DE2209809B2 - Hinterschleifvorrichtung für Gewindebohrer-Schleifmaschinen oder dergleichen - Google Patents
Hinterschleifvorrichtung für Gewindebohrer-Schleifmaschinen oder dergleichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hinterschleifvorrichtung für Gewindebohrer-Schleifmaschinen od. dgl.
zum Hinterschleifen und Polygonschleifen, mit einem gegen die Schleifscheibe zu und von dieser weg be-
we'gbaren, das Spannfutter für das Werkstück tragenden
Spindelwelle, wobei eine Leitkurvenanordnung zur Steuerung dieser Bewegung der Spindelwelle vorgesehen
ist, die an einer Schwenkhebelanordnung angreift, an welcher verstellbar exzentrisch zum Dreh-
punfct des Schwenkhebels die Spindelwelle in einem
an ihrem Umfang am Maschinenrahmen drehbar gelagerten Exzenter gelagert ist.
Durch die bekannte Anordnung eines Schieberäder-Stellgetriebes
zwischen Leitkurve und Spindel-
welle wird es möglich, die Leitkurven ir.it einer der
Anzahl der Stollen des Gewindebohrers entsprechenden Anzahl von Umdrehungen anzutreiben, während
die Spindelwelle eine Umdrehung durchführt, so daß für jeden Stollen die Spindelwelle eine dem Hinterschleifmaß
entsprechende Relativbewegung gegen die Schleifscheibe ausführt.
Es sind Gewindebohrer-Schleifmaschinen bekannt, bei welchen die Leitkurvenanordnung in der Regel
als Nockenscheibe direkt auf die z. B. in einem Schlitten gelagerte Spindelwelle wirkt. Um das Maß
der Hinterschkifbewegung, d. h. die Hubhöhe der Spindelwelle zu verändern, muß dabei die Leitkurve
ausgetauscht werden. Dadurch sind erhebliche Rüstzeiten für das Umstellen der Maschine erforderlich.
und außerdem muß ein sehr großer Vorrat an Leukurvenanordnungen, z. B. Nockenscheiben, nämlich
für jede Hubhöhe eine, vorrätig gehalten werden. Außerdem ist die bekannte Anordnung sehr anfällig
gegen Bearbeitungstoleranzen in der Führung des Leitspindelschlittens und der Kraftübertragung für
die Hubbewegung, so daß bereits ein geringer Verschleiß zu einer Ungenauigkeit in der Bearbeitung
führen kann und eine häufige Überholung der Maschine erforderlich ist.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1274 011 ist eine Vorrichtung zum Hinterschleifen bekannt, bei
welcher die Hinterschleifbewegung einer Schleifscheibe relativ zum Werkstück durch eine Kurvensteuerung
mit einem Rollenhebel erfolgt, der zum Eilrücklauf des Schleiftisches von seiner Steuerkurve
abhebbar ist. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird die zwangläufige Kurvensteuerung mit dem Erfordernis
der Abhebbewegung der beiden besonderen Rollenhebel kombiniert und damit die Anwendung der
Kurvensteuerung an einer Hinterschleifvorrichtung ermöglicht.
Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine Hinterschleifvorrichtung für eine derartige
Gewindebohrer-Schleifmaschine zu schaffen, die infolge der geringen zu beschleunigenden Massen bei
der Hin- und Herbewegung der Werkstückspindclwelle für hohe Hinterschleifgeschwindigkeiten geeignet
ist.
Gemäß der Erfindung wird dies bei einer Hinterschleifvorrichtung
der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, daß mit dem Exzenter der Schwenkhebel
starr verbunden ist, der mit seinem freien Ende an den Leitkurven angreift.
Durch den unmittelbarer, Angriff des Exzenter-Schwenkhebels an Leitkup/en sind die zu beschleunigenden
Massen sehr gering, wodurch hohe Hinterschleifgeschwindigkeiten erzielt werden kOnnen.
