DE2207002B2 - Bindemittel zur Herstellung eines Schweißmittels für Elektrodenumhüllungen oder als agglomeriertes Schweißpulver - Google Patents
Bindemittel zur Herstellung eines Schweißmittels für Elektrodenumhüllungen oder als agglomeriertes SchweißpulverInfo
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Description
besteht, mit der Maßgabe, daß der Gesamtanteil der Bindemittelkomponenten an der Schweißmittelzusammensetzung 1,1 bis 10% ausmacht.
3. Verwendung eines Bindemittels der im Anspruch 1 oder 2 angegebenen Zusammensetzung
zusammen mit Wasser bei der Herstellung eines Schweißmittels für Elektrodenumhüllungen oder
als agglomeriertes Schweißpulver für das Unterpulverschweißen durch Trocknen und anschließendes
Brennen bei 340 bis 51O0C in einem Anteil von mindestens 1.1% des Gewichts des
fertigen Schweißmittels.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bindemittel zur Herstellung eines Schweißmittels für Elektrodenumhüllungen
oder als agglomeriertes Schweißpulver für das Unterpulverschweißen.
Schweißmittel, die zum Lichtbogenschweißen geeignet sind, sind aus pulverisierten Flußmaterialien
aufgebaut, z. B. aus Mineralien, Oxyden, Salzen und Metallen, welche als Umhüllungen auf Schweißelektroden
aufgebracht werden oder welche in Verbindung mit der Elektrode beim Unterpulverschweißen
als agglomeriertes Schweißpulver verwendet werden. Die Umhüllung der Elektrode ist ein Gemisch aus dem
eigentlichen Flußmaterial und einem Bindemittel.
Jahrelang gab es für die Alkalimetallsilikate ais Bindemittel für die aufgebrachten Umhüllungen von
Schweißelektroden aus Eisen, Nickel und Nickelbasis sowie Kupferbasis keine ernsthafte Konkurrenz. In
jüngerer Zeit sind sie auch als Hauptbindemittel für agglomerierte Schweißpulver für das Unterpulverschweißen
verwendet worden. Diese Silikatbindemittel sind zweckmäßig in ihrer Verwendung und sind einfach
zu lagern; sie ergeben ferner feste und dauerhafte Elektrodenumhüllungen, die normalen Beanspruchungen
beim Transport und im Betrieb ohne Beschädigung widerstehen, und lassen eine Steuerung des Schweißverhaltens
auf Grund der definierten und stabilen Kappe zu, die durch die Umhüllung auf dem lichtbogenseitigen
Ende der Elektrode während des Schweißens gebildet wird. Die Silikatbindemittel haben
jedoch gewisse, ihnen eigene Nachteile. Beispielsweise enthält die sich bildende Schlacke eine Quarzkomponente,
die in bestimmten Fällen unerwünscht ist.
In der USA.-Patentschrift 3 501 354 ist ein durch Alkalimetallaluminat gebundener Schweißmittelüberzug
beschrieben, der feinverteiltes Flußmaterial und
ein Bindemittel aufweist, das aus Alkalimetallaluminat, vorzugsweise Natriumaluminat, in einem Anteil von
1 bis 7,5 Gewichtsprozent des feinverteilten Flußmaterials besteht; die Angaben beziehen sich jeweils
auf wasserfreie Basis. Das derart abgebundene bekannte Schweißmittel kann auch in Form eines
agglomerierten Schweißpulvers zum Unterpulverschweißen vorliegen. Der danach bekannte Schweißmittelüberzug
war für die Schweißtechnik wichtig, da er nicht durch die Silikatbindemittel beschränkt
ist, die für Schweißmittelüberzüge bisher verwendet wurden. Derartige mit Aluminat gebundene Schweißmittelüberzüge
haben jedoch bestimmte Nachteile. Die Schweißmittelüberzüge, die lediglich mit Alkalimetallaluminat
gebunden sind, weisen einen niedri-
geren Rehydratisierungswiderstand als die besseren, durch Silikat gebundenen Schweißmittelüberzüge bekannter
Art auf.
