DE224708C - - Google Patents

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DE224708C
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temperature
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drying
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goods
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B15/00Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form
    • F26B15/10Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form with movement in a path composed of one or more straight lines, e.g. compound, the movement being in alternate horizontal and vertical directions
    • F26B15/12Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form with movement in a path composed of one or more straight lines, e.g. compound, the movement being in alternate horizontal and vertical directions the lines being all horizontal or slightly inclined
    • F26B15/16Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form with movement in a path composed of one or more straight lines, e.g. compound, the movement being in alternate horizontal and vertical directions the lines being all horizontal or slightly inclined the objects or batches of materials being carried by wheeled trucks
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B21/00Arrangements for supplying or controlling air or other gases for drying solid materials or objects
    • F26B21/30Controlling, e.g. regulating, parameters of gas supply

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- Λ* 224708 KLASSE 82«. GRUPPE
OTTO MARR in LEIPZIG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1909 ab.
Alle bisherigen Verfahren zum Trocknen von Ziegeln u. dgl. haben die Aufgabe zu lösen, einem" verhältnismäßig voluminösen, feuchten und kalten Körper seinen Wassergehalt durch Verdunstung zu entziehen, wobei er sich zusammenzieht, schwindet und dabei leicht Ausschuß gibt.
Um nun ein gleichmäßiges schnelles Trocknen gewissermaßen von innen heraus mit dem geringst möglichen Aufwand an Wärme zu erzielen, sollen bei dem neuen Verfahren die Formlinge nicht kalt, sondern mit hoher Temperatur, beispielsweise mit 8o° C. in den heißesten Teil solcher Kanal- oder Reihen-1 trockner kommen, in welchen die Trockenluft entweder auf eine gewisse hohe Temperatur vorgewärmt eintritt und stets von neuem auf sie gebracht wird, oder in welchen der Wärmegehalt der Luft während des Hindurchströmens eine stufenweise Erhöhung erfährt.
Kanaltrockner, bei welchen die zum Trocknen verwendete Luft abwechselnd durch Heiz- und Trockenräume strömt, so daß ihre Temperatur allmählich zunimmt, sind bekannt, und zeigt Fig. 1 einen solchen, dessen Heizräume unter dem Boden des Kanals liegen, von wo die erwärmte Luft vertikal durch die zu trocknende Ware hindurch nach oben steigt, um von dort durch außen liegende, in der Zeichnung punktierte schräge Kanäle unter die Röhren der nächsten Heizkammer zu fallen. In Reihen liegende Kammern lassen sich in derselben Weise nach Fig. 2 verbinden, so daß ein ungeteilter, mehr und mehr Wärme aufnehmen^ der Luftstrom sie der Reihe nach durchfließt, 45
doch ist diese Anordnung bisher nicht in Gebrauch. Der Weg, den der Luftstrom in beiden Fällen macht, ist durch Pfeilstriche angegeben, und zwar in Fig. 1 unter der Voraussetzung, daß die Frischluft niedrige Anfangstemperatur hat, welche von links nach rechts ebenso wie ihr absoluter Feuchtigkeitsgehalt ansteigt, in Fig. 2 für den Fall, daß sie vorgewärmt und mit wenig Feuchtigkeit rechts in die Kammer 2 geleitet wird und links aus Kammer 5 mit ungefähr der Tem- ■ peratUr des Trockengutes, jedoch nahezu oder vollkommen gesättigt abzieht.
