DE2232165A1 - Verschlussklappen-faltvorrichtung - Google Patents
Verschlussklappen-faltvorrichtungInfo
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Description
Dr. Hans-Heinrich Willrath d - 62 Wiesbaden 29.6.1972
Dr. Dieter Weber κ»λαι327 v/eP
π rt>
Gustav-Freytag-Strafie 25
Dipl.-Phys. Klaus Seifrert · <°6121) 3^7*0
r
J
Telegrammadresse! WILLPATENT
PATENTANWÄLTE
P 10 334-125
AB Akerlund & Rausing 221 01 Lund / Schweden
Verschlußklappen-Faltvorrichtung
Priorität: v. 19.August 1971 in Schweden Anm.No.: 10 537/71
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Einfaltung von zwei oder mehreren Faltschachtelklappen
aus einer von der Schachtelmündung axial gerade abstehenden Lage zu einer relativ zur zugehörigen Schachtelwand um 90
umgebogenen Lage, wobei die Vorrichtung Mittel zur Vorbeiführung der Schachteln an einer Faltkurve aufweist.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Faltkurve rotierbar an einer Welle angeordnet ist, die
winkelrechh zur Vorschubrichtung der Schachteln angebracht ist
und daß sie eine relativ zur Rotationsrichtung vordere, zylinderartige
Kurvenfläche hat, die sich mit einer Geschwindigkeit be-
eo wegt, die größer ist als die eigene Bewegung der Schachteln
° und die zur Ausfaltung einer ersten Klappe angebracht ist, wo- ^ bei ijLe weLterhin eine Seitenkurvenflache aufweist, die zu-
Postsiheik: Frj'.kfiirt/Mäln 67 " Bank: Dresdner B«nk AG, Wiesbaden, Konto-Nr. ITS Vf/
mindest zur anfänglichen Ausfaltung einer zweiten Klappe dienen soll.
Die weitere Ausfaltung der letzterwähnten Klappe kann dann mit Hilfe von an sich bekannten Mitteln, beispielsweise
Faltschienen oder dergleichen, erfolgen. Vorzugsweise hat die Eätkurve jedoch eine zweite äußere zylinderartige Kurvenfläche,
die zur fortgesetzten Ausfaltung der erwähnten zweiten Klappe angeordnet ist.
Ferner ist an der Faltkurve zweckmäßig eine dritte äußere zylinderartige Kurvenfläche vorhanden, die im Verhältnis
zur zweiten spiegelsymmetrisch angeordnet ist, wobei diese beiden spiegelsymmetrisch angeordneten Kurvenflächen zur Ausfaltung
von zwei gegenüberliegenden Klappen angebracht sind,
während die erwähnte erste rylinde: ähnliche Kurvenfläche,
d.h. die vordere, zur Ausfa tung d -r zwischenliegenden Klappe
dient.
Die Erfindung wird nachstehend unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben, die als Beispiel eine
vorgezogene Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beschreiben. Es zeigen:
Fig.l die zur Vorrichtung gehörende Faltkurve, genau bevor
diese in Eingriff mit den einzelnen Klappen kommt,
309808/0233
Fig.2 die gleiche Faltkurve, wobei zwei von ihren Seitenkurvenflachen
mit der Ausfaltung von zwei gegenüberliegenden Seitenklappen begonnen haben,
Fig.3 die weitere Ausfaltung der beiden gegenüberliegenden
Seitenklappen, wobei gleichzeitig die Ausfaltung der zwischenliegenden Klappe angefangen hat und
Fig.4 die Vorrichtung in einer Lage, in der die erwähnten
drei Klappen wesentlich zu den gewünschten Lagen ausgefaltet worden sind, wobei die Ausfaltung der vierten
Klappe der Schachtel mit Hilfe einer hinteren Fläche der Faltkurve gerade begonnen hat.
Bei der gezeigten Vorrichtung werden Schachteln 1 mit Hilfe
von Haltern 2 an einer Faltkurve 3 vorbeigeführt. Die Schachteln werden in Richtung des Pfdies A bewegt. Gleichzeitig
wird die Faltkurve in Richtung des Pfeiles B um eine Welle gedreht, die winkelrecht zur Vorschubrichtung der Schachteln
angebracht ist. Die Schachteln haben eine vordere Klappe 5, zwei gegenüberliegende Seitenklappen 6 und 7, sowie eine hintere
Klappe 8. Die Faltkurve hat eine relativ zur Rotationsrichtung vordere zylinderähnliche Kurvenfläche 9. Diese Kurvenfläche
bewegt sich mit einer Geschwindigkeit, die größer ist als die der Schachteln und ist zur Ausfaltung von Klappe
5 angeordnet. Ferner hat Faltkurve 3 zwei Seitenkurvenflachen
IO und 11, die angeordnet sind, um die Ausfaltung der beiden Klappen 6 bzw. 7 zu beginnen.