Bei der erfindungsgemäßen Hinterschleifvorrichtunä
übertragen also die Leitkurven auf die Schwenkhebelanordnung eine Winkelbewegung, die
über den gesamten Hinterschleifbereich konstant bleibt. Eine Änderung der Ansteiibewegung der
Spindehvelle kann sehr einfach durch Änderung des Hebelverhältnisses zwischen dem als Antriebshebc!
dienenden Schwenkhebel einerseits und dem als Antriebshebel dienenden Exzenterarm zwischen dem
Drehpunkt und der Drehachse 4er Spindelwelle andererseits beeinflußt werden. Dabei ist gewährleistet,
daß einmal eingelaufene Lager bei beliebig gewählten Hinterschleifbeträgen immer über eine gleichbleibende
Winkelbewegung beansprucht werden und dadurch Ungenauigkeiten durch Verschleiß das Schleifbild
selbst nicht wesentlich beeinflussen.
Zweckmäßig ist die Spindelwelle exzentrisch in einer drehbar gelagerten Scheibe und diese wiederum
in einer Hauptwelle gelagert.
Hierdurch wird auf einfachste Weise eine stufenlose Verstellung durch Änderung des Hebelarmverhältnisses
erreicht. Vorzugsweise ist der Drehstelltrieb ein Schneckentrieb, der eine an dem Schwenkhebel
rechtwinklig zu dessen Längsachse gelagerte Schnekkenwelle einschließt, die in ein an der Scheibe konzentrisch
zu deren Drehachse befestigtes Schneckenzahnrad eingreift.
Durch diese Anordnung wird auf sehr einfache betriebssichere Weise bei genauester Maßhaltigkeit eine
stufenlose Verstellung der Winkellage der Spindelwellenachse zur Längsachse des Exzenterscheibenantriebes
möglich. Dabei kann der Drehstelltrieb für eine Verstellung der Lage der Scheibe mit der Spindelwelle
in Verlängerung des Schwenkhebels um 90' nach einer Seite ausgelegt sein.
Durch diese Anordnung wird ausreichend eine Verstellung des Hinterschleifhubts der Spindehvelle
zwischen Null und dem höchsten durch die Leitkurve gegebenen Wert möglich. Verzugsweise sind zwei
Leitkurven in gleicher Richtung drehend an einer am freien Ende des Schwenkhbels gelagerten Folgerolle
angeordnet, wobei die in dem Schwenkhebel gelagerte Folgerolle zwischen den Leitkurven zwangsgesteuert
ist.
Der Antrieb der exzentrisch zum Drehpunkt des Schwenkhebels gelagerten Spindelwelle erfolgt vorzugsweise
über ein Umlaufrädergetriebe, bei welchem ein konzentrisch zum Drehpunkt des Schwenkhebels
gelagertes Stirnzahnrad mit seiner Außenverzahnung in die Innenverzahnung eines konzentrisch
zur Drehachse der Spindehvelle auf dieser sitzenden Planetenrades eingreift. Durch diese Anordnung wird
der Antrieb unabhängig von der Drehlage der Spindelwelle mit der Exzenterscheibe zum Schwenkhebel.
Um insbesondere bei kleinen Schleifscheibendurchmessern
die durch die Verdrehung der Werkstückspindel auf der Exzenterscheibe erfolgende
Achsmittenverschiebung zwischen Werkstück und Schleifscheibe auszugleichen, kann eine Vorrichtung
zum Steuern der Verstellung des Schleifscheibensupports in Anhängigkeit von der durch Betätigung des
Drehstellgetriebes eintretenden Änderung der Relativlage zwischen der Achse der Spindehvelle und der
Längsachse des Schwenkhebels vorgesehen sein.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 schematisch eine Seitenansicht einer Gewindebohrer-Schleifmaschine
mit einer erfindungsgemäßen Hjnterschleifvorrichtung und
F i g. 2 schematisch einen Längsschnitt durch die Spindehvelle und durch deren Antrieb.
