DE2232660B2 - Steuervorrichtung zum Steuern der Ab flußmenge von flussigen Brennstoffen - Google Patents
Steuervorrichtung zum Steuern der Ab flußmenge von flussigen BrennstoffenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung mit einem auf einen Ventilschieber wirkenden Stellorgan
zum Steuern der Abflußmenge von flüssigen Brennstoffen und mit einem an einem Aufnahmeelement
federnd befestigten, durch zwei diametral angreifende Stcllelemente verstellbaren Steuerlcment
Derartige Steuervorrichtungen werden zumeist in Verbindung mit einem Brennstoffbehälter eingesetzt,
in dem ein konstanter Brennstoffpegelstand durch ein schwimmergeregeltes Zuführventil aufrechterhalten
wird. Das durch die Steuervorrichtung betätigte Brennstoff-Abgabeventil ist mit einem, eine schlitzförmige
öffnung aufweisenden Ventilschieber versehen, wobei die Öffnungsfläche des Schlitzes durch
axiale Verschiebung des Ventilschiebers relativ zum Abflußvcntil mittels der Steuervorrichtung und damit
die abgegebene Brennstoffmenge eingestellt werden kann.
Eine Steuervorrichtung der erwähnten Gattung ist der deutschen Palentschrift 1 249 440 zu entnehmen.
Bei dieser ist das Steuerelement aus einem sichelförmigen, flachen Stück gebildet, das mittels einer daran
mittig angeformten Lasche am Aufnahmeelement federnd befestigt ist. Die zwischen sich etwa einen
Winkel von 180° einschließenden, freischwebenden Bnden des sichelförmigen Stückes sind jeweils durch
ein eingeschraubtes Stellelement abbicpKir. Zwar
läßt sich mit dieser bekannten Steuervorrichtung die minimale und maximale Durchflußstellung des Ventilschiebers
unabhängig voneinander verstellen, doch ist mit der erwähnten Ausbildung des Steuerlcmentes
der Nachteil verbunden, daß die Verstellung des Ventilschiebers zwischen den Extremwerten keinem
linearen, sondern irgendwie kurvenförmig gearteten, nicht vorbestimmbaren Verlauf folgt. Da die Form
des sichelförmigen Stückes darüber hinaus bei jeder Änderung der Minimal- und Maximalstellung eine
Änderung erfährt, ist eine genaue vorbestimmbare Festlegung der Brennstoffabflußmenge zwischen diesen
beiden Extremwerten, z. B. an Hand einer Skalenmarkierung, praktisch nicht möglich.
Aus der USA.-Patentschrift 3 020 923 ist weiter eine Steuervorrichtung mit einem spiralförmig verlaufenden,
federnden Steuerlement in Form eines Bandes bekannt, das an einem Ende fest mit der
Steuervorrichtung verbunden ist, während sein anderes, freies Ende durch ein Stellelement abgebogen
werden kann. Neben dem Nachteil, daß auch hierbei die Steuercharakteristik nicht linear ist und damit der
schon genannte Nachteil vorliegt, weist diese Steuervorrichtung noch den weiteren Nachteil auf, daß nur
die Minimaleinstellung genau vorgenommen werden kann, während die Maximaleinstellung nur durch
Änderung der wirksamen Länge der Spirale erfolgen kann·. Daher ist das exakte Kalibrieren der Vorrichtung
auf bestimmte Extremwerte außerordentlich umständlich, bzw. nur grob durchführbar.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine robuste und in ihrem Aufbau einfache
Steuervorrichtung mit unabhängig voneinander cinstellbaren Minimal- und Maximalstellungen zu schaffen,
die eine exakt vorherbestimmbare und reproduzierbare Steuercharakteristik für den Ventilschieber
aufweisen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Steuerelement aus einer starren Platte
mit ebener Steuerfläche gebildet ist, und daß zwischen dem Aufnahmeelement und dem Steuerelement
ein Spannelement angeordnet ist, welches sich längs zweier parallel verlaufender Geraden gegen das
Aufnahmeeiement und das Steuerelement abstützt, wobei eines der beiden Stellelemente auf das Spannelement
einwirkt. Zweckmäßigerweise ist das Spannelement dabei ein Zylinder mit halbkreisförmigem
Querschnitt. Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich ferner dadurch aus, daß am Aufnahmeelement
oder Steuerelement ein dem Ventilschieber bei Abstellen des öiflusses dichtend auf suncn
Sitz drückender und das Aufnahmeelement gegen die Federkraft anhebender Schließnocken ausgebildet ist.
