DE2209043B2 - Verfahren und einrichtung zum stillsetzen einer sich drehenden vorrichtung - Google Patents
Verfahren und einrichtung zum stillsetzen einer sich drehenden vorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Stillsetzen einer sich mit einer vorgegebenen Winkelgeschwindigkeit
drehenden Vorrichtung in einer vorgegebenen Drehstellung, wobei eine bestimmte Drehstellung
der Vorrichtung bei jeder vollständigen Umdrehung erfaßt und ein bis zum Erreichen einer anderen
Drehstellung vergehendes erstes Zeitintervall ermittelt wird, um ein Bremssignal an die Vorrichtung vor dem
Erreichen der vorgegebenen Drehstellung zu geben, sovie auf eine Einrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
Bei einem solchen, z.B. der US-PS 35 64 367 entnehmbaren Verfahren wird eine Impulsfolge erzeugt,
deren Frequenz proportional der Geschwindigkeit der sich drehenden Vorrichtung ist. Aus dieser Impulsfolge
wird außer dem der Geschwindigkeit der Vorrichtung proportionalen ersten Signal ein zweites Signal erzeugt,
das der bereits von der sich bewegenden Vorrichtung
bo zurückgelegten Entfernung proportional ist, nachdem
diese einen bestimmten Bezugspunkt passiert hat. Aus diesen beiden Signalen wird schließlich ein Steuersignal
für eine Bremse mit einem bestimmten Zeitintervall vor dem Erreichen der vorgegebenen Drehstellung erzeugt,
<■>> mit dem die sich bewegende Vorrichtung aus einer
hohen Geschwindigkeit heraus bis auf eine sehr geringe Geschwindigkeit in unmittelbarer Nähe der vorgegebenen
Drehstellung abgebremst v.'ird. Unmittelbar beim
Erreichen der vorgegebenen Drehstellung wird die sich drehende Vorrichtung mit Hilfe eines Klinkengesperres
verriegelt.
Aus der US-PS 27 67 363 ist eine Steuereinrichtung für einen Elektromotor bekannt, der durch Zuführen
eines elektrischen Signals in der umgekehrten oder ßremsrichtung abgebremst wird. Auch aus der ASEA-Zeitschrift
1964, Heft 2, Seiten 54—59 ist es bekannt, einen elektrischen Antriebsmotor dadurch abzubremsen,
daß das Erregerfeld des Stators oder Rotors umgekehrt wird. Zusätzlich zu einer solchen elektrischen
Abbremsung eines Elektromotors sind jedoch auch noch mechanische Haltebremsen vorgesehen, die
unmittelbar vor dem Erreichen des Stillstandes in der jeweils vorgegebenen Drehstellung greifen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß eine sich
drehende Vorrichtung in einer vorgegebenen Drehstellung ohne Abweichung auch dann stillzusetzen ist, wenn
ein StiOsetzbefehl zu unterschiedlichen Zeitpunkten in bezug auf diese vorgegebene Drehstellung auftritt.
Ferner soll eine Einrichtung geschaffen werden, mit der dieses neue Verfahren in möglichst einfacher Weise
auszuführen ist.
Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art ist diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
ein bis zum Erreichen der vorgegebenen Drehstellung von der bestimmten Drehstellung aus vergehendes
zweites Zeitintervall ermittelt wird, daß die andere Drehstellung so gewählt wird, daß die Zeitdifferenz
zwischen dem ersten Zeitintervall und dem zweiten Zeitintervall gleich der zum Abbremsen der Vorrichtung
aus der vorgegebenen Winkelgeschwindigkeit bis zum Stillstand benötigten Zeit ist, und daß das
Bremssignal am Ende des ersten Zeitintervalls abgegeben wird, wenn ein Stillsetzbefehl bis zum Ablauf des
ersten Zeitintervalls gegeben wurde und die Abgabe des Bremssignals verhindert wird, wenn der Stillsetzbefehl
erst nach Ablauf des ersten Zeitintervall s gegeben wird.
Auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Durchlaufen einer bestimmten Drehstellung der Vorrichtung
bei jeder vollständigen Umdrehung erfaßt und dann ein bestimmtes Zeitintervall ausgehend von dieser
bestimmten Drehstellung bis zu einer anderen Drehstellung ermittelt, um in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
der sich drehenden Vorrichtung ein Bremssignal an die Vorrichtung ausreichend früh vor dem Erreichen
der vorgegebenen Drehstellung zu geben. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dieses dadurch
erreicht, daß zuerst die Länge eines zweiten Zeitintervalls ermittelt wird, das die Vorrichtung benötigt, um
aus der bestimmten Drehstellung heraus die vorgegebene Drehstellung zu erreichen, in der die Vorrichtung
ihren Stillstand erreichen soll. Die zwischen der bestimmten Drehstellung und der vorgegebenen Drehstellung
liegende andere Drehstellung wird nun so gewählt, daß die Zeitdifferenz zwischen dem ersten
Zeitintervall und dem zweiten Zeitintervall, also die Zeitdauer, die die Vorrichtung von der anderen
Drehstellung bis zu der vorgegebenen Drehstellung benötigt, gleich der zum Abbremsen der Vorrichtung
aus der vorgegebenen Winkelgeschwindigkeit bis zum Stillstand benötigten Zeit ist Wird also am Ende des
ersten Zeitintervalls ein die Vorrichtung abbremsendes Bremssignal erzeugt, so kommt die Vorrichtung genau
in der vorgegebenen Drehstellung zum Stillstand. Dieses Bremssignal wird am Ende des ersten Zeitintervalls
nun aber jedoch nur dann erzeugt, wenn bis zum Ablauf des ersten Zeitintervalls ein Stillsetzbefehl
gegeben wurde. Tritt dagegen kein Stillsetzbefehl auf oder aber wird dieser erst nach dem Ablauf des ersten
Zeitintervall gegeben, so wird das Bremssignal nicht erzeugt, da dieses für ein Stillsetzen der Vorrichtung in
der vorgegebenen Drehstellung zu spät, nämlich während der Zeitdifferenz zwischen dem ersten
Zeitintervall und dem zweiten Zeitintervall erzeugt würde. Wird also der Stillsetzbefehl erst nach Ablauf des
ίο ersten Zeitintervalls gegeben, so wird nach dem Ablauf
des ersten Zeitintervalls auch kein Bremssignal erzeugt, so daß die Vorrichtung noch eine volle Umdrehung
ausführt und erst dann nach dem erneuten Passieren der bestimmten Drehstellung und auch der anderen
Drehstellung am Ende des nächstfolgenden ersten Zeitintervalls mit Hilfe des dann erzeugten Bremssignals
genau in der vorgegebenen Drehstellung zum Stillstand gelangt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird eine Einrichtung zum Stillsetzen einer sich mit vorgegebener
Winkelgeschwindigkeit drehenden Vorrichtung in einer vorgegebenen Drehstellung mit einem die Vorrichtung
antreibenden Elektromotor, einem eine bestimmte Drehstellung der Vorrichtung erfassenden Fühler und
einer Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Bremssignals in einer bestimmten anderen Drehstellung der
Vorrichtung vor Erreichen der vorgegebenen Drehstellung, geschaffen, die sich erfindungsgemäß dadurch
auszeichnet, daß die Schaltungsanordnung eine erste von dem Fühler ausgelöste Zeitmeßschaltung, die ein bis
zum Erreichen der vorgegebenen Drehstellung vergehendes zweites Zeitintervall angibt, eine zweite vom
Fühler ausgelöste Zeitmeßschaltung, die ein erstes Zeitintervall angibt, das um die zum Abbremsen der
Vorrichtung aus der vorgegebenen Geschwindigkeit bis zum Stillstand benötigte Zeitdauer kurzer als das zweite
Zeitintervall ist, und eine logische Schaltung aufweist, die das Bremssignal am Ende des ersten Zeitintervalls
hindurchläßt, wenn bis dahin ein Stillsetzbefehl aufge-
·»« treten ist, das Bremssignal dagegen sperrt, wenn ein
Stillsetzbefehl erst nach Ablauf des ersten Zeitintervalls auftritt.
