DE2233251B2 - Zahnradrollmaschine zum Fertigrollen vorverzahnter Zahnräder - Google Patents

Zahnradrollmaschine zum Fertigrollen vorverzahnter Zahnräder

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DE2233251B2 DE19722233251 DE2233251A DE2233251B2 DE 2233251 B2 DE2233251 B2 DE 2233251B2 DE 19722233251 DE19722233251 DE 19722233251 DE 2233251 A DE2233251 A DE 2233251A DE 2233251 B2 DE2233251 B2 DE 2233251B2
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Description

Bei einer Zahnradrollmaschine zum Fertigrollen vorverzahnter Zahnräder mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 (Zeitschrift »Technica« 1970, Seiten 973-981) ist bekannt, die Zustellbewegungen des einen Werkzeugträgers und des Werkstückträgers gegen den feststehenden Werkzeugträger derart zu koppeln, daß bei der Berührung des Werkstückes mit dem feststehenden Werkzeug gerade auch das bewegliche Werkzeug an dem Werkstück anläuft. Es hat sich gezeigt, daß diese Anordnung deshalb unzweckmäßig radialer Richtung und in Drehrichtung zwischen den beiden Rollwerkzeugen unmöglich ist Um Werkzeugbruch zu vermeiden, wird daher dem Werkstückzahnrad eine Justierdrehung mittels eines zusätzlichen Antriebes mitgeteilt
Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine Zahnradrollmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art so auszubilden, daß unter Verzicht auf einen zusätzlichen Antrieb die genannten Nachteile vermieden werden.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen unter Schutz gestellt
is Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mehrerer Ausführungsbeispiele mit weiteren Einzelheiten erläutert In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Zahnradrollmaschine,
Fig.2A und 2B Teilansichten in vergrößertem Maßstab der das Maschinengestell, den beweglichen Werkstückträger und ein bewegliches Rollwerkxeug miteinander verbindenden Vorrichtungen, und
Fig.3 eine Schrägansicht einer abgewandelten Ausbildungsform der Zahnradrollmaschine nach der Erfindung.
Entsprechend F i g. 1 weist die Zahnradrollmaschine ein Maschinengestell 10 mit einer senkrechten Rückwand 12 und senkrechten Seitenwänden, von denen eine mit 14 bezeichnet ist, auf. Eine Grundplatte 16 ist mit einer waagerechten oberen Ständerbrücke 18 verbunden.
An der Ständerbrücke 18 ist ein ortsfester bzw. feststehender Werkzeugträger 20 angebracht, zwischen dessen Lagerböcken 22 ein umlaufendes zahnradälhnli ches Rollwerkzeug oder Rollrad 24 aufgenommen ist.
Zur Erzeugung einer synchronen Drehbewegung der mit dem Werkstückzahnrad in Eingriff stehenden Rollräder ist eine (nicht gezeichnete) Vorrichtung vorgesehen, die beispielsweise gemäß der DE-OS 19 48 806 ausgebildet sein kann. Obgleich die Rollräder und die Werkstückzahnräder normalerweise mit paralleler oder im wesentlichen paralleler Achsrichtung zusammenlaufen, ist eine Winkelverstellvorrichtung 26 vorgesehen, mit der eine leichte Winkelverstellung des oberen ortsfesten Rollrades 24 und, bei Bedarf, auch des unteren Rollrades durchführbar ist.
An Führungsbahnen 28 des Maschinengestells 10 ist ein beweglicher Werkzeugträger 30 geführt, zwischen dessen Lagerböcken 32 ein bewegbares zahnradähnliches Rollenwerkzeug oder Rollrad 34 drehbar aufgenommen ist. Zur Verstellung des Werkzeugträgers 30 in senkrechter Richtung ist eine erste Zuteilvorrichtung in Gestalt eines hydraulischen Zylinders 36 vorgesehen, dessen Kolben an den Werkzeugträger 30 angeschlossen ist. Die tiefste Stellung des Werkzeugträgers 30 ist durch eine einstellbare Anschlagvorrichtung bestimmbar, die sich aus einem Anschlag 38 und einer verstellbaren Anschlagschraube 40 zusammensetzt
An Führungsbahnen 42 des Maschinengestells II) ist ein in senkrechter Richtung verstellbarer Werkstückträger-Schlitten 44 geführt, zwischen dessen nach vorn ausragenden Werkstückaufnahmen 46 drehbar ein Werkstückzahnrad 48 aufgenommen ist, das mit den Rollrädern 24 und 34 in spielfreien Eingriff bringbar ist.
