brenners gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vergaser vom Brennstoffeinlaß bis nahe an die Berührungsstelle mit dem
Brennerkopf und dieser oberhalb der Berührungssteile aus dünnwandigen Rohren
fg-und I) bestehen, so daß die vom Unteren
Brennerkopfende zugeleitete Wärme am Vergaser zusammengehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220168C true DE220168C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=481241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT220168D Expired DE220168C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE220168C (de) |
-
0
- DE DENDAT220168D patent/DE220168C/de not_active Expired
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