Die erfindiingsgemäße Vorrichtung benutzt zur Erzeugung der ersten und zweiten Zeitintervalle zwei
Zeitmeßschaltungen, die gleichzeitig von den vom Fühler beim Passieren der bestimmten Drehstellung
erzeugten Signalen für den Beginn eine/ Zeitmessung angesteuert werden. Die zweite Zeitmeßschaltung gibt
dabei das kürzere erste Zeitintervall an, indem sie z. B.
so am Ende dieses ersten Zeitintervalls ein Ausgangssignal
abgibt. Die erste 5'eitmeßschaltung mißt dagegen das zweite und gegenüber dem ersten längere Zeitintervall,
wobei auch diese am Ende des zweiten Zeitintervalls, z. B. ein elektrisches Ausgangssignal erzeugt. Mit Hilfe
einer einfachen logischen Schaltung können die Ausgangssignale der beiden Zeitmeßschaltungen zusammen
mit einem gegebenen Stillsetzbefehl so verknüpft werden, daß die logische Schaltung ein
Bremssignal abgibt, wenn ein Stillsetzbefehl vorliegt,
w) von der zweiten Zeitmeßschaltung ein das Ende des
ersten Zeitintervalls angebendes Signal abgegeben und von der ersten Zeitmeßschaltung ein das Ende des
zweiten Zeitintervalle angebendes Signal noch nicht abgegeben wird. Erst wenn dieses zuletzt genannte
&■> Signal auftritt, wird das Bremssignal wieder beendet
Damit tritt aber während der Zeitdauer zwischen dem Ende des ersten Zeitintervalls und dem Ende des
zweiten Zeitintervalls ein Bremssignal auf, das bei einer
vorgegebenen Winkelgeschwindigkeit der sich drehenden Vorrichtung einer bestimmten zeitlichen Länge und
Weglänge der Vorrichtung vor dem Erreichen der vorgegebenen Drehstellung entspricht, so daß sichergestellt
ist, daß die Vorrichtung exakt in der vorgegebenen Drehstellung zum Stillstand gelangt. Sollte dagegen der
Stillsetzbefehl an die logische Schaltung erst dann gelangen, nachdem das das Ende des ersten Zeitintervalls
angebende Ausgangssignal der zweiten Zeitmeßschaltung bereits beendet ist, so wird kein Bremssignal
erzeugt, sondern bei weiter aufrechterhaltenem Stillsetzbefehl das Bremssignal erst bei der nächsten
Umdrehung der Vorrichtung und der damit verbundenen Erzeugung eines nächsten Ausgangssignals von der
zweiten Zeitmeßschaltung erzeugt.
Sowohl mit dem neuen Verfahren als auch der neuen Einrichtung ist also eine sich drehende Vorrichtung in
einer jeweils gewünschten vorgegebenen Drehstellung sicher stillzusetzen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
und
Fig. 2a bis 2c Signalformen, die in der Einrichtung gemäß F i g. 1 erzeugt werden.
In Fig. 1 ist eine Einrichtung zum Stillsetzen einer
sich drehenden Vorrichtung dargestellt. Diese Einrichtung enthält einen Zeitgeber 10, einen Vergleicher 11,
einen Bremssignalgenerator 12, eine Steuervorrichtung 101, eine Motorantriebsschaltung 102, einen Elektromotor
103 und eine Drehvorrichtung 104. Die Steuervorrichtung 101 ist mit der Motorantriebsschaltung 102
verbunden und liefert ein Signal, durch das die Antriebsschaltung 102 dem Elektromotor 103 die
erforderliche Antriebsleistung zuführt. Wenn der Elektromotor 103 beispielsweise ein Gleichstrommotor
ist, so kann die Steuervorrichtung 101 ein geregeltes Gleichstromsignal an die Antriebsschaltung 102 liefern.
Wenn der Elektromotor 103 ein Synchronmotor ist, so liefert die Steuervorrichtung 101 ein Wechselsignal
konstanter Frequenz an die Antriebsschaltung 102 über die elektrischen Leitungen 101a und 101 b. Die
Antriebsschaltung 102 ist direkt mit dem Elektromotor 103 verbunden und liefert die zu dessen Antrieb
erforderliche Energie. Die Antriebsschaltung 102 kann also beispielsweise einen Gleichstrom für den Elektromotor
103 liefern. Wenn dieser jedoch ein Synchronmotor ist, so kann sie aus einem üblichen Gegentaktverstärker
bestehen, der dem Elektromotor 103 ein Drehfeld liefert. Bekanntlich dreht sich der Elektromotor
103 dann mit einer synchronen Geschwindigkeit entsprechend dem Drehfeld, welches in seinem Stator
induziert wird.