Eine zweite Zustellvorrichtung 50, 52 umfaßt eine insgesamt mit 50 bezeichnete Vorrichtung zum Ver-
pj pin freies Einstellen des Werkstückes in schieben des Werkstückträtrer-Sch!ittens 44 nsch oben
während die erforderliche Relativbewegung zwischen dem Werkzeugträger 30 und dem Werkstückträger-Schlitten 44 durch eine insgesamt mit 52 bezeichnete Totgang-Vorrichtung erzeugt wird. Einzelheiten der in F i g. 1 vereinfacht dargestellten Vorrichtungen 50 und 52 sind am deutlichsten aus F i g. 2A und 2B zu ersehen, auf die nunmehr verwiesen sei.
Der Werkstückträger-Schlitten 44 ist vorzugsweise mit Kugel- oder Rollenlagern 54 ausgestattet die zur Erleichterung der senkrechten Bewegung des Werkstückträger-Schlittens 44 an Führungen 56 abrollen. Wie am deutlichsten in F i g. 2A zu erkennen, ragt im oberen Bereich des Werkstückträger-Schlittens 44 nach hinten eine starre Halterung 58 aus, die in senkrechter Richtung in einer Ausnehmung 60 bewegbar ist welche in einer mit starren Halterungen 64 an der Ständerrückwand 12 angebrachten ortsfesten Gestellplatte 62 ausgebildet ist An die Halterung 58 schließt sich ein Gabelkopf 66 an, der über ein Gewinde 68 fest mit dem unteren Ende einer Ausgleichs- bzw. Verbindungsstange 70 verbunden ist Diese reicht nach oben durch ein Federgehäuse 72 hindurch, das in einer Aussparung 74 in der oberen Ständerbrücke 18 mit Befestigungsmitteln 76 fest angeschlossen ist Im Federgehäuse 72 ist eine Schraubendruckfeder 78 untergebracht die sich mit ihrem oberen Ende an einer Mutteranordnung 80 abstüt7t die auf ein oberes Gewindeende 80a der Verbindungsstange aufgeschraubt ist Aus dieser Anordnung folgt, daß die Feder 78 die Verbindungsstange 70 nach oben zwängt und daß diese Kraft auf den Werkstückträger-Schlitten 44 wirkt Die Stärke der Feder 78 ist so gewählt daß sie das Gewicht des Werkstückträger-Schlittens 44 überwindet und diesen durch Federkraft nach oben bewegt bis diese Bewegung durch den Eingriff eines am Werkstückträger-Schlitten aufgenommenen Werkstückzahnrades 48 in das obere ortsfeste Rollrad 24 gestoppt wird.