Die Bedeutung, einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt bei Sehweißmitteln zu erreichen und beizubehalten,
ist bekannt. Bei mit Alkalimetallaluminat gebundenen Schweißmittelüberzügen, wie sie in der vorerwähnten
USA.-Patentschrift beschrieben sind, hat man festgestellt, daß ausreichend niedrige Feuchtigkeitswerte
im Bereich solcher Werte, die bei besseren, mit Silikat gebundenen Schweißmitteln vorliegen, mit einer geeigneten
Erhitzungstechnik erzielbar waren. Die Rehydratisierungsgeschwindigkeiten betrugen jedoch das
Drei- bis Vierfache der Geschwindigkeit der besten durch Silikat gebundenen Schweißmittelüberzüge.
Obgleich somit die mit Aluminat gebundener Schweißmittelüberzüge von einem experimenteller
Standpunkt aus brauchbar und vorteilhaft schienen steht dem ein kommerzieller Nachteil gegenüber
wenn mit Silikat gebundene Schweißmittclüberzüge in Vergleich gesetzt werden.
Man hat festgestellt, daß die Verwendung bestimmter neuer Bindemittel bei Schweißmittelüberzügen
sowohl einen Feuchtigkeitswert als auch einen Rehydratisierungswiderstand
gleich oder besser dem ergeben können, wie er bei den besseren, mit Silikat gebundenen
Schweißmittelüberzügen bekannter Art erzieh wird. Die Anwendung vorliegender Erfindung
verbessert den Rehydratisierungswiderstand von mit Aluminat gebundenen Schweißmittelüberzügen auf
einen Wert, der gleich oder größer dem von mit Silikat gebundenen Schweißmittelüberzügen ist Falls erwünscht,
können mit vorliegender Erfindung Schweißmittelüberzüge erreicht werden, die sowohl frei von ä5
Siliziumdioxyd als auch frei von Aluminiumoxyd sind
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das Bindemittel, bezogen auf das Gesamtgewicht des getrockneten
und gebrannten Schweißmittels, aus
Alkalimetallaluminat mit einem
Molekularverhältnis von Alkalimetalloxyd zu Aluminiumoxyd zwischen 0,9 und 1,4 0,7 bis 5%
Molekularverhältnis von Alkalimetalloxyd zu Aluminiumoxyd zwischen 0,9 und 1,4 0,7 bis 5%
Lithiumfluorid 0,4 bis 3%
Natriumfluorid 0 bis 3%
Kaliumfluorid 0 bis 3%
Alkalimetalloxyd aus Alkalimetallhydroxyd oder -Karbonat 0 bis 3%
besteht, mit der Maßgabe, daß der Gesamtanteil der Bindemittelkomponenten an der Schweißmittelzusammensetzung
nicht über 10% liegt.
Bei einer anderen Zusammensetzung des erfindungsgemäßen
Bindemittels, das frei von Aluminat ist und für feinverteiltes Schweißmittelmaterial verwendet
wird, sind die nachstehend aufgeführten Komponenten vorgesehen, die in Anteilen gleich den Gewichtsprozent-Angaben
des Schweißmittelmaterials nach der Trocknung und Erhitzung des Schweißmittels
vorhanden sind:
Lithiumfluorid 0 bis 2%
Natriumfluorid 0 bis 4%
Kaliumfluorid 0 bis 3%
Lithiumoxyd aus Lithiumhydroxyd 0 bis 3%
Natriumoxyd aus Natriumhydroxyd 0 bis 3%
Natriumöxyd aus Natriumkarbonat 0 bis 2%
Kaliumoxyd aus Kaliumhydroxyd 0 bis 3%
Kaliumoxyd aus Kaliumkarbonat 0 bis 2%
Kaliumsilicofluorid 0 bis 1%
45
55
mit der Maßgabe, daß der Gesamtanteil der Bindemittelkomponenten an der Schweißmittelzusammensetzung
1,1 bis 10% ausmacht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, ein Bindemittel der vorstehend angegebenen
Zusammensetzungen zusammen mit Wasser bei der Herstellung eines Schweißmittels für Elektroden-Umhüllungen
oder als agglomeriertes Schweißpulver für das Unterpulverschweißen durch Trocknen und
anschließendes Brennen bei 340 bis 510° C in einem Anteil von mindestens 1,1 % des Gewichts des fertigen
Schweißmittels zu verwenden.