In F i g. 1 ist eine in einem nicht dargestellten, in Richtung der Pfeile A in zwei Richtungen verstellbaren
Schleifscheibensupport gelagerte Schleifscheibe 1 gezeigt.
Gegenüber dem Schleifscheibensupport ist in einem Gehäuse 2 die eine nicht dargestellte Spannvorrichtung
für das Werkstück, nämlich Gewindebohrer tragende Spindehvelle 3 angeordnet. Diese
Spindehvelle 3 ist exzentrisch in einer Scheibe 4 α gelagert, welche ihrerseits in der Hauptwelle 4 drehbar
gelagert ist.
»5 Die Hauptwelle 4 wirkt als Exzenterscheibe, wobei
eine Drehung der Hauptwelle eine kreisförmige Bewegung der Spindelwelle 3 um die Drehachse 5 der
Hauptwelle bewirkt.
Mit der Scheibe 4 α fest verbunden ist ein Schnekkenzahnradsegment
6. welches konzentrisch zur Drehachse 5 der Hauptwelle liegt. In das Schneckenzahnrad
6 greift eine Schnecke 7 ein, welche über eine Welle 8 in einem Lagerbock 9 eines Schwenkhebels
10 gelagert ist, der an seinem freien Ende eine Folgerolle 11 trägt. Diese Folgerolle 11 läuft an den
Leitkurven 12 und 12 a. Wenn sich die Leitkurven 12 und 12 a drehen, führt der Schwenkhebel 10, mit
der Folgerolle 11 fest verbunden, mit der Hauptwelle 4 zuerst eine Bewegung nach unten durch, wodurch
über den Drehstelltrieb 6 und 7 die Scheibe 4 a in Richtung des Pfeiles 8 gedreht wird und dadurch
die Spindelwelle 3 auf die Schleifscheibe zu bewegt wird. Bei gleichbleibendem Schwenkhub des
Schwenkhebels 10 in Abhängigkeit von den Leitkurven 12 und 12 a hängt die Bewegung der Spindelwelle
3 auf die Schleifscheibe 1 von der Winkelstellung der Spindelwelle 3 um die Drehachse 5 der
Hauptwelle ab. Bei der in F i g. 1 gezeigten rechtwinkligen Lage der Spindelwelle 3 zur Längsachse
des Schwenkhebels 10 ist dieser Hub am größten, während der Hub, wenn die Spindelwelle 3 im Punkt
3a, d.h. in Verlängerung der Längsachse des Schwenkhebels 10 liegt, gleich Null ist. Die
Schwenkbewegung zwischen der dargestellten Lage der Spindelwelle 3 und dem Punkt 3 a kann stufenlos
durch Drehen der Schnecke 7 eingestellt werden.
Um die durch die Verdrehung der Werkstückspindel auf der Exzenterscheibe erfolgende Achsmittenverschiebung
zwischen Werkstück und Schleifscheibe auszugleichen, kann eine nicht dargestellte Steuervorrichtung
vorgesehen sein, die den Schleifscheibensupport in vertikaler Richtung und gegebenenfalls
auch in horizontaler Richtung automatisch der durch die Drehbewegung der Hauptwelle um die Drch-
achse S bewirkten Lageänderung der Spindelwelle 3 nachführt, so daß Schleifscheibe und Werkstück immer
in der für den Schleifvorgang günstigsten Relativlage gehalten werden.