Durch die Vorsehung eines starren Steuerelementes an Stelle der bislang verwendeten nachgiebigen
Steuerelemente läßt sich dieses einesteils mit großer Genauigkeit herstellen und ergibt zum anderen unabhängig
von seinen jeweiligen Minimal- und Maximal-Stellungen eine mathematisch exakt berechenbare
und beliebig oft reproduzierbare Steuercharakteristik. Ferner ist die erfindungsgemäße Steuervorrichtung
bezüglich der betätigenden Drehachse im wesentlichen symmetrisch aufgebaut und erfordert daher
nur einen sehr geringen Raumbedarf. Durch die Vorsehung eines Spannelementes zwischen dem Aufnahme-
und Steuerelement ist das letztere in sämtlichen eingestellten Lagen stabil in bezug auf das Aufnahmeelement
fixiert, so daß durch Verbiegen 5 od. dgl. bedingte Beschädigungen des Steuerelementes
und eine damit verbundene Verfälschung seiner Steuercharakleristik ausgeschlossen sind. Im Gegensatz
zu den bekannten Steuervorrichtungen ist die er-
findungsgemäße in sich so stabil, daß diese ohne die Vorsehung von Übertragungsgliedern unmittelbar
auf den Ventilschieber einwirken kann.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird an Hand der Zeichnung nachfolgend näher erläutert. Hs
zeigt.
' F i g. 1 eine schematische Ansicht der Steuervorrichtung
und des durch diese betätigten Ventils.
F i g. 2 schematisch eine Ansicht der Steuervorrichtung
nach F i g. 1 von unten und
I7ig. 3 eine Detailansicht des Aufnahmcelcmentcs
in der Steuervorrichtung nach F i g. 1 mit dem daran ausgebildeten Sperrnocken.
Mit 1 ist das Gehäuse eines Ölstandsreglers bezeichnet,
in dem die erfindungsgemäße Steuervorrichtung eingebaut ist. Am oberen Ende wird das
Gehäuse durch einen abnehmbaren Deckel 2 geschlossen. Der (>lstand3 im Gehäuse wird durch eine
nicht dargestellte Konstruktion, z. B. ein schwimmergeregeltes Einlaßventil konstant gehalten. Im Roden
des Gehäuses 1 ist ein Ablautstutzen 4 angebracht durch den eine gesteuerte Brennstoffmenge zu einer
nicht dargestellten Feuerungsanlage abfließt.
Koaxial zur Achse des Ablaufstutzens4 iM ein ai;-satzartig
ausgebildetes Ventilgehäuse 6 angeordnet, in dessen Bohrung 9 ein hohler Ventilschieber 7 verschiebbar
aufgenommen ist. Das obere Ende 8 de>
Venlilgehäuses 6 ist als Ventilsit/ ausgebildet, und
der Ventilschicber7 besitzt einen Bund 10, an dem sich ein mit dem oberen Ende 8 zusammenwirkendes
Dichtungselement 11 abstützt. Unterhalb des Dichtungselements 11 ist der Vcntilschieber 7 mit einem
Längsschlitz 12 versehen. Des weiteren drückt eine Feder 28 den Ventilschieber 7 nach oben zur Öffnungsstellung
des Ventilschiebers.
liegt das Dichtungselement 11 auf dem obere« Ende oder Ventilsitz 8 auf, so befindet sich der Ventilschieber
in Schließstellung. Wird jedoch der Schieber? angehoben, so daß der Schlitz 12 zunehmend
über dem Ventilsitz 8 zu stehen kommt, so ergibt sich eine zunehmend größere Durchtrittsöffnung für
den im Gehäuse 1 befindlichen Brennstoff, der durch die Bohrung im Schieber 7 und den Ablaufstutzen 4
aus dem Gehäuse austritt.