Die Drehvorrichtung 104 ist mechanisch mit dem Rotor des Elektromotors 103 verbunden und dreht sich
mit ihm. Sie kann mit derselben Geschwindigkeit wie der Elektromotor 103 laufen, falls erwünscht, kann
jedoch auch ein Untersetzungsgetriebe zur mechanischen Kopplung der Drehvorrichtung 104 mit dem
Elektromotor 103 vorgesehen sein. Ein Fühler 105 ist relativ zur Drehvorrichtung 104 fest angeordnet und
zeigt die Winkelstellung der Drehvorrichtung 104 an. Die Drehvorrichtung 104 kann eine Markierung an
ihrem Umfang tragen, wobei der Fühler 105 dann die jeweilige Stellung der Markierung auswertet. Wenn die
Markierung aus einem elektrisch lcitfühigcn Streifen besteht, kann der Fühler 105 ein elektrischer Rontakt
sein, der jeweils bei Vorbeilaufen des leitfähigen Streifens einen elektrischen Stromkreis schließt, in dem
dann ein elektrisches Signal erzeugt wird. Die Markierung kann auch aus einem Streifen eines
reflektierenden Materials bestehen, das eine Modulation von Strahlungsenergie bewirkt, wobei dann der
Fühler 105 eine Fotozelle ist, die auf reflektiertes Licht oder modulierte Strahlungsenergie anspricht.
Der Fühler 105 ist mit den Zeitgeber 10 über eine
ίο ODER-Schaltung 106 verbunden. Der Zeitgeber 10
liefert nach seiner Ansteuerung Signale mit diskreten Zeitintervallen. Er kann entsprechend ein Binärzähler
sein, dem Impulse konstanter Frequenz zugeführt werden, so daß er bei Erreichen eines vorbestimmten
ι "j Zählschrittes ein Ausgangssignal erzeugt. Der Zeitgeber
10 kann auch eine Zeitverzögerungsschaltung sein, die eine vorbestimmte Zeiikonstante hat. Der in F i g. 1
gezeigte Zeitgeber 10 enthält einen ersten und einen zweiten monostabilen Multivibrator 107 und 108. Jeder
2n dieser Multivibratoren kann einen stabilen und einen quasistabilen Ausgangszustand annehmen, wie dies für
solche Schaltungen bekannt ist. Ein Eingang des monostabilen Multivibrators 107 ist zusammen mit
einem Eingang des monostabilen Multivibrators 1C8 mit der ODER-Schaltung 106 verbunden. Der monostabile
Multivibrator 107 spricht auf ein seinem Eingang zugeführtes Steuersignal an, wodurch er seinen
quasistabilen Ausgangszustand für eine vorbestimmte Zeit abhängig von seiner Zeitkonstante annimmt.
Entsprechend kann der monostabile Multivibrator 107 ein Schmitt-Trigger, eine Schaltung mit Unijunctiontransistor,
eine monostabile Schaltung mit Tunneldiode oder eine ähnliche Schaltung sein. Der monostabile
Multivibrator 108 ist ähnlich dem Multivibrator 107
J5 aufgebaut und wird daher nicht weiter beschrieben. Es
sei jedoch bemerkt, daß die Zeitkonstante des monostabilen Multivibrators 108 von der Zeitkonstante
des Multivibrators 107 verschieden sein kann. Wie noch beschrieben wird, ist die Zeitkonstante des Multivibrators
108 gegenüber derjenigen des Multivibrators 107 um einen Betrag größer, der mindestens gleich der zur
Verringerung der Geschwindigkeit der Drehvorrichtung 104 auf Null erforderlichen Zeit ist.
Ein Ausgang des monostabilen Multivibrators 107 ist mit dem Bremssignalgenerator 12 und mit dem
Vergleicher 11 verbunden. Es sei bemerkt, daß das am Ausgang des Multivibrators 107 auftretende Signal
einen ersten Gleichpegel annimmt, wenn der Multivibrator seinen stabilen Ausgangszustand hat, während es
einen zweiten Gleichzustand annimmt, wenn der Multivibrator seinen quasistabilen Ausgangszustand
hat. Am Ausgang des monostabilen Multivibrators 107 kann alternativ auch ein komplementäres Gleichsignal
entsprechend dem Ausgangszustand auftreten. Der
« Vergleicher 11 ist mit der elektrischen Leitung 113
verbunden, über die ein die Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 forderndes Signal dem Vergleicher
zugeführt werden kann. Der Vergleicher 11 enthält eine
Koinzidenzschaltung 114, beispielsweise ein übliches
no UND-Glied, mit der die Koinzidenz eines Signals auf
der Leitung 113 mit einem Signal am Ausgang des monostabilen Multivibrators 107 ausgewertet wird. Es
sei bemerkt, daß die Koinzidenzschaltung 114 mehrere Eingänge und einen einzigen Ausgang hat, so daß an
(>s diesem Ausgang ein Signal erzeugt wird, wenn die
Eingangssignale aller Eingänge gleichzeitig anliegen. Der Ausgang der Konzidenzschaltung 114 ist mit den
zusammengeführten Eingängen der monostabilen MuI-
tivibratoren 107 und 108 über eine ODER-Schaltung 106
verbunden. Wie noch beschrieben wird, bestimmt der Vergleicher 11 die relative Zeit des Auftretens eines die
Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 erfordernden Zustandes.
