DE2243263B2 - Gehaeuse fuer schlagwetter- und explosionsgeschuetzte elektrische anlagen - Google Patents
Gehaeuse fuer schlagwetter- und explosionsgeschuetzte elektrische anlagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse für Schlagwetter- und explosionsgeschützte elektrische Anlagen
mit einer rechteckigen, verschließbaren Öffnung, deren Deckel durch seitliches Verschieben gegenüber
den senkrechten Rändern der Öffnung verriegelbar ist.
Für Gehäuse in Schlagwetter- und explosionsgeschützten Schaltanlagen, wie sie in Untertagebetrieben
oder in explosionsgefährdeten Betrieben verwendet werden, wird unter anderem die Forderung gestellt,
daß bei z. B. durch Schaltfunken hervorgerufener Zündung eines in den Innenraum des Gehäuses eingedrungenen
Gasgemisches die im Inneren entstehende Explosionsenergie ein außerhalb des Gehäuses befindliches
Gasgemisch nicht zu zünden vermag.
Durch ein bestimmtes Verhältnis der Breite und Länge der zwischen dem Gehäuse und dem Gehäusedeckel
vorhandenen Spalte kann das sogenannte Durchschlagen einer im Inneren auftretenden Explosion nach
außen verhindert werden. Es ist für die Funktionssicherheit eines Gehäuses von entscheidender Bedeutung,
daß diese Werte exakt eingehalten werden, und auch während einer Explosion sich nicht verändern.
Auch dürfen bleibende Verformungen an diesen Teilen nicht auftreten. Die Gehäuseöffnung soll zur Gewährleistung
einer guten Zugänglichkeit zum Gehäuseinneren möglichst groß sein.
Diese Forderungen lassen sich bei Gehäusen mit kleinem Volumen relativ leicht erfüllen. Bei Gehäusen
mit großem Volumen sind Ausführungen bekannt, bei denen die Gehäuseöffnung und der Gehäusedeckel
rund ausgerührt sind und bei denen der Verschluß durch Drehung des Deckels um seine Zentrierachse
nach Art eines Bajonettverschlusses durchgeführt wird. Mit einer solchen Ausführung lassen sich zwar die
Forderungen hinsichtlich des Schlagwetter- und Explosionsschutzes erfüllen, jedoch ist durch eine runde Öffnung
das Innere eines Gehäuses für Montage und Wartung schlecht zugänglich (s. DT-AS 11 62 916).
Es ist weiterhin ein Gehäuse für Schlagwetter- und explosionsgeschützte Anlagen bekannt, bei dem ein
den Deckel haltender in Längsrichtung der Scharnierachse verschiebbarer Rahmen angeordnet ist, der am
Umfang keilförmige Nocken besitzt, die beim Schließen hinter entsprechende am Gehäuse angebrachte
Keile greifen. Der die eigentliche öffnung verschließende Deckel ist auch bei dieser Ausführung rund ausgeführt
(s. DT-PS 11 70 890).
Es sind zwar schon elektrische Vt:rieilungskästen gemäß
der DT-PS 9 45 524 bekanntgeworden, die einen rechteckigen Deckel aufweisen, jedoch handelt es sich
hierbei nicht um Gehäuse für Schlagwetter- und explosionsgeschützte Anlagen.
In der DT-AS 14 90 677 ist bei einer gekapselten elektrischen Verteilungsanlage unabhängig von einem
rechteckigen Gehäusedeckel eine verschließbare Klappe vorgesehen, durch die man einen schnellen Zutritt
zum Gehäuseinneren erhält.
Diese Klappe ist gegen unbefugtes Öffnen verriegelt. Die Kriterien für ein Gehäuse für Schlagwetter- und
explosionsgeschützt Anlagen sind hier jedoch nicht erfüllt.