Nach Beendigung eines Zahnrad-Rollvorganges wird die Wirkungsrichtung des hydraulischen Druckes im hydraulischen Zylinder 36 umgekehrt und der Werkzeugträger 30 nach unten gefahren, wodurch das untere Rollrad 34 außer Eingriff mit dem Werkstückzahnrad 48 kommt Während dieser Phase bleibt der Werkstückträger-Schlitten 44 ortsfest das Werkstückzahnrad 48 bleibt in Eingriff mit dem Rollrad 24. Es ist jedoch im *5 Hinblick auf automatisches Entladen und Laden von Werkstücken zweckmäßig, den Werkstückträger-Schlitten 44 nach unten in eine Stellung zu fahren, in der das fertigbearbeitete Werkstückzahnrad sowohl vom unteren als auch vom oberen Rollrad 34 bzw. 24 frei gekommen ist
Mit dem Werkzeugträger 30 fest verbunden ist eine C-förmige Halterung 81, in deren oberem Schenkel 82 eine Aussparung 83 ausgebildet ist durch die ein unteres Gewindeende 84 einer Kupplungsstange 85 hindurchdringt. Unter dem Schenkel 82 ist eine verstellbare Anschlagmutter 86 angeordnet an der der Schenkel 82 nach beendetem Zahnrad-Rollvorgang und nach einer vorbestimmbaren Verstellung des Werkzeugträgers 30 nach unten mit seiner Unterseite angreift
Das mit 90 bezeichnete obere Ende der Kupplungsstange 85 ist in einer in einem Federgehäuse 94 ausgebildeten Längsbohrung 92 verschieblich aufgenommen.
Das Federgehäuse 94 weist an seinem oberen Ende ein Gewinde 96 und einen Gabelkopf 98 auf, der mit einem Stift 100 an einen nach unten ragenden Schenkel Ar l-laltAmnCT ^A anoAc^hlnccen ic*
Im unteren Bereich des Federgehäuses 94 ist zwischen in senkrechter Richtung verschieblichen Federsitzen 106, 108 eine verhältnismäßig starke Druckfeder 104 angeordnet An den Federsitzen greift normalerweise ein in einer in der Kupplungsstange 85 ausgebildeten Nut 112 aufgenommener oberer Federring 110 sowie ein in einer in der Kupplungsstange 85 ausgebildeten Nut 116 aufgenommener unterer Federring 114 an. Zusätzlich ist in einer im unteren Bereich des Federgehäuses 94 ausgebildeten Innennut 126 ein Federring 118 aufgenommen, der unter bestimmten Bedingungen ebenfalls am ringförmigen Federsitz 108 angreift
Der vorstehend beschriebene Aufbau macht deutlich, daß bei einer vorbestimmbaren Verstellung des Werkzeugträgers 30 nach unten der Schenkel 82 an der verstellbaren Anschlagmutter 86 anfährt und daß bei weiterer Abwärtsbewegung des Werkzeugträgers die Kupplungsstange 85 gegen die Kraft der Feder 104 nach unten gezogen wird. In dieser Phase sichert die verhältnismäßig starke Druckfeder 104 die Kupplungsstange 85 gegen Relativbewegung zum Federgehäuse und zieht den Werkstückträger-Schlitten 44 nach unten gegen die entgegengesetzt gerichtete Kraft der Feder 78. Zu Beginn der Verstellung des Werkzeugträgers 30 wird also das untere Rollrad 34 nach unten außer Eingriff mit dem fertigbearbeiteten Werkstückzahiirad 48 gefahren und anschließend das Werkzahnrad nach unten aus dem Eingriff mit dem oberen Rollrad 24 gelöst so daß das Werkstückzahnrad von beiden freigeht und in einer Stellung steht in der es von automatischen Werkstück-Lade- und Entladevorrichtungen gehandhabt werden kann.
Damit ein einwandfreies Zusammenwirken zwischen dem Werkstückträger-Schlitten 44 und einer automatischen Werkstück-Ladevorrichtung Zustandekommen kann, ist es wichtig, daß der Werkstückträger-Schlitten 44 nach unten in eine genau vorbestimmbare Stellung einfährt Zu diesem Zweck ist ein Anschlag 49 vorhanden, gegen den der Werkstückträger-Schlitten 44 nach einer vorbestimmbaren Abwärtsbewegung anfährt.