309808/0233 - 4 -
Weiterhin hat Faltkurve 3 zwei äußere zylinderähnliche Kurvenflächen
12 und 13, von denen jede zur Fortsetzung der Ausfaltung der jeweiligen Klappen 6 und 7 angeordnet ist. Die
beiden Seitenkurven 10 und 11 mit zugehörigen Zylinderkurven 12 und 13 sind spiegelsymmetrisch angeordnet und relativ zueinander
verstellbar, um für verschiedene Kartonformate zu passen. In Laufrichtung der Schachteln 1 direkt nach Faltkurve
3 ist eine Drucksohle 14 vorhanden, die angebracht ist, um die ausgebogenen Klappen in Lage zu halten, und die eventuell
eine Schlußberichtigung dieser Lage bewirkt. Schließlich wird Klappe 8 durch Kontakt mit dem hinteren Teil der
beiden Kurvenflächen 12 und 13 ausgefaltet. Dies geht am
besten aus Fig.4 hervor. Die einzelnen Klappen werden schließlich natürlich in der eingefalteten Lage befestigt. Dies kann
mit Hilfe von Klebemitteln durch Wärmeversiegelung in an sich bekannter Weise geschehen und wird daher auf den Zeichnungen
nicht näher gezeigt.
Die Erfindung ist natürlich nicht nur auf das vorstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann im Rahmen der nachstehenden Patentansprüche abgewandelt werden.
Beispielsweise kann somit die Form der einzelnen Kurven abhängig von der Geschwindigkeit, in der die Vorrichtung betrieben
werden soll, geändert werden.
309808/0233
Claims (5)
- Patentansprüchel.)i Vorrichtung zur Einfaltung von mindestens zwei Faltschachtelklappen aus einer von der Schachtelmündung axial gerade abstehenden Lage zu einer relativ zur zugehörigen Schachtelwand um 90° umgebogenen Lage, wobei die Vorrichtung Mittel zur Vorbeiführung der Schachteln an einer Faltkurve aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltkurve (3) rotierbar an einer Welle (4) angeordnet ist, die winkelrecht zur Vorschubrichtung (A) der Schachteln angebracht ist, und daß sie eine relativ zur Rotationsrichtung vordere zylinderartige Kurvenfläche (9) hat, die sich mit einer Geschwindigkeit bewegt, die größer ist als die eigene Geschwindigkeit der Schachteln und die zur Ausfaltung einer ersten Klappe (5) angebracht ist, wobei sie weiterhin eine Seitenkurvenflache (10 oder 11) aufweist, die zur anfänglichen Ausfaltung einer zweiten Klappe (6 und 7) dient.
- 2.) Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltkurve (3) eine zweite äußere zylinderähnliche Kurvenfläche (12 oder 13) hat, die zur fortgesetzten Ausfaltung der erwähnten zweiten Klappe (6 bzw. 7) angeordnet ist.
- 3.) Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltkurve (3) eine dritte äußere zylinderartige Kurvenfläche (13) aufweist, die im Verhältnis zur zweiten (12) spiegelsymmetrisch angeordnet ist, wobei diese zwei splege!symmetrisch angeordneten Kurvenflächen zur Ausfaltung von zwei309808/0233— D "*gegenüberliegenden Klappen (6 und 7) angebracht sind, während die erwähnte erste zylinderähnliche Kurvenfläche (9), d.h. die vordere, zur Ausfaltung der zwischenliegenden Klappe (5) angeordnet ist.
- 4.) Vorrichtung gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine direkt hinter der Faltkurve (3) angeordnete Drucksohle (14), Druckschiene o.dergl. vorhanden ist, um die ausgefalteten Klappen (5 - 8) in ausgefalteter Lage zu halten und eventuell eine Schlußberichtigung der ausgefalteten Lage vorzunehmen.
- 5.) Vorrichtung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Schachtel mit vier paarweise parallelen Seitenwänden und anhängenden Faltschachtelklappen (5 - 8) die erstgenannte νordare zylinderartige Kurvenfläche (9) angeordnet ist, am die in Voisehubrichtung vordere Klappe (5) der Schachteln aus-zufalten, wobei eine Fortsetzung der gleichen Fläche zur Ausfaltung der hinteren Klappe (8) der Schachtel dient.3 0 9 8 0 8/0233Leerseite
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