DE3103149C2 - Vorrichtung zum Aufrichten von Faltschachtel-Zuschnitten - Google Patents
Vorrichtung zum Aufrichten von Faltschachtel-ZuschnittenInfo
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Abstract
Die vorliegende Lösung bezieht sich auf eine automatische Maschine zum kontinuierlichen Abpacken von Behältern mit Produkten, wie zum Beispiel pharmazeutische und kosmetische Produkte, enthaltend zwei kontinuierliche Zuführungslinien entsprechend für die Produkte (3) und die Behälter (4), die sich für eine bestimmte Strecke, auf der das Einschieben des Produktes in den Behälter erfolgt, nebeneinander auf gleicher Ebene befinden. Die Eigenschaft dieser Maschine besteht darin, daß das Magazin (12) für die Behälter, die in Form eines Flachschlauches gestapelt sind, sich unterhalb der Zuführungsebene (P) für die Produkte befindet und im Anschluß an seine untere Seite eine Trommel (14) aufweist, welche die Behälter einen nach dem anderen von unten aus dem obengenannten Magazin nimmt und diese um einen Winkel von über 90 ° öffnet, um das elastische Zurückziehen derselben zu vermeiden. Diese Behälter in ihrer so geöffneten Form werden durch eine Reihe von Aufnahmeelementen (83) entnommen, welche sie dann an der Seite der Produkte liegend weiterleiten, die dann in die Behälter selbst eingeschoben werden müssen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufrichten von aus einem Vorratsmagazin entnommenen, flach liegenden, schlauchförmigen Faltschachtel-Zuschnitten nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-PS 9 66 438 bekannt. Bei der vorbekannten Vorrichtung werden die flach liegenden, schlauchförmigen Faltschachtel-Zuschnitte aus einem Vorratsmagazin entnommen und einer drehbaren Trommel zugeführt, die an ihrem Umfang mehrere gleichmäßig verteilte Aufnahmestationen zur Aufnahme der Faltschachtel-Zuschnitte aufweist. Die Aufnahmestationen besitzen Unterdruckaufnahmen zum Halten der Faltschachtel-Zuschnitte. In Förderrichtung anschließend ist eine Öffnungseinrichtung vorgesehen, mit welcher die Faltschachtel-Zuschnitte abhängig von der Rotation der Trommel mehr als rechtwinklig auffaltbar sind.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, mit der die Faltschachtel-Zuschnitte schonender und schneller geöffnet werden können.
- Als Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 auszugestalten. Die Vorrichtung zum Aufrichten weist schwenkbare, gesteuerte Hebel an jeder Aufnahmestation der Trommel auf. Diese Hebel drehen sich mit der Trommel mit und können derart gesteuert werden, daß sie den schlauchförmigen Faltschachtel-Zuschnitt schonend und schnell öffnen.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen im einzelnen beschrieben. In den Zeichnungen zeigt
- Fig. 1 eine Maschine zum kontinuierlichen Abpacken von Produkten mit einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 3 einen Schnitt durch die Trommel der Fig. 2,
- Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie 6-6 in Fig. 3,
- Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der Trommel und
- Fig. 6 eine weitere perspektivische Darstellung der Trommel.
- In Fig. 1 ist ein Gestell 1 einer Maschine zum kontinuierlichen Abpacken von Produkten gezeigt, welche einen Produkt-Zuführweg P und einen Faltschachtel-Zuführweg besitzt. Seitlich des Faltschachtel-Zuführweges und vor dem Produkt-Zuführweg P befindet sich ein Magazin 12, in dem die flach liegenden, schlauchförmigen Faltschachtel- Zuschnitte gestapelt sind. Der Transport der Faltschachtel- Zuschnitte aus dem Magazin 12 zu dem Faltschachtel-Zuführweg erfolgt über die Entnahmestation 13 zu der Trommel 14 und von dort zu der Entnahme- und Zuführstation 15.
- Wie aus Fig. 2 ersichtlich, werden die schlauchförmigen Faltschachtel-Zuschnitte 2 in flach liegener Form im Innern des Vorratsmagazins 12 gehalten. Sie werden an den Seiten der Verschlußlaschen 16 (siehe Fig. 6) von zwei Vorsprüngen 16&min; gehalten, die sich auf der unteren Seite des Vorratsmagazins 12 beidseitig ins Innere des Vorratsmagazins 12 erstrecken.
- An das Vorratsmagazin 12 anschließend ist eine Entnahmevorrichtung 13 zur Entnahme der flach liegenden, schlauchförmigen Faltschachtel-Zuschnitte 2 aus dem Vorratsmagazin 12 angeordnet. Die Entnahmevorrichtung 13 besteht aus einem Paar von Armen 17, die um die gestellfeste Achse 18 schwenkbar gelagert sind und ein Paar von Unterdruckaufnahmen 19 haben, die über Leitungen 20 mit einer Unterdruckvorrichtung verbunden sind. Die Arme 17 sind wechselweise zwischen zwei entgegengesetzten Positionen beweglich, deren eine parallel zur Ebene der flach liegenden Faltschachtel-Zuschnitte 2 zu deren Entnahme und deren andere um einen Winkel gedreht ist, in der die entnommenen Faltschachtel-Zuschnitte von der Trommel 14 übernommen werden können.