Der Bremssignalgenerator 12 ist mit der Leitung 101a verbunden und liefert auf diese ein Bremssignal. Dieses
bewirkt einen Wechsel des durch die Steuervorrichtung 101 gelieferten Signals, wodurch in noch zu beschreibender
Weise eine Hysteresebremsung des Elektromotors 103 erfolgt. Falls erwünscht, kann der Bremssignalgenerator
12 auch mit der Leitung 101 b verbunden werden. Das der Leitung 101a zugeführte Signal soll
vorzugsweise entsprechend einem voreingestellten Zeitintervall andauern. Der Bremssignalgenerator 12
enthält dazu eine Schaltvorrichtung, die auf Signale des Zeitgebers 10 anspricht. F i g. 1 zeigt eine Ausführungsform einer solchen Schaltvorrichtung, bei der der
Bremssignalgenerator 12 eine Koinzidenzschaltung 110 enthält, die als UND-Glied ausgebildet sein kann und
ähnlich der Koinzidenzschaltung 114 ist. Die Koinzidenzschaltung 110 arbeitet bei Auftreten eines die
Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 erfordernden Zustandes und ist an einem Eingang mit einem Inverter
115 verbunden. Wie noch beschrieben wird, liefert der Inverter 115 eine Kennzeichnung dieses Zustandes. Ein
weiterer Eingang der Koinzidenzschaltung 110 ist mit einem Ausgang des monostabilen Multivibrators 108
über eine Koinzidenzschaltung 109 und einen Inverter 111 verbunden. Das am Ausgang des Multivibrators 108
auftretende Signal kann einen ersten Gleichpegel annehmen, wenn der Multivibrator seinen stabilen
Ausgangszustand annimmt, während es einen zweiten Gleichpegel annimmt, wenn der monostabile Multivibrator
seinen quasistabilen Ausgangszustand hat. Es sei darauf hingewiesen, daß am Ausgang des monostabilen
Multivibrators auch ein komplementäres Gleichsignal erzeugt werden kann. Die Koinzidenzschaltung 109
stellt den stabilen Ausgangszustand des monostabilen Multivibrators 108 fest und liefert ein entsprechendes
Signal an den Eingang der Koinzidenzschaltung 110 nur
dann, wenn ein die Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 erfordernder Zustand aufgetreten ist. Wie dem Fachmann
aus der folgenden Beschreibung noch klar wird, kann die Koinzidenzschaltung 109 auch gegebenenfalls
entfallen.
Mit einer Anordnung der in Fig. 1 gezeigten Art kann eine Drehvorrichtung in einer vorgegebenen
Winkelstellung stillgesetzt werden. Eine Anwendungsmöglichkeit der Erfindung betrifft die Regulierung einer so
rotierenden Trommel in einem Faksimilesendeempfänger. Die Betriebsweise solcher Einrichtungen wird
durch eine Vielzahl von Überwachungssignalen gesteuert. Das Ende eines dieser Überwachungssignale
kann beispielsweise den die Stillsetzung der rotierenden Trommel erfordernden Zustand kennzeichnen. Entsprechend
ist in F i g. 1 eine weitere Anordnung gezeigt, die diesen Anwendungsfall der Erfindung ermöglicht.
Hierzu gehören Koinzidenzschaltungen 112, 116 und 117. Jede dieser Schaltungen kann ein UND-Glied sein.
Die Koinzidenzschaltung 112 ist mit den genannten Überwachungssignalen verbunden, die die Betriebsweise
eines Faksimilesendeempfängers steuern. Der Einfachheit halber sind diese Signale mit A und B
bezeichnet, selbstverständlich können auch noch weitere Überwachungssignale auftreten. Die normale Betriebsweise
des Faksimilesendeempfängers kann beispielsweise durch ein Signal auf der Leitung 113
angezeigt werden, das die Koinzidenz der Signale A und B kennzeichnet. Das Ende des Signals A oder des
Signals B resultiert in einem entsprechenden Ende des Signals auf der Leitung 113 und einer Ansteuerung des
Inverters 115. Die Koinzidenzschaltung 116, die ein normales UND-Glied sein kann, ist mit dem Inverter
118 verbunden und spricht auf das Ende des Signals A an. In ähnlicher Weise ist die Koinzidenzschaltung 117
mit dem Inverter 119 verbunden und spricht auf das Ende des Signals B an. Ein weiterer Eingang der
Koinzidenzschaltung 116 ist zusammen mit einem weiteren Eingang der Koinzidenzschaltung 117 mit dem
Ausgang der Koinzidenzschaltung 109 verbunden. Jeder Inverter 111, 118 und 119 kann eine Invertierungsschaltung
üblicher Art enthalten, die eine logische Negation durchführt. Ein Ausgang jeder Koinzidenzschaltung 116
und 117 ist mit der Steuervorrichtung 101 derart verbunden, daß diese bei einem entsprechenden
Ausgangssignal ausgeschaltet wird. Die in F i g. 1 gezeigte zusätzliche Anordnung bewirkt also die
Beibehaltung einer gewünschten Winkelstellung der Drehvorrichtung 104, bis die Überwachungssignale A
und B einen ordnungsgemäßen Betriebszustand anzeigen.
Die in F i g. 1 gezeigte Einrichtung ist nicht auf die dargestellten Teilschaltungen beschränkt. Beispielsweise
können als Koinzidenzschaltungen auch NAND-Glieder verwendet werden. Ferner können entweder
Festkörperschaltkreise oder Relaisschaltungen verwendet werden.
