DE2206000C2 - Gleitschuh für die Kolben einer hydrostatischen Kolbenmaschine - Google Patents
Gleitschuh für die Kolben einer hydrostatischen KolbenmaschineInfo
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- F16C32/0662—Details of hydrostatic bearings independent of fluid supply or direction of load
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gleitschuh für die Kolben einer hydrostatischen Kolbenmaschine nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE-OS 19 36 431 ist ein Gleitschuh bekannt, bei dem in der Mitte der Gleitfläche ein Kanal mündet,
der durch Nuten mit einer zur Mündung konzentrischen Ausnehmung in der Gleitfläche verbunden ist, die dem
Aufbau eines hydrostatischen Entlastungsdruckfeldes dient. Diese Ausnehmung wird von einem ringförmigen
Dichtsteg umgeben, den seinerseits eine Ringnut umgibt, die die Längsseiten des Gleitschuhs schneidet.
Von der Mitte der Schmalseite ausgehende, parallel zur Längsachse verlaufende Nuten münden in die Ringnut.
Dadurch entstehen an den Ecken des Gleitschuhs etwa dreieckförmige Stützflächen. Diese erhöhen die Tragfähigkeit
des Gleitschuhs, vor allem bei drucklosem Betrieb, durch hydrodynamisch entstehende Druckfelder
zwischen den Stützflächen und deren Auflagefläche. Das Druckmittel für die Bildung dieser Druckfelder wird
durch die Ringnut wieder dem Gehäuseinneren zugeführt. Ein solcher Gleitschuh hat aber den Nachteil,
daß unter bestimmten Betriebsbedingungen das der Schmierung der beweglichen Teile dienende, im
Gehäuseinneren befindliche Arbeitsmedium aus dem Gehäuseinneren abgesaugt und durch den Kanal, der
die Ausnehmung in der Gleitfläche des Gleitschuhs mit der Zylinderbohrung verbindet, nach außen mit dem
Nutzstrom weggefördert wird. Diese Erscheinung tritt vor allem dann auf, wenn die Maschine bei drucklosem
Betrieb mit hohen Drehzahlen läuft Sie ist so zu erklären, daß sich über den hydrodynamisch wirksamen
Flächen der Gleitfläche Druckfelder aufbauen, die teilweise in die mit der Zylinderbohrung in Verbindung
stehende Ausnehmung in der Gleitfläche abgebaut werden, wenn in dieser der Druck kleiner ist als im
Druckfeld. Das hat zur Folge, daß sich die Schmierverhältnisse verschlechtern und dadurch Schäden, insbesondere
an den Gleitschuhen, auftreten können.
Dies ist der kreisrunden Form des Dichtsteges und seiner großen Stegbreite zuzuschreiben, da dieser im
Bereich der Längsseiten des Gleitschuhs ein solches Ausmaß in Bewegungsrichtung hat, daß sich ein
hydrodynamisches Druckfeld bilden kann und die zuvor beschriebenen Folgen eintreten.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Gleitschuh zu schaffen, der neben guten Laufeigenschaften besonders
das Absaugen des Druckmittels aus dem Gehäuseinneren nach außen, d. h. zum Verbraucherauslaß verhindert.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs aufgeführten Merkmale gelöst
Die erfindungsgemäße Ausbildung hat den Vorteil, daß sich auf dem schmalen Dichtsteg kein hydrodynamisches
Druckfeld aufbauen kann, über das Druckmittel zur Ausnehmung gelangen könnte und daß auch von
den außerhalb der Nuten liegenden hydrodynamischen Druckfeldern kein Druckmittel in die Ausnehmung
fließt.
Vorteilhafte Ausbildungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung wiedergegeben. Diese zeigt in
Fig. la und Ib einen Gleitschuh im Schnitt und in
Draufsicht, dargestellt in der Anwendung bei einer Radialkolbenmaschine,
F i g. 2 und 3 Abwandlungen des Gleitschuhs nach den Fig. 1 aund 1 bin Draufsicht.
