DE2215251A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Handhaben von Garnenden beim Garnwechsel in Textilmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Handhaben von Garnenden beim Garnwechsel in TextilmaschinenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Handhaben von Garnenden beim Garnwechsel in Textilmaschinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Uandhabung von Garnende beim Garnwechsel in Textilmaschinen, insbesondere ein Verfahren und eine Torrichtung zum automatischen Abtrennen von Garnenden beim Wechsel in Textilmaschinen, wobei das Garnende oder die Garnenden auf die Abfallspule oder ein anderes entsprechendes Punktionateil nach Abschluß Kötzeraufbauwirkung aufgewickelt wird bzw. werden.
- Bei der Garnverarbeitung in Textilmaschinen wie Ziehverdrall- oder Ringverdrallmaschinen für synethetische Garne ist-im allgemeinen eine Spezialbehandlung der Garnenden in Bezug auf die Umspinn- und Ansetzvorgänge erforderlich, Zunächst muß bei der Handhabung des Garnendes Obacht gegeben werden, das zum Anfangspunt eines Kötzers an einer Raspel läuft-, d.h. der sogenannte Transferschwanz. In der Lage nach Abschluß des Kötzers auf der Spule erstreckt sioh dieses Garn zwischen dem Anfangspunkt des Kötzers auf der Spule und der Wicklung auf der Abfallspule. Zum bequemen handhaben desselben in den nachgeshalteten Verfahrensschritten muß diese Garnpartie nach Abschluß des Kötzeraufbaus getrennt werden, und die abgeachnittene Garnendpartie, dh*~der Transferschwanz, muß festgehalten werden, wobei diese außen am unteren Ende des Kötzers der Spule freiliegt. Indem der Transferschwanz in einer solchen Lage gehalten wird, und zwar auf dem Kötzer, kann der Transferschwanz des Kötzers leicht mit einem Garnende vom anderen Kötzer zusammengefügt werden, wenn der Kötzer zum nachgeschalteten Vorgang weitergeleitet wird, z.3. dem Kraiselverfahren. Indem die Garnenden in dieser :eise zusammengefügt werden, kann in diesem Verfahren kontinuierlich von einem Kötzer zum anderen gearbeitet werden. Eine solche kontinuierliche Verarbeitung des Garns ist im hohen Maße in Synthetic-Testilherstellungssystemen erforderlich.
- Zum anderen muß bei der Handhabung der Garnendpartie Obacht gegeben werden, die zum vollen Kötzer führt. Wach Abschluß des Kötzeraufbaus muß diese Garnpartie mehrere Male auf die Abfall spule aufgewickelt werden, und die Garnpartie muß in einem Bereich zwischen dieser Aufwicklung auf der Abfall spule und der vollen Kötzeroberfläche getrennt werden. Indem die Garnpartie in einer solchen Anordnung gehalten wird, kann der Beginn des Wickelns des Garns nach dem Ansetzen sehr gut vorgenommen werden. Ferner ist es erforderlich, daß die Garnendpartie, die zum vollen Kötzer führt, festgehalten wird, so daß sie sich nicht unerwunsahtermaßen wahrend des Transports des Kötzers abwickelt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Garnendpartie oder die Garnendpartien eines vollen Kötzers nach dem Umspinnen in einer optimalen Anordnung zu halten, die sich für die anschließenden Garnverarbeitungsschritte eignet.
- Um diese Aufgabe zu lösen, ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Handhabung von Garnenden beim Garnwechsel in Textilmaschinen, bei dem eine Garnpartie, die zu dem vollen Kötzer führt, und/oder der sogenannte Transferschwanz mehrere Male um die Abfallspule oder ein entsprechendes Punktionsteil vor dem Umspinnen gewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Garnpartie und/oder der Tränsferschwanz von einem Pangring gefangen wird, der federnd und abnehmbar über die untere Partie der Spule während des Hebens des vollen Kötzers von der Spindel gesetzt ist,-und daß die Garnpartie und/oder der Transferschwanz zwangsweise durch weiteres Hocheheben des Kötzers am Punkt oder anden Punkten zerschnitten wird, der bzw. die vom Fangring gefangen ist bzw. sind.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verwendung in dem vorstehend genannten Verfahren ist gekennzeichnet durch einen kreisrunden Fangring, der an einer Partie des Kreises getrennt ist und der mit einer Verzahnung versehen ist, welche an einem Rand desselben vorgesehen ist.