Um ein Stillsetzen des Werkstückträger-Schlittens unabhängig von der Beendigung der Abwärtsbewegung des Werkzeugträgers 30 zu ermöglichen, läßt das Federgehäuse 94, nachdem die Bewegung des Werkstückträger-Schlittens 44 gestoppt wurde, eine Abwärtsbewegung der Kupplungsstange 85 zu, wodurch der Federring HO den oberen Federsitz 106 im Federgehäuse nach unten führt
Nach Entnahme eines Werkstückzahnrades aus der Maschine und nach Laden eines neuen, noch fertig zu bearbeitenden Werkstückzahnrades wird durch Aufwärtsbewegung des Werkzeugträgers 30 die Reihenfolge der vorbeschriebenen Arbeitsschritte umgekehrt Die Feder 78 bewegt den Werkstückträger-Schlitten nach oben und bringt das Werkstückzahnrad in Eingriff mit dem oberen Rollrad 24. Durch die fortgesetzte Aufwärtsbewegung des Werkstückträgers 30 löst sich der Schenkel 82 von der Anschlagmutter 86 und das untere Rollrad 34 wird in spielfreien Eingriff mit dem Wckstückzahnrad gebracht. Während des Zahnrad-Rollvorganges findet an den Zähnen des Werkstückzahnrades eine Metallverdrängung statt Deshalb tritt eine zwar geringe, jedoch feststellbare weitere Aufwärtsbewegung sowohl des Werkstückzahnrades als auch des unteren Rollrades 34 ein. Die Feder 78 r«O«t>riKt·! Air·* Λ» *ψ\ sJi Α*ιαν- U/airn n>« (»«τι«*«· Da«Ja1» «4»·· gv ν« UH* iviotvi in uivavi T* viav \-111 11 ι,ι\,α ι vuuvill Uta
Werkstückzahnrades zwischen dem oberen und dem unteren Rollrad, so daß jedes Rollrad in im wesentlichen gleichem Umfang zur Fertigbearbeitung beiträgt
Bei der vorstehend beschriebenen und dargestellten Ausbildungsform der Zahnradrollmaschine galt die Annahme, daß die erste Feder 78 so eingestellt ist, daß die von ihr ausgeübte Kraft ausreicht, das Gewicht des Werkstückträger-Schlittens 44 zu überwinden und, bei Fehlen anderer Zwangkräfte, diesen so weit nach oben zu fahren, bis ein von ihm getragenes Werkstückzahnrad in Eingriff mit dem Rollrad des oberen ortsfesten Werkzeugträgers kommt oder bis er durch eine geeignete Begrenzungsvorrichtung in seiner Bewegung gestoppt wird. Die Zahnradrollmaschine kann jedoch auch so ausgestaltet sein, daß durch die Einstellung der Druckfeder 78 nicht das gesamte, sondern nur ein Teil des Gewichtes des in senkrechter Richtung bewegbaren Werkstückträger-Schlittens aufgehoben wird. Mit anderen Worten, greifen am Werkstückträger-Schlitten oder am Werkstückzahnrad keine anderen Kräfte an, so bewegt sich der Schlitten oder das Werkstück infolge der Schwerkraft nach unten, bis die Bewegung durch die verstellbare Anschlagvorrichtung 49 oder durch Eingriff zwischen dem Werkstückzahnrad und dem Rollrad des beweglichen Werkzeugträgers 30 gestoppt wird.
Bei dieser Anordnung kann der untere Werkzeugträger 30 nach dem Stillsetzen der Abwärtsbewegung des Werkstückträger-Schlittens 44 durch den Anschlag 49 weiter abgesenkt werden, um das an ihm aufgenommene Rollwerkzeug außer Eingriff mit dem Werkstückzahnrad zu bringen.
