DE2202995A1 - Schleifringkoerper fuer elektrische maschinen und verfahren zur herstellung von schleifringkoerpern - Google Patents

Schleifringkoerper fuer elektrische maschinen und verfahren zur herstellung von schleifringkoerpern

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DE2202995A1 DE19722202995 DE2202995A DE2202995A1 DE 2202995 A1 DE2202995 A1 DE 2202995A1 DE 19722202995 DE19722202995 DE 19722202995 DE 2202995 A DE2202995 A DE 2202995A DE 2202995 A1 DE2202995 A1 DE 2202995A1
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Description

  • Schleifringkörper für elektrische Maschinen und Verfahren zur Herstellung von Schleifringkörpern.
  • Die Erfindung betrifft einen Schleifringkörper für elektrische Maschinen, bei dem mindestens ein Schleifring mit seinem zugeordneten Anschlußelement auf einer Nabe aus Isolierstoff angeordnet ist, sowie ein. Verfahren zum Herstellen eines solchen Schlifringes.
  • Bei den bekannten Schleifringkörpern sind in der Regel die Schleifringe mit Verankerungen versehen, welche ihnen den erforderlichen Halt auf der Nabe geben, welche in einer Form gepreßt wird, in die auch der Schleifring eingelegt wird oder ein Rohr, das später in einzelne Schleifringe geteilt wird. Die Verankerungen werden durch stirnseitiges Ausschälen von Krallen, durch Einformen von Nuten, durch radiales Einsicken oder Anformen sonstiger Verankerungen aus dem Ring~ körper gebildet, was aber voraussetzt, daß dieser in seiner Wandstärke oder Breite entsprechend groß dimensioniert ist.
  • Die Verankerungen erfordern also einen zusätzlichen Aufwand an Material und Bearbeitungskosten. Einen weiteren Materialverlust und einen zusätzlichen Arbeitsgang ergibt das Trennen der einzelnen Schleifringe, das durch relativ breite Einstiche tN~das Rohr erfolgt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Verankerungen nicht immer einen festen Sitz der Schleifringe gewährleisten können, was auf den unvermeidlichen Schwund der die Nabe bildenden Preßstoffmasse zurückzuführen ist. Außerdem kann es zur Bildung von Rissen in der Nabe kommen.
  • Ein weiterer Nachteil der bekannten Schleifringkörper besteht darin, daß das Anschließen der Anschlußelemente entweder zeitraubend und umständlich ist, wenn die Anschlußelemente angelötet, in Anschlußaugen eingeschraubt oder durch Anklemmen oder Anlöten mit angeformten Ösen oder dergleichen verbundcn werden, oder daß ein sehr hoher Materialabfall entsteht, wenn die Anschlußelemente durch entsprechendes Ausstanzen aus dem Rohr, aus dem der Schleifring hergestellt wird, selbst gebildet werden.
  • Die auf die Halteorgane und das Schwinden der Preßmasse zurückzuführenden Nachteile lassen sich zwar dadurch umgehen, daß man als Träger für jeden Schleifring einen Stahlring vorsieht, die alle auf einer mit einem Isoliermantel versehenen Nabe ~ sitzen und auf die je ein Schleifring aufgeschrumpft ist. Die Zwischenräume zwischen den Stahlringen~ und den Schleifringen sind mit einer Isoliermasse ausgegossen. Nachteilig ist bei solchen Schleifringkörpern aber der aufwendige Aufbau und die dadurch und das Aufschrumpfen der Schleifringe erforderlichen hohen Herstellungskosten. Außerdem bestehen bezüglich der Anschlußelemente die gleichen Nachteile wie bei den Schleifringkörpern mit Preßstoffnabe.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schleifringkörper zu schaffen, der in seinem Aufbau einfach und in seiner Herstellung billig ist. Ausgehend von einem Schleifringkörper der eingangs genannten Art ist diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das mit einem blanken Anschlußende an der Innenmantelfläche des Schleifringes anliegende Anschlußelement zwischen den in an sich bekannter Weise verankerungslos ausgebildeten und radial gegen die Nabe drückenden Schleifring und die Nabe eingeklemmt und in dem eingeklemmten Abschnitt in radialer Richtung des Schleifringes plastisch verformt ist.