Schließlich ist ein Gehäuse für Schlagwetter- und explosionsgeschützte
Anlagen bekanntgeworden, bei dem eine rechteckige Gehäuseöffnung vorhanden ist, deren
Deckel an den senkrechten Seiten unter Verwendung von Nuten und Federn durch seitliches Verschieben
verriegclbar ist. Dabei werden nur die senkrechten Seiten des Deckels und der öffnung verriegelt, während
die waagerechten Seiten des Deckels mit Leisten versehen sind, die nur an ihren Enden befestigt sind. Bei
einer Explosion im Inneren des Gehäuses kann eine Durchbiegung im Mittelteil des Deckels infolge der
Trennfuge zwischen den Leisten und dem Deckel ungehindert stattfinden, ohne daß sich die Leisten von der
Gehäuseöffnung abheben. Bei kleineren Öffnungen kann dieser Aufbau die gestellten Forderungen erfüllen,
bei großen Öffnungen muß auch die Kontraktion des Deckels berücksichtigt werden, so daß sich die Trennfuge
zu einem Spalt ausweitet, der die geforderten Werte nicht einhält (siehe DT-OS 16 90 244).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse mit großem Volumen so zu erstellen, daß auf
eine Ausführung mit runder Deckelöffnung verzichtet werden kann und außerdem die Forderungen hinsichtlich
des Schlagwetter- und Explosionsschutzes auch bei einer großen öffnung erfüllt werden können.
Die Erfindung geht dabei aus von einem Gehäuse für Schlagwetter- und explosionsgeschützte elektrische Anlagen
mit einer rechteckigen, verschließbaren öffnung, deren Deckel durch seitliches Verschieben gegenüber
den senkrechten Rändern der Öffnung verriegelbar ist. Erfindungsgemäß wird die obengestellte Aufgabe dadurch
gelöst, daß an zwei gegenüberliegenden, in Verschiebungsrichtung verlaufenden Rändern des Deckels
und der Gehäuseöffnung jeweils miteinander zusammenwirkende Ansätze vorgesehen sind, die in der
Schließstellung hintereinander greifen. Mit diesen Maßnahmen ist es möglich, den Deckel an allen vier Seiten
mit der Gehäuseoffnung zu verriegeln. Die Öffnung kann verhältnismäßig groß gehalten werden und auch
bei Gehäusen mit großem Volumen läßt sich eine Anpassung der Gehäuseöffnung an den Gehäusequerschnitt
weitgehend erzielen. Bei geöffnetem Deckel 5 sind dadurch die Einbauten im Inneren der Gehäuses
gut zugänglich und es sind keine in Längsrichtung der Scharnierachse verstellbare Scharniere erforderlich. An
den Längsseiten ist der Deckel in an sich bekannter Weise mit Leisten und Ansätzen verschen, die auf ihrer
gesamten Länge mit ebenfalls bekannten Leisten bzw. Ansätzen zusammenwirken, die an dem Gehäuse angebracht
sind.
Durch das Zusammenwirken der Leisten und Ansätze an Gehäuseöffnung und -deckel wird im geschlossenen
Zustand die erforderliche Festigkeit erreicht, daß das Gehäuse auch den Auswirkungen einer im Gehäuseinneren
stattfindenden Explosion standhält. Der Dekkel ist in zwei am Gehäuse drehbar angebrachten
Schwenkbügeln verschiebbar angeordnet. Der die Öffnung bildende Gehäuserand ist zweckmäßigerweisc
durch eine nach innen aufgeschweißte Rippe verstärkt. Der Deckel is! zur Erzielung der erforderlichen Stabilität
kastenförmig ausgeführt.
Im folgenden ist auf die Zeichnung Bezug genonimen.
in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist. F i g. 1 zeigt ein Gehäuse mit dem Deckel in
geschlossenem Zustand. F i g. 2 zeigt das Gehäuse, insbesondere die Öffnung, während in F i g. 3 der Deckel
im Prinzip dargestellt ist.
In F i g. 1 ist das Gehäuse mit 1 bezeichnet. Die in
dem Gehäuse befindliche rechteckige öffnung 2 (F i g. 2) ist durch einen Deckel 3 (F i g. 1) verschlossen.