- Die Bewegung der Arme 17 erfolgt durch den Kurbeltrieb 21, der von dem Zahnrad 22 angetrieben wird. Die Verteilung des Unterdrucks an die Unterdruckaufnahmen 19 erfolgt durch einen rotierenden Verteiler.
- Die Trommel 14 dreht sich um eine horizontale Achse in Richtung des Pfeiles 23 tangential zu den Armen 17 in ihrer unteren Position. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist die Trommel 14 mit weiteren Paaren von Armen 24 versehen, die am Umfang der Trommel gleichmäßig verteilt sind. Jeder der Arme 24 trägt eine Unterdruckaufnahme 25, die im Bereich der Arme 17 in der gleichen Ebene wie deren Unterdruckaufnahme 19 liegen. Die Arme 17 sind dabei innerhalb der Arme 24 angeordnet (Fig. 5).
- Die Fig. 3 zeigt, daß die Trommel 14 aus einem axial festliegenden Teil 14&min; und aus einem axial beweglichen Teil 14&min;&min; besteht, Die axiale Bewegungsmöglichkeit des Teils 14&min;&min; wird dabei durch den Doppelpfeil 27 angedeuet. Jedes der beiden Teile 14&min; und 14&min;&min; der Trommel 14 ist mit den bereits beschriebenen Armen 24 versehen. Durch die axiale Verschieblichkeit des Teils 14&min;&min; kann die Trommel 14 auf verschiedene Faltschachtel-Formate eingestellt werden. Die Arme 24 sind bei 28 an einen Flansch 29 angelenkt, der über einen zylindrischen Hohlkörper 30 mit einer Hohlwelle 31 verbunden ist. Die Hohlwelle 31 wird über das Zahnrad 32 angetrieben. Am Umfang der Trommel 14 sind Hebel 33 angeordnet, die bei 34 an den Flansch 29 angelenkt sind. Das Teil 14&min; der Trommel 14 wird über eine mechanische Verkettung angetrieben, die von den Elementen 32, 31 und 30 gebildet wird. Die Drehung des Teils 14&min;&min; der Trommel 14 wird durch die Nutwellen 36 erzeugt, die den Flansch 29 mit dem entsprechenden Flansch 29&min; des Teils 14&min;&min; verbinden, so daß sich das Teil 14&min;&min; zusammen mit dem Flansch 29 dreht und gleichzeitig in den mit dem Doppelpfeil 27 bezeichneten Richtungen verschoben werden kann. Die axiale Verschiebung des Teils 14&min;&min; der Trommel 14, die die Anpassungsmöglichkeit der Trommel an das Format der Faltschachteln ermöglicht, wird von Hand vorgenommen. Dies geschieht durch das Zahnrad 37, welches in weitere Zahnräder 38 greift, von denen jedes auf einer Gewindespindel 39 sitzt, die in dem Flansch 29&min; des Teiles 14&min;&min; liegt.
- Mit jeder Nutwelle 36 ist auf der Seite des Flansches 29 eine Buchse 36&min; fest verbunden, die auf einen Hebel 41 aufgezogen ist, der an seinem einen Ende einen kreisförmigen gezahnten Abschnitt 42 aufweist. Der gezahnte Abschnitt 42 greift in ein entsprechendes, fest mit der Welle 34 des Hebels 33 verbundenes Zahnrad 44 ein. An dem anderen Ende des Hebels 41 befindet sich eine Rolle 43, die in einem in der gestellfesten Nocke 46 eingearbeiteten Profil 45 geführt ist.
- Auf die Buchse 36&min; ist auf der dem Hebel 41 gegenüberliegenden Seite ein kleiner Arm 47 aufgezogen, dessen anderes Ende mit dem Anhang 24&min; des Armes 24 gelenkig verbunden ist. Hierdurch kann der Arm 24 zum Innern der Trommel 14 hin verschwenkt werden, um zu verhindern, daß der Hebel 33 bei einem großen Öffnungswinkel an die Kante 48 des Armes 24 anstößt (Fig. 4 bei T&min;).
- Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht eine kleine Drehung des Hebels 41 einer Drehung der Hebel um einen Winkel von ungefähr 150° (siehe Position T&min; in Abb. 4) gegenüber der Ruhestellung (Position T in Abb. 4).