  • Der Aufwand für einen solchen Schleifringkörper ist äußerst gering, weil die Schleif ringe keine Verankerungen benötigen, da sie unter radialem Druck an der Nabe anliegen, und durch die mögliche Verwendung einzelner Schleifringe auch kein Matcrialverlust infolge Trennung eines Rohres entsteht. Ferner verursachen auch di Anschlußelemente keinen Materialverlust, dn sie durch einfache Anschlußdrähte gebildet sein können. Auch der Herstellungsaufwand ist äußerst gering, da vorgefertigte Naben und vorgefertigte Schleifringe verwendet werden kennen sowie das lierstellen der Verbindung zwischen den Anschlußelementen und den Schieifringen keinen zusätzlichen Bbeitsgang erforderlich macht, da die Verbindung mit den Schleifringen hergestellt wird, wenn diese ihren festen Sitz auf der nabe durch eine Durchmesserverkleinerung erhalten. Drbei wird infolge der plastischen Verformung des blanken Annchlußendes des Anschlußelementes ein elektrisch sehr guter rbontakt hergestellt. Weitere weaentliche Vorteile bestehen darin, daß die vorgefertigten naben vor dem Zus@mmensetzen des Schleifringkörpers gealtert werden können, no daß kein Schwund mehr auftritt, und daß durch den Druck, mit dem der Schleifring an der Nabe anliegt, ein Leckerunkden des Schleifringes infolge Färmedehnungen vorhiedert werden kann.
  • Die plastische Verformung des Anschlußelementes wird bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schleifringkörpers dadurch erreicht, daß jedes anschlußelement in einer Ausnchmung der Nabenaußenmantelfläche liegt und diese Ausnehmung zumindest im Bereich des zugeordneten Schleifrings eine Tiefe hat, die geringer ist als die in radialer Richtung gemessene Stärke des Anschlußelementes in den unverformten Abschnitten. Der der Kontaktierung des Schleifrings dienende Abschnitt des Anschlußelementes steht dann zunächst über die nabenaußenmantelfläche über und wird deshalb bei der Durchmesserverkleinerung des Schleifringes verformt.
  • Damit die Zugbelastbarkeit des Anschlußelementes in dessen Längsrichtung nicht allein durch die Reibung zwischen delt Schlcifring und dem ihn kontaktierenden Abschnitt des Anschlußelementes aufgebracht werden muß, ist es zweckmäßig.
  • jedes Anschlußelement mit einem eine in axialer Richtung der Nabe formschlüssige Verbindung ergebenden Halteorgan zu verschen. Dieses Halteorgan kann beinpielsweise durch einen abhgewinkelten Endabschaitt des Anschlußelementes gebildet worden, der in eine abgewinkelten Abschnitt der Ausnehmung in cter Nabenaußanmantelfläche liegt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist mindestens eine die axiale Lage jeden Schleifringes Festiegende Schulter vorgeschen, welche entwader an die Nabe angeformt oder auf diese aufgenchohen ist. Eine selche nabe kann auch bei Schieifringkörpern mit mehraren Schleifringen als Distanxring banutzt werden, walcher die benachbarten Schleifringe im erforderlichen Abstand hält-Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, ein Vorfahren zur Herstellung einen Schleifringkörpers zu schaffen, das die Herstellungskosten und dan Materialaufwand vermindert. Ausgchend von einen Verfahren, bei dem zumindest ein Schleifring auf eine Nabe aufgeschoben und dann einer eine Verringerung des Durchmossers bis auf einen festen Sitz auf der Nabe ergebenden Verformung unterworfen wird, ist diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verformung durch ein elektromagnetischen Feid erfolgt.
  • Eine solche magnetostriktive Verformung der Schleifringe ist nicht nur gagenäber den üblichen Herstellungsverfahren vorteilhaft, bei denen zur Schleifring oder das spSter zur Bildung der Schleifrings untsrteilte Rohrstück in eine Form eingelegt warden, die mit einer Isoliermasse zur Bildung der nabe ausgeprent wird, sondern auch gegenüber denjenigen Verfahren, bei denen dio schleifringe durch vorheriges Erhitzen auf Stahltragrings aufgeschrumpft warden. Dies ist dadurch bedingt, daß einfache, vollautomatisch zu fertigende Teile zunächat nur lose zummmengefügt zu werden brauchen und daß im Anschluß daran in einem nur Bruchteilo von Sekunden dauernden Prozeß die Schleifringe und die Nabe zu einem innig verbundenen Schleifringkörper vereinigt werden. Aber nicht nur der Zeitaufwand wird durch dns erfindungsgemäße Verfahren vermindert, sondern auch dor Materialaufwand, da die Rchre, aus denen durch vorzugsweiso spanloses Abtrennen die Schleifringe hergestellt werden, so schwach bemessen sein können, wie dies aufgrund der an sie gestellten elektrischen Forderungen möglich ist.
