DE220265C - - Google Patents

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DE220265C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H7/00Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials
    • D06H7/16Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials specially adapted for cutting lace or embroidery

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
-Λδ 220265 -KLASSE 8/. GRUPPE
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zum Geradeführen von auf Stoffstücken angebrachten Längsstickereien, die z. B. ausgeschnitten werden sollen, bei welcher der in der Richtung der Stickerei über einen Tisch bewegte Stoff durch eine Streckvorrichtung mit dem erhabenen Stickereirand so gegen einen Anschlag gezogen wird, daß die Stickerei, indem sie sich längs des Anschlages bewegt, ίο durch diesen geradegreführt wird.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführung der Erfindung dargestellt, und es zeigt:
Fig. ι die Vorrichtung Im Aufriß und
Fig. 2 einen Grundriß zu Fig. i, während
Fig. 3 eine Endansicht der Vorrichtung und Fig. 4 in schematischer Darstellung die Anwendung der Vorrichtung veranschaulicht.
Mit ι ist ein länglicher wagerechter Tisch bezeichnet, über welchen hinweg in dessen Längsrichtung der mit der geradezuführenden Längsstickerei versehene Stoff durch Vermittlung zweier endloser Transportbänder 2 gezogen wird (Fig. ι und 2). Über dem Tisch ist eine längliche, als Anschlag dienende Schiene 3 vorgesehen, welche in der Längsrichtung des Tisches 1 liegt, vermittels Glieder 4 gelenkig an einem Arm 5 aufgehängt ist und an ihrem linken Ende seitlich umgebogen ist (Fig. 2). Der Arm 5 selbst ist an einem Zapfen 6 verstellbar befestigt,· der von einem Hebelarm 7 getragen ist, welcher nach unten verstellt werden kann.
An dem Zapfen 6 ist neben dem Arm 5
ein zweiter Arm 8 verstellbar befestigt, an welchem durch Vermittlung von Gliedern 9 und 10 eine in der Längsrichtung des Tisches
r !
liegende Preßplatte 11 gelenkig aufgehängt ist, welche unter Wirkung einer am Arm 8 · befestigten und gegen das Glied 9 von oben anliegenden Flachfeder 12 gegen die Tischoberfläche gedrückt wird.
Auf der dem Arm 8 entgegengesetzten Seite des Armes 5 ist auf dem Zapfen 6 ein dritter Arm 13 verstellbar befestigt, an welchem durch Vermittlung eines Gliedes 14 ein Bügel 15 gelenkig aufgehängt ist, welcher eine an ihrem Umfang geriffelte Walze 16 trägt, die zwischen den Spitzen von in den Bügelschenkeln gelagerten Schrauben drehbar ist. Die Walze 16 ist zum Anschlag 3 und zur Preß platte 11 gleichgerichtet; sie liegt unter Wirkung einer Flachfeder 17, die am Arm 13 befestigt ist und von oben her gegen das Glied 14 anliegt, gegen den Umfang einer zur Walze 16 gleichgerichteten zylindrischen Bürste 18 an. Diese Bürstwalze ist unter dem Tisch 1 in Lagern 19 drehbar gelagert und ragt durch einen Ausschnitt i' am Tisch um so viel nach oben, daß der höchste Punkt am Umfang der Bürste auf der Höhe der Tischoberfläche liegt (Fig. 3). Die Bürstwalze erhält ihre Drehbewegung von einer Welle 20 aus durch Vermittlung von Riemenrollen 18' und 20' und eines um diese gelegten endlosen Riemens 21, und zwar dreht sich die Bürstwälze in der Richtung des in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles.
Die vorbeschriebene und dargestellte Vorrichtung dient zum Geradeführen von auf Stoffstücken angebrachten Längsstickereien, und zwar wie vorerwähnt, z. B. zum Geradeführen von Längsstickereien,. die durch ein Messer aus dem Stoff ausgeschnitten werden sollen,
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Claims (3)

wie dies in Fig. 4 gezeigt ist, wobei mit s der Stoff, mit f die Stickerei (Festons) und mit m das Ausschneidemesser bezeichnet ist. Die Wirkungsweise des Geradeführers ist nun die folgende: Der mit der geradezuführenden Stickerei f versehene Stoff s wird unter der Platte 11, dem Anschlag 3 und der Walze 16 hindurch so über den Tisch gezogen, daß die Stickerei f zwischen Platte 11 und Anschlag 3 zu liegen kommt. Durch die endlosen Transportbänder 2 wird nun der Stoff in der Pfeilrichtung der Fig. 2 und 4 über den Tisch 1 hinwegbewegt, wobei der Anschlag 3 unter seinem Eigengewicht leicht auf dem Stoff aufliegt. Einerseits des Anschlages 3 wird der Stoff durch die Platte 11 leicht gegen den Tisch gedrückt und dadurch geglättet und andererseits des Anschlages durch die Walze 16 gegen die Bürstwalze 18 gedrückt. Die Bürstwalze wird bei ihrer Drehung im Verein mit der Walze, in dem Bestreben den Stoff mitzunehmen, einen Zug auf denselben ausüben, welcher sich in einer Richtung, die quer, d. h. unter rechtem Winkel zur Vorschubrichtung des Stoffes liegt, geltend macht (siehe Pfeilrichtungen in Fig. 2 und 4). Es wird daher infolge dieser Wirkung der Bürstwalze die Stickerei f mit ihrem erhabenen Rand gegen den Anschlag 3 gezogen und, indem sie sich unter stetem Anliegen gegen den Anschlag längs diesem bewegt, durch denselben in genau gerader Richtung geführt (Fig. 2 und 4). Alle drei auf den mit der Stickerei versehenen Stoff wirkenden Teile 3/11 und 16 können infolge ihrer gelenkigen Aufhängung leicht nach oben ausweichen; es kann sich der Stoff daher nicht zwischen den Teilen 3 und 11 und dem Tisch festklemmen, und können dadurch auch Störungen im Betrieb des Geradeführers verhütet werden. Durch Verstellen des Armes 7 mit Zapfen 6 nach ' unten kann bewirkt werden, daß, indem die Federn 12 und 17 hierbei stärker gespannt werden, Platte 11 und Walze 16 unter starkerem Drucke gegen den Stoff anliegen. Paten T-A ν Sprüche:
1. Geradeführer für auf Stoff stücken vorgesehene Längsstickereien, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Richtung der Stipkerei über einen Tisch bewegte Stoff durch eine Streckvorrichtung mit dem erhabenen Stickereirand so gegen einen Anschlag gezogen wird, daß die Stickerei, indem sie sich längs des Anschlages bewegt, durch diesen geradegeführt wird.
2. Geradeführer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streckvorrichtung durch eine unter dem Tisch wagerecht gelagerte und durch einen Ausschnitt im Tisch bis an die Tischoberfläche reichende Bürstwalze und durch eine gegen diese von oben her anliegende Walze gebildet ist, welche beide Walzen seitlich des Anschlages angeordnet sind, bei ihrer Drehung einen Zug auf den zwischen ihnen durchgeführten Stoff ausüben und dadurch die Stickerei mit ihrem erhabenen Rand gegen den Anschlag ziehen. . -
3. Geradeführer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Tisch auf derjenigen Seite des Anschlages,, von welcher her die Stickerei gegen diesen anliegt, eine Preß platte vorgesehen ist, welche den Stoff unter Federwirkung gegen den Tisch drückt und dadurch glatt hält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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