DE224128C - - Google Patents

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DE224128C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B31/00Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JÄ 224128-KLASSE 42g. GRUPPE
ALBERT LEWIS DAVIS in LONDON.
Serienapparaten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. April 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Synchronbetrieb von Sprechmaschinen und photographischen Serienapparaten mit Hilfe zweier Elektromotoren, von denen der den einen Apparat, z. B. den photographischen Serien-. apparat, antreibende Elektromotor zugleich den Betriebsstrom für den den anderen Apparat, z. B. die Sprechmaschine, antreibenden Elektromotor erzeugt, und besteht in der Einschaltung
ίο einer Vorrichtung zur Änderung der Antriebsgeschwindigkeit zwischen dem photographischen Serienapparat und dem zugehörigen Elektromotor. Solche Vorrichtungen sind bereits vorgesehen, aber nur in Form von auswechselbaren Rädern u. dgl. für eine bestimmte Anzahl von Geschwindigkeiten, um den Betrieb ein und derselben Sprechmaschine mit den im Handel befindlichen Typen von photographischen Serienapparaten verschiedener Taktgeschwindigkeit zu gestatten. Die vorliegende Erfindung will im Gegensatz dazu nur kleine Gangunterschiede ausgleichen und verwendet zu diesem Zweck ein Zwischengetriebe, das eine stetige Änderung der Antriebsgeschwindigkeit gestattet. Die Anwendung der Vorrichtung ist besonders dann vorteilhaft, wenn durch Überspringen des Schallstiftes in eine falsche Kurve oder ähnliche Ursachen plötzliche Phasendifferenzen auftreten, die man durch ebenso plötzliche Änderung der Geschwindigkeit des Serienapparates in kurzer Zeit beseitigen kann, um dann die alte Einstellung wieder herzustellen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar ist Fig. 1 eine Hauptansicht des Apparates, bei welchem links der Kinematographenmechanismus und rechts der Sprechmaschinenmechanismus angeordnet ist.
Fig. 2 ist ein Schaltungsschema der Einrichtung. ■
Fig. 3 ist eine Seitenansicht in teilweisem Schnitt der Antriebsvorrichtung für den Kinematographen.
Fig. 4 zeigt eine Endansicht der Einrichtung nach Fig. 3, während
Fig. 5 eine Endansicht der Einrichtung zeigt, welche vorgesehen ist, um die gegenseitige Stellung und proportionale Bewegung von Sprechmaschine und !Cinematograph aufrecht zu er-, halten.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist α der den Kinematographen antreibende Elektromotor, der zugleich durch Umformung den Betriebsstrom für den Elektromotor / der Sprechmaschine erzeugt. Er ist zweckmäßig unter dem Tische b aufgestellt, auf welchem die Laterne c und der Kinematographenmechanismus d angeordnet ist. Der Betriebsstrom wird dem Elektromotor α von den Hauptleitungen durch den Schalter e, durch den Rheostaten f (Fig. 2) zugeführt. Auf derselben Welle sitzt der Umformer für den Betriebsstrom des Elektromotors I, der von den Kollektorringen h als Zweiphasenwechselstrom durch den Schlüssel k (Fig. 2) abgenommen und den Klemmen A, B, C des Induktionsmotors I zugeführt wird. Die vierte Leitung wird direkt von einem der Kollektorringe nach der vierten Klemme D des
Motors geleitet. Auf der Welle des Umformers ist ein Treibkonus m, welcher gleichzeitig als konische Riemscheibe dient (Fig. 3), lose gelagert, der mit der Welle durch einen zweiten mit Leder armierten Kuppelkonus η in Eingriff gebracht werden kann, der in achsialer Richtung mit Hilfe einer Gabel 0 verschoben werden . kann, die ihrerseits die Einrückbewegung durch den Hebel p erhält. Ein Kuppelkonus' q, der sich in der umgekehrten Richtung wie der Kuppelkonus m bewegt, ist mit der Schalterwelle r des Kinematographen verkeilt und wird, wenn der Konus η sich im Eingriff mit dem Konus m befindet, mit Hilfe des Riemens s.angetrieben, der durch die Führungen p in verschiedene Lage auf der Oberfläche der beiden konischen Scheiben gebracht werden kann. Die Führung t wird mit Hilfe der Schraube u eingestellt. Natürlich kann der Antrieb aber auch durch irgendeine andere Einrichtung geschehen, die stetige Änderung, der Geschwindigkeit gestattet, und kann auch auf jede beliebige Welle des Kinematographen übertragen werden. Auf der Welle 3 sind nun lose Kettenräder 1 und 2 angeordnet, die durch Ketten 4 bzw. 5 von der Umformerwelle bzw. von dem Kinematographen aus betrieben werden. An diesen Rädern 1 bzw. 2 sind in bekannter Weise geeignete Anzeigevorrichtungen 13 bzw. 14 an-· geordnet, welche anzeigen, wenn die Transfor-, matorwelle und die Kinematographenwelle synchron laufen. An Stelle der Kettenradübertragungen kann ' natürHch auch jede andere geeignete Transmissionseinrichtung treten.