Der Deckel 3 ist an zwei Schwenkbügeln 4 verschiebbar gelagert, und die Schwenkbügel sind an Scharnieren
5 an dem Gehäuse befestigt. In den Schwenkbügeln 4 sind Langlöcher 6 vorgesehen, in denen der Deckel 3
an Zapfen 7 geführt ist. Durch Verschieben des Deckels 3 in Richtung des Pfeiles 8 kommen die später noch zu
erläuternden Ansätze zwischen Deckel und Gehäuserand außer Eingriff und der Deckel läßt sich !,enkrecht
von der Gehäusewand abziehe». Er kann dann mit den Schwenkbügcin insgesamt von der Gehäuseöffnung
weggezogen und seitlich weggeschwenkt werden.
Gemäß F i g. 2 ist der obere sowie der untere Rand der Gehäuseöffnung mit Ansätzen 9 bzw. 10 versehen.
Desweiteren ist an der einen Seite eine Leiste 11 angebracht. Zur Versteifung der Gehäuseöffnung ist im Inneren
entlang dem Gehäuserand eine aufgeschweißte Rippe vorgesehen, die der Öffnung eine erhebliche
Verstärkung gibt. Der in F i g. 3 besonders dargestellte Deckel 3 hat an seiner oberen und unteren Kante Ansätze
13 bzw. 14 die mit den Ansätzen 9 bzw. 10 der Gehäuseöffnung zusammenwirken. Von den senkrecht
zur Verschiebungsrichtung verlaufenden Seiten des Deckels und des Gehäuses ist außer der Leiste 11 der
Deckel noch mil einer Leiste 15 versehen. Die Kanten 17 des Gehäuses und 16 des Deckels sind bearbeitet.
Beim Schließen des Gehäuses ragen die Ansätze 13 und 14 des Deckels zunächst in die Zwischenräume zwischen
den Ansätzen 9 und 10 des Gehäuserandes. Erst wenn der Deckel vollkommen an dem Gehäuse anliegt,
kann dieser entgegen der Richtung des Pfeiles 8 in F i g. 1 seitlich verschoben werden und dabei gelangen
die Ansätze 13 und 14 an dem Deckel mit den Ansätzen 9 und 10 an dem Gchäuscrand in Eingriff. Die an dem
Deckel 3 angebrachte Leiste 15 legt sich hinter die Kante 17 des Gehäuses und die Kante 16 des Deckels
hinter die Leiste 11 am Gehäuse. Dadurch ist das Gehäuse
fest verschlossen, und es können die für Schlagwetter-
und explosionsgeschützt Anlagen geforderten Bedingungen eingehalten werden. Damit der Decke!
dem Druck standhält, ist dieser kastenförmig ausgebildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Gehäuse für Schlagwetter- und explosionsgeschützte elektrische Anlagen mit einer rechteckigen,
verschließbaren öffnung, deren Deckel durch seitliches Verschieben gegenüber den senkrechten
Rändern der Öffnung verriegelbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß an zwei gegenüberliegenden, in Verschiebungsrichtung verlaufenden
Rändern des Deckels (3) und der Gehäuseöffnung
(2) jeweils miteinander zusammenwirkende Ansätze (9, 10 und 13, 14) vorgesehen sind, die in der
Schließstellung hintereinander greifen.
2. Gehäuse und Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (3) und das Gehäuse
(1) in an sich bekannter Weise an den senkrecht zur Verschiebungsrichtung verlaufenden Seiten mit
Leisten (15, H) versehen sind, die auf ihrer gesamten Länge mit dem jeweils gegenüberliegenden Seiten
oder Kanten (17,16) des Gehäuses oder Deckels zusammenwirken.
3. Gehäuse und Deckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (3) in zwei
am Gehäuse (1) drehbar angebrachten als Schwenkbügel ausgebildete Befestigungselementen (4) verschiebbar
gelagert ist.
4. Gehäuse und Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die
Öffnung bildende Gehäuserand durch eine aufgeschweißte Rippe (12) verstärkt ist.
5. Gehäuse und Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel
(3) kastenförmig ausgeführt ist.
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Priority Applications (3)
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- 1972-09-02 DE DE19722243263 patent/DE2243263B2/de not_active Ceased
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Also Published As
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|---|---|
| DD106528A5 (de) | 1974-06-12 |
| PL86405B1 (de) | 1976-05-31 |
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