Vorläufig ist deshalb nichts weiter festzuhalten, als daß der absolute Feuchtigkeitsgehalt des Luftstromes beim Kanal Fig. 1 in Zone 6 am geringsten, in Zone 1 am größten ist, wogegen er beim Reihentrockner Fig. 2 in Kammer 2 die wenigste, in Kammer 5 die meiste Feuchtigkeit aufweist, was sich einfach dadurch erklärt, daß er auf dem Wege durch die dazwischenliegenden Zonen oder Kammern fortwährend Feuchtigkeit aufnimmt.
Werden nun die nassen Formlinge mit. der dafür angenommenen Temperatur von etwa 8o° in der Richtung der gefiederten Pfeile in und durch den Trockenkanal (Fig. 1) geschoben, so treffen sie zunächst in der Zone 1 mit heißer, aber noch nicht völlig gesättigter Luft von einer Temperatur zusammen, welche zweckmäßig ungefähr gleich der der Ware zu halten sein wird.
Angenommen, sie habe 8o° C. und enthalte 70 Prozent relativer Feuchtigkeit, so wird sie sich aus dem Trockengut noch weiter an-
reichern, indem das darin enthaltene Wasser von 8o°, welches mit unvollkommen gesättigter Luft von gleicher oder höherer Temperatur in Berührung gebracht wird, so lange das Bestreben hat, zu verdunsten, bis sie völlig gesättigt ist.
Die Herbeiführung dieses Gleichgewichtes wird erleichtert durch die Abkühlung, welche sowohl Luft als Trockengut infolge der ihnen
ίο für die Dampfbildung entzogenen Wärme erfahren, so daß die Temperatur von beiden, der Luft und der Ware, am Ende des Vorganges sinkt, beispielsweise auf yo°, wobei der Wassergehalt der letzteren heruntergeht, während sich die Luft nahezu oder ganz damit sättigt; sie kann also ins Freie oder zu sonstiger Verwendung entlassen werden.
Unsere Formlinge aber gelangen mit ihrer Temperatur von 700 weiter in die Zone 2, in welcher sie durch etwa zu 65 Prozent gesättigte Luft von etwa 700 umspült werden und worin sich der eben beschriebene Vorgang wiederholt, doch nunmehr innerhalb niedrigerer Temperaturgrenzen.
So geht es stufenweise immer weiter herunter bis zur letzten Zone, in welcher Luft von vielleicht 25 oder 300 und etwa 20 Prozent Sättigung auf Trockengut von ähnlicher Temperatur wirkt und ihm den letzten Rest von Feuchtigkeit entzieht.
Hierbei verläßt natürlich das Trockengut den Kanal auch mit wesentlich geringerer Temperatur, als es beim Eintritt hatte, doch läßt sich dies vermeiden, wenn vorgewärmte anstatt der kühlen Frischluft zur Anwendung kommt.
In solchen Fallen können auch Reihentrockenkammern nach Fig. 2 benutzt werden, worin α den Heizapparat für die Frischluft andeuten soll; ebenso steht nichts im Wege, sämtliche Übersteigrohre mit Kühlmänteln zu umgeben oder sie mit anderen Einrichtungen zur Niederschlagung von Feuchtigkeit aus der sie durchströmenden Luft zu versehen; auch läßt sich die aus der letzten Kammer entweichende Luft auffangen, durch Kühlung trocknen und von neuem durch den Vorwärmer hindurch einleiten; alles dieses ändert an dem neuen Verfahren nichts, sondern wirkt nur auf Abkürzung der Trockenzeit oder Ver-• minderung des Wärmeverbrauchs dabei.
Fig. 2 zeigt regelbare Heizkörper unter jeder Trockenkammer und Umschalter über jedem Trockenraum, welche so gestellt sind, daß heiße trockene Luft über Kammer 1 hinweg von unten in Kammer 2 gelangen kann, um sie und die folgenden zu durchströmen und aus 5 mit ungefähr der Temperatur des Trockengutes, aber gesättigt mit Feuchtigkeit, ins Freie zu entweichen.
Die Kammer 5 wurde vorher zuletzt mit frischer, vorgewärmter Ware beschickt, wogegen Kammer 2 am längsten in Betrieb ist und ι entleert und frisch gefüllt wird.
Sobald das beendet, ist der Wind auf 3 umzustellen und über 4, 5, 1 zu schicken, während 2 zur Entleerung und Beschickung freibleibt. Indem so die Arbeit von Kammer zu Kammer weiter schreitet, wird die frischeste, warm eingebrachte Ware stets von der heißesten und am meisten mit Feuchtigkeit gesättigten Luft umspült, gerade wie vorhin beim Kanaltrockner.