Der Gleitschuh 1 besitzt einen Schaft 2, der in einen
Fuß 3 übergeht. Am Schaft 2 ist ein Kugelkopf 4
♦5 angeordnet, durch den der Gleitschuh 1 mit einem
Kolben 5 gelenkig verbunden ist, welcher in einer Zylinderbohrung 6 eines Zylinderkörpers 7 dicht
gleitend geführt ist Der Gleitschuh liegt mit einer Gleitfläche 8 auf einer Gegengleitfläche 9' eines
Führungsgliedes 9 auf. Die Gleitfläche ist etwa — von unten gesehen — rechteckförmig ausgebildet, d. h. sie
hat zwei parallele Seitenkanten und eine leicht gerundete Vorder- bzw. Hinterkante, die in Bewegungsrichtung
des Gleitschuhs liegen. In dieser Gleitfläche ist eine geschlossene, etwa dreieckige Ausnehmung 10
angeordnet, deren Form durch einen sie umgebenden, schmalen Dichtsteg 11 bestimmt wird. Eine Seite der
Ausnehmung 10, die von dem Abschnitt 11' des Dichtsteges begrenzt wird und in Bewegungsrichtung
gesehen vorne liegt, bildet eine Gerade und schließt mit der Bewegungsrichtung einen Winkel von 90° ein. Den
Dichtsteg umgeben außen schmale Nuten 12,13, die in das Gehäuseinnere münden. Am vorderen Ende des
Gleitschuhs bildet eine Restfläche der Gleitfläche eine Stützfläche 14, am hinteren Ende bildet eine solche
Restfläche eine Stützfläche 15. Eine den Schaft 2 durchdringende Längsbohrung 16 mündet in die
Ausnehmung 10 und verbindet sie über eine Längsboh-
rung 17 im Kolben mit der Zylinderbohrung 6.
Beim Betrieb der Maschine führt der Zylinderkörper 7 eine Drehbewegung aus, derzufolge der Gleitschuh
eine Gleitbewegung in Pfeilrichtung ausführt Wenn in der Zylinderbohrung 6 Hochdruck herrscht, kann sich
im Bereich der Ausnehmung 10 ein hydrostatisches Druckfeld aufbauen, dessen Größe durch die in das
Gehäuseinnere mündenden Nuten 12,13 genau definiert ist Im Bereich der Flächen 14, 15 bilden sich
hydrodynamische Druckfelder aus, die die Tragfähigkeit des Gleitschuhs erhöhen und besonders bei drucklosem
Betrieb zur Wirkung kommen. Die Nuten 12, 13 verhindern nun, daß die Druckfelder in den Bereich der
Ausnehmung 10 verschleppt werden, was den Abfluß von Druckmittel aus dem Gehäuseinneren zur Zylinderbohrung
und zum Pumpenauslaß zur Folge hätte. Das Druckmittel fließt vielmehr durch die Nuten 12,13 zum
Gehäuseinneren ab.
Dadurch, daß sich die Fläche 15 noch bis vor die etwas hinter der Gleitschuhmitte liegende Stelle Jes engsten
Spalts zwischen Gleitsohle 8 und Führungsfläche 9' erstreckt, wird auch einer Kippbewegung des Gleitschuhs
entgegengewirkt
Die Dichtleiste 11', die die Ausnehmung 10 vorn begrenzt und quer zur Bewegungsrichtung verläuft, hat
in Bewegungsrichtung eine so geringe Breite, daß sich praktisch kein hydrodynamisches Druckfeld darüber
aufbauen und damit auch kein Druckmittel abfließen kann. Die die Ausnehmung 10 im Bereich abnehmender
Breite begrenzenden Abschnitte des Dichtstegs 11 haben ein größeres sich in Bewegungsrichtung erstrekkendes
Ausmaß als der Abschnitt 1Γ. Soweit dieses Maß ausreicht, ein hydrodynamisches Druckfeld aufzubauen,
wird das dazu erforderliche Druckmittel im wesentlichen der Ausnehmung 10 entnommen, zu der von der
Zylinderbohrung 6 jederzeit Druckmittel nachfließen kann.
Der Gleitschuh 10 nach dem Aasführungsbeispiel der F i g. 2 ist eine Abwandlung des Gleitschuhs nach der
F i g. 1 und unterscheidet sich von diesem durch eine anders ausgebildete Ausnehmung.
Der Gleitschuh 20 besitzt eine Gleitfläche 21, in der eine trapezförmige Ausnehmung 22 angeordnet ist, die
von einem schmalen Dichtsteg 23 umgeben ist Die große Grundseite 23' des Trapezes schließt mit der zur
Bewegungsrichtung parallelen Längsseite des Gleitschuhs
einen rechten Winkel ein und liegt, in Bewegungsrichtung betrachtet, vorn.
