DE223741C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12G—WINE; PREPARATION THEREOF; ALCOHOLIC BEVERAGES; PREPARATION OF ALCOHOLIC BEVERAGES NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES C12C OR C12H
- C12G1/00—Preparation of wine or sparkling wine
- C12G1/06—Preparation of sparkling wine; Impregnation of wine with carbon dioxide
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223741 -KLASSE 6 c. GRUPPE
EUGENE CHARMAT in PARIS.
Vorrichtung zur Herstellung von Schaumwein.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom —
20. März 1883
die Priorität
14. Dezember 1900
auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom ι. Februar 1908 anerkannt, soweit Identität der Gegenstände
besteht.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Schaumwein
nach dem Champagnerverfahren unter Benutzung mehrerer größerer miteinander in Verbindung stehender Behälter.
Mit der Neuerung wird bezweckt, jede Möglichkeit des Entweichens voii Gas und somit
jede Druckerniedrigung in den Behältern, die - den zu behandelnden Wein enthalten, zu vermeiden
und gleichzeitig eine leichte Reinigung aller wesentlichen Teile der Vorrichtung zu ermöglichen.
Von den bekannten Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich der Gegenstand, vorliegender
Erfindung dadurch, daß jeder Behälter nur eine Öffnung besitzt, welche durch einen sämtliche
erforderlichen Rohrleitungen tragenden Deckel verschlossen ist. Die Behälter sind so
aufgestellt, daß ihre mit den Deckeln verschlossenen Öffnungen nach unten gekehrt sind,
so daß alle innerhalb der einzelnen Behälter befindlichen Rohre während des Betriebes stets
von Wein bedeckt bleiben und ein Entweichen von Gas ausgeschlossen ist.
Diese Behälter, welche in bekannter Weise stufenweise übereinander aufgestellt sind, sind
ferner unter sich, mit einer Kohlensäureflasche, mit einer Leitung für sterile Luft, mit einem
Hefengefäß sowie mit Leitungen für Dampf und Wasser derart verbunden, daß der Wein unter
einfachem hydrostatischem Druck durch sämtliche Behälter befördert, in dem obersten pasteurisiert,
in einem darunter befindlichen Behälter bzw. in mehreren solchen in der bei der Schaumweinbereitung in Flaschen üblichen
Weise in Gärung versetzt, von der Hefe getrennt, in einem noch tiefer stehenden Behälter gekühlt
und geklärt und endlich mit Hilfe des untersten Behälters in Flaschen abgezogen werden kann,
ohne daß der Wein mit der Außenluft in Berührung kommt.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht die Zeichnung.
Fig. ι zeigt den Apparat, in welchem die
zweite Gärung des Weines bewirkt wird, in Ansicht und teilweise im Schnitt. Fig. 2 zeigt
in schematischer Darstellung die. Gesamteinrichtung, in welcher die verschiedenen Prozesse
bei der Herstellung des moussierenden Weines stattfinden.
. Der in der Fig. 1 veranschaulichte Behälter für die zweite Gärung des Weines besteht aus
einem großen zylindrischen Gefäß 1 aus Stahlblech, welches durch autogene Lötung geschlossen
und innen mit einem besonderen, äußerst fest anhaftenden und unzerstörbaren
Glasüberzug versehen ist. Der Rauminhalt des Behälters ι kann verschieden groß sein und
beispielsweise mehrere Hektoliter betragen. Der
obere Teil 2 des Behälters endigt in einer Halbkugel, während der Untere Teil 3 die Form
eines abgestumpften Kegels besitzt und am unteren Ende mit einer Öffnung 4 versehen ist,
welche durch einen Deckel 5 aus versilbertem j Nickeleisen dicht verschlossen werden kann. !
