DE223575C - - Google Patents

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B59/00Applications of bobbin-winding or -changing devices; Indicating or control devices associated therewith

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufspulen von Faden, und besonders zum Aufspulen von Wachsfaden, der beim Nähen gewisser Teile von Schuhen oder Stiefeln verwendet wird. Der Zweck der Erfindung ist, eine einfache und wirksame Vorrichtung dieser Art zu schaffen und Wärme zu dem Mittelpunkt der Fadenmasse während des Aufspulens und nach Vollendung desselben zu leiten, so daß der Wachsfaden in gutem Arbeitszustande und gebrauchsfertig erhalten werden kann.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Vorderansicht dieses Ausführungsbeispieles, der Erfindung im Schnitt, wobei Teile weggebrochen sind.
Fig. 2 ist eine Ansicht des linken Teiles der Fig. i, in der Richtung des Pfeiles gesehen.
Fig. 3, 4 und 5 sind Einzeldarstellungen, wobei Fig. 4 in kleinerem Maßstabe dargestellt ist. . .
Das Gestell A, welches vorzugsweise einen Teil des Gestelles einer Nähmaschine für Schuhwerk bildet, ist mit einem Lagerteil 1 versehen, in .dem die Muffe 2 fest angeordnet ist, wobei das Gestell A gewünschten Falles hohl ist und je nach Gutdünken erhitzt wird oder nicht. Innerhalb der festen Muffe 2 ist eine Muffe 3 drehbar; zwischen dem abgeschrägten rechten Ende der Muffe 3 und einer Schulter 5 der festen Muffe 2 sind Kugeln 4 eingeschaltet, während ■ am entgegengesetzten Ende Kugeln 9 zwischen das Lager 6 der Muffe 3 und die Endwand 7 einer auf das linke Ende der festen Muffe 2 geschraubten Kappe 8 geschaltet sind. Aus der beschriebenen Bauart ist ersichtlich, daß, obwohl längsweise Bewegung der Muffe 3 in der festen Muffe 2 verhindert ist, erstere sich doch frei auf ihren Kugellagern darin drehen kann.
An dem einen Ende der drehbaren Muffe 3 ist der Antrieb 11 bei 10 festgeschraubt; dieser Antrieb besteht aus einer Scheibe, über welche der von irgendeiner Kraftquelle führende Riemen 12 geht. Die Stirnfläche der Antriebsscheibe 11 ist mit einer .Nut 13 versehen, in welche in geeigneten Zwischenräumen Mitnehmerstifte 14 hineinragen, die so angeordnet sind, daß sie mit Schultern 15 (Fig. 3) auf einem Kupplungsgliede 16 in Eingriff kommen, dessen kreisabschnittförmige Teile 17 in die Nut 13 der Scheibe 11 hineinpassen, so daß, wenn der Teil 16 nach rechts (Fig. 1) bewegt wird, die Stifte 14 und die Schultern 15. durch Drehung der Scheibe 11 in Eingriff gebracht werden, und wenn das Glied 16 nach links bewegt wird (Fig. 1), die Teile außer Eingriff kommen.
Längsweise durch die drehbare Welle geht die Antriebswelle 18, an welcher mittels des Stiftes 19 das bereits erwähnte · Glied 16 befestigt ist. Die Welle 18 ist an einem Ende innerhalb der Muffe 3 mit einem festen Kragen 20 versehen und wird von einer Feder 21 umgeben, deren eines Ende auf dem Kragen 20 ruht, und deren anderes Ende gegen den am Ende der Muffe 3 befindlichen Flansch 22 drückt, so daß die Feder 21 in der Normalstellung bestrebt ist, die Welle 18 nach rechts zu bewegen und das Kupplungsglied 16 in der beschriebenen Weise mit der Scheibe 11 zu
kuppeln (Fig. ι). Zwischen der drehbaren Muffe 3 und der Welle 18 sind Kugeln 23, 24 vorgesehen.
Auf dem linken Ende der Welle 18 wird die Spule 25 oder ein beliebiger Fadenträger mittels einer bei 27 auf die Welle 18 geschraubten Kappe 26 zwischen letzterer und dem Kupplungsgliede 16 festgeklemmt, so daß sie sich mit der Welle dreht.