Der Antrieb der Werkstückspindelwelle 3 kann, wie dies in F i g. 2 gezeigt ist, über ein Umlaufrädergetriebe
erfolgen, wobei auf der Spindelwelle 3 koaxial zu dieser ein Planetenrad 20 mit Innenverzahnung 21
sitzt. In die Innenverzahnung 21 greift mit seiner Außenverzahnung 23 das Stirnzahnrad 22 ein, welches
koaxial zur Drehachse 5 der Hauptwelle 4 im Maschinengehäuse gelagert ist. Durch diese Anordnung
bleiben die Verzahnungen 21 und 23 der Zahnräder 20 und 22 unabhängig von der Drehlage der
Spindelwelle 3 um die Drehachse 5 der Hauptwelle 4 im Eingriff.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
~ R h ιΓ)
Claims (8)
1. Hinterschleifvorrichtung für Gewindebohrer-Schleifmaschinen
od. dgl. zum Hinterschleifen und Polygonschleifen, mit einem gegen die Schleifscheibe zu und von dieser weg bewegbaren,
das Spannfutter für das Werkstück tragenden Spindelwelle, wobei eine Leitkurvenanordnung
zur Steuerung dieser Bewegung der Spindelwelle
vorgesehen ist, die an einer Schwenkhebelanordnung angreift, an welcher verstellbar exzentrisch
zum Drehpunkt des Schwenkhebels die Spindelwelle in einem an ihrem Umfang am Maschinenrahmen
drehbar gelagerten Exzenter gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Exzenter (4, 4 a) der Schwenkhebel (10) starr
verbundea ist, der mit seinem freien Ende an den
Leitkurven (12,12 a) angreift.
2. Hinterschleifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelwelle (3)
exzentrisch in einer drehbar gelagerten Scheibe (4 a) und diese wiederum in einer Hauptwelle (4)
gelagert ist.
3. Hinterschleifvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Spindelwelle
(3) tragende Scheibe (4 a), deren Mittelachse konzentrisch zur Hauptwelle (4) liegt, über
einen Drehstelltrieb (6, 7) zur Einstellung der Winkellage der Spindelwelle (3) gegen den
Schwenkhebel (10) mit der Hauptwelle (4) fest verbunden ist.
4. Hinterschleifvorrichtung nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Drehstelltrieb
(6, 7) ein Schneckentrieb ist, der eine an dem Schwenkhebel (10) rechtwinklig zu dessen Längsachse
gelagerte Schneckenwelle (7) einschließt, die in ein an der Scheibe (4 a) konzentrisch zu
deren Drehachse (5) befestigtes Schneckenzahnrad (6) eingreift.
5. Hinterschleifvorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehstelltrieb
(6. 7) für eine Verstellung der Drehlage der Scheibe (4 a) mit der Spindelwelle (3) in Verlängerung
des Schwenkhebels (10) um 90° nach einer Seile (3 a) ausgelegt ist.
6. Hinterschleifvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Leitkurven (12, 12 a) in gleicher Richtung drehend an einer am freien Ende
des Schwenkhebels (10) gelagerten Folgerolle (11) angeordnet sind und die in dem Schwenkhebel
(10) gelagerte Folgerolle (11) zwischen den Leitkurven (12,12 a) zwangsgesteuert ist.
7. Hinterschleifvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anhieb der exzentrisch zum Drehpunkt (5) des Schwenkhebels (10) gelagerten
Spindelwclle (3) über ein Umlaufrädergetriebe erfolgt, bei welchem ein konzentrisch zum Drehpunkt
(5) des Schwenkhebels gelagertes Stirnzahnrad (22) mit seiner Außenverzahnung (23)
in die Innenverzahnung (21) eines konzentrisch zur Drehachse der Spindelwelle (3) an dieser sitzenden
Planetenrades (20) eingreift.
8. Hinterschleifvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, gekennzeichnet durch eine
Vorrichtung zum Steuern der Verstellung des Schleifscheibensupportes (1) in Abhängigkeit von
der durch Betätigung des Drehstellgetriebes (7, 6) eintretenden Änderung der Relativlags zwischen
der Achse der Spindelwelle (3) und der Längsachse des Schwenkhebels (10).
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ID=5837570
Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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Also Published As
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| JPS48100792A (de) | 1973-12-19 |
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| DE2209809A1 (de) | 1973-09-13 |
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