DE220351C - - Google Patents

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DE220351C
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bellows
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gas supply
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JV* 220351-KLASSE 4 c. GRUPPE
MICHEL HENRICH in ELBERFELD.
Vorrichtung zum selbsttätigen Absperren von Gasleitungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Mai 1908 ab.
Es ist bereits ein Gasverschluß bekannt, bei
dem ein in die Gaszuleitung eingeschalteter, unter Wirkung einer Feder stehender Hahn durch Aufblähen eines Balges geschlossen wird, wenn der Gasdruck sich infolge Schließens der Verbraüchshähne in der Hauptleitung, erhöht.
Da nun bei Benutzung eines Balges infolge
einer Undichtigkeit leicht explosible Gemische in dem die Vorrichtung umgebenden Raum
ίο entstehen können, soll diese nach der Erfindung in einem luftdicht geschlossenen Raum angebracht sein, um die durch Beschädigen des Balges entstehenden Gasgefahren zu verhüten.
Der gasdichte Abschluß des die Vorrichtung umgebenden Raumes bedingt auch eine gasdichte Führung des Abschlußhahnes in der Wandung und erfordert eine besondere Einrichtung, um die Sicherung des Haupthahnes in der Offenstellung durch den mit dem Balg in Verbindung stehenden Hebel von außen zu bewirken. Zweckmäßig werden dazu dieselben Teile benutzt, die auch die Entleerung des Balges von außen durch den geschlossenen Raum hindurch bewirken.
Die Zeichnung stellt eine Ansicht der Vorrichtung bei abgenommener Rückwand und verschlossener Gaszufuhr dar, während die Stellung der einzelnen Teile bei offener Gaszufuhr durch punktierte Linien angedeutet ist. Auf der Zeichnung bedeutet 1 ein luftdichtes, aus Metall gefertigtes Gehäuse, durch welches das mit einem Abschlußhahn -versehene Leitungsrohr 2 geführt ist. An das Gaszufuhrrohr 2 schließt sich, ein Stutzen 3 an, der in einen Balg 4 mündet. Auf diesem
befindet sich eine Führung 5, in der eine Stange 6 gleitet, die bei 7 mit einem Arm 8 eines um 9 drehbaren dreiarmigen Hebels gelenkig verbunden ist. Ein anderer Arm 11 dieses Hebels kann sich in die Kerbe 12 eines Hahnhebels 13 einlegen, der an dem verjüngten Ende eines in der Gaszuleitung 2 befindlichen, unter Einwirkung einer Feder- 15 stehenden Hahnes 14 angreift, dessen Gehäuse 16 bis an die Vor der wand der Vorrichtung heranreicht, so daß ein luftdichter Abschluß entsteht. Auf der Außenseite der Vorrichtung ist ein Hahngriff 17, durch dessen Drehung in zur Öffnung entgegengesetzter Richtung der im Innern der Vorrichtung befindliche Hebel 13 den dritten Arm 10 des dreiarmigen Hebels anhebt.
Die Wirkung der Vorrichtung ist folgende: Man dreht mit dem Hahngriff 17 den Hahn 14 und damit den ,Hahnhebel 13 im Sinne der Zeichnung vorerst etwas nach links; hierdurch hebt dieser längs der unteren Kante des Armes 10 entlangschleifend diesen an, während der Arm 8 abwärts gedrückt wird und dadurch mittels der Stange 6 den Behälter 4 zusammenpreßt, so daß das darin befindliche Gas in die Leitung zurücktreten muß. Nachdem inzwischen ein in der Verbrauchsleitung gelegener Hahn geöffnet ist, dreht man den Hahngriff 17 in der entgegengesetzten Richtung so weit nach oben, daß sich der Arm 11 infolge des am Arm 8 vorhandenen Übergewichtes in die Kerbe 12 des Hahnhebels 13 einlegen kann. . .
In dieser Stellung wird der Hahnhebel 13 durch die Feder 15 gehalten. Die Gaszufuhr
ist geöffnet, so daß die Gasentnahme aus irgendeiner beliebigen, inzwischen geöffneten Stelle erfolgen kann.
Beim Schließen des letzten Verbrauchshahnes findet folgender Vorgang statt: Infolge des in der Hauptleitung vorhandenen Gasdruckes, der sich nach allen Richtungen auszugleichen sucht, drückt das durch den Stutzen 3 in den Balg 4 eintretende Gas auf diesen und hebt ihn an. Dadurch wird die Stange 6 gehoben und der dreiarmige Hebel 8," 10 und 11 um seine Lagerung 9 gedreht. Hier-' bei gleitet der Arm 11 von der Kerbe 12 des Hahnhebels 13 ab, wodurch dieser samt dem Hahn 14 unter Einwirkung der Feder 15 in die Schließstellung gebracht wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum selbsttätigen Absperren von Gasleitungen, die beim Aufblähen eines Balges (4) mittels einer Stange
    (6) und einer an dem Hahnhebel (13). angreifenden Zugfeder (15) geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der die Vorrichtung umgebende Behälter (1) luftdicht abgeschlossen ist und zur Wiederherstellung der Gaszufuhr nicht geöffnet wird.
  2. 2. Vorrichtung zum selbsttätigen Absperren von Gasleitungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hahn (14) und der Balg (4) derart zwangläufig miteinander verbunden sind, daß dieselben Teile, welche beim Schließen der Gaszufuhr mitwirken, das Entleeren des Balges (4) ermöglichen.
  3. 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Balg (4) gelenkig verbundener Arm (10) beim Schließen des Hahnes (14) so in den Bereich eines Hebels (13) kommt, daß bei einer Drehung des Hahnes aus der Schlußstellung heraus der Balg (4) von außen entleert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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