Sowohl auf die eine wie auf die andere der beiden beschriebenen Weisen soll der Kern des Formlings während des ganzen Vorganges wärmer bleiben als seine Oberfläche, so daß die Dämpfe dort auch unter höherer Spannung stehen, mithin nach außen dringen und den Kern zu verlassen streben.
Das Neue an dem Verfahren kennzeichnet sich somit dadurch, daß vorgewärmtes Gut in einen Luftstrom gebracht wird von einer anfänglich der Temperatur des Trockengutes nahezu gleichen Temperatur und von anfänglieh hohem Feuchtigkeitsgehalt, dessen Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt jedoch im weiteren Verlauf des Prozesses mehr und mehr sinken, so daß sich sowohl Temperatur als Dampfspannung an der Oberfläche der Ware infolge der dort fortwährend stattfindenden Verdunstung niedriger stellen als im Innern und die Dämpfe somit stets bestrebt bleiben, von dort nach außen zu gelangen.
Durch diese Art des Trocknens ist die völlige Austreibung des Wassers bei Vermeidung allen Ausschusses am ehesten gesichert, wie die Erfahrungen bei der Abkühlung feuchtwarmer Gegenstände lehren.
Nachgewiesen ist ferner, daß von allen unter Anwendung von Luft oder Gasen als Wärmeträgern arbeitenden Trockenverfahren diejenigen den geringeren Verbrauch an Wärme aufweisen, deren mit Wasser gesättigte Abzugsdünste die höhere Temperatur haben (bis zu etwa 8o° C). Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Wärme im Anfang auf einmal oder in einzelnen Teilbeträgen zugeführt wird bzw. ob sie sich wie hier aus Vorwärmung und Nachheizung zusammensetzt, so daß das Trocknen nach der beschriebenen neuen Art den Bedingungen für geringsten Wärmeverbrauch entsprechen dürfte.
Die Durchführung des neuen Verfahrens soll mit durchweg bekannten Mitteln erfolgen, so daß nur neue Anwendungen derselben in Betracht kommen.
So kann die Vorwärmung des Trockengutes entweder in geheizten Kammern geschehen oder insbesondere bei der Ziegelfabrikation durch Behandlung des Tones mit Dampf oder heißem Wasser, durch Umhüllung des Ton-
Schneiders und der Presse mit Heizmänteln u. dgl.
Zur eigentlichen Trocknung lassen sich alle solche Kanäle und Kammerbatterien verwenden, bei denen der Trockenluftstrom abwechselnd durch Heizkammern und Trockenräume geleitet wird, nur ist die Ware bei Anwendung von Kanälen nicht in gleicher, sondern in entgegengesetzter Richtung zu ihm hindurch zu schicken, so daß die angewärmte Frischluft auf die trockenste Ware trifft.
Bei Verwendung mehrerer hintereinander geschalteter Trockenräume mit dazwischenliegenden Heizkammern (in Reihentrocknern) ist nach demselben Grundsatz zu arbeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Trocknen größerer Stücke, insbesondere von Ziegeln und anderen Formungen, dadurch gekennzeichnet, daß die zu trocknenden Gegenstände erst vorgewärmt und dann einem Luftstrom ausgesetzt werden von einer anfänglich der Temperatur des Trockengutes nahezu gleichen Temperatur und von anfänglich hoher relativer Feuchtigkeit (z. B. 70 Prozent), dessen Temperatur und relative Feuchtigkeit jedoch im weiteren Verlauf der Behandlung des Trockengutes mehr und mehr erniedrigt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT224708D Active DE224708C (de)

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DE (1) DE224708C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2451316A (en) * 1942-10-19 1948-10-12 Bieber Otto Apparatus for desiccation

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2451316A (en) * 1942-10-19 1948-10-12 Bieber Otto Apparatus for desiccation

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