DE223393C - - Google Patents

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DE223393C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05FDEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
    • E05F13/00Mechanisms operated by the movement or weight of a person or vehicle
    • E05F13/04Mechanisms operated by the movement or weight of a person or vehicle by platforms lowered by the weight of the user

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  • Gates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223393 KLASSE 6Bd. GRUPPE
FRANZ SCHÜRMANN in LENNE i.W.
von Türen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Dezember 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ent- und Verriegeln, sowie Öffnen und Schließen von Türen mittels eines auf jeder Seite unten vor der Türbeldeidung angeordneten Trethebels. Das Wesen der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß eine Tretwelle in einem rechts- und linksseitig gebauten Tretschloß wagerecht gelagert und durch eine gemeinsame Kettenzugvorrichtung
ίο mit dem nach unten verlängerten unteren Türfitschendorn derartig verbunden ist, daß durch Treten des Fußes auf den erhöhten Trethebel die Tür auf- oder zugedreht und somit selbsttätig geöffnet oder geschlossen wird.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in
Fig. ι im Längs- und in
Fig. 2 im Querschnitt dargestellt, während Fig. 3 das Tretschloß in vergrößertem Maßstab veranschaulicht.
Das Tretschloß α besteht aus einem geschlossenen Gehäuse mit Innenmechanismus, dessen Hebel h mit der senkrechten Zug- oder Schubstange b, welche hinter der Türbekleidung verdeckt angeordnet ist, so beweglich verbunden ist, daß durch den Zug der Stange δ nach unten das Lösen der Türfalle c vom Türschließblech d und umgekehrt durch deren Hochschieben die Verriegelung erzielt wird.
Der Innenmechanismus des Tretschlosses a besteht ferner aus der wagerecht durch die Türwand gehenden, für beliebige Wanddicke y passend einstellbaren Tretwelle e mit dem Zahnrad r und davor gelagerter Seilrolle g.
Die Welle e ist nach vorn und hinten vor die Gehäusewand verlängert, um die Trethebel f, f1 mit je zwei Pedalen aufzunehmen. Parallel der Tretwelle e ist im Gehäuse noch eine Triebwelle e1 mit darauf aufgekeiltem Zahnrad r1 angebracht, auf deren Hinterende der Zug- und Druckhebel h befestigt ist, dessen Ende mit dem unteren Ende der Türzug- oder Schubstange b drehbar verbunden ist. Auf der andern Seite des Türrahmens sitzt ein ähnlich gebautes zweites Tretschloß α1, in welchem das andere Ende der Tretwelle β gelagert ist. Der Mechanismus dieses Tretschlosses besteht jedoch nur aus einer Seilrolle g1 mit dem Trethebel f1. Beide Seilrollen g und g1 sind ferner durch einen in einem Hohlraum unter dem Türfußboden angeordneten Kettenseilzug i, k, i1, der über je eine am Schloßgehäuse befestigte, nach unten vorstehende Führungsrolle ν läuft, drehbar verbunden. Die Glieder der Kette k sind um eine wagerecht am unteren Ende des Türfitschendorns η gelagerte Kettenrolle m so befestigt, daß dadurch der auf die erhöht stehende Tretplatte des Trethebels f ausgeübte Fußdruck ein Auf- oder Zudrehen der Tür t bewirkt. Das untere Ende des Türfitschendorns η ist in dem geschlossenen Gehäuse I befestigt.
Der Kettenseilzug i, k, i1 ist etwas lose zwischen den beiden Seilrollen g, g1 befestigt, so daß beim Treten auf die erhöhte Platte des Trethebels f. oder Z"1 zunächst der Zug- und Druckhebel h nach unten gezogen wird,
wobei die Zugstange b die Türfalle c vom Schließblech d löst. Alsdann wird mittels des auf den Trethebel f weiter ausgeübten Fußdruckes das Seilende i auf die Seilrolle g aufgewickelt und dementsprechend das Seilende i1 von der Seilrolle g·1 des Tretschlosses a1 abgewickelt, wodurch die Tür t sich öffnet. Hat nun die Person z. B. mit beladenen Händen die Türöffnung durchschritten und
ίο will die geöffnete Tür von der anderen Seite wieder durch Fußdruck auf den jetzt erhöht stehenden Trethebel f1 des Tretschlosses a1 schließen, so tritt die umgekehrte Wirkung des Mechanismus ein. Die Tür t wird zuerst in den Türfalz gezogen und durch weiteres Drücken des Fußes auf f1 die Wellen e und e1 unter Vermittlung der Zahnräder ν und v1 so herumgedreht, bis der Hebel h durch die Zugstange b das Schließblech d nach oben vor die Türfalle c verschiebt und dadurch die Verriegelung der Tür bewirkt.
Man ist somit durch diese Vorrichtung bei beladenen Händen im Stande, nur durch einen Fußdruck auf die erhöht stehende Platte des Trethebels f oder f1 die Tür selbstätig erst zu entriegeln und dann zu öffnen oder umgekehrt erst zu schließen und dann wieder zu verriegeln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum selbsttätigen Ent- und Verriegeln, sowie Öffnen und Schließen von Türen mittels eines auf jeder Seite der Tür angeordneten Trethebels, dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Seite der die Trethebel (f, fl) verbindenden Welle (e) ein Zahnrad (r), durch welches eine das Schließblech (d) von der Türfalle (c) zurückziehende Zug- und Schubstange (b) bewegt wird und auf jeder Seite der Welle (e) ferner eine Seilrolle (g, g1) gelagert ist, wobei von der einen Seilrolle (g) über eine auf dem Türdrehzapfen (n) wagerecht gelagerte Kettenrolle (m) nach der anderen Seilrolle (g 1J ein Zugmittel (i, k, i1) derart durch Führungsrollen (v) geführt ist, daß durch Treten auf den einen Trethebel (f) das Entriegeln und öffnen der Tür und nach deren Durchschreiten durch Treten. auf den anderen Trethebel (f1) das Schließen und Verriegeln der Tür erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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