Die Anteile an Bindemittel, die durch die Hydroxyde und Karbonate beigesteuert werden, sind dabei in
Form des Oxyds aufgeführt, wenn sie auf das getrocknete und erhitzte Schweißmittel bezogen werden.
Dies ist deshalb der Fall, weil dann, wenn das fertige Schweißmittel bei Temperaturen im Bereich von 340
bis 5100C erhitzt wird, die Hydroxyde ihr (OH)-Radikal
und die Karbonate CO2 verlieren; zur Erzielung
einer Gleichförmigkeit bei der Berechnung der Anteile derartiger Bindemittelkomponenten, die in dem fertigen
Schweißmittelüberzug vorhanden sind, wird nur der Oxydteil betrachtet, wenn es sich um den erhitzten
Schweißmittelüberzug handelt.
Die Bindemittel nach der Erfindung werden vorzugsweise dadurch hergestellt, daß die Bindemittelkomponente(n)
in feinverteilter Form intensiv mit Wasser gemischt werden, damit ein flüssiges Bindemittel
entsteht, das ein gleichförmiges wäßriges Gemisch aufweist, daß dieses flüssige Bindemittel mit
dem trockenen, feinverteilten Schweißmittel gemischt wird, damit ein feuchtes Gemisch der gewünschten
Konsistenz entsteht, daß das feuchte Gemisch auf einen Kerndraht gewünschter Zusammensetzung
strauggcpicßi wird oder das feuchte Gemisch in
Partikeln der gewünschten Größe zur Verwendung als Schweißmittel für das Unterpulverschweißen agglomeriert
und daß schließlich der feuchte Schweißmittelüberzug bei einer Temperatur getrocknet und
erhitzt wird, die im Bereich von 340 bis 510° C liegt. Die Bindemittelkomponenten können jedoch auch in
trockenem Zustand mit dem Schweißmittel gemischt. Wasser hinzugefügt und intensiv mit dem sich ergebenden
trockenen Gemisch gemischt werden. Die Hauptforderung in jedem Falle besteht darin, daß ein
gleichförmiges und inniges Gemisch des Bindemittels mit den Schweißmittelmaterialien erreicht wird, da
andernfalls die erforderliche Bindung und andere Eigenschaften der fertigen Umhüllung nicht gewährleistet
sind.
Bei dem bevorzugten, vorbeschriebenen Herstellvorgang ändert sich der Anteil des flüssigen Bindemittels,
das notwendig ist, um die richtige Konsistenz zum Strangpressen oder Agglomerieren zu erzielen
und eine ausreichende Bindefestigkeit beim Mischen mit den Schweißmittelmaterialien zu erhalten, in
Abhängigkeit von den spezifischen verwendeten Schweißmittelmaterialien und ihrer Partikelgrößenverteilung,
wie dies in der Technik bekannt ist. Man hat jedoch herausgefunden, daß bei Schweißmittelmaterialgemischen,
die typisch für jene sind, die heute in der Lichtbogenschweißtechnik verwendet werden,
der Anteil an flüssigem Bindemittel so groß ist, daß ein Bindemittelanteil in der erhitzten Elektrodenumhüllung
gleich 1,1 bis 10 Gewichtsprozent des vorhandenen Schweißmittelmaterials beträgt.