Die Verbindung des Deckels mit dem Behälter \ wird unter Vermittlung eines Randes 6 her-.
gestellt, welcher aus demselben' Material wie
to. der Behälter besteht und auf seiner Stirnfläche eine ringförmige Nut 7 besitzt, in die sich
ein Ansatz 8 des Deckels 5 einlegen kann. Der Deckel 5 wird durch einen Ring 9 und durch
Bolzen 10 fest an den Rand 6 des Behälters angepreßt. Die Bolzen 10 sind durch Augen mit
dem Rand des Behälters verbunden und greifen in Einschnitte des Deckels 5 und des Ringes 9
ein. In dem Deckel 5 sind die verschiedenen Verbindungsröhren unter Vermittlung . von
Schraubenverbindungen 16 angebracht. Der Innenraum des Behälters wird durch die Verbindungsröhre
11 mit dem Wein, welcher der zweiten Gärung unterworfen werden soll, und
durch die Verbindungsröhre 12, we'ehe mit
einem zum Anzeigen des Druckes dienenden Manometer 13 versehen ist, mit Kohlensäure
oder einem anderen unter Druck stehenden Gas in Verbindung gebracht. Durch Hähne oder
geeignete Schieber kann die Verbindung nach Belieben hergestellt oder unterbrochen werden.
Bei der Verwendung von Wein ermöglicht ein doppelter Schieber 14, 14' eine Probenahme,
ohne daß der Druck der Kohlensäure oder eines anderen in der Vorrichtung vorhandenen inerten
Gases aufgehoben werden muß. Durch eine dritte Verbindungsröhre 15 kann der Behälter
nötigenfalls entleert werden.
Der zum Pasteurisieren des Weines dienende Behälter ist in derselben Weise eingerichtet und
weist nur den einzigen Unterschied auf, daß der Deckel drei Verbindungsröhreh mehr trägt. Die
eine dieser Röhren dient zum Einlassen von Dampf in die Pasteurisierschlangen, die zweite
zum Ablassen des Dampfes, während die dritte Röhre zur Einführung eines Thermometers bestimmt
ist, um die Temperatur der in dem Behälter eingeschlossenen Flüssigkeit messen zu können.
■ Die ganze Vorrichtung dient gleichzeitig zur gewerblichen Herstellung von moussierenden Weinen und von gegorenen Getränken im allgemeinen und zur Abklärung der Weine und anderer Getränke im geschlossenen Kreislauf unter konstantem Druck. Eine beispielsweise Ausführungsform der Gesamtvorrichtung veranschaulicht die Fig. 2 in schemätischer Darstellung.
■ Die ganze Vorrichtung dient gleichzeitig zur gewerblichen Herstellung von moussierenden Weinen und von gegorenen Getränken im allgemeinen und zur Abklärung der Weine und anderer Getränke im geschlossenen Kreislauf unter konstantem Druck. Eine beispielsweise Ausführungsform der Gesamtvorrichtung veranschaulicht die Fig. 2 in schemätischer Darstellung.
Darin bezeichnet 20 den Behälter zum Pasteurisieren,
21 einen von den zur Gärung dienenden Behältern, deren Anzahl verschieden
groß sein kann, 22 den Behälter zur Abklärung, 23 den Behälter zum Abziehen und 24 die Abziehvorrichtung
mit Gegendruck. In der Leitung 11 fließt der Wein in Richtung der Pfeile
25. In der Leitung 12 strömt die Kohlensäure 65-
oder ein anderes unter Druck stehendes inertes Gas in der Richtung der Pfeile 26. Der Dampf
strömt durch die Leitung 27, welche durch ein Abzweigrohr 28 und einen Hahn 37 mit der
Leitung 11, in welcher der Wein fließt, in Verbindung
gebracht werden kann, um die Leitung 11 reinigen zu können. Durch die Röhre 29
kann der kondensierte Dampf abgeleitet werden. Zum Pasteurisieren dienen die Dampfschlangen
30. Das Schla.ngenrohr 31 im Behälter 22 dient zur Abkühlung und ist mit den Röhren
32 und 33 verbunden, durch welche das Kühlmittel in der Richtung der Pfeile 34 geführt
wird. Die Kohlensäure oder ein anderes inertes. Gas befindet sich in der Flasche 35. Durch Dreiweghähne
36 kann der Wein in der einen oder in der anderen Richtung in Beziehung auf die Behälter 20, 21, 22 und 23 geleitet werden.