- Die Erfindung ist im nachfolgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen sind: Fig. 1 ein Schaubild eines Eangrings, der im erfindungsgemäßen Verfahren Anwendung findet, Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Fangrings, der über die untere Partie der Spule aufgesetzt ist, Fig. 3A und 33 teilweise geschnittene schematische Seitenansichten, die das erfindungsgemäße Verfahren darstellen, Fig. 4 ein Schaubild eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Fangrings, und Fig. 5A und 53 Radialschnitte, die die gekrummten Formen der Innenfläche des Rings darstellen.
- In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Form eines Fangrings 1 gezeigt, der einen Spalt hat. Der obere Rand des Rings 1 ist mit einer Verzahnung versehen, zu der mehrere Zähne 2 gehören.
- Der Ring 1 wird über die untere Partie einer Spule 3 gesetzt, wobei dessen obere Verzahnung auf das untere Ende des Kötzers 4 zeigt, der auf der Spule 3 aufgebaut ist, wie das in Fig. 2 gezeigt ist. Der effektive Innendurchmesser des Rings 1 ist etwas kleiner gewählt als der Außendurchmesser der Spule 3, und der Ring 1 ist aus federndem Werkstoff gefertigt, z.B. Metall wie Stahl oder Kunststoff wie Polyamide oder Polycarbonate. Als Folge des Spalts wird der Ring 1 nach außen gespreizt, wenn der über die Spule 3 gesetzt wird, und deshalb wird- die Spule 3 federnd von außen durch den Ring 1 in der in Fig. 2 gezeigten Lage festgehalten. Die Innenfläche des Rings 1 liegt also mit federndem Andruck an der Außenfläche der Spule 3 an.
- Unter Verwendung des Rings in dieser Form wird das erfindungsgemä-Be Verfahren in der nachstehend beschriebenen Weise durchgeführt, wobei auf Fig. 3A und33 bezug genommen wird. In der in diesen Darstellungen gezeigten Anordnung sitzt die Spule 3 mit dem Kötzer 4 auf einer Spindel 6, und der Ring 1 ist über die untere Partie der Spule 3 gesetzt. Eine normale Abfallspule 7 umschließt die Spindel 6 unter dem unteren Ende der Garnspule.
- Nach Abschluß des Bildens des Kötzers senkt sich der (Handerring 8 etwas unter daen unteren Anfangspunkt des Eötzers, und die Garnpartie A, die zur Außenseite des Kötzers führt, wickelt sich mehrere Male um die untere Partie der Spule 3 herum auf. In Anschluß daran senkt sich der Wanderring 8 weiter bis zur Höhe der Abfallspule 7, und die Garnpartie A, die mit einer bestimmten Garnzufuhr über den Mitläufer 9 am Ring 8 verbunden ist, wickelt sich mehrere Male um die Abfallspule 7 herum auf. Die in Fig. 3A gezeigte Anordnung entspricht diesem Stadium. In dieser Anordnung wickelt sich die andere Garnpartie B vom Anfangspunkt des Kötzers 4 um die untere Partie der Spule 3 und auch um die Abfall spule 7 herum auf.
- Der anschließende Wechselvorgang beginnt mit dem Hochheben der Spule 3 mit dem Kötzer 4 von der Spindel 6 weg, wie das durch den Pfeil in Fig. 33 gezeigt ist. Durch dieses Heben des Kötzers 4 werden beide Garnpartien A und B etwas abgewickelt und zwischen der Außenseite der Spule und der Innenseite des Rings gefangen. Indem der Kötzer 4 weiter hochgehoben wird, wird ein Strammziehen der Garnpartien A und B bewirkt, und sie werden zwangsweise an den Stellen zerschnitten, die durch den Ring 1 gefangen werden. Nach Abschluß dieses Durchtrennt nens werden die abgeschnittenen freien Enden der Garnpartien A, B an den Stellen festgehalten, die von dem Ring 1 gefangen worden sind.
