DE2242576C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Falten mehrerer übereinanderliegender, klammergehefteter Papierbogen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Falten mehrerer übereinanderliegender, klammergehefteter Papierbogen

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DE2242576C2
DE2242576C2 DE19722242576 DE2242576A DE2242576C2 DE 2242576 C2 DE2242576 C2 DE 2242576C2 DE 19722242576 DE19722242576 DE 19722242576 DE 2242576 A DE2242576 A DE 2242576A DE 2242576 C2 DE2242576 C2 DE 2242576C2
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Paul 2000 Hamburg Jendrusch
Karl-Heinz 2081 Ellerbek Schlottke
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ECH Will GmbH and Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B4/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by discontinuous stitching with filamentary material, e.g. wire

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Falten mehrerer übereinanderliegenden klammergehefteter Papierbogen oder ähnlicher Bogen, die zum Herstellen von Heften in mehrfacher Gebrauchslänge schrittweise quer zu ihrer langen Seitenkante gefördert werden, wobei die Papierbogen während einer Stillstandszeit geheftet und während eines Förderschrittes zu einem Heft mehrfacher Gebrauchslänge gefaltet werden.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
Bei der Herstellung von Heften besteht ein Problem darin, daß die Klammern mittig im Rücken der Hefte angeordnet sein sollen. Weil das Klammern und Falten in zwei Arbeitsschritten erfolgt, zwischen denen die Papierbogen einer Förderung unterworfen werden, müssen die Papierbogen zweimal ausgerichtet und positioniert werden. Hinzu kommt, daß, um auf eine hohe Produktionsleistung zu kommen, zunächst Hefte mehrfacher Gebrauchslänge hergestellt werden, die anschließend in Einzelhefte zerschnitten werden. Bei derart langen Papierbogen wirken sich auch geringfügigste Winkelverschiebungen an den Enden als beträchtliche Lageabweichungen aus.
Ein bekanntes Arbeitsverfahren, bei dem solche Verschiebungen ausgeschlossen sind, besteht darin, daß die Papierbogen nach dem Sammeln, wozu sie in Richtung ihrer kurzen Seitenkante gefördert werden, dachförmig gefaltet und darauf in Richtung ihrer langen Seitenkante abgefördert und auf einen Sattel gelegt werden, auf dem das Klammern der Papierbogen vorgenommen wird. Der Vorteil der exakten Positionierung der Papierbogen auf dem Sattel muß jedoch mit einigen Nachteilen erkauft werden. So werden mit dem Abfördern der Papierbogen in Richtung ihrer langen Seitenkante die Förderwege sehr lang, was eine Beschränkung der Produktionsleistung zur Folge hat ίο Auch erfordert das Ändern der Förderrichtung eine winkelförmig aufgebaute Maschine, die von der Konstruktion her aufwendiger ist und erheblich mehr Abstellfläche erfordert.
Will man die Papierbogen im Sinne hoher Produktionsleistungen ausschließlich in Richtung ihrer kurzen Seitenkante transportieren, so werden dem Konstrukteur durch dieses Arbeitsverfahren wenig Freiheiten gelassen. So muß z. B. zuerst geklammert und dann gefaltet werden, weil nach dem Falten ein Gegenhalter zum Umlegen der K'ammern nicht mehr in das gefaltete Heft gebracht werden kann. Eine entsprechende Vorrichtung ist z. B. in der US-PS 1 793 553 gezeigt Wird abor zuerst geklammert, und dann gefaltet, so ist, wie die Praxis täglich zeigt, eine Deckung von Faltenlinien und Klammern, bei der die Klammern dann mittig im Rücken des fertigen Heftes angeordnet sind, nicht sicher gewährleistet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattuiigsgemäße Verfahren zum Falten von mehreren übereinanderliegenden, klammergehefteten Papierbogen derart zu verbessern, daß die Papierbogen exakt entlang der durch die eingebrachten Klammern markierten Linie gefaltet werden, so daß die Klammern exakt mittig im Rücken der fertigen Hefte angeordnet sind.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Papierbogen in der Stillstandszeit, in der sie geheftet werden, im Klammerbereich zur Markierung einer Faltlinie linienförmig geprägt werden und anschließend entlang der Faltlinie gefaltet werden.
