DE22140C - Apparat zur Darstellung von kohlensaurem Strontium aus den Rückständen der Strontianitverarbeitung bei der Zuckergewinnung - Google Patents
Apparat zur Darstellung von kohlensaurem Strontium aus den Rückständen der Strontianitverarbeitung bei der ZuckergewinnungInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
- C01F11/00—Compounds of calcium, strontium, or barium
- C01F11/18—Carbonates
- C01F11/186—Strontium or barium carbonate
- C01F11/187—Strontium carbonate
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Beim Löschen des gebrannten Strontianits behufs Darstellung von Aetzstrontiankrystallen
erhält man einen schlammartigen Rückstand, welcher neben grofsen Mengen Mergel und
Kalk sehr beträchtliche Mengen Strontian enthält. Die Regeneration des Strontians aus dem
erwähnten Schlamm ist bis jetzt unvollständig ausgeführt worden; das angewendete Verfahren
bestand darin, dafs der Schlamm in Ziegeln geformt, getrocknet und nochmals geglüht und
gelöscht wurde, wodurch ein Theil des Strontians gewonnen wird. Es resultirt hierbei aber
wieder ein schlammiger Rückstand, aus dem das Strontian nicht in gleicher Weise gewonnen
werden kann.
Nach dem vorliegenden Verfahren soll der Strontian aus dem betreffenden Schlamm, sei
er erster oder zweiter Rückstand, in Form von reinem kohlensauren Strontium wieder gewonnen
werden, was in folgender Weise mit Hülfe des auf beiliegender Zeichnung dargestellten Apparates
ausgeführt wird.
Der Schlamm gelangt durch ein weites, mit Steinfänger versehenes Rohr α in ein Gefäfs A,
in welchem er, nachdem er durch ein Walzwerk B zerkleinert worden, mit Salzsäure im
Ueberschufs einige Minuten gekocht wird, die aus dem mit Mefsscala versehenen Gefäfs C
eingeleitet werden kann; der gesammte Strontian geht hierbei in Lösung über. Das Kochen
wird mittelst der in A angebrachten Dampfheizschlange d bewirkt. Ueber dieser liegt zwischen
zwei Siebböden ein Kiesfilter e, über welches, nach Oeffnung des Hahnes f, die stark
sauer reagirende Lösung abfiltrirt und dadurch von Mergel befreit wird. Die klare Lösung gelangt
nun, je nach Stellung der Hähne g g', entweder in den Bottich D oder D', Diese
Bottiche sind mit dem Rührwerk i, dem Heberrohr k mit Asbestfüllung und der Dampfheizschlange
h versehen. Die in einem solchen Bottich abgelassene klare Lösung wird unter
Agitation mittelst des Rührwerkes mit mäfsig verdünnter Schwefelsäure versetzt, wodurch der
Strontian in Form eines fein pulverigen Niederschlages als Strontiumsulfat gefällt wird. Der
Niederschlag setzt sich sehr leicht ab und die darüber befindliche Lösung kann mittelst des
drehbaren Heberrohres k leicht entfernt werden. Hierauf wird der Niederschlag mit Wasser
ausgewaschen und in demselben Bottich mit einer Soda- oder Potaschelösung oder mit
einem Schlempekohlen - Auszug von gewisser Concentration längere Zeit mittelst der Heizschlange
h gekocht, wodurch das Strontiumsulfat in Strontiumcarbonat übergeht und von
der Lösung des Natrium- bezw. Kaliumsulfats durch ein Saugfilter (Nutsche) E getrennt wird.
Ein Ueberschufs von Schwefelsäure ist wegen der eventuellen Gypsbildung zu vermeiden.
Sollte ein solcher aus Unachtsamkeit dennoch erfolgt sein, so setzen die Erfinder erwärmtes
schwefelsaures Ammoniak zu, welches den Gyps auflösen soll. Dasselbe ist in einem Gefäfs J
enthalten.
Für den Fall der Anwesenheit von Eisen in dem zu behandelnden Schlamm, wird demselben
zur Abscheidung des Eisens mit dem
Mergel Ammoniak aus dem Gefafs F zugesetzt. G ist ein Gefafs für Schwefelsäure, H ein solches
für die Sodalösung bezw. Schlempelauge.
Alle diese Gefäfse sind mit graduirten Niveau-Anzeigern versehen, damit die Arbeiter, nach
Anweisung, stets genau mit den erforderlichen Mengen zu operiren im Stande sind.
Die Anordnung zweier Bottiche DD' ist zu
empfehlen, damit während der Operation mit einem Quantum zu behandelnder Lösung und
Abscheidung des Strontians in Form von Strontiumcarbonat aus demselben eine neue Operation
in dem daneben liegenden Apparat beginnen und so ein continuirlicher Betrieb ermöglicht
werden kann.
Die bei der ersten Operation in A frei werdende Kohlensäure kann anderweitig im Betrieb
nützliche Verwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Der zur Ausübung dieses Verfahrens dienende Apparat, bestehend in der Combination des mit Walzwerk, Filter und Heizschlange versehenen Kochgefäfses A mit den Rührbottichen D D', dem Saugefilter E und den mit graduirten Scalen versehenen Gefäfsen C, F, G, H und J, von denen die beiden ersteren mit dem Kochgefäfs A, die drei letzteren mit den beiden Rührbottichen D D' durch absperrbare Rohrleitungen in Verbindung stehen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22140C true DE22140C (de) |
Family
ID=298795
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22140D Active DE22140C (de) | Apparat zur Darstellung von kohlensaurem Strontium aus den Rückständen der Strontianitverarbeitung bei der Zuckergewinnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22140C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3167219A (en) * | 1963-01-18 | 1965-01-26 | Merrill D Muttart | Mastic containing and discharging device |
| US3293749A (en) * | 1964-02-03 | 1966-12-27 | Connecticut Scient Ct Inc | Amalgam gun |
| US5593390A (en) * | 1994-03-09 | 1997-01-14 | Visionary Medical Products, Inc. | Medication delivery device with a microprocessor and characteristic monitor |
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0
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3167219A (en) * | 1963-01-18 | 1965-01-26 | Merrill D Muttart | Mastic containing and discharging device |
| US3293749A (en) * | 1964-02-03 | 1966-12-27 | Connecticut Scient Ct Inc | Amalgam gun |
| US5593390A (en) * | 1994-03-09 | 1997-01-14 | Visionary Medical Products, Inc. | Medication delivery device with a microprocessor and characteristic monitor |
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