  • Ein wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Schleifringe nach dem Verformen im elektromagnetischen Peld unter einer gewissen Vorzpannung an der Habe anlingen, so daß bei Wärmedehnungen im Potrieb und auch bei einem Schwinden der Nabe, falls diose zuvor nich gealtert worden ist, der Schleifringkörper nicht locker wird.
  • Ein ganz besonderer Vorteil besteht darüberhinaus darin, daß es das erfindungsgem@ße Vorfahren ermöglicht, die Vorbindung zwischen den Anschlußelementen und den Schleifringen dadurch herzustellen, daß man das blanke Anschlußende dos Anschlußelementes zwischen dor Nabe und dem zugeordneten Schleifring mit dor für einen guten Kontakt erforderlichen Klemmkraft einklemmt. Es entfällt dann das aufwandige Einschtauben, Anlöten oder dergleichen der Anechlußalemente an die Schleifringe und auch die Notwendigkeit, Anschlußteile an don Schleifringen vorzusehen. Einen besonders guten Kontakt erhält man, wenn man einen Klemmdruck errcugt, der zu einer plastischen Verformung des Anschlußelementes führt.
  • Die mit dem erfindungsgenäßen Verfahren erzielbare elastische Durchmesserverkleinerung der nabe ist so groß, daß es möglich ist, eine zuvor in die Bohrung der Nabe eingeleg Büchse aus Metall gleichzeitig mit der Formung der Schleifringe festzuklomman. Hbenso ist es auch möglich, die Nabe eingelegte vor der magnetostriktiven Festiogung der Schleifringe auf die Welle einer eletrischen Hoschine aufzustecken und auf dieser bei der magnetostriktiven Formunq der Schleifringe auf der Welle festzuklemmen.
  • Das Verformen von metallischen Teilen auf magnetqstriktivem Wege ist zwar bereits bekannt. Fei der Herstellung von Schleifringen oder vergleichbaren Gegenständen hat es jedoch bisher keine anwerdrng gefunden.
  • Im folgenden ist die Erfindung anhand verschiedener auf der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele im einzelnen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Längeschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels im unfertigen Zustand; Fig. 2 einen vergrößert dargestellten Ausschnitt der fig. 1; Fig. 3 einen Längaschnitt des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 in fertigen Zustand; Fig. 4 einen vergrößert dargestellten Ausschnitt der Fig. 3; Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V - V der Fig. 2; Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI - VI der Fig. 4; Fig. 7 einen perspektivisch dargestellten Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel im fertigen, auf eine Welle aufgeklemmten Zustand Fig. 8 einon perspektivisch dargestellten, teils in Längsrichtung, teils in Querrichtung verlaufenden Schnitt eines dritten Ausführungsbeispiels; Fig. 9 eine perspektivisch und unvellständig dargestellte Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels.
  • Ein als Ganzes mit 1 bezeichneter Schleifringkörper besitzt eine im wesentlichen zylindrische Nabe 2, die aus einem Isoliermaterial besteht und vorgefertigt ist.
  • An die Nabe 2 ist auf ihrer Außenseite auf halber Länge eine Ringschulter 3 angeformt, deren axiale Länge gleich dem gewünschten Abstand von zwei Schleifringen 4 und 5 und deren Höhe kleiner als die Stärke dieser Schleifringe gewählt ist. Ferner ist die Nabe 2 mit zwei diametral liegenden, in axialer Richtung verlaufenden Nuten 6 und 7 in der Nabenaußenmantelfläche 8 versehen. Die radial nach außen offenen Nuten 6 und 7 besitzen, wie Fig. 1 zeigt, eineunterschiedliche Länge, da sie dazu dienen, je ein Anschlußelement 9 bzw. 10 für die beiden Schleifringe 4 und 5 aufzunehmen. Die Nut 6 führt von der einen Stirnseite der Nabe 2 bis unter den der anderen Stirnseite.