Nach Entnahme eines fertigbearbeiteten Werkstückzahnrades aus der Maschine und nach Laden eines vorverzahnten Werkstückzahnrades wird der bewegliche Werkzeugträger 30 so weit nach oben bewegt, bis sein Rollrad in Eingriff mit dem Werkstückzahnrad kommt In dieser Phase wird ein spielfreier Eingriff zwischen dem Rollrad und dem Werkstückzahnrad hergestellt die durch einen auf das untere Rollrad wirkenden, entsprechend der in der DE-OS 13 48 806 beschriebenen Ausbildung ausgeführten Antrieb in Drehung versetzt werden. Um den Eingriff mit dem oberen umlaufenden Rollrad herzustellen, das synchron mit dem unteren Rollrad dreht wird das Werkstückzahnrad in dieser Phase dementsprechend in eine einwandfrei synchrone Drehbewegung versetzt Die vorstehenden Bemerkungen treffen allgemein auf die anfänglich beschriebene Ausbildungsform zu, bei der der Werkstückträger-Schlitten 44 durch die Federvorrichtung nach oben bewegt wird, so daß das Werkstück zuerst mit dem oberen Rollrad und dann mit dem unteren Rollrad in Eingriff kommt
In beiden Fällen wird daher das Zustandekommen des Eingriffes zwischen Werkstückzahnrad und den Rollrädern dadurch erleichtert, daß das Werkstück zuerst nur mit einem einzelnen umlaufenden Rollrad kämmen muß. Erst danach wird das Werkstückzahnrad, das zur Sicherstellung eines einwandfreien Eingriffs synchron und mit geeigneter zeitlicher Abstimmung umläuft, in Eingriff mit dem anderen umlaufenden Rollrad gebracht
Bei der vorbeschriebenen Ausbildungsform sind die verfahrbaren Träger in senkrechter Richtung bewegbar und daher dem Einfluß der Schwerkraft unterworfen. Wie bereits erwähnt, ist die Federvorrichtung 78 so einstellbar, daß die auf den verfahrbaren Werkstückträger-Schlitten wirkende resultierende Kraft diesen je nach Bedarf aufwärts oder abwärts bewegt In jedem Falle ist jedoch die resultierende Vorbelastung aus der Differenz zwischen der Schwerkraft und der Federkraft nur so groß, daß sie das Werkstückzahnrad am Werkstückträger-Schlitten 44 zuerst mit einem der RollrHer in spielfreien Eingriff bringt, bevor der Eingriif mit dem anderen Rollrad hergestellt wird. Die Größe derartiger Kräfte ist nur ein kleiner Bruchteil der Kräfte, die von den Rollrädern während des Rollvorganges auf das Werkstückzahnrad ausgeübt werden.
ίο Fig.3 zeigt eine weitere Ausbildungsform einer Zahnradrollmaschine die ein Maschinengestell 130 eine Grundplatte 132, einen Ständer 134 und einen nach vorn ragenden, überhängenden Ständeroberteil 136 aufweist. Von der Unterseite des Ständeroberteils 136 ragt eine verstellbare Halterung 138 nach unten, zwischen deren Lagerböcken 140 ein umlaufendes Rollwerkzeug oder Rollrad 142 an einer Rollrad-Antriebswelle bzw. an einem Rollrad-Aufnahmedorn 144 angeordnet ist Während der Feinbearbeitung eines Werkstückzahnra des bleibt die Mittenlage dieses Rollrades 142 ortsfest. Obgleich dieses Rollrad selbstverständlich drehangetrieben wird, sei es nachstehend als das ortsfeste Rollrad bezeichnet Zum Drehantrieb des ortsfesten Rollrades 142 gehört eine Antriebswelle 146.
An der nach vorn ragenden Grundplatte 132 ist eine Vorrichtung angeordnet, mit der auf ein bewegliches Rollrad Druck ausübbar ist Bei der dargestellten Ausbildungsform besitzt diese Vorrichtung eine KoI- ben-Zylinder-Einheit 150, deren Kolbenstange 152 nach oben ragt und mit einem in senkrechter Richtung verfahrbaren, schlittenartigen Werkzeugträger 154 verbunden ist In seiner senkrechten Verstellbewegung ist der Werkzeugträger 154 an Führungsbahnen 156 geführt, die an der Vorderseite des Ständers 134 ausgebildet sind. Der Werkzeugträger 154 trägt an seinem oberen Ende eine Platte 158 mit Lagerböcken 160 zur Aufnahme einer Antriebswelle bzw. eines Aufnahmedorns 162, an dem ein in senkrechter
•so Richtung bewegbares und drehbares Rollwerkzeug oder Rollrad 164 aufgenommen ist Zum Antrieb des Aufnahmedorns 162 dient eine Antriebswelle 166, die in zeitlicher Abhängigkeit von der vorerwähnten Antriebswelle 146 antreibbar ist Die Anordnung ist so gewählt, daß die Rollräder 142 und 164 in genauer zeitlicher Abstimmung bzw. synchron in gleicher Richtung angetrieben werden, so daß ihre Verzahnungen genau synchron mit der Verzahnung eines Werkstückzahnrades Wumlaufen.
