DE222045C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
- D03D47/40—Forming selvedges
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— Λ* 222045 ^
KLASSE 86 c. GRUPPE
EMIL GRAF in ELBERFELD.
entnommenen Schußfadens an der Gewebeleiste.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1908 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung für Webstühle, die dazu dient,
den von einem Schützen eingetragenen, einer feststehenden Spule entnommenen Schußfaden
an der Gewebeleiste abzubinden und durch gleichmäßig zwangsweise Anziehung des Abbindefadens
anzuspannen.
Das Neue des Erfindungsgegenstandes gegenüber anderen bekannten Abbinde vorrichtungen
ίο besteht darin, daß die Achse der Abbindeoder
Saumfadenspule senkrecht zu der Achse des die Spule aufnehmenden, teilweise ausgeschnittenen,
als Zahnrad ausgebildeten flachen Rundschiffchens angeordnet ist und die Spule in an sich bekannter Weise sich auch in einer
Ebene senkrecht zu dem Schußfaden bewegt und bei gleichzeitiger Abwickelung die Drehungen
des Rundschiffchens mitmacht, wobei ein zwangläufig geführter gegabelter Anspannhaken
den Saumfa.den selbst und somit auch den umschlungenen oder abgebundenen Schußfaden,
der durch den Rückgang des Schützens in das Webfach hineingezogen wird, gleichmäßig
anspannt. Diese Anordnung hat den bedeutenden Vorteil, daß die Eintragnadel oder der
Eintragzahnschützen einen viel kürzeren Weg zu machen hat, infolgedessen der Webstuhl
schnelleren Gang annehmen kann und die zugleich zwangläufig geführte Anspannvorrichtung
für eine gute und gleichmäßige Gewebeleiste sorgt.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung mit entferntem Seitenteil, Fig. 2 eine Seitenansicht und Fig. 3
eine Draufsicht derselben. Fig. 4 und 5 stellen das als. Zahnrad ausgebildete Rundschiffchen
dar.
Die Abbinde- und Anspannvorrichtung wird mit dem Lappen α an der Lade b befestigt.
Bei Eintragung des Schußfadens c in das Gewebefach muß der Eintragzahnschützen mit
der Schußfadenschleife auch den ausgeschnittenen Teil des Rundschiffchens durchlaufen.
Sobald dies geschehen, wird in geeignetem Moment durch ein in bekannter Weise angeordnetes
Exzenter der Hebel e, dessen Führungsbolzen f sowohl in die Kurvenführung
g1 der Halteplatte g wie auch in den Führungsschlitz h des gezahnten Segmentes i
eingreift, zwangsweise nach unten bzw. oben bewegt und das Segment i dadurch gedreht.
Durch diesen Vorgang wird gleichzeitig das gezahnte Rundschiffchen d einmal herumgedreht.
Senkrecht zur Achse des Rundschiffchens d ist das Gehäuse der Abbindespule I mit der
Spule m eingesetzt. Durch Drehung des Rund-Schiffchens d mit der Spule m wird nun bewirkt,
daß der Abbinde- oder Saumfaden k der Spule m durch die Schußfadenschleife c
tritt, den Schuß umschlingt oder abbindet, wie in Fig. 3 durch k1 punktiert angedeutet
ist. Nunmehr wird der Schußfaden durch den Eintragzahnschützen zurückgeführt und
der Saumfaden k, durch das Vorgehen der Lade locker geworden, mit in das Webfach
hineingezogen. In diesem Augenblick bewirkt der in der Führung η des Hebels 0 befindliche,
auf der an dem Brustbaum befestigten Leiste p sitzende Stiftg·, daß die Anspann vorrichtung r sich
in die punktiert angedeutete Stellung r1 dreht bzw. beim Anschlag der Lade gegen die Ware
sich in die Stellung r2 begibt und so den Saumfaden k aus dem Webfach herauszieht
und dadurch gleichzeitig den Schußfaden mit anspannt, wodurch eine gute und gleichmäßig
angezogene Gewebekante erzielt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung für Webstühle zum Abbinden des einer feststehenden Schußspule entnommenen Schußfadens an der Gewebeleiste, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbindespule (tn) senkrecht zu der Achse des teilweise ausgeschnittenen und gezahnten Rundschiffchens (d) angeordnet ist und ein gegabelter Haken (r) zum Anspannen der Schußschleife und des Randfadens vorgesehen ist, welcher senkrecht zur Bewegungsebene des Rundschiffchens mit der Randspule ausschwingt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE222045C true DE222045C (de) |
Family
ID=482972
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT222045D Active DE222045C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE222045C (de) |
-
0
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