  • benachbarten Schleifring 4. In dem unter dem Schleifring 4 liegenden Endabschnitt ist, wie insbesondere Fig. 5 zeigt, die Tiefe der Nut geringer gewählt als der Durchmesser des Drahtes 9', der den elektrisch leitenden Teil des Anschlußelementes 9 bildet. Im Anschluß an diesen Abschnitt ist das Profil der Nut 6 so gewählt, daß die Nut den mit einer Isolation 9" versehenen Teil des Anschlußelementes 9 ohne Überstand über die Außenmantelfläche der Nabe 2 aufzunehmen vermag.
  • Die Nut 7 führt unter den Schleifring 5 und ist im übrigen entsprechend wie die Nut 6 ausgebildet.
  • Die beiden Anschlußelemente 9 und 10 sind in dem unter den zugeordneten Schleifringen 4 bzw. 5 liegenden Anschlußcnden von der Isolation 9" befreit, also blank. Dasselbe gilt im Ausführungsbesispiel für die beiden anderen Enden.
  • Dazwischen sind sie durch die Isolation 9" bzw. 10" vollständig ummantelt.
  • Die beiden Schleifringe 4 und 5 bestehen aus dem für Schleif ringc üblichen tupfer und haben die Form von glatten Abschnitten eines zylindrischen Rohres, die vorzugsweise aus einem solchen durch spanloses Trennen hergestellt werden. Ihre in axialer Richtung der Nabe gemessene Breite sowie ihre Stärke ist der elektrischen Beanspruchung angepaßt. Der Innendurchmesser ist zunächst so gewählt, daß sie ohne Schwierigkeiten auf die Nabe 2 und über die Anschlußelemente 9 und 10 geschoben werden können.
  • Nach dem Zusammensetzen der einzelnen, in Fig. 1 darge- -stellten Teile des Schleifringkötpers 1 wird dieser in eine Formmaschine gebracht, in der ein elektromagnetisches Feld für den Bruchteil einer Sekunde derart auf die beiden Schleifringe 4 und 5 einwirkt, daß diese ihren Durchmesser verringern, und zwar so weit, daß sie mit einer elastischen Vorspannung an der Außenmantelfläche der Nabe 2 anliegen.
  • Durch die Klemmwirkung der Schleifringe 4 und 5 erfährt auch dieNabe 2 eine gewisse elastische Vorspannung. Auch bei'Wärmedehnungen im Betrieb können deshalb die Schleifringe 4 und 5 nicht locker werden.
  • Bei der magnetostriktiven Formung der Schleifringe 4 und 5 verformen sich, wie insbesondere Fig. 6 zeigt, auch die beiden blanken Endabschnitte der Anschlußelemente 9 und 10. Eine gewissc plastische Verformung erfährt auch der Kontaktring in der Kontaktzone, wie ebenfalls Fig. 6 zeigt. Durch diese plastische Verformung in Verbindung mit der elastischen Vorspannung der Nabe und des Schleifringes entsteht eine elektrisch gute und dauerhafte Verbindung zwischen den Anschlußelementen 9 und 10 sowie ihren zugeordneten Schleifringen 4 bzw. 5. Ein besonderer Arbeitsgang zur Herstellung der Verbindung zwischen den Schleifringen und den Anschlußelementen ist also nicht erforderlich.
  • Ein Schwinden der Nabe kann nicht nur durch die Wahl eines geeigneten Materials vermindert werden. Es ist auch möglich, die Nabe vor der Herstellung des Schleifringkörpers zu altern. Ferner kann man, falls die Wärmedehnung so groß sein sollte, daß die elastische Vorspannung der Schleifringe nicht für den notwendigen Ausgleich sorgen kann, mindestens ein federndes Zwischenglied zwischen Schleifring und Nabe vorsehen., ist ferner möglich, ein solches federndes Zwischenglied nur im Bereich des Kontaktes zwischen dem Schleifring und seinem Anschlußelement vortusehen.