so Das Werkstückzahnrad Wist von einem Werkstückträger 170 aufgenommen, der in an der Vorderseite des Ständers 134 angeordneten Führungsbahnen 172 in senkrechter Richtung verfahrbar ist Das Werkstückzahnrad W sitzt frei drehbar auf einem umlaufenden Aufnahmedorn 174, der sich in dem senkrecht verfahrbaren Werkstückträger 170 abstützt Bei Bedarf kann an den umlaufenden Aufnahmedorn 174 eine in dem Werkstückträger 170 untergebrachte Kolben-Zylinder-Einheit angeschlossen sein, mit der das Werk- stückzahnrad in Achsrichtung in die Ebene der Rollräder 142 und 164 hinein und aus dieser heraus bewegbar ist Auch kann, entsprechend Fig.3, zur Abstützung des rechten Endes des Werkstückzahnrades Weine Lünette, ein Reitstock ο. dgL, vorgesehen sein.
Sowohl an die nach vorn ragende Grundplatte 136 des Maschinengestells 130 als auch an den in senkrechter Richtung verfahrbaren Werkstückträger 170 ist eine Feder 176 angeschlossen, die als einfache
Zugfeder dargestellt ist Die Stärke dieser Feder reicht aus, um den Werkstückträger 170 soweit nach oben zu verfahren, bis das Werkstückzahnrad W im spielfreien Eingriff mit dem ortsfesten Rollrad 142 steht
Während aus Gründen der Vereinfachung eine einfache Zugfeder dargestellt ist, wird man in der Praxis möglicherweise eine Druckfeder und eine Verbindungsstange vorsehen (sh. Fig. 1, 2). In Abwandlung der gezeigten Ausbildungsform kann für die Aufwärtsbewegung des Werkstückträgers 170 auch eine Entlastungs- vorrichtung vorgesehen sein.
Aus der Vorderseite des Ständers 134 ragt ein Anschlag 180 nach vorn aus, der in senkrechter Richtung verstellbar ist, jedoch im Betrieb in einer bestimmten Stellung festgehalten ist Der Anschlag 180 ι s bestimmt die tiefste Stellung des Werkstückträgers 170, in der das Werkstückzahnrad W außer Eingriff sowohl mit dem oberen als auch dem unteren Rollrad 142 bzw. 164 ist
An das Maschinengestell 130 und an den senkrecht verfahrbaren Werkstückträger 170 ist weiterhin eine Zustellvorrichtung 182 angeschlossen, die bei der gezeigten Ausbildungsform als Druckmittelzylinder ausgebildet ist Sein Zylinder ist über eine Halterung 184 mit der Vorderseite des Ständers 134 und seine Kolbenstange 186 mit dem Werkstückträger 170 verbunden.