Da der Druck, mit welchem der Brennstoff durch den Schlitz 12 ausfließt, praktisch konstant ist und
nur von der Hohe des über dem Ventilsitz 8 vorhandenen Brennstoffstandes 3 bestimmt wird, ist die ausfließende
Brennstoffmenge von dem über dem Ventilsitz 8 offenen Querschnitt des Schlitzes 12 und dadurch
von der Höhenlage des Schiebers 7 abhängig. Die Höhenlage des Schiebers 7 wird durch das aus
einer starren Platte mit ebener Steuerfläche 16 gebildete Steuerelement 13 eingestellt. Das Steuerelement
ist an einer U-förmigen Feder 21 befestigt und diese wiederum mit einem Aufnahmeelement 15 fest verbunden.
Das Steuerelement 13 ist somit federnd am Aiifnahmeelement 15 befestigt.
Die dem Steuerelement 13 zugewandte Oberfläche
29 des Aufnahmeclemenle*. 15 ist eben und erstreckt So
sich senkrecht zur Bewegungsrichtung des Vemilschiebers
7. Zwischen dem Aufnahmeelement 15 und dem Steuerelement 13 ist ein Spannelement 14 angeordnet,
welches sich längs der parallel zueinander verlaufenden Gerauen 17. 18, 19 gegen das Aufnahmeelement
15 bzw. das Steuerelement 13 abstützt und das Steuerelement 13 relativ zum Aufnahmeelement
15 unter einen Winkel zu spannen verm'-ίμ, wodurch
die Steuerfläche 16 des Steuerelementes 13 zur Bewegungsrichtung des Schiebers 7 stets einen gewissen
Winkel einschließt. Zweckmäßigerweisc hat das Spannelement 14 einen halbkreisförmigen Querschnitt
mit parallel verlaufenden Mantellinicn.
Das Spannelement 14 kann durch ein darüber angeordnetes, im Aufnahmeelement eingeschraubtes
Stellelement 20 — wie dies der mit unterbrochener Linie gezeichnete Teil in Fig. 1 darstellt — mit
höherer oder geringerer Vorspannung gegen die Feder 21 eingestellt werden, womit eine mehr oder
minder große Brennstolfabgabe verbunden ist. Das Spannelement 14 gewährleistet zweckmäßigerweise
die Minimalstellung der Brennstolfabgabe.
Mit einem bezüglich der Drehachse 30 des \ufnahmeclementes
dem Spannelemcnt 14 diametral gegenüberliegenden Stellelement 22 steht das Steuerelement
13 unmittelbar in Berührung und kann »e»cn
die Feder 21 unabhängig von der durch das Spannelement 14 vorgegebenen Lage weiter \erstellt werum.
Im Deckel 2 ist die Steuervorrichtung durch die Drjhachse 30 und einen Drehknopf 23 verdrehhar
gelauert und wird durch eine Feder 24 während des Betriebs in der unteren Stellung gehalten; während
des Steuerheiriebs lindert sich daher die Höhenlage
der Steuervorrichtung bzw. des Steuerelementes 13 nicht. Am Aufnahmeelement kann ein Sperrnocken
25 ausgebildet sein, der in Schließstellung des Schiebers 7 mit einem Ansatz 26 am Schieber in Berührung
steht.
Die Steuervorrichtung arbeitet in folgender Weise. In Null-Stellung des Drehknopfes 23 drückt der
Sperrnocken 25 mittels des Vcntilschiebers7 das Dichtungselement Il auf den Ventilsitz 8 und
schließt i!v Brennstoffabgabe. Dabei wird die Steuervorrichtung entgegen dem Druck der Feder 24 angehoben,
d. h., das Ventil wird durch die Federkraft 24 gesperrt. In dieser Stellung steht das obere Ende 27
des Ventilschiebers außer Eingriff mit dem Steuerelement 13.