- Wie in Fig. 2 dargestellt ist zwischen der Entnahmevorrichtung 13 und der Trommel 14 eine zusätzliche Hilfseinrichtung 58 angebracht, die eine Welle 59 aufweist, welche überhängend von dem Gestell 1 getragen wird und mit einem Paar von diametral angeordneten Unterdruckaufnahmen 60 versehen ist. Die Hilfseinrichtung 58 dient zum zusätzlichen Aufrichten der Faltschachtel-Zuschnitte 2 und dreht sich in Richtung des Pfeiles 61. Die Hilfseinrichtung 58 hat den Zweck, in Übereinstimmung mit der Bewegung der Trommel 14 das Öffnen der Faltschachtel-Zuschnitte zu unterstützen. Bei einer schlechten Kartonqualität der Faltschachteln könnten sich diese möglicherweise unter dem alleinigen Druck der Hebel 33 nicht öffnen, sondern würden sich möglicherweise als "L" biegen.
- Im Anschluß an die Trommel 14 befindet sich die Station 15, der die Behälter von der Trommel 14 zugeführt werden.
- Beim Betrieb der Vorrichtung bringt die Entnahmevorrichtung 13 ihre Arme 17 in die obere, in Abb. 2 gestrichelte Position und dadurch deren Unterdruckaufnahme 19 in Kontakt mit der unteren Fläche des Faltschachtel-Zuschnitts 2. In dieser Position erzeugt ein rotierender Verteiler, der mit den Unterdruckaufnahmen 19 verbunden ist, einen Unterdruck.
- Wenn dann in der unmittelbar anschließenden Phase die Arme 17 in die in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien dargestellte Position schwenken, erfolgt durch die Wirkung der Unterdruckaufnahmen 19 die Entnahme nur eines einzigen Faltschachtel-Zuschnitts 2, der sich so weit verformt, daß er an den unteren Vorsprüngen 16&min; des Vorratsmagazins 12 vorbeibewegt werden kann.
- Der Faltschachtel-Zuschnitt 2 wird anschließend von den Armen 17 in die in Abb. 2 mit A 1 bezeichnete Position gebracht. In dieser der Darstellung in Abb. 5 entsprechenden Position erfolgt der Austausch des Faltschachtel-Zuschnitts 2 zwischen den Unterdruckaufnahmen 19 der Arme 17 und den Unterdruckaufnahmen 25 der Arme 24. Die Steuerung des Unterdrucks erfolgt dabei über die Ringe 52, 53 und 54 sowie über die Kanäle 51. Der Faltschachtel- Zuschnitt 2 beginnt dann seinen Weg zusammen mit der Trommel 14. An der Hilfseinrichtung 58 vorbeilaufend wird er durch die Unterdruckaufnahmen 60 teilweise geöffnet, wobei der Unterdruck nur für die notwendige Zeit erzeugt wird und auch nur bei solchen Faltschachtel-Zuschnitten, bei denen es in der Öffnungsphase Schwierigkeiten gibt.
- Der Trommel 14 in ihrem Lauf folgend verschiebt sich die Rolle 43 im Inneren des Profils 45 der Nocke 46, die durch den oben beschriebenen Hebelmechanismus das Schwenken der Hebel 33 in Richtung des Uhrzeigersinns und das Schwenken der Arme 24 in Richtung gegen den Uhrzeigersinn bewirkt (Positionen T und T&min; in Abb. 4). Dieses Schwenken des Hebels 41 bewirkt das Öffnen des Faltschachtel- Zuschnittes 2. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der Öffnungswinkel 150°. Durch diesen großen Öffnungswinkel wird das elastische Zurückschnellen der Faltschachtel-Zuschnitte gemildert. Es kann auch eine Sperrschablone 100 benutzt werden, um die Faltschachteln in geöffneter Position zu halten, was hauptsächlich in der Durchlaufphase oder während des Haltens in der Maschine notwenig ist, um ein elastisches Zurückschnellen der Faltschachteln zu vermeiden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Aufrichten von aus einem Vorratsmagazin entnommenen, flach liegenen, schlauchförmigen Faltschachtel-Zuschnitten mit einer drehbaren Trommel mit mehreren an ihrem Umfang gleichmäßig verteilten Aufnahmestationen zur Aufnahme und zur Öffnung der Faltschachtel-Zuschnitte, wobei die Aufnahmestationen Unterdruckaufnahmen zum Halten der Faltschachtel- Zuschnitte aufweisen, und mit einer Öffnungseinrichtung, mit welche die Faltschachtel-Zuschnitte abhängig von der Rotation der Trommel mehr als rechtwinkelig auffaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungseinrichtung schwenkbare, gesteuerte Hebel (33) an jeder Aufnahmestation (A 1-A 6) der Trommel (14, 14&min;, 14&min;&min;) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdruckaufnahmen (25) im wesentlichen radial schwenkbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel (33) in Drehrichtung der Trommel (14, 14&min;, 14&min;&min;) vor den Unterdruckaufnahmen (25) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (14, 14&min;, 14&min;&min;) aus zwei axial zueinander verstellbaren Teilen (14&min;, 14&min;&min;) besteht.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer zusätzlichen, drehbaren, mindestens eine Unterdruckaufnahme (60) aufweisenden Hilfseinrichtung (58) zum Aufrichten der Faltschachtel-Zuschnitte (2 ).
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