Beim Aufspulen von Wachsfaden zum Gebrauch für Nähmaschinenschiffchen ist es wünschenswert, daß das Aufspulen selbsttätig aufhört, wenn die Spule gefüllt ist, und es ist ebenfalls wünschenswert, daß die Vorrichtung, mittels deren dies geschieht, nicht während des ganzen Spulens in Eingriff mit dem Wachsfaden steht.
Zu diesem Zweck' ist in dem Gestell der hier dargestellten Maschine eine Bremswelle 28 vorgesehen, die an einem Ende, in der Nähe der Spule oder des Fadenträgers 25, mit einem den Faden berührenden Finger 29 und einem Fingerstück 30 versehen ist. Dieser Finger 29 wird in der Normalstellung in geringer Entfernung von derjenigen Stelle gehalten, welche der Umfang der Spulenwicklung erreicht, wenn die Spule vollgewickelt ist, d. i. ungefähr um die Hälfte des Spulendurchmessers der vollgewickelten Spule über der Achse der Spule 25, wenn diese auf der Welle 18 festgeklemmt ist. Auf diese Weise kommt der Finger 29 nicht eher mit dem Wachsfaden in Berührung, als bis die Spule so gut wie gefüllt ist. Nahe dem entgegengesetzten Ende ist die Welle 28 mit einer Ein- und Ausrückvorrichtung 31 versehen, die eine Hubfläche 32 besitzt (Fig. 1 und 4), welche mit dem Ende 33 der Welle 18 in Eingriff kommen und dieselbe gegen die Spannung der Feder 21 bewegen kann, wenn das freie Ende dieser Ein- und Ausrückvorrichtung 31 aus der in Fig. 4 dargestellten in die in Fig. 1 dargestellte Stellung geschoben wird, was durch den Eingriff des Fingei'S 29 mit dem aufgespulten Faden nach Vollendung des Aufspulens geschieht. Das freie Ende der Ein- und Ausrückvorrichtung 31 hat auch Flansche 34, 34, die das viereckige Ende der Welle 18, wie in Fig. 4 dargestellt, umfassen, wenn das freie Ende der Vorrichtung 31 genügend gehoben ist.
Wenn die Spule genügend gefüllt ist, ist es wünschenswert, daß das Anhalten der Teile möglichst schnell geschieht, um so weit wie möglich jede Beschädigung des Wachsfadens durch verlängerte Berührung desselben mit dem Anhaltefinger zu vermindern und schlechtes Aufspulen zu vermeiden.
Wie in Fig. 1 und 4 dargestellt, ist auf dem Maschinengestell ein Glied 35 bei 36 drehbar, und eine Feder 37 ist bestrebt, das freie Ende dieses Antriebes stets nach rechts (Fig. 4) zu schwingen. Die Ein- und Ausrückvorrichtung 31 ist mit einem Stift 38 versehen, der in eine Aussparung des Gliedes 35 eingreifen kann, wie in Fig. 4 dargestellt, wenn die Ein- und Ausrückvorrichtung sich in ihrer niederen Stellung befindet (Fig. 4), so daß, wenn die Teile sich in der in Fig. 4 gezeigten Stellung befinden, der Antrieb 35 mittels des in die Aussparung eingreifenden Stiftes 38 die Ein- und Ausrückvorrichtung 31 in ihrer gesenkten Stellung hält. Wie bereits erwähnt, sitzt der Finger 29, welcher mit der aufgespulten Fadenmasse auf der Spule in Eingriff kommen kann, wenn das Aufspulen so gut wie beendet ist, auf der Welle 28 fest, und folglich wird, wenn die Teile die in Fig. 4 dargestellte Stellung einnehmen, die Vorrichtung 31 den den Faden berührenden Finger 29 in solcher Stellung halten, daß er mit dem Faden in Berührung kommt, wenn die Masse vollständig aufgespult ist.