Sobald der Drehknopf 23 aus der Null-Stellung verdreht wird, kommt es zu einer Entlastung des
Ventilschiebers von der Kraft der Feder 24. bzw. wird die Berührung des Sperrnockens 25 mit dem
Ansatz 26 aufgehoben. Die Feder 28 hebt dabei den Schieber 7 so weit an, bis dessen oberes Ende 27 an
das Steuerelement 13 ansch!:igt. Dadurch wird der Längsschlitz 12 der Höhenlage des Steuerelementes
13 entsprechend freigegeben und der Brennstoffausiauf setzt ein.
Bei weiterem Verdrehen des Drehknopfes 23 gleitet das obere Ende des Ventilschiebers 7 entlang der
Berührungslinie 31 auf der Steuerfläche 16 des Steuerelementes 13 und verändert so seine Höhenlage
und dadurch auch die Brennstoffabgabe entsprechend in entsprechender Weise.
Das Steuerelement 13 gewährleistet bis zu einer Verdrehung um 180 eine in gleicher Richtung erfolgende
Bewegung des Ventilschiebers 7. Bei einer 180° überschreitenden Verdrehung gleitet das obere
Ende 27 des Ventilschiebers 7 entlang derselben Linie 31, jedoch in entgegengesetzter Richtung. Wenn
mit h der beliebige Weg des Ventilschiebers 7 zwischen seiner Minimal- und Maximalstellung. // der
Gesamtweg des Ventilschiebers 7 von der Minimalstellung bis zur Maximalstellung und λ der Verdrehungswinkel
des Steuerelementes 13 zwischen der
Minimal- und Maximalstellung bezeichnet wird, so folgt die Steuerbewegung Ii des Ventilschiebcrs 7 der
Beziehung:
/; - H- (1 - cos \)
Bei der Einstellung der Minimalstellung ist das Spannelcment 14 durch das Stellelement 20 zu verdrehen.
Wird das Stellelement 20 im Uhrzeigersinn verdreht, so verdreht sich das Spannelement 14 mit
dem Ergebnis, daß sich das Steuerelement 13 vom Aufnahmeelcment 15 entfernt, und so die minimale
Brennstoffabgabe verringert wird. Bei Verdrehen des Stellelementes 20 in der entgegengesetzten Richtung
wird die minimale Brennstoffabgabe erhöht.
Analoges trifft bezüglich der Maximaleinstellung zu. Bei Verdrehung des Stellelementes 22 im Uhrzeigersinn
wird die Maximal-Brennstof abgabe verringert bzw. bei umgekehrter Drehung heraufgesetzt.
Hierzu 1 Blatt /.eichnungen
C:
Claims (3)
1. Steuervorrichtung mit einem auf einen Ventilschieber
wirkenden Stellorgan zum Steuern der Abflußmenge von flüssigen Brennstoffen und mit
einem an einem Aufnahmeelement federnd befestigten, durch zwei diametral angreifende Stellelemente
verstellbaren Steuerelement, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement
(13) aus einer starren Platte mit ebener Steuerfläche (16) gebildet ist und daß zwischen dem
Aufnahmeeiement (15) und dem Steuerelement ein Spannelement (14) angeordnet ist, welches
sich längs zweier parallel verlaufender Geraden (17, 19) gegen das Aufnahmeelement und das
Steuerelement abstützt, wobei eines (20) der beiden Stellelcmente (20, 22) auf das Spannelement
einwirkt.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spanneicment
(14; ein Zylinder mit halbkreisförmigem Querschnitt ist.
3. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Aufnahmeelemenl
(15) oder Steuerelement (13) ein den Ventilschicber (7) beim Abstellen des öiflusses
dichtend auf seinen Sitz (8) drückender und das Aufnahmeelement (15) gegen die Kraft einer Feder
(24) anheilender Schlicßnocken (25) ausgebildet ist.
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Legal Events
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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