- In dieser Weise werden sowohl die Garnpartie, die zum vollen Kötzer über denMitläufer führt, als auch die Garnpartie, die zum Anfangspunkt des Kötzers an der Spule führt automatisch zerschnitten und nach dem Durchtrennen in der vorgesehenen Lage gehalten. Die letztere Garnpartie wird im allgemeinen als der Transferschwanz im Spinnereiwesen beezeichnet. Wenn der Kötzer nach dem Wechsel-zu einem nachgeschalteten Verfahren überführt wird, z.B. einer Kräuselung, wkird dieser Transferschwanz mit einem Garnende von dem anderen Kötzer zusammengefügt, 8o-daß die Kräuselung von einem Kötzer zum anderenkontinuierlich vorgenommen werden kann.
- Eine Variante des Rings ist in Fig. -4 gezeigt, in der der Ring 11 mit einem außer Eingriff bringbaren Zungen/Kehlen-Verbindungsbereich 12 anstelle des Spalts versehen ist, den der in Fig. 1 gezeigte Ring 1 hat.
- Obgleich die Verzahnung- des Rings aus rechteckigen Zähnen und Zahnlücken in den dargestellten Ausführungsbeispielen besteht, können erfindungsgemäß die verschiedenèn Arten von Verzahnungen eingesetzt werden, z.3. Wellenzähne, Sägezähne oder Kammzähne.
- Weil der Ring gemäß Fig. 1 mit einem Spalt oder gemäß Fig. 4 mit einer außer Eingriff bringbaren Zungen/Kehlen-Verbindung versehen ist, läßt sich der erfindungsgemäße Ring sehr einfach an der Spule anbringen. -Weil sich der Ring außerdem federnd an der Spule festhält, kann der Ring leicht gespreizt werden, wenn die Garnpartien gespannt werden, indem der Kötzer hochgehoben wird, so daß die Garnpartien einwandfrei gefangen und durch den Ring während irnd nach dem Zerschnaiden festgehalten werden können.
- Die Inneenseite des Rings kann im Bereich des gezahnten Randes zum Zwecke des leichteren Tangens des Garns oder der Garne nach außen gekrtimmt sein.
- Beispiele dafür sind in Fig. 5A und 53 gezeigt. Bei den in Fig. 5A gezeigten dusführungebeispiel ist die Innenfläche des Rings im Bereich des gezahnten Randes nach außen kurvenförmig ausgebildet, d.h.
- die oberen Ränder der Zähne und/oder der Zahnlücken. In dem in Fig.
- 53 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die gezahnten Ränder, d.h. die oberen Ränder der Zähne und/oder Zahnlücken, nach außen gebogen.
- Pat entansriiche
Claims (5)
- PatentansDrü¢he Verf Verfahren zur Handhabung von Garnenden beim Garnwechsel in Textilmaschinen, bei dem eine Garnpartie, die zum vollen KÖtzer führt, und/ oder der sogenannte Transferschwanz mehrere Male um die Abfall spule oder ein entsprechendes Funktionsteil nach Abschluß der Herstellung des Kötzers gewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Garnpartie (A) und/oder der Transferschwanz (B) von einem Fangring (1) gefangen wird, der federnd und abnehmbar über die untere Partie der Spule während des Hochheben des vollen Kötzers (4) von der Spindel (6) gesetzt wird, und daß die Garnpartie und/oder der Transferschwanz zwangsweise dadurch an der Stelle oder an den Stellen getrennt werden, an denen der FangriDk angreift, daß der volle Kötzer weiter hochgehoben wird.
- 2. Vorrichtung ns.kzur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein kreisrunder Fangring (1) vorgesehen ist, der an einer Stelle am Umfang getrennt ist und der mit Zahnung an einem Rand versehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring einen Spalt aufweist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring eine außer Eingriff bringbare Zungen/Eehlen-Verbindung aufweist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Anspruche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Rings in dem Bereich des gezahnten Randes nach außen gekrümmt ist.Leerseite
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