Damit die Gärung gut vor sich geht, ist es notwendig, daß dem pasteurisierten Wein einerseits
die zuckerhaltige Zusatzflüssigkeit, welche beispielsweise zur Hälfte aus Wein und zur
Hälfte aus Zucker bestehen kann, sowie der Gärungserreger und andererseits Luft zugeführt
wird. Wenn der ganze Inhalt der Gärungsbehäl- go ter entleert ist, müssen diese Stoffe von neuem
dem Wein zugesetzt, mit ihm innig vermischt und darin so verteilt werden, daß die Flüssigkeit
an allen Stellen vollkommen homogen ist.
Zu dem Zweck werden an der Leitung 11,
welche den zum Pasteurisieren dienenden Behälter 20 mit dem Gärungsbehälter 21 verbindet,
folgende Leitungen angeordnet:
1. Eine Leitung 48, welche mit einem Hahn
49 versehen ist, der zum Einführen und Abmessen der in dem Behälter 40 eingeschlossenen
Hefe dient. Der Behälter 40 steht durch ein Filter 42 mit der äußeren Luft in Verbindung.
2. Eine Leitung, welche ähnlich wie die vorstehend beschriebene ausgebildet ist und zur
Zuführung der zuckerhaltigen Zusatzflüssigkeit aus dem Behälter 41 dient.
3. Eine Ableitung 50, durch welche der Wein gewünschtenfalls durch Einstellung der
Hähne 44 und 45 in ein erweitertes Rohr 43 gelassen werden kann, wo er durch das Filter
42 die notwendige Luft einsaugt.
Um andererseits die zum Würzen des Weines dienende Flüssigkeit, welche beispielsweise aus
gutem alten Wein und Zucker bestehen kann, passend auf die Flaschen zu verteilen, werden
die Röhren 11 und 12, welche den Behälter 23
mit der isobarometrischen Abziehvorrichtung verbinden·, mit einem Behälter 46 in Verbindung
gebracht, welcher in der gleichen Weise wie die übrigen Behälter ausgebildet ist, jedoch
einen kleineren Rauminhalt besitzt, und in
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Schaumwein nach dem Champagnerverfahren
unter Benutzung mehrerer größerer, miteinander in Verbindung stehender Behalter,
dadurch gekennzeichnet, daß diese Behälter nur je eine Öffnung haben, deren Deckel sämtliche erforderlichen Rohrleitungen
trägt, und daß die Behälter mit den Öffnungen nach unten aufgestellt sind,
damit alle innerhalb der einzelnen Behälter befindlichen Rohre während des Betriebes
stets von Wein bedeckt sind.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Behälter der im ersten Anspruch bezeichneten Art in bekannter Weise stufenweise
übereinander aufgestellt und unter sich, mit einer Kohlensäureflasche, mit einer
Leitung für sterile Luft, mit einem Hefengefäß und endlich mit Leitungen für Dampf
und Wasser derart verbunden sind, daß der Wein unter einfach-m hydrostatischem
Druck durch sämtliche Behälter befördert, in dem obersten Behälter pasteurisiert, in
einem darunter befindlichen bzw. in mehreren solchen Behältern in der bei der Schaumweinbereitung
in Flaschen üblichen Weise in Gärung versetzt und von der Hefe getrennt, in einem noch tiefer stehenden Behälter
gekühlt und geklärt und endlich mit Hilfe des untersten Behälters in Flaschen abgezogen werden kann, ohne daß er mit
der Außenluft in Berührung kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE223741C (de) |
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0
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