Man hat ferner festgestellt, daß zum Wirksamwerden der Bindemittel nach der Erfindung die feinverteilten
Bindemittelkomponenten wasserlöslich oder in Wasser fein verteilbar sein müssen, d. h. in der Lage
sein müssen, wenigstens eine kolloidale Suspension zu bilden, wenn sie intensiv mit Wasser gemischt
werden. Diese Forderung gewährleistet, daß das Bindemittel gleichförmig im Schweißmittel verteilbar
ist, gleichgültig, ob es dem Schweißmittel als ein wäßriges Gemisch hinzugefügt wird, das teilweise
eine echte Lösung und teilweise als kolloidal anzusehen
ist, oder aber in feinverteilter trockener Form hinzugefügt
wird, wobei anschließend Wasser zugegeben wird.
Zur Erzielung eines optimalen Rehydratisierungswiderstands
sollen in dem fertigen Schweißmittelüberzug wenigstens 5 Gewichtsprozent des Bindemittels
Lithiumfluorid und/oder Lithiumhydroxyd sein. Diese Lithiuirkomponenten haben einen wesentlich starkeren
Einfluß auf den Rehydratisierungswiderstand des fertigen Schweißmittelüberzugs als andere Bindemittelkomponenten.
Eine für vorliegenden Fall brauchbare Form des Lithiumfluorids ist ein Material kommerzieller Qualität,
das mindestens 99,5% LiF und eine Partikelgrößenverteilung von 100% mit einer Teilchengröße ,5
unter 0,15 mm und von 90% mit einer Teilchengröße unter 0,045 mm besitzt. Dieses Material ist flaumig
und agglomeriert zu kleinen Kugeln wenn es in
trockenem Zustand gemischt wird, so daß besondere Sorgfalt darauf verwendet werden muß, damit gewährleistet
ist, daß es innig und gleichförmig über L ganze Schweißmittelmaterial dispergiert ist, wenn es
als Bindemittelkomponente verwendet wird.
Eine Form des Lithiumhydroxyds, die sich als geeignet herausgestellt hat, ist eine kommerzielle
Qualität von Lithiumhydroxyd-Monohydrat, typischerweise 57% LiOH in Form von Kristallen mit
einer Größe von unter etwa 0,85 χ 0,15 mn. Dieses
Material kann in Wasser einfach dispergiert werden^
In bezug auf andere Bindermttelkomponenten die
sich als zweckmäßig bei dem bevorzugten Verfahren
zur Herstellung des erfindungsgemäßen Bindemittels herausgestellt haben, werden folgende kurze Erläuterungen
gemacht:
Natriumaluminat — kommerzielles, weißes, kör-
55
technische Güte, feine Flokon«/ min irnw
Lhhiu^aXnat-technische Güte, feines Pulvcr
07o/ mi« τ i rn
Nairium\T ώΓ- technische Güte, feines Pulver
99°/ min Na CO
Kaliumkarbonat * - technische Güte, Pulver,
99°/ mn K CO
KaHumsilicofluorid-kommerzielleGütcPulver
99°/ K SiF
Vom Standpunkt des Feuchtigkeitspegels nach vorausgegangenem Trocknen und Brennen und der
Rehydratisierungsgeschwindigkeit zeigen die besten, mit Silikat gebundenen Elektroden bekannter Art
Feuchtigkeitswerte ink Bereich von 0,06 bis 12% und
eine Rehydratisierungsgeschwindigkeit in einer Atmosphäre von 88% relativer Feuchtigkeit bei 2O0C von
etwa 0,15 und 0,30% nach einstündiger und sechsstündiger
Behandlung. Dabei ist zu berücksichtigen, daß das starke überwiegen von silikatgebundenen
Schweißmittelüberzügen, die zur Zeit auf dem Markt sind, in bezug auf die Rehydratisierungsgeschwindigkeit
höher ist. Diese Ziffern wurden als Norm zum Vergleich einer Reihe von Elektroden, die das Bindemittel
nach der Erfindung besitzen, verwendet. Die Vergleichsergebnisse sind in den nachfolgenden Tabellen
angegeben.
