DE22177C - Kocher zur Herstellung von Papierstoff - Google Patents

Kocher zur Herstellung von Papierstoff

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DE22177C
DE22177C DENDAT22177D DE22177DA DE22177C DE 22177 C DE22177 C DE 22177C DE NDAT22177 D DENDAT22177 D DE NDAT22177D DE 22177D A DE22177D A DE 22177DA DE 22177 C DE22177 C DE 22177C
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F. BAUMANN in Budapest
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE SB: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1882 ab.
Zwischen dem oberen Cylinder A und dem unteren halbkugelförmigen Reservoir B befindet sich ein durchlöcherter Boden C. In der Mitte dieses durchlöcherten Bodens C befindet sich eine Röhre E, an welcher unterhalb des Bodens C eine glockenartige Kuppe D angebracht ist.
Die Röhre E ist vom durchlöcherten Boden ab bis an das obere Ende mit Löchern versehen und am oberen Ende derselben befindet sich ein ebenfalls perforirter, mit abwärts gebogenen Kanten versehener Trichter F, welcher abgenommen und aufgesetzt werden kann.
Die Oeffnung des Cylinders A wird von einer konischen Haube mit einem Deckel G bedeckt, welcher mit Sicherheitsventilen H und einer Röhre J zum Ablassen des Dampfes versehen ist und mit sechs oder mehr oder weniger Schrauben K den Cylinder luftdicht verschliefst.
Am Fufse des Cylinders befindet sich ein Hahn L, um die Höhe der im Reservoir und Cylinder enthaltenen Auflösungsflüssigkeit anzudeuten.
Am Fufse des Reservoirs B befinden sich vier oder eine andere Zahl Röhren M, die vom Boden bis zur Mitte desselben in einem rechten Winkel laufen und in die Feuerfüchse ausmünden, um eine beschleunigte Heizung der im Apparate enthaltenen Flüssigkeit zu bewerkstelligen.
Unterhalb des oberen Randes des Cylinders A befindet sich ein Manometer. Die Heizung des Kochers kann auf die in Fig. 2 und 3 dargestellte Weise bewirkt werden.
Der Heizraum besteht aus dem festen Theil P und dem ausziehbaren Theil P1, welch letzterer nothwendig ist, um den Kocher behufs Entleerens in die in Fig. 2 in punktirten Linien dargestellte Lage bringen zu können.
O sind die Ständer für die Drehzäpfenlager des Kochers.
Die Flammen und Heizgase treten vom Herd Q durch die Röhren M M in den Raum R und von da in einen Schornstein.
Das Verfahren zur Papierstoffbereitung aus Rohr und Schilf ist folgendes:
Ich gebe eine Quantität Rohr oder Schilf in den oben beschriebenen Apparat und gebe dazu auf je ι kg Rohr 12 1 einer verdünnten kaustischen Natronlösung in einer Stärke von 4V2 0 B. und für jedes 1 kg Schilf ebenfalls 12 1 kaustischer Kalilösung von einer Stärke von 2 Y2 0 B., und wird sodann das Ganze einem durch die Feuerung hervorgebrachten Druck, welcher für Rohr 7 bis 8 Atmosphären und für Schilf 5 bis 6 Atmosphären beträgt, während eines Zeitraumes von für Rohr 6 bis 7 Stunden und für Schilf 5 bis 6 Stunden unterworfen.
Wo das kaustische Kali schwer zu beschaffen ist oder des höheren Preises wegen nicht gleichen Vortheil bieten sollte, kann das Schilf ganz wie das Rohr behandelt werden; es mufs aber in solchem Fall besondere Rücksicht auf das gute Waschen desselben genommen werden.
Das in dieser Weise aufgelöste Rohr oder Schilf wird sodann durch Wasser gut gereinigt und, um die in dem Zellengewebe der Pflanze noch zurückgebliebenen kleinsten Theile des kaustischen Alkalis zu entfernen, 5 bis 10 Minuten lang in ein sehr verdünntes Bad von Schwefelsäure gegeben.
Diese so gereinigte Masse wird sodann mittelst einer Chlorlösung vollkommen gebleicht und schliefslich in reinem Wasser gut gewaschen.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Das durchlochte und mit der Glocke D versehene Rohr EFm Verbindung mit dem drehbaren Fasernkocher ABC und dem getheilten Ofen PP1.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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