Die Betriebsweise der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung wird im folgenden anhand der in Fig.2a bis c
gezeigten Signalverläufe beschrieben, wobei die mit Strichen gekennzeichneten Bezugszeichen jeweils den
mit der entsprechenden Schaltung in F i g. 1 gelieferten Signalverlauf angeben. Zunächst sei angenommen, daß
der Elektromotor 103 die Drehvorrichtung 104 mit konstanter Winkelgeschwindigkeit dreht. Entsprechend
werden Signale A und B, die Gleichpegel eines ersten oder zweiten Wertes sind, der Koinzidenzschaltung 112
zugeführt. Wenn der Elektromotor 103 ein Synchronmotor ist, so liefert die Steuervorrichtung 101 über die
Leitungen 101a und lOlfc an die Antriebsschaltung 102
Steuersignale, beispeilsweise ein erstes und ein zweites Schwingungssignal. Diese beiden Signale können eine
Phasenverschiebung von 180° gegeneinander haben. Die Antriebsschaltung 102 kann dann einen Gegentaktverstärker
der üblichen Art enthalten, der ein zweiphasiges Signal an die Statorwicklungen des
Elektromotors 103 liefert, weiche also die Last der Antriebsschaltung 102 darstellen. Entsprechend wird ein
Drehfeld im Stator des Elektromotors 103 induziert, so daß dessen Rotor synchron damit gedreht wird. Die
Drehvorrichtung 104 wird deshalb mit konstanter Winkelgeschwindigkeit durch den Elektromotor 103
gedreht. Während dieser Drehung wertet der Fühler 105 die an der Drehvorrichtung 104 vorhandene
Markierung aus. Entsprechend wird ein Bezugsimpuls 105' erzeugt, wenn die Markierung an dieser Bezugsstellung
vorbeibewegt wird. Die Periode Tr der Bezugsimpulse
ist umgekehrt proportional der Winkelgeschwindigkeit der Drehvorrichtung 104. und der Zeitpunkt des
Auftretens eines jeden Bezugsimpulses kennzeichnet eine vorgegebene Winkelstellung. Jeder Bezugsimpuls
wird den miteinander verbundenen Eingängen der monostabilen Multivibratoren 107 und 108 über die
ODER-Schaltung 106 zugeführt, wodurch jeder Multivibrator angesteuert wird und seinen quasistabilen
Ausgangszusland annimmt. Zu einem ersten vorbestimmten Zeitpunkt nach der Ansteuerung des monostabilen
Multivibrators 107 nimmt dieser seinen stabilen Ausgangszustand an, wie dies für solche Schaltungen
bekannt ist. Zu einem zweiten vorbestimmten Zeitpunkt nach der Ansteuerung des Multivibrators 108 nimmt
auch dieser seinen stabilen Ausgangszustand an. Es sei bemerkt, daß das erste genannte Zeitintervall gleich der
zur Drehung der Drehvorrichtung 104 von der vorgegebenen Winkelstellung in eine vorbestimmte
Winkelstellung erforderlichen Zeit sein kann. Deshalb nimmt der monostabile Multivibrator 107 seinen
stabilen Ausgangszustand dann an, wenn die Drehvorrichtung 104 die vorbestimmte Winkelstellung angenommen
hat. Der Übergang des monostabilen Multivibrators 107 in einen stabilen Ausgangszustand kennzeichnet
also die Winkelstellung der Drehvorrichtung 104.
Das zweite Zeitintervall für den monostabilen Multivibrator 108 ist um eine Zeit länger als das
Zeitintervall für den monostabilen Multivibrator 107, die zumindest gleich der zur Verringerung der Geschwindigkeit
der Drehvorrichtung 104 auf Null erforderlichen Zeit ist. Wenn der monostabile Multivibrator 107 eine
Verzögerungszeit Γι hat, so hat der monostabile
Multivibrator 108 eine Verzögerungszeit T2, die um
einen Betrag 7i langer ist als die Zeit Ti.
Zu einem Zeitpunkt 7Ϊ nach der Erzeugung des Bezugsimpulses 105' durch den Fühler 105 hat die
Drehvorrichtung 104 eine Winkelstellung, die gegenüber der ersten Winkelstellung um 360 T\ITr° verschieden
ist. Der monostabile Multivibrator 107 liefert ein Signal 107' an seinem Ausgang. Das Signal A und das
Signal B liegen an der Koinzidenzschaltung 112, so daß diese an ihrem Ausgang ein Signal 112' erzeugt. Das
Signal 107' wird der Koinzidenzschaltung 114 zusammen mit diesem Signal 112' zugeführt. Die Koinzidenzschaltung
114 erzeugt also ein Signal 114', das den miteinander verbundenen Eingängen der Multivibratoren
107 und 108 zugeführt wird. Das Signal 114' steuert
den Multivibrator 107 derart an, daß dieser seinen quasistabilen Ausgangszustand annimmt. Ferner bewirkt
es den quasistabilen Ausgangszustand des Multivibrators 108. Der Übergang des Multivibrators
107 in den quasistabilen Ausgangszustand hat das Ende des Signals 107' und damit die Sperrung der
Koinzidenzschaltung 114 zur Folge, wodurch auch das Signal 114' beendet ist.
Wenn nun ein Zustand eintritt, der die Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 erfordert, beispielsweise in Form
der Beendung des Signals B, so laufen folgende Vorgänge ab: Die monostabilen Multivibratoren 107
und 108 bleiben in ihrem quasistabilen Ausgangszustand, die Drehvorrichtung 104 dreht sich weiter und der
Fühler 105 erzeugt einen Bezugsimpuls 105' bei Feststellung einer vorgegebenen Winkelstellung der
Drehvorrichtung 104. Wie bereits beschrieben, wird der Bezugsimpuls 105' den beiden Eingängen der Multivibratoren
107 und 108 zugeführt, so daß diese ihren jeweiligen quasistabilen Ausgangszustand beibehalten.
Zum Zeitpunkt T\ nach der Erzeugung des Bezugsimpulses 105' nimmt der monostabile Multivibrator 107
seinen stabilen Ausgangszustand an, wie er durch das Signal 107' gekennzeichnet ist. Es ist jedoch zu
beobachten, daß das Signal 112' der Koinzidenzschaltung 112 entsprechend dem Ende des Signals B beendet
wurde. Entsprechend ist die Koinzidenzschaltung 114 gesperrt und liefert nicht das Signal 114'. Außerdem
bewirkt das Ende des Signals 112' eine Ansteuerung des
Inverters 115, so daß dieser ein Eingangssignal an die beiden Koinzidenzschaltungen 109 und 110 legt. Die
Koinzidenzschaltung 109 spricht auf den stabilen Ausgangszustand des monostabilen Multivibrators 108
an und erhält daher zu diesem Zeitpunkt kein zweites Eingangssignal. Die Koinzidenzschaltung 109 ist daher
gesperrt, das Signal 109' wird durch den Inverter 111 invertiert und dann der Koinzidenzschaltung 110
zugeführt. Diese erhält nun an jedem Eingang ein Signal, so daß sie das Signal 110' liefert. Zu einem Zeitpunkt T2
nach der Ansteuerung nimmt der monostabile Multivibrator 108 seinen stabilen Ausgangszustand an, so daß
die Koinzidenzschaltung 109 angesteuert wird und das Signal 109' liefert. Der Inverter 111 spricht auf die
Ansteuerung der Koinzidenzschaltung 109 an und sperrt die Koinzidenzschaltung 110. Daher wird das Signal
110' auf der Leitung 101 a beendet. Das Signal 110' ist ein
Impuls mit der Dauer Ti.