Für die Beschreibung der Arbeitsweise sei angenommen, daß in der dargestellten Stellung das Werkstückzahnrad W in spielfreiem Eingriff mit dem ortsfesten Rollrad 142 und mit dem ortsbeweglichen Rollrad 164 steht und daß der Zahnrad-Rollvorgang beendet ist In dieser Phase wird der Werkzeugträger 154 durch Aufhebung des auf den Zylinder 150 wirkenden hydraulischen Druckes oder, bei Bedarf, durch Umkehr der Wirkungsrichtung des Zylinders nach unten gefahren, wodurch sich das bewegliche Rollrad 164 nach unten vom fertigbearbeiteten Werkstückzahnrad W löst In dieser Phase bleibt das Werkstückzahnrad im spielfreien Eingriff mit dem ortsfesten Rollrad 142, da der Zylinder 182 in der entsprechenden Richtung beaufschlagt ist Sobald der Werkzeugträger 154 in seine tiefste Stellung eingefahren ist oder auf seinem Weg in die tiefste Stellung einen vorbestimmbaren Punkt erreicht hat, wird der Druckmittelzylinder 182 unter Druck gesetzt, so daß die Kolbenstange 186 nach unten fährt und das fertigbearbeitete Werkstückzahnrad außer Eingriff bringt und in eine Stellung verfährt, in der es vom ortsfesten Rollrad 142 freigeht Diese Zwischenstellung ist durch Anlage des Werkstückträgers 170 am Anschlag 180 bestimmt
Jetzt wird das fertigbearbeitete Werkstückzahnrad aus der Maschine entnommen und durch ein neues Werkstückzahnrad ersetzt, das am umlaufenden Aufnahmedorn 174 aufgenommen wird. Nach beendetem Ladevorgang wird die Zufuhr von Druckmittel zum Druckmittelzylinder 182, der den Werkstückträger 170 nach unten zwängt, unterbrochen, so daß die Feder 176 wirksam wird und den Werkstückträger 170 und damit das neue Werkstückzahnrad nach oben in spielfreien Eingriff mit dem ortsfesten Rollrad verfährt Das Einfahren des Werkstückzahnrades in die Eingriffsstellung mit dem ortsfesten Rollrad geht normalerweise ohne Schwierigkeiten vor sich. Gelegentlich kann es jedoch vorkommen, daß dabei Zahn auf Zahn stößt und daß die beiden Räder nicht zum Eingriff kommen. Es ist daher zweckmäßig, den Zylinder 150 mit dem zur Durchführung des Rollvorganges erforderlichen Druck erst dann zu beaufschlagen, wenn das Werkstückzahnrad und das ortsfeste Rollrad 142 miteinander im Zahneingriff stehen. Diese Druckverzögerung kann durch einen Schalter bewirkt werden, der erst dann schließt, wenn der Werkstückträger 170 eine vorbestimmbare Höhenlage eingenommen hat, die anzeigt, daß die Verzahnungen des Werkzahnrades und des Rollrades spielfrei rotierend ineinander eingreifen.
In dieser Phase wird das Werkstückzahnrad in genauer zeitlicher Abstimmung bzw. synchron durch das ortsfeste Rollrad 142 angetrieben, so daß seine Verzahnung synchron mit der Verzahnung des ortsbeweglichen Rollrades 164 umläuft Dieser Synchronlauf ist durch eine Vorrichtung erzielbar, die den Synchronlauf zwischen den Antriebswellen 146 und 166 gewährleistet Dadurch ist bei Aufwärtsbewegung des Werkzeugträgers 154 zwangläufig ein genaues und störungsfreies Ineinandergreifen der Verzahnungen des Werkstückzahnrades W und des ortsbeweglichen Rollrades 164 gewährleistet
Bedingt durch die Wirkungsweise wird das Werkstückzahnrad in spielfreiem Eingriff mit dem ortsfesten Rollrad 142 gehalten. Das Werkstückzahnrad kann sich daher zwischen dem ortsfesten und dem ortsbeweglichen Rollrad 142 bzw. 164 frei in eine zentrierte Lage einpendeln. Da diese Pendelbewegung weitgehend durch die Wirkung der Feder 176 auf den Werkstückträger 170, weniger durch unmittelbar am Werkstückzahnrad angreifende Kräfte hervorgerufen wird, können die Zähne des Werkstückzahnrades weder klemmen noch ungleichmäßigen Druckkräften ausgesetzt sein.