  • Das in Fig. 7 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich nicht prinzipiell von demjenigen gemäß den Fig. 1 bis 6. Es besitzt wie dieses eine vorgefertigte Nabe 102 aus einem Isoliermaterial und einen auf die Nabe magnetostriktiv aufgeformten Schleifring 104. Ein gewisser Unterschied besteht darin, daß das Anschlußelement 109 aus einem Flachmaterial besteht, was aber für den grundsätzlichen Aufbau ohne Bedeutung ist. Ein Flachmaterial ermöglicht es aber in einfacher Weise, eine größere Kontaktfläche zwischen dem Anschlußelement und dem Schleifring herzustellen, was bei einem relativ breiten Schleifring wie dem Schleifring 104 wichtig sein kann. Der wesentliche Unterschied gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
  • 1 bis 6 besteht darin, daß der Endábschnitt 111 des unter dem Schleifring 104 liegenden blanken Anschlußendes, das beim Aufbringen des Schleifringes eine plastische Verformung erfahren hat, radial nach innen abgewinkelt ist und in eine entsprechend geformte Vertiefung der das Anschlußelement 109 aufnehmenden Nut 106 der Nabe 102 eingreift. Dadurch ist das Anschlußelement 109 hinsichtlich einer Zugbelastung in axialer Richtung formschlüssig mit dem Schleifringkörper verbunden. Durch eine solche Verankerung lassen sich ohne Schwierigkeiten alle Anforderungen hinsichtlich der Zugbelastbarkeit des Anschlußelementes erfüllen.
  • Wie Fig. 7 weiter zeigt, sitzt der als Ganzes mit 101 bezeichnete-Schleifringbörper auf einer Welle 112 einer elektrischen Maschine. Besondere Befestigungsmittel sind nicht erforderlich, wenn die Nabe 102 auf die Welle 112 aufgeschoben wird, ehe der Durchmesser des Schleifringes 104 magnetostriktiv verkleinert wird. Auf die Nabe 102 wird nämlich dabei eine so hohe radiale Kraft ausgeübt, daß diese in der Lage ist, eine ausreichend feste Klemmverbindung mit der Welle 112 herzustellen. Dadurch entfällt das sonst übliche nachträgliche Aufziehen des Schleifringkörpers auf die Welle. Eine Verbesserung der Verbindung zwischen der Nabe 102 und der Welle 112 kann durch eine Rändelung der letzteren erreicht werden.
  • Das in Fig. 8 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel zeigt eine andere Art der formschlüssigen Verbindung des Anschlußelementes 209 mit dem als Ganzes mit 201 bezeichneten Schleifringkörper. Hier besitzt die das Anschlußelement 209 aufnehmende Nut 206 in der Außenmantelfläche der Nabe 202 an ihrem unter dem Schleifring 204 liegenden Abschnitt einen in Umfangsrichtung verlaufenden Fortsatz 206',in den der abgewinkelte Endabschnitt 211 des Anschlußelementes 209 eingreift.
  • Ferner zeigt Fig. 8, daß in die Nabe 202 eine aus Metall, vorzugsweise Stahl, bestehende Büchse 213 eingelegt sein kann. Diese Büchse besitzt im Ausführungsbeispiel in einem Mittelabschnitt auf ihrer Außenmantelfläche einen Kordel 214, an dessen Stelle auch andere Oberflächen unebenheiten, wie z.B. ein Rändel, vorgesehen sein können. Der Kordel 214 verbessert die Verbindung zwischen der Nabe 202'und der Büchse 213, welche dadurch hergestellt wird, daß bei der magnetostriktiven Verminderun<3 des Durchmessers des Schleifringes 204 auch der Durchmesser der Nabe 202 so weit verkleinert wird, daß der spitze Kordel 214 in den Preßstoff der Nabe 202 eindringt und somit eine unter radialem Druck stehende formschlüssige Verbindung zwischen der Nabe und der Büchse 213 wirksam ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel, bei dem mit dem Schleifring 304 kein Anschlußelement in Form eines Drahtes oder einer Fahne verbunden ist, zeigt Fig. 9. Der Schleifring 304 ist auf einer vorgefertigten Nabe 302 durch magnetostriktive Verminderung seines Durchmessers festgelegt. Der Schleifring weist daher wie die Schleifringe der übrigen Ausführungsbeispiele keine Verankerungen oder dergleichen auf.
  • Um in einfacher Weise. eine Anschlußleitung am Schleifring 304 anlöten zu können, ist.in ihn eine sich in axialer Richtung von seinem einen Rand 315 aus über einen Teil der Breite des Schleifringes erstreckende, nutartige Vertiefung 316 kalt eingeformt, wobei im Ausführungsbeispiel die Einformung so weit fortgesetzt worden ist, bis das Material am Grunde der Vertiefung gerissen ist.