Zur Erzielung eines jeden Beispiels der Reihen wurde feinverteiltes Schweißmittel dadurch bereitet,
daß die nachstehend angegebenen Materialien in einem Trockenmischvorgang miteinander kombiniert
wurden:
Korngroße unter ^
(KorSßeO 42 χ 0,076 mm) 20 g
MarmÄrngröße unter 0,15 mm) 150g
^aiziuinxarDonat .„.
^aiziuinxarDonat .„.
''" 5S g
£%.... iuu g
£%.... iuu g
Tl, ff
η ji v nnifmmi HOe
ΜΧ5θ42? 08 ΪΓ 50 g
Elektrolytisch gVwonn7neV Mangan,
stabUiSert (K8orngröBe unter
0 3 χ 0045 mmi 30 g
Nickelpulver (Korngroße unter
c.0'3 x '04F1' '..VV
8
Eisenpulver (Korngroße unter
0,3 χ 0,045 mm) 320 g
Ge,amt8ewich,HSl
torägt etwa 1,1 und bildet enfach eine gleich- <° «·!
ionrnle Flüssigkeit beim Mischen mit Wasser. M
.feineFtata, ,
Wasserstoirgchalt und hoher Festigkeit
1 gib, die Zusammenhängen
zwischen Schweißmitteluberzugen, wie sie in der
USA^Patentschrift 3 501 354 beschrieben sind und
Schweißmitteluberzugen gemäß der Erfindung
** Bindemittel wurde dadurch herge-
' angegebenen Bestandteile zusammen
™[t Natriumchromat und Wasser in den angegebenen
^nteilen hinzugefugt wurden und daß die Kombina-
Ϊ™ m* Hilfe einer elektrischen Mischvorrichtung
hoher Geschwindigkeit mehrere Minuten lang gemischt wurde, bis eine gleichförmige Flüssigkeit vorhanden
war. Natriumchromat wurde dem flüssigen Gemisch als Frosthemmer hinzugefügt und um eine
Korrosion der Verarbeitungseinrichtung oder der Metallpulver im Schweißmittelgemisch soweit wie
möglich zu verringern. Etwas organisches Material, z. B. Natriumcarboxymethylcellulose (Natrium CMC),
hätte ebenfalls zur Verdickung des Bindemittels und zur Unterstützung der Beibehaltung der Gleichförmigkeit
der Dispersion der Bindemittelkomponenten hinzugefügt werden können. Beide Zusätze sind dem
Fachmann bekannt und sfellen keinen Teil der Erfindung dar. Eine ausreichende Menge der gleichförmigen
Flüssigkeit wurde dann dem trockenen Schweißmittelgemisch hinzugefügt, damit eine Paste
ausreichender Konsistenz erzielt wurde, die dann auf
Flußstahlkerndraht aufgepreßt wurde. Tabelle 1 gibt auch die Menge an Bindemittelflüssigkeit an, die
erforderlich ist, um bei dem trockenen Materialgemisch für jeden Binder die richtige Konsistenz zu
erhalten.
Tabelle 1
Flüssige Bindemittelkomponenten
Flüssige Bindemittelkomponenten
4 5
H2O in ecm
Natriumchromat in g
Natriumaluminattrihydrat
(40% Al2O3, 31% Na2O,
23% H2O) in g
(40% Al2O3, 31% Na2O,
23% H2O) in g
Lithiumfiuorid in g
Lithiumhydroxyd-Monohydrat in g
Natriumfluorid in g
Kaliumfiuorid in g
Natriumhydroxyd in g
Kaliumhydroxyd in g
Natriumkarbonat in g
Kaliumkarbonat in g
Kaliumsilicofiuorid in g
Gewicht des flüssigen Bindemittels pro 1595 g Schweißmittel in g ..
