DE224151C - - Google Patents

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DE224151C
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/26—Oils; Viscous liquids; Paints; Inks
    • G01N33/28—Oils, i.e. hydrocarbon liquids

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42/. GRUPPE
JOSEF MUCHKA in WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1908 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, um den aus Dampf entölen! abströmenden Dampf auf seinen Gehalt an noch nicht abgeschiedenen Ölen untersuchen bzw.' die Wirksamkeit derartiger Apparate prüfen zu können.
Bis jetzt mangelt es an einem Apparat, der durch einfache Vergleichsprobe schätzungsweise den im Abdampf noch enthaltenen Gehalt an Öl bestimmen und so die Wirkungsweise des Entölers rasch und leicht kontrollieren läßt.
Nach der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Teil des vom Entöler abströmenden Dampfes aufgefangen/ in einem durchsichtigen Gehäuse zum Kondensieren gebracht und nach der Farbe bzw. milchigen Trübung der so entstehenden Emulsion an Hand einer Farbenskala näherungsweise der Ölgehalt ermittelt werden kann.
Der Apparat ist leicht in den Betrieb ein- und ausschaltbar und ermöglicht nach vorgenommener Probe das Entfernen des Kondensats oder dessen Rückführung in die Abdampfleitung des Entölers.
Die beiliegende Zeichnung gibt eine Ausführungsform dieses Apparates in Fig. 1 und 2 im Schnitt nach zwei aufeinander senkrecht stehenden Ebenen, letztere Figur mit teilweiser Ansicht, während die Fig. 3 bis 5 schematisch die verschiedenen Stellungen einzelner Teile des Apparates, welche diese während des Gebrauches einnehmen können, zeigen. Der Apparat besteht aus einem Glaszylinder a, der mittels Bolzen b und zwischengelegter Liderung zwischen zwei Deckplatten d und f eingedichtet ist.
Jede dieser Deckplatten trägt ein Hahngehäuse g bzw. h, die durch ein Rohr i miteinander verbunden sind; letzteres wird zweckdienlich mit einer Spiralwindung c oder auf sonst geeignete Weise biegsam ausgeführt, um den Glaszylinder α leicht entfernen zu können, ohne die Verbindung zwischen den Hahngehäusen lösen zu müssen.
Das Küken k des am oberen Deckel d sitzenden Hahngehäuses g besitzt eine Dreiwegbohrung ι und eine Durchgangsbohrung 2, während das Küken m des unteren Gehäuses h bloß eine Dreiwegbohrung 3 besitzt.
An das obere Gehäuse ist außerdem noch das Fangrohr η angeschlossen, welches mittels Stopfbüchse f in das vom Entöler kommende Dampfableitungsrohr r eingedichtet ist. Das in letzteres reichende Ende des Fangrohres ist schräg zugeschnitten und die Mündung q dem abströmenden Dampf zugekehrt, so daß bei entsprechender Stellung der Küken k und m Dampf in den Glaszylinder a, und zwar teils unmittelbar durch die Öffnung 4 des oberen Deckels, teils durch das Verbindungsrohr i und die Öffnung 5 des unteren Deckels gelangen kann.
Soll der Apparat zwecks Vornahme einer Probe in Wirksamkeit gesetzt werden, so wer-, den die Hähne k und m in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise eingestellt, so daß der vom
Rohr η aufgefangene Dampf in den Glaszylinder gelangen und sich darin kondensieren kann. Aus der Farbe des Kondensates, welches um so wasserheller ist, je weniger Öl dasselbe emulgiert enthält, kann auf den Gehalt des emulgierten Öles geschlossen und dieser durch Vergleich mit einer nebengehaltenen Farbenskala näherungsweise festgestellt werden.
Da diese Vergleiche bei durchfallendem Licht
ίο sicherer anzustellen sind als bei auffallendem, ist es vorteilhaft, die Vergleichskala aus durchsichtigem Glas herzustellen, und kann dieselbe dann vorteilhaft in Form eines Glasstreifens s in einem Rahmen t neben dem Zylinder α verschiebbar angeordnet sein.
Ist die Probe vollendet, so kann je nach Wunsch das im Zylinder angesammelte Kondensat abgelassen oder in die Abdampfleitung ν zurückgeführt werden.
Für ersteren Fall werden die Küken k und m in die aus Fig. 4 ersichtliche Stellung gebracht, bei welcher das Fangrohr η vom Zylinder a und Rohrleitung i abgeschaltet, das Zylinderinnere dagegen oben und unten mit der Außen- luft in Verbindung steht, so daß das Kondensat durch die untere Öffnung 5 abfließen kann. Zum Zweck der Rückführung des Kondensates in die Abdampfdichtung werden die Küken in die aus Fig. 5 ersichtliche Stellung gebracht. Bei dieser ist das Zylinderinnere oben durch die Durchgangsbohrung 2 mit der Außenluft, unten durch die Dreiwegbohrung 4 mit der Rohrleitung i in Verbindung, die ihrerseits über die Dreiwegbohrung 1 mit dem Rohr η in Verbindung steht. Da nun Luft in das Zylinderinnere strömen kann, übt der über die Mündung des Fangrohres streichende Dampf eine Saugwirkung in den Rohren η und i aus, demzufolge das Kondensat aus dem Zylinder a in die Leitung r zurückgesaugt wird. Um in diesem Falle die Saugwirkung zu begünstigen, kann das Fangrohr η um 90 ° umgestellt werden.
Der Apparat soll bei nur einiger Übung an Hand der Skala den Ölgehalt im Kondensat ziemlich genau festzustellen ermöglichen, und man soll nicht nur die Wirksamkeit des Entölers augenfällig nachweisen oder prüfen können, sondern, sofern der Entöler eine diesbezügliche Einrichtung aufweist, ihn den jeweiligen Betriebsbedingungen entsprechend so zu regeln vermögen, daß er die höchstmögliche Leistung hervorbringt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Prüfung des aus Dampfentölern abströmenden Dampfes auf seinen Gehalt an nicht abgeschiedenen Ölen aus dem Trübungsgrad eines aufgefangenen und zu Wasser kondensierten Teiles des Dampfstromes, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensationszylinder (a) lösbar zwischen zwei Deckeln eingedichtet ist, welche Hahngehäuse (g, h) tragen, die untereinander durch ein vorteilhaft biegsames Rohr (i) miteinander verbunden sind, um je nach. der Stellung ihrer Küken das Zylinderinnere mit dem Fangrohr (n) allein oder mit der Außenluft zugleich verbinden, und durch bloßes Umstellen der Hahnküken den Apparat in den Betrieb einschalten, oder das in ihm angesammelte Kondensat ablassen oder in die Abdampfleitung zurückführen zu können. .
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichskala aus durchsichtigem Glas hergestellt und neben dem Kondensationszylinder verschiebbar angeordnet ist, um mit Hilfe durchfallenden Lichtes den Ölgehalt des Kondensates leichter, und genauer feststellen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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