DE222864C - - Google Patents

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DE222864C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/28Locating light-sensitive material within camera
    • G03B17/32Locating plates or cut films
    • G03B17/34Changing plates or cut films

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radiography Using Non-Light Waves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 222864 — KLASSE 57a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. August 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine photographische Kassette, welche das Auswechseln belichteter Platten bei Tageslicht ermöglichen soll. Man hat bereits belichtete Platten aus Kassetten einzeln dadurch entnommen, daß man eine lichtdichte Hülle in einen Kassettenschlitz hineinschob bzw. auf eine Führung zu diesem Schlitz heraufschob, und die belichtete Platte dann durch den Schlitz in die lichtdichte
ίο Hülle hineingleiten ließ. Hierbei war aber immerhin die Gefahr vorhanden, daß dem Auswechselnden die Hülle vor der Zeit entglitt und den Schlitz oder die Führung infolgedessen verließ, und daß die belichtete Platte unzulässigerweise dem Tageslicht ausgesetzt wurde. Insbesondere bei größeren Platten waren die bekannten Einrichtungen sehr unhandlich. Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, das Kassetteninnere so auszubilden, daß beim Herausnehmen der belichteten Platte oder Platten mit Sicherheit ein lichtdichter Abschluß ebenfalls in einer entsprechenden. Hülle geschaffen wird.
Die Kassette nach der Erfindung soll dabei eine doppelte Kassette sein, bei welcher in bekannter Weise die eine Hälfte zur Aufnahme der zu belichtenden Platten dient, die dann in ebenfalls bekannter Weise der anderen Kassettenhälfte übergeben werden, die als Behälter für die belichteten Platten dient. Die letztere Kassette soll die neue Einrichtung erhalten.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Kassette ist in der Zeichnung in Fig. 1 veranschaulicht. Fig. 2 zeigt die entnommenen belichteten Platten in ihrer lichtdichten Hülle eingeschlossen.
Die lichtempfindlichen Platten 1 sind durch Zwischenlagen 2 voneinander getrennt.
Die Kassettenhälfte 10 zur Aufnahme der belichteten Platten ist an einer Seite mit einer Schlitzöffnung 19 versehen, die im allgemeinen von einem Federverschluß 27 ο. dgl. verschlossen gehalten wird. Geöffnet kann die Kassette mit Hilfe der aufklappbaren Wand 23 werden. Im Kassetteninneren ist an die Schlitzöffnung 19 anschließend und auch nach der anderen Seite offen ein Stülp 25 vorgesehen, der im Inneren die Blattfeder 24 trägt.
Die lichtdichte Hülle 8, welche ursprünglich den in die andere Kassettenhälfte eingeführten Behälter für die zu belichtenden Platten umschloß, wird mit ihrem offenen Ende, wie es Fig. ι veranschaulicht, über den Stülp 24 geschoben. Die Hülle füllt dabei den Kassettenhohlraum vor dem Stülp 25 ,vollkommen aus. Die belichteten Platten sind beim Transport aus der anderen Kassettenhälfte durch den Schlitz 19 in den Stülp 25 und damit auch gleichzeitig in die Hülle 8 gelangt, wo sie sich übereinander aufstapeln und durch die Feder 24 am Durcheinanderfallen verhindert werden.
Ist die lichtdichte Hülle 8 auf diese Weise gefüllt bzw. will man die Hülle auch mit
weniger Platten als Inhalt entfernen, so wird die Hülle, während man ihren offenen Teil den Stülp 25 weiter umgreifen läßt, um die Oberkante des Stulpes herumgekippt. Der Umstand, daß die lichtdichte Hülle den freien Kassettenraum vollkommen ausfüllt, ist nicht unwesentlich, denn dadurch ist man beim Auswechseln verhindert, gleich zu Anfang die Hülle vom Stülp abzuziehen. Hat sich erst durch Anheben der Hülle 8 in ihr an der Oberkante des Stulpes 25 ein scharfer Kniff gebildet, so ist dadurch ein gewisser Halt gewonnen, und indem die Hülle gegen die Oberkante des Stulpes gedrückt erhalten bleibt, kann das fernere Herumschwingen gesichert erfolgen.
Fig. ι veranschaulicht, wie der unter den Stülp fassende Teil der lichtdichten Hülle noch dort im Eingriff ist, während der lichtdichte Abschluß eigentlich schon vollendet ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Zweiteilige Kassette zum Auswechseln einer oder mehrerer lichtempfindlicher photographischer Platten bei Tageslicht, dadurch gekennzeichnet, daß in den Stapelraum für die belichteten Platten ein durch einen Ouerschlitz mit dem Stapelraüm für die unbelichteten Platten in Verbindung stehender Stülp hineinragt, auf den die Hülle des die zu belichtenden Platten enthaltenen Behälters gesteckt wird, nachdem der Behälter in den die unbelichteten Platten aufnehmenden Stapelraum der Kassette gebracht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Stülp in seinem Inneren mit einer Feder zum. Festhalten der belichteten Platten und Fernhalten derselben von der Einschiebeöffnung versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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