Das Signal 110' unterbricht das erste Schwingungssignal,
das der Antriebsschaltung 102 über die Leitung 101a zugeführt wird. Die Antriebsschaltung 102 liefert
dann ein Einphasensignal an den Stator des Elektromotors 103, wodurch die Drehung des Drehfeldes beendet
wird. Der Rotor des Elektromotors 103 besteht aus einem magnetischen Material, beispielsweise aus einer
Aluminiumwelle mit Kobaltablagerungen. Wenn der Rotor durch das nun stationäre magnetische Feld
gedreht wird, werden die magnetischen Domänen im Rotor umgedreht und im Rotor Wirbelströme erzeugt.
Diese stellen eine Quelle für Bremsenergie dar, wodurch die Massenträgheitsenergie des Rotors auf Null
verringert wird. Diese Erscheinung ist auch unter der Bezeichnung Hysteresebremsung bekannt. Die zur
Beendung der Drehung des Elektromotors durch Hysteresebremsung erforderliche Zeit ist von der
Stärke des Statorfeldes, der Winkelgeschwindigkeit des Motors und dessen Massenträgheit abhängig und hat
daher einen festen Wert. Wenn ein die Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 erfordernder Zustand nach der
Drehung der Drehvorrichtung durch die vorbestimmte Winkelstellung eintritt, bewirkt die Hysteresebremsung,
die dann auf die Drehvorrichtung einwirkt, eine Stillsetzung in einer Winkelstellung, die von der
gewünschten Winkelstellung abweicht. Wenn die Hysteresebremsung nur dann eingeleitet wird, wenn der
Elektromotor 103 (oder die mit ihm mechanische gekoppelte Drehvorrichtung 104) eine vorbestimmte
Winkelstellung hat, so wird der Elektromotor 103 und damit die Drehvorrichtung 104 so gebremst, daß die
Stillsetzung in einer gewünschten Winkelstellung erfolgt. Die in F i g. 1 gezeigte Einrichtung bewirkt eine
Hysteresebremsung, wenn die Drehvorrichtung 104 eine vorbestimmte Winkelstellung hat, d.h. wenn der
Multivibrator 107 seinen stabilen Ausgangszustand annimmt.
Wenn der monostabile Multivibrator 108 seinen stabilen Ausgangszustand annimmt, so wird das Signal
109' erzeugt und das Signal 110' beendet. Das Signal 109' wird als Eingangssignal den Koinzidenzschaltungen
116 und 117 zugeführt. Wenn das Signal B beendet
ist, wodurch der beschriebene Zustand für die Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 gekennzeichnet
wird, liefert der Inverter 119 ein weiteres Eingangssignal an die Koinzidenzschaltung 117. Diese wird
geöffnet und liefert ein Signal 117' an die Steuervorrichtung
101. Dieses Signal 117' sperrt die Steuervorrichtung 101, so daß das Schwingungssignal auf den
Leitungen 101a und 1016 beendet wird. Die Steuervorrichtung
101 kann also eine Schaltung enthalten, die durch das Signal 117' gesperrt wird. Die Drehvorrichtung
104 wird gegen eine weitere Drehung gesperrt, bis die zur Drehung erforderlichen Betriebsbedingungen
wiederhergestellt sind.
Es sei nun angenommen, daß die in F i g. 2b gezeigten Betriebszustände eintreten. Der Fühler 105 erzeugt
einen Bezugsimpuls 105' bei Feststellung einer vorgegebenen Winkelstellung der Drehvorrichtung 104. Der
Bezugsimpuls wird den miteinander verbundenen Eingängen der Multivibratoren 107 und 108 über die
ODER-Schaltung 106 zugeführt. Dadurch wird jeder Multivibrator seinen quasistabilen Ausgangszustand
annehmen. Wenn ein die Stillsetzung der Drehvorrichtang 104 erfordernder Zustand eintritt, der beispielsweise
durch das Ende des Signals A gekennzeichnet ist, so wird das Signal 112' der Koinzidenzschaltung 112
beendet. Der Inverter 111 spricht auf die Sperrung der
Koinzidenzschaltung 109 an und liefert ein Signal an die Koinzidenzschaltung 110, welches dem quasistabilen
Ausgangszustand des Multivibrators 108 entspricht. Zum Zeitpunkt Ti nach der Erzeugung des Bezugsimpulses
105' nimmt der Multivibrator 107 seinen stabilen Ausgangszustand an. Das Ende des Signais 112' sperrt
jedoch die Koinzidenzschaltung 114 gegen eine Durchschaltung des Signals 107'. Die miteinander
verbundenen Eingänge der Multivibratoren 107 und 108 erhalten kein Steuersignal durch die Koinzidenzschaltung
114. Daher wird die Koinzidenzschaltung 110 mit einem Signal 107', der Umkehrung des Signals 109' und
einem Steuersignal des Inverters 115 angesteuert. Das Signal 110' wird deshalb der Leitung 101a zugeführt.
wodurch die Hysteresebremsung des Elektromotors 103 erfolgt. Zum Zeitpunkt T2 nach der Ansteuerung nimmt v>
der Multivibrator 108 seinen stabilen Ausgangszustand an, wodurch die Koinzidenzschaltung 109 angesteuert
wird. Das Signal 109' wird durch den Inverter 111 invertiert, wodurch das Signal 110' endet. Das Signal
109', das durch die Ansteuerung der Koinzidenzschaltung 109 erzeugt wurde, steuert die Koinzidenzschaltungen
116 und 117, so daß diese auf das Signal A bzw. B
ansprechen. Da der die Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 erfordernde Zustand durch das Ende des
Signals A gekennzeichnet ist, steuert der Inverter 118 die Koinzidenzschaltung 116 zur Erzeugung eines
Signals 116' an. Dieses wird der Steuervorrichtung 101 zugeführt und sperrt wie das bereits beschriebene
Signal 117' die Steuervorrichtung 101, so daß diese die
Schwingungssignale an den Leitungen 101a oder 1016 sperrt. Die Koinzidenzschaltungen 116 und 117
sprechen auf das Ende der Signale A und B an, der monostabile Multivibrator 108 nimmt seinen stabilen
Ausgangszustand nur bei Ende der Signale A oder B an, daher kann der Ausgang des monostabilen Multivibrators
108 direkt mit den Koinzidenzschaltungen 116 und 117 verbunden sein.