Die Grammophonscheibe 11 (Fig. 1) wird von dem synchron gewickelten Wechselstrommotor 1 durch ein Schneckengetriebe 12 angetrieben, . und es ist infolgedessen klar, daß, da. der Wechselstrom immer synchron mit dem Generator- teile des. Umformers α sein muß, keine Phasenverschiebungen zwischen der Sprechmaschinenscheibe und der Welle des Transformators eintreten können.
Um nun einen Synchronismus zwischen der Sprechmaschine und dem Kinematographen zu erhalten, ist· es nur notwendig, den Riemen s, welcher den Kinematographen antreibt, entsprechend auf den konischen Scheiben m und q zu verschieben, wobei dann natürlich diese richtige Lage durch einen Einhieb o. dgl. an dem Schlitten markiert werden kann, an welchem die Riemenführung befestigt ist.
Das Übersetzungsverhältnis zwischen den Kettenrädern und der Anzeigevorrichtung ist so gewählt, daß die Anzeigevorrichtungen zusammenlaufen, d. h. einander in achsialer Richtung decken, wenn der Synchronismus des Betriebes gesichert ist. Sollte nun der, die Maschine bedienende Arbeiter den Kinematographenfilm schneller oder langsamer laufen lassen wollen, so wird nur' die Schraube, welche die Riemenführung einstellt, in der einen oder der anderen Richtung gedreht, wobei man den Grad der Abweichung von dem Synchronbetriebe durch die verschiedenen Stellungen der Anzeigevorrichtungen insofern erkennen kann, als der eine oder der andere derselben entweder überholt wird oder hinter der anderen zurückbleibt.
Zur Regulierung der Geschwindigkeit beider Apparate, d. h.' sowohl des Kinematographen als auch der Sprechmaschine, im Simultanbetrieb dient der Rheostat f. Soll der Kinematograph eher in Betrieb gesetzt werden als die Sprechmaschine, so wird der Hebel p in die Betriebsstellung, in welcher er beispielsweise durch eine Falle 15 gehalten werden kann, gerückt, während der Schalter k unterbrochen wird. Soll dagegen der Kinematograph in Ruhe bleiben, während die: Sprechmaschine arbeitet, so wird der Hebel p so gedreht, daß er die Kupplung m aufhebt. So z. B., wenn Teile des Films ausgeschnitten sind, oder der Film ist auf andere Weise verkürzt, so daß der Synchronismus unterbrochen wird, so kann dieser durch Be- '85 wegung des Hebels p wieder hergestellt werden, indem die Rolle m gelöst wird und der Hebel unmittelbar wieder in seine Stellung zurückgerückt wird.
Unter Umständen kann auch der Kupplungshebel p elektrisch von der Sprechmaschine mit Hilfe eines geeigneten Kontaktes bedient werden, der beispielsweise darin bestehen kann, daß die Sprechmaschinen welle den Strom eines. Elektromagneten zu einer bestimmten Zeit schließt, dessen Anker in Verbindung mit dem Hebel p steht.
Der Wechselstrom zum Betriebe des Motors I kann übrigens auch einphasig, zweiphasig oder auch mehrphasig sein. Die Periodizität des Stromes, die Spannung der Dynamomaschine und die Umdrehungen pro Minute werden dabei zweckmäßig so gering als möglich gemacht, um einen ruhigen Lauf zu gewährleisten.
An Stelle des Schneckenantriebes kann die Sprechmaschinenwelle auch mit/ Hilfe einer Friktionsscheibe o. dgl. angetrieben werden, die auf der Motorwelle angeordnet ist und seitlich gegen die Grammophonscheibe drückt. Natürlich kann auch jede andere Übertragungseinrichtung hier benutzt werden.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiele wird der Kinematograph von der Motorseite des Umformers aus angetrieben. Indessen ist es ebenso gut möglich, daß die Motorseite des Umformers das Grammophon treibt, während der Kinematograph durch einen besonders synchron gewickelten Motor angetrieben wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zum Synchronbetrieb von Sprechmaschinen und photographischen Se-
    rienapparaten mit Hilfe zweier Elektromotoren, von denen der den einen Apparat antreibende Elektromotor zugleich den Betriebsstrom für den den zweiten Apparat antreibenden Elektromotor erzeugt, gekennzeichnet durch eine zwischen dem photographischen Serienapparat (d) und dem zugehörigen Elektromotor (a) eingeschaltete Vorrichtung (m, q, s) zur stetigen Änderung der Antriebsgeschwindigkeit, die kleine Gangunterschiede auszugleichen gestattet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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