Obgleich im Vorstehenden eine Anordnung beschrieben wurde, in der die Feder 176 den Werkstückträger 170 nach oben bewegt, leuchtet es ein, daß bei entsprechender Einstellung oder bei Wahl einer Feder mit abweichender Dimensionierung eine teilweise Entlastung herbeigeführt werden kann, obei der Werkstückträger 170 trotzdem bei drucklosem Zylinder 182 nach unten in die Zwischenstellung fahren kann, die durch Anfahren an den Anschlag 180 bestimmt ist Bei dieser Wirkungsweise wird der anfängliche Arbeitsschritt der an einem Zahnrad vorgenommenen Fertigbearbeitung eingeleitet durch die Druckbeaufschlagung des Zylinders 182 in einer Richtung, in der der Werkstückträger 170 nach oben bewegt wird. Der Druck wirkt im Zylinder während des gesamten Zahnrad-Rollvorganges.
Nach der Abwärtsverstellung des Werkzeugträgers 154 wird die Druckzufuhr zum Zylinder 182 unterbrochen, so daß der Werkstückträger 170 unter der Wirkung der Schwerkraft nach unten in die Zwischenstellung einfährt
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß die senkrechte Bewegung des Werkstückträgers 170 unter Vermeidung einer Feder, einer Entlastungsvorrichtung o.a. einfach dadurch erzielbar ist, daß man dem Zylinder 182 Druck in entgegengesetzten Richtungen zuführt, wobei die senkrechte Verstellbewegung des Werkstückzahnrades synchron zur senkrechten Bewegung des Werkzeugträgers 154 durch eine Vorrichtung bewirkbar ist, die trotzdem von der eigentlichen Senkrechtverstellung des Werkzeugträgers 154 unabhängig ist
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Zahnradrollmaschine zum Fertigrollen vorverzahnter Zahnräder mit einem am Maschinengestell angeordneten, feststehenden Werkzeugträger eines umlaufenden ersten Rollwerkzeuges, einem in Führungsbahnen am Maschinengestell auf den feststehenden Werkzeugträger zu und von diesem weg mittels einer ersten Zustellvorrichtung beweglichen Werkzeugträger eines umlaufenden zweiten Rollwerkzeuges und einem Werkstückträger, der mittels einer zweiten Zustellvorrichtung zwischen den beiden Rollwerkzeugen in am Maschinengestell ausgebildeten Führungsbahnen auf den feststehenden Werkzeugträger zu in eine Arbeitsstellung und von diesem weg in eine Ladestellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (48; W) mh Hilfe der Zustellvorrichtungen (36, 50, 52; 150, 176, 182) nacheinander mit den Rollwerkzeugen (24, 34; 142, 164) in und außer Eingriff bringbar ist
2. Zahnradrollmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (48; W) zuerst mit dem ersten Rollwerkzeug (24) in Eingriff bringbar ist
3. Zahnradrollmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zustellvorrichtung (50, 52; 176, 182) eine das Werkstück (48; W) gegen das erste Rollwerkzeug (24; 142) drückende erste Feder (78; 176) und eine ihr entgegenwirkende Einrichtung (82,86,104; 36; 182) umfaßt
4. Zahnradrollmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zustellvorrichtung (50,52) mittels einer zweiten, in Richtung der ersten Feder (78) wirkenden Feder (104) und zugehöriger Anschläge (82,86) mit der ersten Zustellvorrichtung (36) gekoppelt ist
5. Zahnradrollmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung der Zustellvorrichtung (36; 50,52) über eine Kupplungsstange (85), ein die Kupplungsstange (85) in Längsrichtung verschieblich führendes Federgehäuse (94) für die zweite Feder (104), an der Kupplungsstange (85) verschieblich angeordnete Federsitze (106,108) mit zugehörigen Sicherungsringen (110, 114) sowie einem im Federgehäuse (94) angeordneten, mit d»n Federsitzen (106, 108) zusammenwirkenden weiteren Sicherungsring (118) erfolgt.
6. Zahnradrollmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die der ersten Feder (176) entgegenwirkende Einrichtung einen Druckmittelzylinder (182) umfaßt.
DE19722233251 1971-07-06 1972-07-06 Zahnradrollmaschine zum Fertigrollen vorverzahnter Zahnräder Withdrawn DE2233251B2 (de)

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