Der monostabile Multivibrator 107 und die Koinzidenzschaltung 114 haben eine derartige gemeinsame
Wirkung, daß die relative Winkelstellung der Drehvorrichtung 104 zum Zeitpunkt des Auftretens eines die
Stillsetzung erfordernden Zustandes festgestellt wird. Das Signal 114' zeigt die vorbestimmte Winkelstellung
der Drehvorrichtung 104 an, wenn das Signal A und das Signal B noch nicht beendet sind. Die Hyteresebremsung
des Elektromotors 103 wird daher gesperrt, und der Zeitgeber 10 wird in seinen Anfangszustand
zurückgestellt. Es sei ferner darauf hingewiesen, daß bei Ende des Signals A oder des Signals B die Hysteresebremsung
des Elektromotors 103 nicht eingeleitet wird, bevor die Drehvorrichtung 104 die vorbestimmte
Winkelstellung erreicht hat. Daher hat die wahlweise Beendung des Signals A oder des Signals B in der
dargestellten Einrichtung die Stillsetzung der Drehvorrichtung 104 in einer gewünschten Winkelstellung zur
Folge.
Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft der Erfindung besteht darin, daß eine genaue Unterscheidung zwischen
vorübergehenden Unterbrechungen des Signals A oder des Signals B und dem tatsächlichen Ende des
jeweiligen Signals möglich ist. F i g. 2c zeigt eine Unregelmäßigkeit des Signals A. Entsprechend enthält
das Signal 112' der Koinzidenzschaltung 112 eine Unregelmäßigkeit. Diese steuert den Inverter 115, so
daß dieser die Koinzidenzschaltung 109 öffnet, welche auf den stabilen Ausgangszustand des Multivibrators
108 ansprechen kann. Das Signal 109', welches nun den quasistabilen Ausgangszustand des monostabilen Multivibrators
108 kennzeichnet, wird durch den Inverter 111
invertiert und der Koinzidenzschaltung 110 zugeführt. Der quasistabile Ausgangszustand des monostabilen
Multivibrators 107 sperrt jedoch die Koinzidenzschaltung 110, so daß diese auf das ihr zugeführte invertierte
Signal nicht ansprechen kann. Die Koinzidenzschaltung 110 liefert daher kein Bremssignal auf der Leitung 10Ia.
Wenn der monostabile Multivibrator 107 jedoch seinen stabilen Ausgangszustand zum Zeitpunkt 71 nach der
Erzeugung des Bezugsimpulssignals 105' annimmt, so sind die Signale A und 112' wieder vorhanden. Daher
spricht die Koinzidenzschaltung 114 auf die Signale 107' und 112' an, die ihr gleichzeitig zugeführt werden. Sie
erzeugt das Signal 114'. Dieses steuert den monostabilen Multivibrator 107 an, so daß dieser seinen quasistabilen
Ausgangszustand annimmt und das Signal 107' beendet. Der monostabile Multivibrator 108 wird durch das
Signal 114' angesteuert, so daß er seinen quasistabilen Ausgangszustand beibehält. Der Zeitgeber 10 wird auf
diese Weise in seinen Anfangszustand zurückgestellt.
Die Drehvorrichtung 104 wird weitergedreht, und der Fühler 105 erzeugt bei einer vorgegebenen Winkelstellung
einen Bezugsimpuls 105'. Dieser wird dem gemeinsamen Eingang der monostabilen Multivibratoren
107 und 108 über die ODER-Schaltung 106 zugeführt, so daß die Multivibratoren in ihren
quasistabilen Ausgangszuständen bleiben. Wenn nun das Signal B beendet wird und die Stillsetzung der
Drehvorrichtung 104 kennzeichnet, wird die Koinzidenzschaltung 112 gesperrt und das Signal 112'
entsprechend beendet. Der Inverter 115 spricht darauf an und ermöglicht eine Durchschaltung der Koinzidenzschaltung
109 zur Auswertung des stabilen Ausgangszustandes des monostabilen Multivibrators 108. Es sei
darauf hingewiesen, daß das Ende des Signals 112' die
Koinzidenzschaltung 114 sperrt, so daß diese auf das Signal 107' des monostabilen Multivibrators 107 bei
dessen stabilem Ausgangszustand zum Zeitpunkt Ti nach dem Bezugsimpuls 105' nicht ansprechen kann.
Wenn die Drehvorrichtung 104 die vorbestimmte Winkelstellung erreicht, erhält die Koinzidenzschaltung
110 das Signal 107', die Invertierung des gesperrten Signals 109' und ein Steuersignal des Inverters 115. Das
Signal 110' wird dadurch erzeugt und der Leitung 101a
zugeführt, wodurch die Hystcresebrcmsung des Elektromotors
103 beginnt. Zum Zeitpunkt Ti nach der Erzeugung des Bezugsimpulses 105' nimmt der monostabile
Multivibrator 108 seinen stabilen Ausgangs/u-
stand an, wodurch die Koinzidenzschaltung 109 angesteuert wird. Die Koinzidenzschaltung 110 spricht
auf der. Beginn des Signals 109' an und wird entsprechend gesperrt, ro daß das Signal 110' beendet
wird. Der Beginn des Signals 109' öffnet die Koinzidenzschaltungen 116 und 117, so daß sie auf das
jeweilige Ende der Signale A oder Bansprechen.