100 0,3
15
100
0,3
0,3
10
10
10
5
5
5
100 0,3
5 20
7 7
100 0,3
10 10
100 0,3
15 30 15
100 0,3
181
276
242
229
243
25
229
Proben einer jeden dieser Elektroden wurden bei 430° C 2 Stunden lang erhitzt. Eine derartige Erhitzung ist
typisch für solche Proben, die mit silikatgebundenen Schweißmittelüberzügen niedrigen Wasserstoffgehalts verwendet
wurden. Tabelle 2 gibt die Menge einer jeden Bindemittelkomponente an, die in jedem erhitzten
Schweißmittelüberzug vorhanden ist, und zwar in Prozent des Schweißmittelgewichts.
Tabelle 2
Bindemittelgehalt des erhitzten Schweißmittelüberzugs
Bindemittelgehalt des erhitzten Schweißmittelüberzugs
| 2 | 3 | Beispiel Nr. | 5 | 6 | 7 | 8 | |
| 1 | 1,4 | 0,9 | 4 | ||||
| 1,1 | 1,2 | 1,3 | 0,8 | 0,9 | |||
| 1,2 | 0,2 | 0,5 | |||||
| 2,5 | 2,2 | 1,8 | 2,2 | ||||
| 2,3 | 2,9 | ||||||
| 0,4 | 0,5 | 0,5 | |||||
| 0,5 | 0,5 | 1,2 | 0,5 | ||||
| 1,0 | 0,4 | 0,4 | |||||
| 0,5 | 0,5 | ||||||
| 0,4 | |||||||
| 2,6 | 4,7 | 3,3 | 4,6 | 4,6 | 4,5 | ||
| 1,1 | 46 | 28 | 5,3 | 6 | 19,5 | 11 | 0 |
| 0 | 23 | ||||||
Natriumaluminat
Lithiumfluorid
Lithiumoxyd (aus LiOH H2O)
Natriumfluorid
Kaliumfiuorid
Natriumoxyd (aus NaOH)
Kaliumoxyd (aus KOH)
Natriumoxyd (aus Na2CO3)
Kaliumoxyd (aus K2CO3)
Kaliumsilicofiuorid
Gesamtbindemittel
Prozent des Bindemittelgewichts
mit LiF und/oder Li2O
mit LiF und/oder Li2O
Nach dem Erhitzen wurde jede Schweißmittelüberzugsprobe auf Feuchtigkeit und Rehydratisierung geprüi
nachdem die Probe 1 Stunde und 6 Stunden einer Atmosphäre von 88% relativer Feuchtigkeit bei Raun
temperatur ausgesetzt worden war. Tabelle 3 gibt die Ergebnisse der Prüfungen auf Feuchtigkeit und Rehydrat
sierungsgeschwindigkeit auf den Schweißmittelüberzügen an und stellt zum Vergleich die gleichen Daten für d
besten, silikatgebundenen Schweißmittelüberzüge bekannter Art auf.
Feuchtigkeitsgehalt und Rehydratisierungsgeschwindigkeit von Schweißmittelüberzügen
nach einem zweistündigen Erhitzen auf 430° C
Beispiel Nr.
4 I 5
4 I 5
Beste
silikatgebundene Schweißmittelüberzüge
% Feuchtigkeit
% H2O.