Aus dem Vorangehenden ist ersichtlich, daß, wenn die Ein- und Ausrückvorrichtung 31 sich in ihrer gesenkten Stellung (Fig. 4) befindet, die Welle 18 durch die Feder 21 gezwungen wird, sich nach rechts zu bewegen, und die Scheibe 11 und die Kupplung 16 miteinander gekuppelt werden. Hierbei wird der Finger 29 in solcher Lage gehalten, daß er außer Eingriff mit dem Faden ist, während dieser aufgespult wird, aber in Berührung mit demselben kommt, wenn eine genügende Menge desselben aufgespult ist. Dann wird der Finger 29 gehoben, wodurch wiederum die Ein- und Ausrückvorrichtung gehoben und der Stift 38 außer Eingriff mit der Aussparung in dem Gliede 35 der Ein- und Ausrückvorrichtung 31 gebracht wird. Die Kante 39 des Gliedes 35 ist bogenförmig, wie in- Fig. 4 gezeigt, und endet in eine Anschlagfläche 40. Sobald nun der Stift 38 außer Eingriff mit der ihn haltenden Aussparung tritt, kommt er auf die bogenförmige Fläche des Gliedes 35, welches durch die Feder 37 schnell die Aufwärtsbewegung der Ein- und Ausrückvorrichtung 31 vollendet und auf diese Weise den Finger 29 schnell von dem aufgespulten Faden entfernt und mittels der Hubfläche 32 die Welle 18 nach links verschiebt, so daß die Scheibe 11 und das Glied 16 entkuppelt werden und das Eintreten des viereckigen Endes der Welle 18 zwischen die Flansche 34 die Welle zum Stillstand bringt.
Sollten die Kanten des viereckigen Endes der Welle 18 nicht parallel mit den Flanschen 34 der Hubfläche 32 liegen, wenn letztere die Welle bewegt, um die Scheibe 11 und das Kupplungsglied 16 außer Eingriff zu bringen, so wird infolge der nachgiebigen. Lagerung des Gliedes 35 ein genügend langsames Aufsteigen der Ein- und Ausrückvorrichtung 31
gestattet, um die Flansche 34 der letzteren und die Kanten des viereckigen Endes der "Welle 18 während der Drehung der Welle ohne jede Verletzung der Teile in Eingriffslage zu bringen.
Bei der Verwendung von Wachsfaden in Nähmaschinen ist es besonders wichtig, daß der Faden erhitzt und auf verhältnismäßig hoher Temperatur erhalten wird, damit die erforderliche Biegsamkeit desselben gesichert ist, gleichviel, ob derselbe Schiffchen- oder Nadelfaden ist. Bisher wurden bei der Verwendung von mit Wachsfaden versehenen Spulen in dieser Art von Maschinen eine Anzahl von Spulen aufgespult und dann, wenn sie gebraucht werden sollten, im Ofen erhitzt, ein Verfahren, welches wenig empfehlenswert und kostspielig ist, weil es eine große Anzahl von Spulen erfordert und weil, wenn diese nach dem Aufspulen erhitzt werden, die Hitze ungleichmäßig verteilt ist. Bei der vorliegenden Erfindung wird daher die Spulvorrichtung vorzugsweise durch ein Konsol A unterstützt, das an einer Wachsfadennähmaschine befestigt ist oder einen Teil derselben bildet, so daß der die Maschine bedienende Arbeiter die Spulen selbst nach Bedarf aufspulen kann, und da er nur eine Spule auf einmal gebraucht, so sind nur zwei Spulen für jede Maschine erforderlich.
Zur Erhitzung des Fadens kann das Gestell A zum Teil aus einem hohlen Gußstück gebildet und mittels Dampf erhitzt werden, der durch ein Zuflußrohr von einer Vorratsquelle dorthin gebracht wird, während ein anderes Rohr für Umlauf bzw. Abfluß sorgt. Es ist ersichtlich, daß die dem Konsol oder dem Gestell zugeführte Hitze auf die Spule und die darauf befindliche Fadenmasse übertragen wird.
In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nun eine Vorrichtung angeordnet, mittels deren Hitze dem Innern der Fadenmasse während des Aufspulens zugeführt wird und die Fadenmasse erhitzt bleibt, bis sie in Gebrauch genommen wird; der Arbeiter braucht dann nur die aufgespulte und erhitzte Spule aus der Spulvorrichtung zu entfernen und in Arbeitsstellung zu bringen, während eine andere leere Spule auf die Welle 18 gebracht und das Aufspulen durch einfaches Niederdrücken des Fingerstückes 30 begonnen wird. Wenn die Spule voll ist, wird die Tätigkeit des Spulens selbsttätig angehalten, wie bereits beschrieben, und die nun gefüllte und erhitzte Spule wird auf ihrem Träger erhitzt erhalten, bis sie ihrerseits zum Gebrauch im Schiffchen verwendet wird.