Die nach der Erfindung arbeitende Einrichtung ermöglicht die Auswertung der Drehung der Drehvorrichtung
104 zur Erzeugung eines Bremssignals vorbestimmter eingestellter Dauer, wenn die Drehvorrichtung
eine vorbestimmte Winkelstellung erreicht hat. Dadurch wird eine Hysteresebremsung der Drehvorrichtung
bis zu einem Stillsetzpunkt erzeugt, das Bremssignal wird jedoch gesperrt, wenn die Drehvorrichtung
die vorbestimmte Winkelstellung vor dem Auftreten eines die Bremsung erfordernden Zustandes
erreicht. Es ist zu erkennen, daß die Erfindung auch mit einer Einrichtung durchführbar ist, die komplementäre
logische Schaltungen aus NAND- und NOR-Netzwerken enthält. Der monostabile Multivibrator 107 kann
auch fehlen, wenn ein zusätzlicher Fühler vorgesehen ist, der die vorbestimmte Winkelstellung der Drehvor
richtung 104 auswertet. Es sei ferner darauf hingewie sen, daß die Dauer 7i des Signals 110' zumindest gleicl
der zur Beendung der Drehung der Drehvorrichtunj 104 erforderlichen Zeit sein muß, da die Drehvorrich
tung 104 aus der vorbestimmten Winkelstellung in eim gewünschte Winkelstellung gedreht wird. Die Dauer 7
hängt also von der Stärke des Statorfeldes de elektrischen Motors 103 und der Massenträgheit de
Motors sowie seiner Belastung ab. Die monostabilei Multivibratoren können auch mit Elementen beschalte
sein, die ihre Zeitkonstante ändern. Wenn de Elektromotor 103 mit einer erhöhten Winkelgeschwin
digkeit gedreht wird, kann dann die Zeitkonstante de: monostabilen Multivibrators 107 verringert werden, s<
daß das Signal 107' trotzdem der Winkelstellung dei Drehvorrichtung 104 entspricht. In ähnlicher Weist
kann die Zeitkonstante des monostabilen Multivibrator: 108, die die zeitliche Dauer Tt des Signals 110' bestimmt
zur Anpassung an die zur Verringerung der Geschwin digkeit der Drehvorrichtung 104 auf Null erforderlicht
Zeit verändert werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zum Stillsetzen einer sich mit einer vorgegebenen Winkelgeschwindigkeit drehenden
Vorrichtung in einer vorgegebenen Drehstellung, wobei eine bestimmte Drehstellung der Vorrichtung
bei jeder vollständigen Umdrehung erfaßt und ein bis zum Erreichen einer anderen Drehstellung
vergehendes erstes Zeitintervall ermittelt wird, um ein Bremssignal an die Vorrichtung vor dem
Erreichen der vorgegebenen Drehsteüung zu geben, dadurch gekennzeichnet, daß ein bis zum
Erreichen der vorgegebenen Drehstellung von der bestimmten Drehstellung aus vergehendes zweites
Zeitintervall ermittelt wird, daß die andere Drehstellung so gewählt wird, daß die Zeitdifferenz zwischen
dem ersten Zeitintervall und deni zweiten Zeiüntervall
gleich der zum Abbremsen der Vorrichtung aus der vorgegebenen Winkelgeschwindigkeit bis zum
Stillstand benötigten Zeit ist, und daß das Bremssignal am Ende des ersten Zeitintervalls abgegeben
wird, wenn ein Stillsetzbefehl bis zum Ablauf des ersten Zeitintervalls gegeben wurde, und die Abgabe
des Bremssignals verhindert wird, wenn der Stillsetzbefehl erst nach Ablauf des ersten Zeitintervalls
gegeben wird.
2. Einrichtung zum Stillsetzen einer sich mit vorgegebener Winkelgeschwindigkeit drehenden
Vorrichtung in einer vorgegebenen Drehstellung mit einem die Vorrichtung antreibenden Elektromotor,
einem eine bestimmte Drehstellung der Vorrichtung erfassenden Fühler und einer Schaltungsanordnung
zum Erzeugen eines Bremssignals in einer bestimmten anderen Drehstellung der Vorrichtung vor
Erreichen der vorgegebenen Drehstellung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung (Fig. 1) eine erste von dem
Fühler (105) ausgelöste Zeitmeßschaltung (108), die ein bis zum Erreichen der vorgegebenen Drehstellung
vergehendes zweites Zeitintervall angibt, eine zweite vom Fühler (105) ausgelöste Zeitmeßschaltung
(107), die ein erstes Zeitintervall angibt, das um die zum Abbremsen der Vorrichtung (104) aus der
vorgegebenen Geschwindigkeit bis zum Stillstand benötigte Zeitdauer kürzer als das zweite Zeitintervall
ist, und eine logische Schaltung (11. 12) aufweist, die das Bremssignal am Ende des ersten Zeitintervalls
hindurchläßt, wenn bis dahin ein Stillsetzbefehl aufgetreten ist, das Bremssignal dagegen sperrt,
wenn ein Stillsetzbefehl erst nach Ablauf des ersten Zeitintervalls auftritt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die logische Schaltung (11, 12) einen
Vergleicher (11) aufweist, dessen einer Eingang mit dem Ausgang der zweiten Zeitmeßschaltung (107)
verbunden ist, dessen anderer Eingang den Stillsetzbefehl erhält und dessen Ausgang mit den Eingängen
beider Zeitmeßschaltungen (107,108) verbunden ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitmeßschaltungen (107,
108) ein erster monostabiler Multivibrator (108) und ein zweiter monostabiler Multivibrator (107) sind
und daß die Multivibratoren (107, 108) mit ihren zusammengeführten Eingängen mit Steuerschaltungen
(106,114) verbunden sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltungen (106, 11) durch
den Vergleicher (11) und ein ODER-Glied (106) gebildet sind, dessen einer Eingang mit dem
Ausgang des Vergleichers (11) verbunden ist und dessen anderer Eingang ein Signal des Fühlers (105)
erhält.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Vergleicher (111) eine Koinzidenzschaltung
(114) aufweist, deren einer Eingang mit dem Ausgang des zweiten Multivibrators (107)
ίο verbunden ist und deren anderem Eingang ein den
Stillsetzbefehl angebendes Sperrsignal zugeführt ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die logische Schaltung (11, 12) eine
weitere Koinzidenzschaltung (110) aufweist, deren einer Eingang mit dem Ausgang des zweiten
Multivibrators (107), deren zweiter Eingang mit dem Ausgang des ersten Multivibrators (108) verbunden
sind und deren dritter Eingang das invertierte SperrEignal erhält, so daß die Koinzidenzschaltung
leitend ist, wenn der zweite Multivibrator (107) seinen stabilen Schaltzustand und der erste Multivibrator
(108) seinen quasistabilen Schaltzustand haben und gleichzeitig ein Stillsetzbefehl auftritt.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuervorrichtung
(101) mit einer Motorantriebsschaltung (102) verbunden ist und daß das Bremssignal der
Motorantriebsschaltung (102) unter Beeinflussung des Signals der Steuervorrichtung (101) zuführbar
ist, wobei die Steuervorrichtung (101) die Speisung des Elektromotors (103) nach dessen Stillsetzung
unterbricht.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorantriebsschaltung (102) eine
-15 Anordnung zur Erzeugung eines Drehfeldes umfaßt,
die durch das Bremssignal auf die Erzeugung eines stationären Feldes umschaltbar ist.
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