Absorption nach einer Stunde bei 200C in 88% relativer Feuchtigkeit
% H2O
Absorption nach 6 Stunden bei 20° C in 88% relativer Feuchtigkeit
0,075 0,51
1,82
0,073
0,14
0,14
0,40
0,064
0,10
0,10
0,28
0,063
0,06
0,06
0,14
0,068
0,11
0,11
0,28
0,072
0,26
0,26
0,40
0,087 0,40
0,77
0,06—0,12 0.15
0,30
Verschiedene Vorteile und Eigenschaften der Bindemittel nach der Erfindung ergeben sich aus den Daten
der Tabellen. Vergleicht man die Beispiele Nr. 1 und 2, so zeigt sich, daß die Hinzufügung von Lithiumfluorid
in der angegebenen Menge die Rehydratisierungsgeschwindigkeit des Schweißmittelüberzugs um einen
Faktor von drei nach einer Behandlung von einer Stunde und um einen Faktor größer als vier nach einer
Behandlung von 6 Stunden Dauer im Vergleich zu der Rehydratisierungsgeschwindigkeit des Schweißmittel-Überzugs,
der mit Alunünat allein gebunden war, verringert hat. Die zusätzliche Anwendung von Natriumfluorid
(Beispiel 3) und die Kombination von Natriumfluorid und Kaliumoxyd (Beispiel 4) verringerte
die Rehydratisierungsgeschwindigkeit des Schweißmittelüberzugs etwas weiter. In allen drei Beispielen
mit dem erfindungsgemäßen Bindemittel mit Aluminat (Beispiele 2, 3 und 4) waren der Feuchtigkeitswert und
die Rehydratisierungsgeschwindigkeit des erhitzten Schweißmittelüberzugs vergleichbar mit denen der
besten, mit Silikat gebundenen Schweißmittelüberzüge. Die übrigen vier Beispiele waren frei von
Aluminat. Die Beispiele 5, 6 und 7 zeigen ausgezeichnete Feuchtigkeitswerte und Rehydratisierungsgeschwindigkeiten
in solchen aluminatfreien Schweißmittelüberzügen, die eine der bevorzugten Bindemittelkomponenten
Lithiumfluorid oder Lithiumhydroxyd enthalten. Beispiel 8 enthält keine Lithiumkomponente
im Bindemittel, und obwohl der Feuchtigkeitswert und die Rehydratisierungsgeschwindigkeit
dieses Schweißmittelüberzugs etwas besser sind als die nach Beispiel 1, die nur Aluminat enthalten, sind sie
nicht so gut wie die Beispiele, die solche Lithiumkomponenten enthalten. Vorzugsweise werden Lithiumfluorid
und/oder -hydroxyd als Bindemittelkomponenten in Anteilen gleich wenigstens 5% des
Gesamtgewichts des Bindemittels verwendet.
Während die vorbeschriebenen Beispiele speziell bezug auf ein Schweißmittel zur Anwendung bei umhüllten
Elektroden nehmen und die Verwendung eines gleichförmigen flüssigen Bindemittels vorsehen,
das dann dem trockenen Schweißmittelmaterial hinzugefügt wird, sind diese Prinzipien auch auf andere
Arten von Schweißmitteln und andere Möglichkeiten des Hinzufügens des Bindemittels zu den Schweißmitteln
anwendbar. Beispielsweise kann bei der Herstellung von agglomeriertem Schweißpulver für das
Unterpulverschweißen das feinverteilte Bindemittel dem trockenen Gemisch von Schweißmittelmaterialien
hinzugefügt und dann Wasser dem trockenen Gemisch in einer Mischeinrichtung beigegeben werden. Der
Mischvorgang wird dann fortgesetzt, bis der gewünschte Agglomerationsgrad erreicht worden ist, wonach
dann das Schweißpulver aus dem Mischer entfernt, getrocknet, erhitzt und dann beispielsweise durch ein
Sieb mit einer Maschenweite von 0,85 mm gesiebt wird, damit ein brauchbares agglomeriertes Schweißpulver
erhalten wird. In jedem Falle ist es notwendig, intensiv zu mischen, damit eine ausreichende Bindefestigkeit
in dem Bindemittel erzielt werden kann. Die Erfindung sieht somit Bindemittel für Lichtbogenschweißmittelüberzüge
vor, die frei von Siliziumdioxyd sind und die auch frei von Aluminiumoxyd sein können, falls dies erwünscht ist, und die durch
einen Feuchtigkeitswert und eine Rehydratisierungsgeschwindigkeit nach einem normalen Erhitzen im
Bereich von 340 bis 510° C gekennzeichnet sind,
welche mit dem Feuchtigkeitswen und der Rehydratisierungsgeschwindigkeit der besten silikatgebundenen
Schweißmittelüberzüge bekannter Art vergleichbar oder sogar besser als diese sind. Infolgedessen kann
das Lichtbogenschweißen nunmehr mit Scbweißmittelüberzügen durchgeführt werden, die sowohl
frei von Siliziumdioxyd als auch von Aluminiumoxyd sind und die darüber hinaus mit kommerziellen,
silikatgebundenen Schweißmitteln in den kritischen Bereichen von Feuchtigkeitswert und Rehydratisierungsgeschwindigkeit
konkurrieren können.