Eine zweckdienliche Vorrichtung zur Übertragung von Hitze auf die Mitte der Fadenmasse während des Spulens und nach demselben besteht darin, daß das Kupplungsglied 16 ringsum mit einer Nut 41 versehen (Fig. 1 und 3) und in dieser Nut 41 ein Stützblock 42 gelagert wird. Diese Teile sind vorzugsweise aus Metall gebildet, und der Stützblock hat ein äußeres Lager 43 für einen Wärmeleiter 44, der vorzugsweise aus einer langen, biegsamen Röhre besteht, die an den betreffenden Enden mit Dampf- oder sonstigen Heizungsröhren 45 verbunden ist. Durch diese Form einer Heizungsvorrichtung kann das Kupplungsglied 16 frei mit der die Spule treibenden Welle 18 nach rechts oder links bewegt werden, ohne daß seine Verbindung mit der Heizquelle gestört würde, da die Biegsamkeit der Röhre genügend groß ist, um eine solche Bewegung zu gestatten. Aus Fig. 2 und 5 ist ersichtlich, daß, obwohl der Stützblock 42, wie bereits erwähnt, auf dem Kupplungsgliede 16 angeordnet ist und dieses umfaßt, er sich doch nicht mit demselben dreht und auf diese Weise eine feste Lagerfläche für die Heizungsröhre 44 bildet. Augenscheinlich wird die der Röhre 44 zugeführte Hitze durch den Stützblock und die Nabe des Kupplungsgliedes 16 auf die Welle 18 übertragen und von dieser unmittelbar auf die Mitte der Spule und die daraufgespulte Fadenmasse.

Claims (6)

Patent-An Sprüche:
1. Spulvorrichtung zum Aufspulen von Wachsfaden für Nähmaschinenschiffchen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Heizvorrichtung (44,45) die Fadenmasse während des Aufspulens auf der Spule (25) sowie nach dem Aufspulen von der Mitte aus erhitzt wird, um eine regelmäßige Heizung der ganzen aufgespulten Fadenmasse zu erzielen und dieselbe stets in gebrauchsfertigem Zustande zu erhalten.
2. Spulvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenmasse dadurch von der Mitte aus erhitzt wird, daß dem zur Aufnahme des Fadens bestimmten Organ (25) von dem geheizten, die Spulvorrichtung tragenden Konsol (A) oder aber von einer besonderen Heizvorrichtung (44,45) aus über dem Antrieb der Spul- no Vorrichtung dienende Zwischenglieder (2, 3, 18 bzw. 41, 16, 18) hinweg Hitze zugeleitet wird.
3. Spulvorrichtung nach Ahspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Abstellen des Antriebes der Spulvorrichtung dienende Tastfinger (29) mit der Wicklung der Spule erst in Berührung kommt, wenn dieselbe die gewünschte Stärke nahezu erreicht hat, und daß derselbe (29) bei seinem dann erfolgenden Ausschwingen einen mit einer Hubfläche (32) versehenen Arm (31)
um seinen Drehpunkt schwingt, wodurch der Spulantrieb (18, ii, 17) zunächst selbsttätig ausgerückt und dann durch eine Abstellvorrichtung (34, 33) mit der Spule zusammen zum Stillstand gebracht wird.
4. Spulvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrückbewegung des mit der Hubfläche (32) versehenen Armes (31), nachdem sie durch den Tastfinger (29) eingeleitet worden ist, durch eine federnde Vorrichtung (35, 36, 37) selbsttätig vollendet wird.
5. Spulvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine sehr geringe Bewegung des die Hubfläche (32) tragenden Armes (31) erforderlich ist, um die federnde Vorrichtung (35, 36, 37) auszulösen (38) und die durch letztere bewirkte weitere Bewegung des Armes (31) einzuleiten, so daß der Tastfinger (29) etwa in demselben Augenblick, wo ihn der aufgespulte Faden berührt, von letzterem hinweggeschnellt wird und jede sonstige, durch die längere Berührung des Fadens und des Fingers erzeugte Beschädigung des erhitzten Fadens ausgeschlossen bleibt.
6. Spulvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bewegung des Tastfingers (29) auf die Spulenachse zu der die Hubfläche (32) tragende Arm (31) abwärts geschwungen und in dieser Stellung gesperrt wird (35, 36, 37, 38), wobei die Spulvorrichtung durch eine Feder (21) wieder eingerückt wird (11,16).
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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