  • Es entstehen dann, wie Fig. 9 zeigt, zwei im wesentlichen parallel und im Abstand zueinander liegende Lappen 317, welche in eine in der Nabe 302 vorgesehene Ausnehmung 318 eingreifen und sich an deren Flanken anlegen. Um den mit den Lappen 317 zu verlötenden Leiter bequem zuführen und den Stempel, mit dem die Vertiefung 316 eingeformt wird, genügend tief einführen zu können, ist die Tiefe der Ausnehmung 318 größer als die radiale Länge der Lappen 317 gewählt.
  • Selbstverständlich kann die Vertiefung 316 nicht nur nach dem Festlegen des Schleifrings 315 auf der Nabe mittels magnetostriktiver Verformung eingeformt werden, sondern auch schon vor dem Zusammensetzen des Schleifringkörpers.

Claims (13)

P a t e n t a n s p r ü c h e
1.Schleifringkörper für elektrische Maschinen, bei dem mindestens ein Schleifring mit seinem zugehörigen Anschlußelement auf einer Nabe aus Isolierstoff angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem blanken Anschlußcnde an der Innenmantelfläche des Schleifringes (4,5;104;204) anliegende Anschlußelement (9, 10; 109; 209) zwischen dem in an sich bekannter Weise verankerungs-.
los ausgebildeten und radial gegen die Nabe (2; 102; 202) drückenden Schleifring und die Nabe eingeklemmt ist und in dem eingeklemmten Abschnitt in radialer Richtung des Schleifringes plastisch verformt ist.
2. Schleifringkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Anschlußelement (9'10;109;209) in einer Ausnehmung (6,7;106,206) der Nabenaußenmantelfläche (8) liegt und diese AusnehnIung zumindest im Bereich des zugeordneten Schleifrings eine Tiefe hat, die geringer ist als die in radialer Richtung gemessene Stärke des Anschlußelementes in den unsicrformten Abschnitten.
3. Schlcifringkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Anschlußelement (109;209) mit einem eine in axialer Richtung der flabe (102;202)-formschlüssige Verbindung ergebenden Halteorgan (111;211) versehen ist.
4. Schleifringkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ralteergan durch einen abgewinkelten Endabschnitt (111; 211) des Anschlußelementes gebildet ist, der in einem abgewinkelten Anschnitt (206') der Ausnehmung (206) in der Nabenaußenmantelf lache liegt.
5. Schleifringkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch mindestens eine die axiale Lage jedes Schleifringes (4,5) festlegende Schulter (3), die an die Nabe (2) angeformt ist.
6. Schleifringkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens zwei Schleifringen zwischen je zwei benachbarten Schleifringen ein auf die Nabe aufgeschobener Distanzring liegt.
7. Verfahren zur Herstellung eines Schleifringkörpers, bei dem zumindest ein Schleifring auf eine Nabe aufgeschoben und dann einer eine Verringerung des Durchmessers bis zu einem festen Sitz auf der Nabe ergebenden Verformung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung durch ein elektromagnetisches Feld erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Verformen für jeden Schleifring zumindest ein Anschlußelement so in eine zugeordnete Ausnehmung der Nabe eingelegt wird, daß ein blanker Endabschnitt unter dem zugeordneten Schleifring zu liegen kommt, und daß bei der bis zu einer elastischen Verformung der Nabe erfolgenden Verformung jedes Schleifringes der blanke Abschnitt des zugeordneten Anschlußelementes unter plastischer Verformung an die Innemn.,ntelfläche des Schleifringes angepreßt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schleifring eine sich in axialer Richtung vom einen Rand aus über einen Teil der Breite des Schleifringes erstreckende, radial nach innen gehende nutartige Vertiefung eingeformt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einformung bis zum Reißen des verformten hlaerials am Grunde der Vertiefung fortgesetzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einformung an einer über einer Ausnehmung der Nabe liegenden Stelle des Schleifringes nach dessen Verformung durch das elektromagnetische Feld vorgenommen wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Büchse aus Metall vor dem Verformen des Schleifringes in die Bohrung der Nabe eingeschoben wird und bei der Verformung des Schleifringes die Nabe auf der Büchse festgeklemmt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe vor der Verformung des Schleifringes auf die Welle einer elektrischen Maschine aufgesteckt und bei der Verformung auf der Welle festgeklemmt wird.
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