Claims (2)
1. Bindemittel zur Herstellung eines Schweißmittels fur Elektrodenumhüllungen oder als agglomeriertes
Schweißpulver für das Unterpulverschweißen, dadurch gekennzeichnet, daß es, bezogen auf das Gesamtgewicht des getrockneten
und gebrannten Schweißmittels, aus
Alkalimetallaluminat mit einem '
Molekularverhältnis von Alkalimetalloxyd zu Aluminiumoxyd zwischen 0,9 und 1,4 0,7 bis 5%
Lithiumfluorid 0,4 bis 3%
Natriumfluorid 0 bis 3% '5
Kaliumfluorid 0 bis 3%
Alkalimetalloxyd aus Alkalime-
tallhydroxyd oder -Karbonat 0 bis 3%
besteht, mit der Maßgabe, daß der Gesamtanteil der Bindemittelkomponenten an der
Schweißmittelzusammensetzung nicht über 10%
liegt.
2. Bindemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es, bezogen auf das Gesamtgewicht
des getrockneten und gebrannten Schweißmittels, aus
Lithiumfluorid 0 bis 2%
Natriumfluorid 0 bis 4%
Kaliumfluorid 0 bis 3%
Lithiumoxyd aus Lithiumhydroxyd 0 bis 3%
Natriumoxyd aus Natriumhydroxyd 0 bis 3%
Natriumoxyd aus Natriumkarbonat 0 bis 2%
Kaliumoxyd aus Kaliumhydroxyd 0 bis 3%
Kaliumoxyd aus Kaliumkarbonat 0 bis 2%
Kaliumsilicofluorid 0 bis 1 %
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722207002 DE2207002C3 (de) | 1972-02-15 | 1972-02-15 | Bindemittel zur Herstellung eines Schweißmittels für Elektrodenumhüllungen oder als agglomeriertes Schweißpulver |
| JP48017985A JPS5740640B2 (de) | 1972-02-15 | 1973-02-15 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722207002 DE2207002C3 (de) | 1972-02-15 | 1972-02-15 | Bindemittel zur Herstellung eines Schweißmittels für Elektrodenumhüllungen oder als agglomeriertes Schweißpulver |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2207002A1 DE2207002A1 (de) | 1973-09-06 |
| DE2207002B2 true DE2207002B2 (de) | 1974-01-10 |
| DE2207002C3 DE2207002C3 (de) | 1974-08-01 |
Family
ID=5835973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722207002 Expired DE2207002C3 (de) | 1972-02-15 | 1972-02-15 | Bindemittel zur Herstellung eines Schweißmittels für Elektrodenumhüllungen oder als agglomeriertes Schweißpulver |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5740640B2 (de) |
| DE (1) | DE2207002C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS548967A (en) * | 1977-06-23 | 1979-01-23 | Nippon Telegr & Teleph Corp <Ntt> | Discharge tube filled with gas |
| JPS5790591U (de) * | 1980-11-26 | 1982-06-03 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5146893A (ja) * | 1974-10-18 | 1976-04-21 | Matsushita Electronics Corp | Kinzokujokigasureeza |
-
1972
- 1972-02-15 DE DE19722207002 patent/DE2207002C3/de not_active Expired
-
1973
- 1973-02-15 JP JP48017985A patent/JPS5740640B2/ja not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4892859A (de) | 1973-12-01 |
| DE2207002C3 (de) | 1974-08-01 |
| DE2207002A1 (de) | 1973-09-06 |
| JPS5740640B2 (de) | 1982-08-28 |
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