Den Dichtsteg 23 umgeben außen in das Gehäuseinnere mündende Nuten 24, 25. Am vorderen Ende der
Gleitfläche ist eine Gleitfläche 26, am hinteren Ende eine Gleitfläche 27 ausgebildet. Der übrige Aufbau
entspricht dem des Ausführungsbeispiels nach der Fig. 1. Das Betriebsverhalten des Gleitschuhs 20
entspricht ebenfalls dem Gleitschuh nach der F i g. 1.
Der Gleitschuh 30 nach dem Ausführungsbeispiel der F i g. 3 ist eine weitere Abwandlung des Ausführungsbeispiels nach der Fig. 1. Der Gleitschuh besitzt eine
Gleitfläche 31, in der eine kreisabschnittförmige Ausnehmung 32 ausgebildet ist, weiche von einem
schmalen Dichtsteg 33 umgeben wird. Die, in Bewegungsrichtung betrachtet, vorn liegende Sehne 33' des
Kreisabschnitts schließt mit der Längsseite des Gleitschuhs, die parallel zur Bewegungsrichtung ist, einen
rechten Winkel ein.
Der Kreisabschnitt kann ein Halbkreis sein, die Sehne also ein Durchmesser des Kreises. Den Dichtsteg 33 umgeben außen Nuten 34,35, die in das Gehäuseinnere münden. Am vorderen Ende der Gleitsohle 31 ist eine Gleitfläche 36, am hinteren Ende eine Gleitfläche 37 ausgebildet. Der übrige Aufbau des Gleitschuhs entspricht dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1, ebenso entspricht das Betriebsverhalten dem des Gleitschuhs nach der F i g. 1.
Der Kreisabschnitt kann ein Halbkreis sein, die Sehne also ein Durchmesser des Kreises. Den Dichtsteg 33 umgeben außen Nuten 34,35, die in das Gehäuseinnere münden. Am vorderen Ende der Gleitsohle 31 ist eine Gleitfläche 36, am hinteren Ende eine Gleitfläche 37 ausgebildet. Der übrige Aufbau des Gleitschuhs entspricht dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1, ebenso entspricht das Betriebsverhalten dem des Gleitschuhs nach der F i g. 1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Gleitschuh für die Kolben einer hydrostatischen Kolbenmaschine, insbesondere Radialkolbenmaschine,
der mit dem zugehörigen Kolben gelenkig verbunden ist und in dessen Gleitfläche eine in sich
geschlossene, vom Arbeitsmedium druckbeaufschlagte Ausnehmung angeordnet ist, die von einem
Dichtsteg umschlossen und von einer sich daran anschließenden Nut umgeben ist, welche zu den
Seiten quer zur Bewegungsrichtung des Gleitschuhs offen ausläuft und bei dem an den in Bewegungsrichtung
gelegenem stirnseitigen Bereich der Gleitfläche hydrodynamisch wirkende Stützflächen ausgebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß
a) der die Ausnehmung (10,22,32) in Bewegungsrichtung
begrenzende Teil des Dichtsteges etwa geradlinig quer zur Bewegungsrichtung des
Gleitschuhs verläuft,
b) der Dichtsteg sowohl im Verhältnis zur in Bewegungsrichtung gemessenen Erstreckung
der hydrodynamisch wirkenden Stützfläche (14, 26, 36) als auch im Verhältnis zur Fläche der
Ausnehmung sehr schmal ist.
2. Gleitschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung die Form eines zur
Bewegungsrichtung etwa symmetrisch angeordneten Dreiecks hat, dessen eine Seite mit dieser einen
rechten Winkel einschließt und die in Bewegungsrichtung betrachtet, vorne liegt.
3. Gleitschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (22) die Form eines
Trapezes hat, dessen große Grundseite (23'), in Bewegungsrichtung betrachtet, vorne liegt und mit
dieser einen rechten Winkel einschließt.
4. Gleitschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (32) die Form eines
Kreisabschnittes hat, dessen Sehne (33'), in Bewegungsrichtung betrachtet, vorne liegt und mit dieser
einen rechten Winkel einschließt.
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1973
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