DE220384C - - Google Patents

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DE220384C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/28Slip casting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 220384 -KLASSE 80 b. GRUPPE
EMIL SOMMERSCHUH in RAKONITZ, Böhmen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Mai 1909 ab.
Bei der Erzeugung von Kacheln aus Ton werden in manchen Fällen Blatt und Rumpf für sich geformt oder gepreßt und hierauf einem Übertrocknen an der Luft unterzogen.
Wenn beide Teile Ledersteifigkeit erlangt haben, wird der Rumpf auf das angefeuchtete Blatt aufgesetzt und festgedrückt, worauf man die so fertig geformte Kachel trocknet, brennt und glasiert.
ίο Auch beim Pressen von Kacheln aus trockenem Tonpulver ist es nicht möglich, die Rümpfe oder Stege mit dem Blatte in einem Stücke zu pressen, da der Preßstempel bei seinem Vordringen in der mit Tonpulver beschickten Form an allen Stellen gleich viel Arbeit leistet, und an jenen Stellen, wo die Stege zu bilden sind, mehr Arbeit zu leisten wäre. Man ist daher gezwungen, die Blätter und Stege als getrennte Teile zu pressen. Infolge der Natur des Materiales ist es nicht möglich, diese Teile so wie die aus plastischem Ton geformten Blätter und Stege durch Aufsetzen in feuchtem Zustande und folgendes Trocknen und Brennen miteinander zu verbin-
Es wird daher der Erfindung gemäß in nachstehender Weise vorgegangen. Die für sich gepreßten Blätter und Stege werden getrennt dem Brennprozesse unterzogen. Darauf werden die Stege an die Rückfläche der Blätter mittels eines Breies aus gemahlenen Silikatgemischen (nach Art der Glasuren und von gleichem Schmelzpunkte) und Wasser angekittet. Nachdem dieser Brei getrocknet ist, begießt man die Kacheln mit Glasur, trocknet und brennt. Dabei schmilzt auch die zum Ankitten ' der Stege verwendete Masse und bildet eine bleibende, sehr feste Verbindung zwischen beiden Teilen.
Es ist selbstverständlich, daß die Stege, welche an der versetzten Kachel nicht sichtbar sind, auch auf nassem Wege geformt werden können, und daß man statt des angegebenen glasurartigen Bindemittels zum Befestigen der Stege an die Kacheln irgendein anderes, eine feste, bleibende Verbindung sicherndes Bindemittel in Anwendung bringen kann.
Abgesehen davon, daß trocken gepreßte Kacheln nur bei getrennter Herstellung der Blätter und Rümpfe auf lohnende Weise herzustellen sind, bietet das, Verfahren im Vergleiche mit den bekannten Erzeugungsweisen folgende Vorteile:
1. Die Kacheln können um 50 Prozent dünner gemacht werden, worin eine bedeutende Materialersparnis liegt.
2. Von steglosen Kacheln können um 90 Prozent mehr als solche mit Stegen gleichzeitig gebrannt werden.
3. Da die steglosen Kacheln nach bekannten Beispielen aneinander anliegend in Paketen gebrannt werden, ist dem Werfen vorgebeugt.
4. Da die Arbeitskosten für die Herstellung stegloser Kacheln geringer sind als für die Herstellung von Kacheln mit Rümpfen, ist im ersten Falle der durch Entstehung von Ausschuß beim ersten Brande entstehende Verlust wesentlich kleiner.".','.

Claims (1)

  1. 5- Die sich beim ersten Brande ergebende
    Sekundaware, welche nahezu wertlos wäre, wenn die Kacheln mit Stegen versehen wären, kann glasiert und als Wandbekleidung verwendet werden.
    Die Vereinigung keramischer Körper durch
    Schmelzmittel ist an sich bekannt (vgl. B ersch, Chemisch-Technisches Lexikon, 1893—1894,
    S. 585) und wird in ihrer Allgemeinheit nicht beansprucht.
    ; Verfahren zur Erzeugung trocken gepreßter Kacheln mit Rümpfen oder Stegen, dadurch gekennzeichnet, daß die .Blätter und Stege als getrennte Teile geformt und gebrannt und hierauf beim Glasurbrande beide Teile durch ein Bindemittel, dessen Schmelzpunkt jenem der Glasur gleich ist, fest und bleibend miteinander verbunden werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5445320A (en) * 1993-01-26 1995-08-29 Technip Method of and equipment for snow production

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5445320A (en) * 1993-01-26 1995-08-29 Technip Method of and equipment for snow production

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