Durch das linienförmige Prägen wird die Faltlinie für das anschließende Falten der Papierbogen vorgegeben. Da gemäß der Erfindung das Klammern der Papierbogen und das Prägen der Faltlinie in derselben Stillstandszeit erfolgt, die Papierbogen also zwischen den beiden Arbeitsgängen — die auch gleichzeitig ausgeführt werden können — nicht bewegt werden, ist die gewünschte, d. h. mittige Zuordnung der Präge- bzw. Faltlinie zum Klammerbereich gewährleistet. Die zum Ausüben des Verfahrens gemäß der Erfindung dienende Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Hefteinnchtung eine Presse mit V-förmig ausgestaltetem Stempel und Widerlager zugeordnet ist. Um Verschiebungen der Papierbogen auszuschließen, kann nach einem weiteren Merkmal der Hefteinrichtung ein Halter zum Festhalten der Papierbogen zugeordnet sein. Damit die Klammern exakt in der Faltlinie in das Papier eingebracht werden, beinhaltet nach einem weiteren Merkmal der Stempel Widerlager für die Hefteinrichtung. Um möglichst kurze Förderwege zu erhalten, ist im Stempel ein im wesentlich senkrecht zur Oberfläche der Papierbogen geführtes Falzschwert vorgesehen. Um die Papierbogen in dieser Richtung abfordern zu können, ist das Widerlager der Presse aus seiner Arbeitsposition herausbewegbar ausgebildet. In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung greift das Schwert zwischen zwei Walzen ein.
Die Erfindung wird anhand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert Es zeigen
F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Klammern und Falten von Papierbogen,
Fi g. 2 einen Schnitt der Vorrichtung nach Linie II—II in Fig. 1.
Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 weist einen Zuförderer 1, eine Hefteinrichtung 2, einen Abförderer 3, ein Mittel 4 zum Vorfalten und eine Falteinrichtung 6 auf.
Der Zuförderer 1 ist als Förderband 7, welches um eine Rolle 3 geführt ist, ausgebildet und dient zum Fördern eines Stapels Papierbogen 9 auf einen Tisch 11, dem ein Anschlag 12 zum Positionieren der Papierbogen 9 zugeordnet ist. Der Tisch 11 besteht aus einem ortsfesten Teiltisch 13 und einem von einem pneumatischen Antrieb 14 in Richtung vom Doppelpfeil 16 bewegbaren Teiltisch 17, der als Widerlager mit einer V-förmigen Ausnehmung für das Mittel 4 zum Vorfalten der Papierbogen 9 in Form eines V-förmig ausgebildeten Stempels 18 dient Der Stempel 18 weut Widerlager 19 für die Hefteinrichtung 2 auf und ist mitteis eines pneumatischen Antriebes 21 in Richtung vom Doppelpfeil 22 bewegbar. Der Teiltisch 17 mit seiner V-förmigen Ausnehmung und der V-förmig ausgebildete Stempel 18 bilden gemeinsam eine Presse 20 zum Vorfalten der Papierbogen 9. Dem Teiltisch 13 ist ein Halter 26 zum Festhalten der Papierbogen 9 in Form eines von einem pneumatischen Antrieb 23 in Richtung vom Doppelpfeil 24 bewegbaren Stempels zugeordnet. Die Hefteinrichtung 2 weist eine Reihe von an sich bekannten und daher nicht im einzelnen dargestellten Klammerköpfen 27 auf, die an einem auf einer Achse 28 der Rolle 8 gelagerten Träger 29 befestigt sind. Dem Träger 29 ist ein pneumatischer Antrieb 31 zum Schwenken des Trägers 29 in Richtung vom Doppelpfeil 32 zugeordnet, mit dem die Klammerköpfe 27 in Ausnehmungen 33 des Teiltisches 17 hinein in eine Arbeitsposition und aus dieser wieder heraus schwenkbar sind.
Im Stempel 18 ist ein als Abförderer 3 dienendes Schwert 34 in Führungen 35 gelagert, das mittels eines im Stempel 18 angeordneten pneumatischen Antriebs 36 senkrecht zur Oberfläche der Papierbogen 9 ebenfalls in Richtung des Doppelpfeiles 22 bewegbar ist
Die Falteinrichtung 6 wird von zwei Walzen 37 und 38 gebildet, die an um Achsen 39 bzw. 41 schwenkbaren Armen 42 bzw. 43 gelagert sind. Die Walzen 37 und 38 sind mittels Riementrieben 44 bzw. 46 antreibbar, die über Zahnräder 47 und 48 kinematisch miteinander verbunden und über einen Riementrieb 49 von einem Motor 51 antreibbar sind. Ein an den Armen 42 und 43 angreifender pneumatischer Antrieb 50 dient zum Aufeinanderzu- und Voneinanderwegschwenken der Walzen 37 und 38. Ein Leitblech 52 mit Ausnehmungen 53 für die Klammerköpfe 27 dient zum Leiten der gefalteten Papierbogen 9 zu einem Abförderer 54.
Die pneumatischen Antriebe können in bekannter Weise mittels einer vom Maschinenantrieb antreibbaren Nockenscheibe synchron zum Maschinentakt steuerbar sein. Anstelle der Einfachheit halber gezeichneten pneumatischen Antriebe können natürlich auch Kurven-, Nocken- und Exzentertriebe verwendet werden.
Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß Figuren 1 und 2: Die Papierbogen 9 werden in Stapelform mittels des Förderbandes 7 auf den Tisch 11 gefördert, wo sie an dem Anschlag 12 zur Ruhe kommen. Von dem pneumatischen Antrieb 23 wird der Stempel 26 auf die Papierbogen 9 zu bewegt die zwischen dem Stempel 26 und dem Teiltisch 3 in ihrer Position festgehalten werden. Hierauf wird von dem pneumatischen Antrieb 21 der Stempel 18 auf die Papierbogen 9 zu bewegt wobei er mit seiner V-förmigen Schneide die Papierbogen 9 in die V-förmige Ausnehmung drs Teiltisches 17 hineingepreßt und hierbei durch bleibende Verformung eine Faltlinie in den Papierbogen 9 für den späteren Faltvorgang festlegt Gleichzeitig ist von dem pneumatischen Antrieb 31 die Hefteinrichtung 2 in ihrer Arbeitsposition geschwenkt worden, wobei die Klammerköpfe 27 in die Ausnehmungen 33 des Teiltisches 17 hineinbewegt und gegen die Papierbogen S gedrückt werden. Mit Hilfe der Widerlager 19 in dem Stempel 18 werden in bekannter Weise die Klammern in die Papierbogen 9 eingebracht und umgelegt, so daß die Papierbogen nun zusammengeheftet sind. Durch das Vorfallen und Klammern in einem Arbeitsgang, bei dem die Papierbogen 9 in ihrer Position festgehalten werden, wird eine exakte Einbringung der Klammern im Bereich der Faltlinie der Papierbogen 9 gewährleistet. Von ihren pneumatischen Antrieben 21 und 31 werden nun der Stempel 18 bzw. die Klammerköpfe 27 aus ihrer Arbeitsposition wieder in ihre Ruheposition zurückbewegt. Von aem pneumatischen Antrieb 14 wird hierauf der Teiltisch 17 in Richtung auf den pneumatischen Antrieb 14 zu bewegt, so daß zwischen den Teiltischen 13 und 17 ein freier Zwischenraum entsteht Hierauf wird von dem pneumatischen Antrieb 23 der Stempel 26 in seine Runeposition zurückbewegt, so daß die Papierbogen 9 nicht mehr festgehalten werden. Jetzt wird von dem pneumatischen Antrieb 36 das Schwert 34 in dem Stempel 18 in Richtung auf die Papierbogen 9 zu bewegt. Das Schwert 18 erfaßt die Papierbogen 9 in der V-förmig gepreßten Biegelinie und fördert sie durch den Zwischenraum zwischen den Teiltischen 13 und 17 hindurch auf die von ihrem pneumatischen Antrieb 50 zusammengeführten, rotierenden Walzen 37 und 38. Bei diesem Vorgang werden die Papierbogen 9 an das Schwert 34 herangelegt, so daß sie in ihrer Faltzone nun von den Walzen 37 und 38 erfaßt und von dem Schwert 34 abgezogen werden, welches nun wieder von seinem Antrieb 36 in den Stempel 18 zurückgezogen wird. Infolge des Druckes, mit dem die Walzen 37 und 38 von ihrem pneumatischen Antrieb 50 gegeneinander gepreßt werden, wird die Faltung der Papierbogen 9 in der Faltlinie fixiert. Die somit fertiggestellten Hefte mehrfacher Gebrauchslänge werden über das Leitblech 52 dem Abförderer 54 zugeführt, von dem sie zur Weiterverarbeitung abgefördert werden.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch das Heften und Vorfalten an einer Arbeitsstation, in der die Papierbogen positioniert gehalten werden, eine exakte Ausrichtung von Klammern und Faltlinien der Papierbogen erzielt wird, und daß durch di>s Festlegen der Faltlinie die Papierbogen beim anschließenden Falten auch exakt in der Faltlinie gefaltet werden. Hierdurch ist gewährleistet, daß nach dem Falten der Papierbogen die Klammern mittig im Rücken der fertigen Hefte angeordnet sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Falten mehrerer übereinanderliegenden klammergehefteter Papierbogen oder ähnlicher Bogen, die zum Herstellen von Heften in mehrfacher Gebrauchslänge schrittweise quer zu ihrer langen Seitenkante gefördert werden, wobei die Papierbogen während einer Stillstandszeit geheftet und während eines Förderschrittes zu einem Heft mehrfacher Gebrauchslänge gefaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierbogen in der Stillstandszeit, in der sie geheftet werden, im Klammerbereich zur Markierung einer Faltlinie linienförmig geprägt werden und anschließend entlang der Faltlinie gefaltet werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hefteinrichtung (2) eine Presse (20) mit V-förmig ausgestaltetem Stempel (18) und Widerlager (17) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hefteinrichtung (2) ein Halter (26) zum Festhalten der Papierbogen (9) zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (18) Widerlager (19) für die Hefteinrichtung (2) beinhaltet
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Stempel (18) ein im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Papierbogen (9) geführtes Falzschwert (34) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (17) der Presse (20) aus seiner Arbeitsposition herausbewegbar ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwert (34) zwischen zwei Walzen (37,38) eingreift.
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